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Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist mittlerweile längst zur Volkskrankheit Nr.1 in westlichen Industrieländern geworden. Es handelt sich um eine chronische entzündliche Hauterkrankung, die vorwiegend bei Kindern auftritt, aber auch Erwachsene betreffen kann. Die Haut ist sehr trocken, gerötet, nässt, bildet Krusten und geht mit einem starken Juckreiz einher. In Österreich sind derzeit rund 280.000 Menschen betroffen, wobei jedem 7. bis 10. Kind bereits im Säuglingsalter Neurodermitis diagnostiziert wird. Tendenz stark steigend!

Der Neurodermitis liegt eine genetische Veranlagung zugrunde. Wenn beide Eltern an Neurodermitis erkrankt sind, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Kind erkrankt bei fast 80 Prozent. Es sind dennoch zusätzliche auslösende Faktoren verantwortlich, dass die Krankheit dann auch tatsächlich ausbricht.

Neurodermitis hat viele Namen

Das Wort Neuro stammt aus dem Griechischen und bedeutet nervlich. Die nervliche Verfassung spielt für den Verlauf der Neurodermitis eine entscheidende Rolle. In der Schulmedizin spricht man meist von atopischer Dermatitis oder dem atopischen oder endogenem Ekzem. Atopisch bedeutet allergisch, Menschen mit einer Neigung zu Allergien bekommen häufiger eine Neurodermitis als andere. Endogen heißt, dass eine allergische Reaktion ohne äußere Ursache im Körper auftritt. Die Endung itis hat in der Medizin mit einer Entzündung zu tun, im Fall der Neurodermitis eine Hautentzündung.

Prognose

Bei vielen Neurodermitikern bricht die Krankheit bereits im Babyalter mit dem bekannten Symptom Milchschorf auf. Bei den meisten Kindern verschwindet die Neurodermitis im Schuleintrittsalter oder dann während der Schulzeit. Wir gehen davon aus, dass ca. 3 bis 5% aller Erwachsenen unter Neurodermitis leiden.

Die Neurodermitis präsentiert sich jedoch je nach Lebensalter unterschiedlich. Bei Säuglingen sind oft die Arme und Beine, Wangen oder die Kopfhaut betroffen. Bei älteren Kindern und Erwachsenen zeigt sich Neurodermitis gerne am Hals, an der Ellenbeugen oder an der Rückseite der Knie. Weiters kann Neurodermitis im Gesicht und den Händen (besonders die Handgelenke sind oft in Mitleidenschaft gezogen) auftreten. Typisch ist ein Auftreten in Schüben, das heißt, dass es auch Zeiten ohne Krankheitserscheinungen gibt.

Europaweit leiden weit über 10 Millionen Menschen an Neurodermitis und die jährliche Neuerkrankungsrate liegt derzeit bei ca. 10%. Diese Zahlen sind erschreckend hoch und es wird sehr viel nach den Ursachen geforscht. Das Schwierige an Neurodermitis ist, dass diese verschiedenste Gesichter hat und bei jedem Betroffenen die Ursache individuell unterschiedlich sein kann.

S.O.S. Pflege bei Exkzemen: Ducray Dexyane MeD

Ducray Dexyane MeD Neurodermitis chronisches Handekzem Kontaktekzem

Ducray Dexyane MeD wirkt reparierend und beruhigend bei atopischen Ekzemen/Neurodermitis, chronischen Handekzemen sowie Kontaktekzemen. Ein semi-okklusives Polysaccarid-Gitter legt sich wie ein Schutzfilm auf die Haut, begrenzt die Verlust an Feuchtigkeit und hemmt bakterielle Ahäsion. 20% Glycerin, Sheabutter, Triglyceride und Hydroxydecin® reparieren die beschädigte Hautbarriere und wirken feuchtigkeitsspendend. Süßwurzel-Extrakt wirkt hautberuhigend und juckreizstillend. Dexyane MeD ist ein Medizinprodukt und kann auch während des Schubes verwendet werden, also in Kombination mit Kortison (zuerst Kortison auftragen, Dexyane MeD gleich danach). Dexyane MeD ist ohne Kortison, frei von Duftstoffen sowie Parabenen und für Säuglinge ab 3 Monaten geeignet.

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Neurodermitis Ursachen und Auslöser

Ursächlich für die Symptome ist ein Defekt in der äußersten Hautschicht. Als einer der Hauptfaktoren bei Neurodermitis gilt die sehr trockene Haut. Die neurodermitische Haut ist durch eine gestörte Lipid-Barriere nicht richtig funktionsfähig.  Die Haut ist durchlässiger als "normale" Haut und reagiert stärker auf Reize von außen. Fremdkörper können dadurch leichter in die Haut eindringen und rufen allergische Reaktionen wie Juckreiz, Hautrötungen und Ekzeme hervor.

