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Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist mittlerweile längst zur Volkskrankheit Nr.1 in westlichen Industrieländern geworden. Es handelt sich um eine chronische entzündliche Hauterkrankung, die vorwiegend bei Kindern auftritt, aber auch Erwachsene betreffen kann. Die Haut ist sehr trocken, gerötet, nässt, bildet Krusten und geht mit einem starken Juckreiz einher. Bereits bei jedem 7. bis 10. Kind im Säuglingsalter Neurodermitis diagnostiziert, Tendenz stark steigend!

Was ist Neurodermitis?

  • entzündlich und nicht ansteckend: Neurodermitis ist eine entzündliche, nicht ansteckende chronische Erkrankung der Haut und verläuft typischerweise in Schüben.
  • Sie gilt als nicht heilbar: lässt sich aber mit dem richtigen Therapie-Mix gut lindern. Es gibt viele Mittel, die du verwenden kannst, um die Symptome zu lindern, bis hin zu langfristiger Beschwerdefreiheit, auch das ist mittlerweile möglich.
  • genetische Veranlagung: Der Neurodermitis liegt eine genetische Veranlagung zugrunde. Wenn beide Eltern an Neurodermitis erkrankt sind, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Kind erkrankt bei fast 80 Prozent. Es sind dennoch zusätzliche auslösende Faktoren verantwortlich, dass die Krankheit dann auch tatsächlich ausbricht.
  • Gestörte Barriere: Dazu ist die Schutzfunktion der Haut gestört und die Haut ist dadurch anfällig auf viele Einflüsse und Reize von außen.
  • Beginn im Kindesalter: Diese Hauterkrankung beginnt meist im sehr frühen Kindesalter und dauert in manchen Fällen bis ins hohe Erwachsenenalter.

Wie sieht Neurodermitis aus?

Sie zeigt sich meist in Form von trockener, juckender und geröteter Haut. Mit dem Nachgeben des Kratzdranges entstehen krustige und nässende Hautausschläge. Je nachdem, wie stark die Symptome ausgeprägt sind, spricht man von leichter, mittelschwerer oder schwerer Neurodermitis.

Bei vielen Neurodermitikern bricht die Krankheit bereits im Babyalter mit dem bekannten Symptom Milchschorf auf. Bei vielen Kindern verschwindet die Neurodermitis im Schuleintrittsalter oder dann während der Schulzeit. Bei einigen bleibt die Erkrankung ein Leben lang bestehen.

Das Schwierige an Neurodermitis ist, dass diese verschiedenste Gesichter hat und bei jedem Betroffenen die Ursache individuell unterschiedlich sein kann.

Die Neurodermitis präsentiert sich  je nach Lebensalter auch unterschiedlich. Bei Säuglingen sind oft die Arme und Beine, Wangen oder die Kopfhaut betroffen. Bei älteren Kindern und Erwachsenen zeigt sich Neurodermitis gerne am Hals, an der Ellenbeugen oder an der Rückseite der Knie. Weiters kann Neurodermitis im Gesicht und den Händen (besonders die Handgelenke sind oft in Mitleidenschaft gezogen) auftreten.

Typisch ist ein Auftreten in Schüben, das heißt, es gibt akute und schubfreie Phasen, die unterschiedlich lange dauern können.

Was ist ein Neurodermitis Schub

Mediziner unterscheiden zwischen akuten Schüben und schubfreien Phasen. Ein akuter Schub dauert zwischen einigen Tagen und mehreren Wochen. In schweren Fällen kann ein Schub auch über mehrere Monate bis hin zu ein paar Jahren gehen. Ein schwerer Schub, der sich über lange Zeit nicht in den Griff bekommen lässt, äußert sich duch Verdickung/Verhornung der Haut, sehr starke Schuppenbildung, Hautrissen und stellenweile sehr dunkle Haut.

Tipp: Mavena B12 Akut Gel – speziell für nässende Haut

Mavena B12 Akutgel
Mavena B12 Akutgel

Das Mavena B12 Akut Gel bring neben einer angenehmen Kühlung eine dermatologische Dreifachwirkung für deine wegen der Neurodermitis akut nässenden Hautpartien: Es wirkt dank des Vitamins B12 entzündungshemmend, juckreizlindernd und die natürliche Hautbarriere aufbauend. Das Gel ist frei von Farb- und Duftstoffen. Es eignet sich auch schon zur Behandlung von Säuglingen ab einem Lebensalter von vier Wochen. Mit dem Gel lassen sich die betroffenen Hautpartien, insbesondere bei einem Neurodermitis-Schub, mehrmals täglich behandeln. Wichtig: Sobald das Nässen deiner Haut abgeklungen ist, solltest du auf die Mavena B12 Creme wechseln.

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Neurodermitis Ursachen und Auslöser

Ursächlich für die Symptome ist ein Defekt in der äußersten Hautschicht. Als einer der Hauptfaktoren bei Neurodermitis gilt die sehr trockene Haut. Die neurodermitische Haut ist durch eine gestörte Lipid-Barriere nicht richtig funktionsfähig.  Die Haut ist durchlässiger als "normale" Haut und reagiert stärker auf Reize von außen. Fremdkörper können dadurch leichter in die Haut eindringen und rufen allergische Reaktionen wie Juckreiz, Hautrötungen und Ekzeme hervor.

