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Welche Creme bei Neurodermitis

Richtig cremen mit der richtigen Creme! Je nach Hautbeschaffenheit sollte deine Neurodermitis Creme rückfettend, feuchtigkeitsspendend, entzündungshemmend und/oder juckreizlindernd wirken. Die Haut kann durch die tägliche Pflege geschmeidig gehalten werden, der Juckreiz wird eingedämmt und ein neuerlicher Schub kann zumindest verringert werden.

Was du über die tägliche Hautpflege bei Neurodermitis wissen musst

Bei Neurodermitis ist die Haut generell sehr trocknen und zeichnet sich durch starke Schuppung aus. Die Schutzfunktion der Haut ist gestört, dadurch können fremde Substanzen von außen leichter in die Haut dringen und verursachen Juckreiz und Hautausschläge.

Neurodermitis Cremes sind ein grundlegender Teil der Basistherapie, stärken die Schutzfunktion der Haut und sollen diese mit den fehlenden Stoffen versorgen. Dadurch werden Symptome wie Juckreiz, trockene Haut, Hautrötungen, schuppende und nässende Ekzeme gelindert. Mit den richtigen Cremes und Salben wird dein Leben beziehungsweise das Leben deines Kindes mit Neurodermitis deutlich leichter.

Die tägliche Hautpflege ist Pflicht! Eine kontinuierliche Hautpflege gehört zum Tagesablauf wie das tägliche Zähneputzen. In einer schubfreien Zeit kann eine gute Hautpflege einen neuen Neurodermitis-Schub vorbeugen beziehungsweise einen solchen abmildern. Durch die Hautpflege bessert sich das allgemeine Hautbild, die schubfreien Intervalle dauern länger an und der Einsatz von schweren Medikamenten lässt sich auf Akutfälle reduzieren.

Die Auswahl der Cremes hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • akuteller Hautzustand: Je nach aktueller Schubphase (akut oder schubfrei) braucht die Haut unterschiedliche Hautpflege. Im akuten Zustand ist die Haut entzündet, nässend und juckt sehr stark und benötigt demnach andere Inhaltsstoffe und eine andere Konsistenz als in der akutfreien Phase.
  • betroffene Körperstelle: Die Haut ist nicht an allen Körperstellen gleich dick. Hand-und Fußsohlen zeichnen sich durch eine sehr dicke Haut aus und benötigen andere Cremes wie die Behandlung der sehr dünnen und empfindlichen Gesichtshaut oder der Intimhaut. So solltest du zum Beispiel Cortison-Cremes bei dünnen Hautbereichen nur vorsichtig und nicht langfristig verwenden.
  • Alter des Patienten: Erwachsene brauchen eine andere Creme als sehr junge Patienten. Die Hautbeschaffenheit ist je nach Alter verschieden und führt zu unterschiedlichen Bedürfnissen. Für Babys gibt es zum Beispiel spezielle Pflegecremes.
  • Jahreszeit: Passe den Fettgehalt der Salbe der jeweiligen Jahreszeit an. Im Winter sind Salben fettreicher und im Sommer werden fettärmere Lotionen verwendet.
  • genereller Hautzustand: Die Haut von Neurodermitis-Betroffenen ist  sehr trocken und fettarm, daher sollten die gewählten Produkte diesen Mangel an Fett und Feuchtigkeit ausgleichen können. Dazu eignen sich zB Inhaltsstoffe wie Urea, Panthenol, Glycerin, Hyaluronsäure oder Allantoin.