Bei Neurodermitis findet eine überschießende Abwehrreaktion des Körpers gegen prinzipiell harmlose Stoffe statt, wie zum Beispiel Nahrungsmittel, Hausstaub, Pollen und Tierhaare. Aber auch falsche Textilien (zB Wolle), falsche Hautreinigung, Sonnenlicht, Klimaanlagen, Stress, Kälte, Antibiotika und Infektionen können mögliche Auslöser einer Neurodermitis sein.

Die entzündlichen Hautreaktionen werden als überschießende Abwehrreaktion von den sogenannten Botenstoffen, den Zytokinen, gesteuert. Diese führen über verschiedene weitere Aktivierungen zu Histaminausschüttung und damit verstärkt zu Juckreiz und Entzündungen der Haut.

Aber auch schädliche Umwelteinflüsse sowie psychische Faktoren können das Immunsystem aus dem Gleichgewicht bringen.

Warum hat es gerade mich getroffen?

Diese Frage taucht unweigerlich auf, wenn die Haut an Neurodermitis erkrankt ist. Diese Erkrankung ist zwar nicht heil­bar, aber es viele Möglichkeiten der Linderung. Jeder Neurodermitis-Betroffene hat seine individuelle Ausprägung der Neurodermitis. Da es kein Generalrezept gibt, muss jeder Einzelne seinen eigenen „Therapie-Weg“ finden. Das bedeutet eine individuelle Kombination aus verschiedenen Therapien und Behandlungen, die von der richtigen Hautpflege über Medikamente der Schul- und Alternativmedizin bis hin zu Darmgesundheit und einer ausgeglichenen Psyche reichen. Aber denk dran, du bist nicht alleine damit! Nimm dein Leben und die Neurodermitis selbst in die Hand und fordere die dir zustehende bestmögliche Behandlung.

Neurodermitis Behandlung im Überblick

Es gibt kein Generalrezept bei Neurodermitis, welche eine endgültige Heilung der Neurodermitis herbeiführen könnte. Damit wird man auch auf dieser Website keine Wundermittel finden. Jeder muss für sich selbst herausfinden, was guttut (von außen als auch von innen) sowie welche Reize die Krankheit negativ beeinflussen. Fakt ist, dass sich mit dem richtigen Therapie-Mix die Anzahl und die Ausprägung der Schübe verringert bzw. einzelne Symptome auch ganz verschwinden können.

Die Behandlung der Schulmedizin erfolgt von außen und/oder innen, zusätzlich gibt es Unmengen an alternativen Behandlungsformen. Der Hautarzt sollte unbedingt als Erster zu Rate gezogen werden, um eine genaue Diagnose zu erstellen. Eine regelmäßige Betreuung durch einen Dermatologen ist wichtig, vor allem wenn ein neuer Schub auftritt, solltest du sofort zum Arzt. Mit gezielten Medikamenten (zB Cortison, Antihistaminika) hast du die Möglichkeit, rasch aus dem Schub heraus zu kommen. Neben den herkömmlichen Medikamenten stehen seit kurzer Zeit auch Biologika zur Behandlung von Neurodermitis zur Verfügung: Für mittelschwere bis schwere Formen der Neurodermitis gibt es die Therapieoption mit dem monoklonalen Antikörper Dupilumab. Dieser zeigt bei vielen Betroffenen ausgezeichnete Wirkung bis zu völliger Symptomlosigkeit.

Dazu kannst du selbst viel tun, um dein Leben mit Neurodermitis lebenswerter zu gestalten. Ein gesunder Lebensstil wird sich immer positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken: Dazu zählt neben ausgewogener Ernährung und regelmässiger Bewegung  auch positives Denken und vor allem Dinge, die Spaß machen und bei denen man sich gut fühlt.

Die passende Hautpflege bei Neurodermitis

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Tägliche Hautpflege bei Neurodermitis

Neurodermitis Symptome wie rote, schuppende und zum Teil nässende Hautareale sind kein Zeichen von mangelnder Hygiene, bedürfen aber einer speziellen Hautpflege. Die tägliche Hautpflege ist die Grundlage einer Behandlung. Dadurch kann eine "halbwegs" intakte Hautbarriere aufrecht erhalten werden und die Haut vor äußeren Irritationen sowie Bakterien besser geschützt werden. Diese Basistherapie sollte auch in den erscheinungsfreien Zeiten konsequent weitergeführt werden, da dadurch neuen Schüben vorgebeugt werden kann. Zur Basistherapie gehört neben einer speziellen Hautreinigung die Rückfettung und Hydratisierung (Befeuchtung) der Haut.