Bei Neurodermitis findet eine überschießende Abwehrreaktion des Körpers gegen prinzipiell harmlose Stoffe statt, wie zum Beispiel Nahrungsmittel, Hausstaub, Pollen und Tierhaare. Aber auch falsche Textilien (zB Wolle), falsche Hautreinigung, Sonnenlicht, Klimaanlagen, Stress, Kälte, Antibiotika und Infektionen können mögliche Auslöser einer Neurodermitis sein.

Die entzündlichen Hautreaktionen werden als überschießende Abwehrreaktion von den sogenannten Botenstoffen, den Zytokinen, gesteuert. Diese führen über verschiedene weitere Aktivierungen zu Histaminausschüttung und damit verstärkt zu Juckreiz und Entzündungen der Haut.

Aber auch schädliche Umwelteinflüsse sowie psychische Faktoren können das Immunsystem aus dem Gleichgewicht bringen.

Neurodermitis Behandlung im Überblick

Es gibt kein Generalrezept bei Neurodermitis, welche eine endgültige Heilung der Neurodermitis herbeiführen könnte. Damit wird man auch auf dieser Website keine Wundermittel finden. Jeder muss für sich selbst herausfinden, was guttut (von außen als auch von innen) sowie welche Reize die Krankheit negativ beeinflussen. Fakt ist, dass sich mit dem richtigen Therapie-Mix die Anzahl und die Ausprägung der Schübe verringert bzw. einzelne Symptome auch ganz verschwinden können.

Die Behandlung der Schulmedizin erfolgt von außen und/oder innen, zusätzlich gibt es Unmengen an alternativen Behandlungsformen. Der Hautarzt sollte unbedingt als Erster zu Rate gezogen werden, um eine genaue Diagnose zu erstellen. Eine regelmäßige Betreuung durch einen Dermatologen ist wichtig, vor allem wenn ein neuer Schub auftritt, solltest du sofort zum Arzt. Mit gezielten Medikamenten (zB Cortison, Antihistaminika) hast du die Möglichkeit, rasch aus dem Schub heraus zu kommen.

Neben den herkömmlichen Medikamenten stehen seit kurzer Zeit auch Biologika zur Behandlung von Neurodermitis zur Verfügung: Für mittelschwere bis schwere Formen der Neurodermitis gibt es die Therapieoption mit dem monoklonalen Antikörper Dupilumab. Dieser zeigt bei vielen Betroffenen ausgezeichnete Wirkung bis zu völliger Symptomlosigkeit.

Dazu kannst du selbst viel tun, um dein Leben mit Neurodermitis lebenswerter zu gestalten. Ein gesunder Lebensstil wird sich immer positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken: Dazu zählt neben ausgewogener Ernährung und regelmässiger Bewegung  auch positives Denken und vor allem Dinge, die Spaß machen und bei denen man sich gut fühlt.

Warum hat es gerade mich getroffen?

Diese Frage taucht unweigerlich auf, wenn die Haut an Neurodermitis erkrankt ist. Diese Erkrankung ist zwar nicht heil­bar, aber es viele Möglichkeiten der Linderung. Jeder Neurodermitis-Betroffene hat seine individuelle Ausprägung der Neurodermitis. Da es kein Generalrezept gibt, muss jeder Einzelne seinen eigenen „Therapie-Weg“ finden. Das bedeutet eine individuelle Kombination aus verschiedenen Therapien und Behandlungen, die von der richtigen Hautpflege über Medikamente der Schul- und Alternativmedizin bis hin zu Darmgesundheit und einer ausgeglichenen Psyche reichen. Aber denk dran, du bist nicht alleine damit! Nimm dein Leben und die Neurodermitis selbst in die Hand und fordere die dir zustehende bestmögliche Behandlung.

Die richtige Hautpflege bei Neurodermitis

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Tägliche Hautpflege bei Neurodermitis

Neurodermitis Symptome wie rote, schuppende und zum Teil nässende Hautareale sind kein Zeichen von mangelnder Hygiene, bedürfen aber einer speziellen Hautpflege. Die tägliche Hautpflege ist die Grundlage einer Behandlung. Dadurch kann eine "halbwegs" intakte Hautbarriere aufrecht erhalten werden und die Haut vor äußeren Irritationen sowie Bakterien besser geschützt werden. Diese Basistherapie sollte auch in den erscheinungsfreien Zeiten konsequent weitergeführt werden, da dadurch neuen Schüben vorgebeugt werden kann. Zur Basistherapie gehört neben einer speziellen Hautreinigung die Rückfettung und Hydratisierung (Befeuchtung) der Haut.

Bei Pflegeprodukten sollte genau auf die Inhaltsstoffe geschaut werden, hautreizende Substanzen wie Parfum oder viele Konservierungsstoffe sollten gemieden werden. Achte auf einen niedrige Wasser- und einen hohen Ölanteil bei deinen Cremes, da ein hoher Wasseranteil (zB in Lotions) die Haut noch weiter austrocknen würde.

