• H√§ufige Fragen zu Schuppenflechte

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    Was ist Schuppenflechte?

    Schuppenflechte ist eine chronisch entz√ľndliche Erkrankung der Haut, die nicht heilbar, aber in jeder Phase sehr gut behandelt werden kann! Es gibt verschiedene Therapie-Wege, meist eine individuelle Kombination aus verschiedenen Ans√§tzen, Therapien und Behandlungen. Von der passenden Hautpflege √ľber unz√§hlige Medikamente der Schulmedizin und Alternativmedizin bis hin zu antientz√ľndlicher Ern√§hrung, Darmgesundheit und einer ausgeglichenen Psyche.

    Schuppenflechte auf einen Blick

    • Weltweit sind rund 125 Millionen Menschen von Schuppenflechte betroffen. In √Ėsterreich gehen Sch√§tzungen von 160.000 Betroffenen aus.
    • Frauen und M√§nner sind gleich h√§ufig betroffen.
    • Das Alter beim ersten Auftreten liegt gew√∂hnlich bei 15‚Äď30 Jahren.
    • Schuppenflechte zeigt sich am h√§ufigsten durch ger√∂tete und/oder schuppende Stellen (sogenannten Plaques) an den Ellbogen, den Knien oder auf der Kopfhaut, grunds√§tzlich kann die Schuppenflechte aber an jeder Hautstelle auftreten.
    • Sp√ľrbare Symptome einer Schuppenflechte k√∂nnen Juckreiz, Schmerzen, Brennen oder ein Stechen sein.
    • Bei rund 60% der Psoriasis-Patienten schuppt sich die Kopfhaut.*
    • Bis zu knapp 70% der Psoriasis-Patienten haben auch einen Befall der N√§gel, wie zum Beispiel Absplitterung oder Abl√∂sung vom Nagelbett.*
    • Bis zu etwa 35% der Menschen mit Psoriasis entwickeln eine chronische Psoriasis-Arthritis, die auch zur Zerst√∂rung der Gelenke f√ľhren kann.*
    • Andere m√∂gliche Begleiterkrankungen sind chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder das metabolische Syndrom, welches auch Diabetes oder Herzkrankheiten beinhaltet.

    *Psoriasis-Report der WHO aus 2016

    Schuppenflechte ist eine systemische Krankheit, die nicht nur die Haut, sondern den ganzen K√∂rper betreffen kann. Verantwortlich f√ľr die typischen Psoriasis Symptome ist eine permanente Entz√ľndung im Immunsystem. Es kommt zu einer zu beschleunigten Erneuerung der Hautzellen, wodurch die typischen Schuppen entstehen. Schuppenflechte gilt als nicht heilbar, aber sehr gut behandelbar.

    Der Verlauf der Schuppenflechte ist individuell sehr unterschiedlich. Typisch ist ein Auftreten in Sch√ľben, das hei√üt, es gibt Zeiten mit und ohne Krankheitserscheinungen. Das Ausma√ü der Hautver√§nderung und die H√§ufigkeit der Sch√ľbe sind dabei sehr unterschiedlich. H√§ufig verschlechtert sich die Schuppenflechte im Herbst und Winter. Die Lebensqualit√§t der Betroffenen ist meist stark eingeschr√§nkt.

    Was sind typische Anzeichen der Schuppenflechte?

    Die meisten Betroffenen haben eine sogenannte Plaque-Typ Psoriasis (=Psoriasis vulgaris). Sie √§u√üert sich in Form r√∂tlicher, mit silbernen Schuppen bedeckten Hautstellen (=die sogenannten Plaques), die √∂fters jucken. Die Psoriasis vulgaris tritt zumeist symmetrisch an den f√ľr diese Erkrankung typischen Stellen auf, wie zum Beispiel Ellenbogen, Knie, am behaarten Kopf, in und um das Ohr, im Bereich der unteren Wirbels√§ule, des Stei√übeins, im Nabelbereich und der Analfalte. Aber auch andere K√∂rperareale, N√§gel oder Gelenke k√∂nnen betroffen sein.