Bei Pflegeprodukten sollte genau auf die Inhaltsstoffe geschaut werden, hautreizende Substanzen wie Parfum oder viele Konservierungsstoffe sollten gemieden werden. Achte auf einen niedrige Wasser- und einen hohen Ölanteil bei deinen Cremes, da ein hoher Wasseranteil (zB in Lotions) die Haut noch weiter austrocknen würde.

Gute Erfolge zur Linderung von Neurodermitis zeigt Thermalwasser, entweder in Sprayform beziehungsweise als Inhaltsstoff in Cremes. Das natürlich mineralisierte Thermalwasser hat beruhigende, reizlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften und wird sehr erfolgreich auch bei Kindern mit Neuodermitis eingesetzt.

Der Hautarzt kann dir eine Salbe mit Harnstoff (5% bei Kindern und bis zu 10% bei Erwachsenen) verschreiben. Harnstoff (=Urea) hat sich bei Neurodermitis bewährt, da mithilfe des Harnstoffs mehr Wasser in der Haut gespeichert werden kann. Aber Achtung: Wenn die Haut akut entzündet ist, sollte kein Harnstoff verwendet werden, da Harnstoff auf der entzündlichen Haut stark brennt.

Tipp: Avène XeraCalm A.D

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Die Neurodermitis-Produkte von Avène enthalten wertvolles Thermalwasser und können Neurodermitis-Schübe hinauszögern und damit die Zahl der Schübe verringern. Das rückfettende Reinigungsöl XeraCalm A.D wurde speziell zur sanften Reinigung sehr trockener Haut von Säuglingen, Kindern und Erwachsenen entwickelt. Es wird eingesetzt bei zu Atopie (Neurodermitis) neigender Haut, bei irritierter, durch Austrocknung juckender Haut oder bei von Natur aus trockener Haut. Zu dieser Serie gehört auch eine sanft rückfettende Creme, XeraCalm A.D Creme, der die Barrierefunktion der Haut wieder herstellt. Der I-modulia®-Komplex, der erste biotechnologische Aktivstoff aus dem Avène Thermalwasser, reduziert Juckreiz und wirkt reizlindernd.

Weitere Infos auf eau-thermale-avene.at

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Verzichte auf lange und heiße Bäder: Wasser, vor allem heisses, trocknet langfristig die Haut noch weiter aus. Wenn schon baden, dann in einem Ölbad, keinesfalls sollten Schaumbäder in Verwendung sein. Nach dem Baden oder Duschen solltest du sofort rückfettende Salben oder Cremes auf die Haut aufzutragen. So wird die Haut davor bewahrt, durch die Wasserverdunstung weiter auszutrocknen.

Achte auf eine angenehm zu tragende Kleidung: Baumwolle, Leinen oder Seide haben hier klar die Nase vorne. Dagegen wird Wolle von sehr vielen Neurodermitikern schlecht vertragen. Tipp: Schneide die Etiketten aus der Kleidung, da diese auf der Haut reiben und zu Juckreiz führen können. Einige Betroffene klagen regelmäßig über Verschlechterung durch Schwitzen oder bei feuchter Wärme.

Richtige Kleidung bei Neurodermitis

Auch eine Hautkur kann die Beschwerden lindern: In den meisten Fällen verbessert sich das Hautbild und bringt zumindest für kurze Zeit Beschwerdefreiheit. Bei einer Klimatherapie wirkt sich der Klimawechsel positiv auf die Hautbeschwerden aus. Eine Klimatherapie im Hochgebirge oder am Toten Meer ist besonders hilfreich.

Neurodermitis und die Psyche

Eine Hauterkrankung ist auch psychisch belastend und führt zu einer eingeschränkten Lebensqualität. Keiner weiß besser als ein Betroffener selbst, wie sehr einem die Neurodermitis im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gehen kann. Man möchte sich am liebsten in ein Loch verkriechen und von der Außenwelt abschotten. Manchmal juckt die Haut so stark, dass man sie sich am liebsten "runterziehen" möchte. Neurodermitiker sind meist sehr sensible Menschen, nicht nur die Haut reagiert besonders rasch auf verschiedenste Allergene, auch die Psyche ist rasch aus dem Gleichgewicht.

Die Psyche spielt dabei für den Verlauf und die Verarbeitung der Krankheit eine wichtige Rolle, im Positiven wie im Negativen. Besonders negativ wirkt sich das ständige Gefühl der sozialen Diskriminierung aus. Unwissenheit, Angst vor einer möglichen Ansteckung oder auch Ekel sind die Gründe, aus denen andere Menschen oft mit herablassenden Blicken oder abwertenden Bemerkungen reagieren. Eine psychotherapeutische Behandlung bzw. zusätzlich das Erlernen einer Entspannungstechnik wie zum Beispiel autogenem Training oder Yoga kann sich durchaus als sinnvoll erweisen.

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Der Einfluss der Psyche bei Neurodermitis
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