Gute Erfolge zur Linderung von Neurodermitis zeigt Thermalwasser, entweder in Sprayform beziehungsweise als Inhaltsstoff in Cremes. Das natürlich mineralisierte Thermalwasser hat beruhigende, reizlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften und wird sehr erfolgreich auch bei Kindern mit Neuodermitis eingesetzt.

Der Hautarzt kann dir eine Salbe mit Harnstoff (5% bei Kindern und bis zu 10% bei Erwachsenen) verschreiben. Harnstoff (=Urea) hat sich bei Neurodermitis bewährt, da mithilfe des Harnstoffs mehr Wasser in der Haut gespeichert werden kann. Aber Achtung: Wenn die Haut akut entzündet ist, sollte kein Harnstoff verwendet werden, da Harnstoff auf der entzündlichen Haut stark brennt.

Tipp: Mavena B12 Creme

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Das Vitamin B12 in der Mavena B12 Creme gelangt dank patentierter Transporttechnologie in deine Haut und hemmt dort einerseits die Entzündung in deiner Haut und lindert zugleich den von der Entzündung verursachten Juckreiz. Andererseits helfen Feuchtigkeitsspender deiner kranken Haut, sich gesund zu erneuern. Die Mavena B12 Creme enthält keine Farb- und Duftstoffe und stresst dadurch deine Haut nicht unnötig. Dieses Medizinprodukt kann als Ergänzung zur medizinischen Therapie für die tägliche Hautpflege verwendet werden und eignet sich für Säuglinge ab einem Alter von vier Wochen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie kann auch bei Windeldermatitis und Milchschorf zum Einsatz kommen.

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Verzichte auf lange und heiße Bäder: Wasser, vor allem heisses, trocknet langfristig die Haut noch weiter aus. Wenn schon baden, dann in einem Ölbad, keinesfalls sollten Schaumbäder in Verwendung sein. Nach dem Baden oder Duschen solltest du sofort rückfettende Salben oder Cremes auf die Haut aufzutragen. So wird die Haut davor bewahrt, durch die Wasserverdunstung weiter auszutrocknen.

Achte auf eine angenehm zu tragende Kleidung: Baumwolle, Leinen oder Seide haben hier klar die Nase vorne. Dagegen wird Wolle von sehr vielen Neurodermitikern schlecht vertragen. Tipp: Schneide die Etiketten aus der Kleidung, da diese auf der Haut reiben und zu Juckreiz führen können. Einige Betroffene klagen regelmäßig über Verschlechterung durch Schwitzen oder bei feuchter Wärme.

Richtige Kleidung bei Neurodermitis

Auch eine Hautkur kann die Beschwerden lindern: In den meisten Fällen verbessert sich das Hautbild und bringt zumindest für kurze Zeit Beschwerdefreiheit. Bei einer Klimatherapie wirkt sich der Klimawechsel positiv auf die Hautbeschwerden aus. Eine Klimatherapie im Hochgebirge oder am Toten Meer ist besonders hilfreich.

Neurodermitis und die Psyche

Eine Hauterkrankung ist auch psychisch belastend und führt zu einer eingeschränkten Lebensqualität. Keiner weiß besser als ein Betroffener selbst, wie sehr einem die Neurodermitis im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gehen kann. Man möchte sich am liebsten in ein Loch verkriechen und von der Außenwelt abschotten. Manchmal juckt die Haut so stark, dass man sie sich am liebsten "runterziehen" möchte. Neurodermitiker sind meist sehr sensible Menschen, nicht nur die Haut reagiert besonders rasch auf verschiedenste Allergene, auch die Psyche ist rasch aus dem Gleichgewicht.

Die Psyche spielt dabei für den Verlauf und die Verarbeitung der Krankheit eine wichtige Rolle, im Positiven wie im Negativen. Besonders negativ wirkt sich das ständige Gefühl der sozialen Diskriminierung aus. Unwissenheit, Angst vor einer möglichen Ansteckung oder auch Ekel sind die Gründe, aus denen andere Menschen oft mit herablassenden Blicken oder abwertenden Bemerkungen reagieren. Eine psychotherapeutische Behandlung bzw. zusätzlich das Erlernen einer Entspannungstechnik wie zum Beispiel autogenem Training oder Yoga kann sich durchaus als sinnvoll erweisen.

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Der Einfluss der Psyche bei Neurodermitis

Neurodermitis hat viele Namen

Das Wort Neuro stammt aus dem Griechischen und bedeutet nervlich. Die nervliche Verfassung spielt für den Verlauf der Neurodermitis eine entscheidende Rolle. In der Schulmedizin spricht man meist von atopischer Dermatitis oder dem atopischen oder endogenem Ekzem. Atopisch bedeutet allergisch, Menschen mit einer Neigung zu Allergien bekommen häufiger eine Neurodermitis als andere. Endogen heißt, dass eine allergische Reaktion ohne äußere Ursache im Körper auftritt. Die Endung itis hat in der Medizin mit einer Entzündung zu tun, im Fall der Neurodermitis eine Hautentzündung.

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