    Verwechslung mit anderen Hautkrankheiten möglich?

    Anfangs wird Schuppenflechte manchmal mit anderen Hautkrankheiten verwechselt. Wenn zum Beispiel die Krankheitszeichen der Schuppenflechte nur sehr gering ausgepr√§gt sind, kommt es manchmal zu Verwechselungen mit Neurodermitis, Hautpilzerkrankungen, Stachelflechten bis hin zu Syphilis. Wenn erste Anzeichen einer Hautkrankheit sichtbar werden, sollte unbedingt sofort ein Hautarzt f√ľr eine genaue Diagnose aufgesucht werden.

    Kann Schuppenflechte vererbt werden?

    Eine Schuppenflechte wird oft durch die Gene weitergegeben. Es gibt zwar kein spezifisches ‚ÄěPsoriasis-Gen‚Äú, aber einige genetische Merkmale k√∂nnen darauf hinweisen, dass jemand eine Veranlagung zu Schuppenflechte hat. So haben ungef√§hr 30 bis 40 % der Psoriasis-Betroffenen Verwandte, die ebenfalls an Schuppenflechte erkrankt sind. Sehr h√§ufig wird beobachtet, dass eine Generation √ľbersprungen wird und erst die √ľbern√§chste Generation wieder von der Psoriasis betroffen ist. An dieser Stelle sei erw√§hnt, dass eine genetische Veranlagung alleine noch nicht einen notwendigen Ausbruch der Krankheit bedeutet. Weitere ausl√∂sende Faktoren aus der Umwelt sind verantwortlich, dass die Psoriasis schlie√ülich ausbricht. Dazu z√§hlen unter anderem √úbergewicht, starker Alkohol- und Nikotingenuss, negativer Stress oder Infektionskrankheiten durch Bakterien oder Viren.

    Welche Hautpflege bei Schuppenflechte?

    Bei Schuppenflechte ist die t√§gliche Hautpflege Pflicht. Diese Basistherapie sollte auch in den erscheinungsfreien Zeiten konsequent weitergef√ľhrt werden, da dadurch neuen Sch√ľben vorgebeugt werden kann. Bei den Pflegeprodukten ist auf die Inhaltsstoffe zu achten. Hautreizende Substanzen wie Parfum oder unn√∂tige Konservierungsstoffe sind zu meiden. Die Basistherapie sollte 1-2 x t√§glich, am besten nach dem Duschen oder Baden angewandt werden. Wichtig ist, auf eine niedrige Wasser- und daf√ľr einen hohen √Ėlanteil bei den Cremes und Salben zu achten, da ein hoher Wasseranteil die Haut noch weiter austrocknen kann.

    Wie wird Schuppenflechte behandelt?

    Bei leichter bis mittelschwerer Psoriasis werden meist topische Therapien wie zum Beispiel Kortison- oder Vitamin-D-haltige Salben, Cremen und Tinkturen verschrieben, die auf die Haut aufgetragen werden. Sie stillen den Juckreiz und lindern Hautschuppen und Rötungen.

    Eine m√∂gliche Behandlungsm√∂glichkeit ist ein innovativer Spr√ľhschaum, welcher eine Fixkombination aus Calcipotriol (Vitamin D) und Betamethason (Cortison) beinhaltet. Die Kombination dieser Wirkstoffe reduziert Psoriasis-Symptome und kann den Nebenwirkungen der Einzelsubstanzen entgegenwirken. Nach Abklingen des akuten Schubes wird dieses Medikament weiter zweimal w√∂chentlich zur Erhaltung des Behandlungserfolges angewendet.

    Bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis wird Lichttherapie mit entzuŐąndungshemmender UV-Strahlung eingesetzt. Bei der PUVA-Therapie werden zusaŐątzlich Medikamente eingenommen. √úblicherweise erfolgt die Behandlung in einer Arztpraxis oder Hautklinik √ľber mehrere Wochen, etwa 2- bis 3 mal w√∂chentlich.

    Zus√§tzlich werden Systemtherapien eingesetzt. Diese wirken von innen auf die Entz√ľndung und werden oral geschluckt. Zu den Systemtherapien zaŐąhlen auch Biologika, die per Injektion oder als Infusion verabreicht werden. Biologika haben gro√üe Fortschritte in der Behandlung gebracht und sind mittlerweile sehr gut im Hinblick auf Wirksamkeit und Sicherheit erforscht. Eine Therapie mit Biologika kann beim Gro√üteil der Patienten zu einer fast bis komplett von Psoriasis befreiten Haut fuŐąhren. Biologika helfen auch sehr gut bei Psorasis Arthritis und Nagelpsoriasis.

    Welche Folge- und Begleiterkrankungen gibt es bei Schuppenflechte?

    Die Psoriasis wird heute als systemische Erkrankung aufgefasst, bei der es neben den Hautsymptomen zu einer m√∂glichen Gelenkbeteiligung sowie Psoriasis Arthritis und chronisch entz√ľndlichen Darmerkrankungen kommen kann. Im Laufe ihres Lebens sind Psoriatiker h√§ufig von metabolischen Ver√§nderungen wie Fettstoffwechselst√∂rungen, Diabetes, Adipositas oder arterieller Hypertonie betroffen. Dazu besteht ein h√∂heres Risiko f√ľr Herz-Kreislauf-Krankheiten. Bei √ľberdurchschnittlich vielen Menschen mit Schuppenflechte wird im Vergleich zur Gesamtbev√∂lkerung √úbergewicht, Alkoholmissbrauch und Depression diagnostiziert.

    Praktische Tipps f√ľrs Leben mit Schuppenflechte

    Neben der Basistherapie k√∂nnen auch weitere leicht anzuwendende Ma√ünahmen die Lebensqualit√§t verbessern. F√ľr viele Betroffenen ist weiche und leichte Kleidung, am besten aus Baumwolle, Leinen oder Seide sehr angenehm.

    Bei vielen Psoriasis Betroffenen wirkt sich Sonnenbestrahlung gut auf die Symptome aus. Vor allem in Kombination mit Salzwasser (z.B. Aufenthalte am Toten Meer) werden sehr gute Ergebnisse erzielt.

    Auf lange und hei√üe B√§der sollte verzichtet werden, da diese langfristig die Haut st√§rker austrocknen k√∂nnen. Wenn schon baden, dann in einem √Ėl- oder Salzbad, jedoch ohne Badezus√§tze f√ľr klassische Schaumb√§der. Nach dem Baden oder Duschen k√∂nnen r√ľckfettende Salben oder Cremes auf die Haut aufgetragen werden. So wird die Haut davor bewahrt, durch die Wasserverdunstung weiter auszutrocknen.

    Welche Hausmittel helfen bei Schuppenflechte?

    Auch wenn in akuten Sch√ľben Medikamente wie zB Cortison oft unausweichlich sind, sind viele Patienten auf der Suche nach Wirkstoffen auf nat√ľrlicher Basis ganz ohne Nebenwirkungen. Achtung: Nicht jedes Hausmittel hilft allen Betroffenen gleich gut. Es gilt sich hier durchzuprobieren und zu testen, welches am besten f√ľr die eigene Haut geeignet ist und auch funktioniert.

    Altbewährte Hausmittel gegen Schuppenflechte

    • Hochwertige √Ėle: Besonders die nicht raffinierten √Ėle sind f√ľr die sehr trockenen Hautstellen sehr gut geeignet: Die Haut wird r√ľckgefettet, der Juckreiz wird gelindert und Schuppen k√∂nnen leichter gel√∂st werden (Tipp: √Ėlhaube auf der Kopfhaut). Empfehlenswert ist Oliven√∂l, Mandel√∂l, Avocado√∂l, Kokos√∂l und das Nachtkerzen√∂l.
    • Apfelessig
    • Ballonrebe
    • Johanniskraut
    • Murmeltierfett
    • Schwefel
    • Thymian
    • Zink: mit der Nahrung aufgenommen (Fisch, Milch, Eier) oder als Inhaltsstoff in nat√ľrlichen Hautpflegeprodukten wirkt dieses Spurenelement positiv auf die Wundheilung.

    Muss ich mit Psoriasis auf die Ernährung achten?

    Ja unbedingt! √úbergewicht gilt als einer der Hauptrisikofaktoren f√ľr eine Verschlechterung von Psoriasis. Eine ausgewogene Ern√§hrung mit antientz√ľndlichem Effekt ist unbedingt empfehlenswert!

    Wertvolle Nahrung bei Schuppenflechte

    • viel Gem√ľse
    • Gefl√ľgel
    • Lachs
    • zuckerarmes Obst (zB Beeren)
    • Ingwer, Kurkuma
    • Vollkorn, N√ľsse, H√ľlsenfr√ľchte
    © AbbVie

    Webtipp: schuppenflechte.online

    Du glaubst vielleicht nicht mehr daran, dass du deine Schuppenflechte in den Griff bekommen kannst? Doch es ist m√∂glich: fortschrittliche Therapien k√∂nnen zu einer Haut ohne Flecken und Schuppen f√ľhren! Sprich mit deinem Hautarzt dar√ľber und gib dich nicht mit weniger zufrieden! Suche dir deinen Schuppenflechte-Experten auf schuppenflechte.online und finde dort viel Wissenswertes √ľber Psoriasis, dazu zahlreiche Tipps! Bleib dran und informiere dich laufend, nach dem Motto ‚ÄěTSCH√úSS SCHUPPENFLECHTE, HALLO LEBEN!

    Psychische Belastung durch Schuppenflechte

    An einer Hauterkrankung wie Psoriasis zu leiden ist f√ľr Betroffene oft eine psychische Belastung. Viele Menschen mit Schuppenflechte sind sehr sensible Menschen. Der seelische Zustand einer Person kann einen ma√ügeblichen Einfluss auf ihre Hauterkrankung haben, sowohl f√ľr den ersten Ausbruch der Krankheit, als auch f√ľr den individuellen Verlauf. Viele k√§mpfen zudem mit sozialer Diskriminierung aufgrund Ihrer Erkrankung. Man k√§mpft nicht nur mit schmerzenden Hautstellen sondern ist auch mit Vorurteilen durch unwissende Mitmenschen konfrontiert. Eine psychotherapeutische Behandlung kann sehr n√ľtzlich sein.

    Helfen Entspannungstechniken?

    Wie bei allen anderen chronischen Hauterkrankungen ist auch bei Schuppenflechte der psychische Einfluss auf die Erkrankung nicht mehr vom Tisch zu weisen. Die psychische Befindlichkeit tr√§gt wesentlich zur Verschlechterung bzw. zur Linderung bei. √úber lange Zeit anhaltende belastende Stresssituationen k√∂nnen neue Sch√ľbe ausl√∂sen und verst√§rken. Stress l√§sst sich in der heutigen Zeit nicht zur G√§nze vermeiden, aber ein hohes Ma√ü an geistiger und seelischer Ausgeglichenheit sollte angestrebt werden. Die regelm√§ssige Aus√ľbung einer Entspannungstechnik wie zB Yoga, Qi Gong, Autogenes Training, Meditation etc, kann hier sehr n√ľtzlich sein. Ganz nach dem Motto "Gut ist was gut tut" sollte sich jeder f√ľr sich sein individuelles Anti-Stress-Programm zusammenstellen.

    Mit freundlicher Unters√ľtzung von