Tipp: Bepanthen® Sensiderm Creme

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Unterbrich jetzt den Teufelskreis: Mit der Bepanthen® Sensiderm Anti-Juckreiz Creme gibt es eine kortisonfreie Behandlungsalternative rezeptfrei in der Apotheke. Durch die Zufuhr von Lipiden, physiologischen Feuchthaltefaktoren sowie natürlichen Pflegelipiden wird die beschädigte Hautschutzbarriere wiederhergestellt. So wird:

  • der Wasserverlust der Haut vermindert
  • die Haut widerstandsfähiger gegen das Eindringen von Reizstoffen
  • und der Juckreiz gelindert

Weitere Infos auf sensiderm.bepanthen.at

Medizinprodukt: Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsanweisung, Arzt oder Apotheker. L.AT.MKT.05.2019.9467

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"Feucht auf feucht und fett auf trocken"

Diese Regel bedeutet, dass der Fettgehalt der Salbe dem jeweilig vorherrschenden Entzündungszustand der Haut angepasst werden sollte.

Fetthaltige Cremes in der schubfreien Phase

Sehr fetthaltige Cremes dagegen eignen sich für die schubfreie Phase, wenn die Haut sehr trocken und schuppig, aber nicht entzündet ist. Rückfettende Cremes sind Öl-in-Wasser Emulsionen und zeichnen sich durch einen sehr hohen Fettanteil aus. Dabei werden der Haut die dringend benötigten Fette zugeführt, die helfen, den gestörten Schutzfilm wieder aufzubauen. Der natürliche Fettfilm der Haut wird gestärkt, die Haut trocknet weniger schnell wieder aus und ist dadurch besser gerüstet gegen Fremdstoffe von außen. Sehr fetthaltige Cremes ziehen aber nur langsam ein und hinterlassen teilweise Fettflecken. Daher ist es ratsam, nach dem Duschen oder Baden sich gut einzucremen und zum Beispiel in einen Bademantel gehüllt ein bisschen Zeit vergehen zu lassen, bevor man sich anzieht.

Wässrige Cremes in der akuten Schubphase

Bei entzündeter und nässender Haut sollte ein ein Produkt mit einem hohen Wassergehalt verwendet werden. In der akuten Phase sollten keine zu fettigen Salben zum Einsatz kommen, da der Fettfilm die Poren verstopfen können und dies negativ auf die bereits entzündete Haut wirkt. Eine wässrige Neurodermitis Creme zieht rasch ein und verdunstet rasch auf der Haut, dies trocknet die nässende Haut aus und hat zusätzlich einen kühlenden Effekt (Juckreiz lässt nach). Empfohlen werden feuchte Umschläge mit zB in Schwarztee getränkte Handtücher sowie leichte Lotionen. Erst nach Abklingen der Entzündung kann der Fettgehalt der Salbe wieder gesteigert werden.

Neurodermitis Creme mit Cortison

Eine Neurodermitis Creme mit Cortison sollte in einer aktuen Schubphase verwendet werden. Der Wirkstoff Cortison lindert rasch die Entzündung auf der Haut. Je nach betroffenem Hautareal kommen unterschiedliche Cortison Präparate zum Einsatz. So benötigen Hautareale mit dicker Haut (zB Hand- und Fußflächen) ein stärkeres Cortison und dünne Haut im zB Gesicht.

Was du beachten solltest: Cortisoncremes sollten nicht über lange Zeit (mehrere Wochen) täglich verwendet werden, da es sonst zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Hautverdünnung, Pigmentflecken oder verstärkter Haarwuchs kommen kann.

Wichtig ist immer das richtige "Ausschleichen", das bedeutet, dass ein cortionhaltiges Präparat nicht von einem Tag zum anderen abgesetzt werden darf, da sonst die Gefahr eines erneuten Aufflammes der Symptome droht. Wenn du dich exakt an die Anweisungen deines Hautarztes hältst, sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Nicht alle, aber bestimmte Cortison Salben sind auch für Schwangere, stillende Mütter sowie Babys und Kinder zugelassen.

Proaktive Cortisonbehandlung

Mittlerweile wird von den Ärzten sogar empfohlen, nach Abklingen der Symptome das Cortison in regelmässigen Abständen (zB 2 mal die Woche) auch in der schubfreien Phase zu verwenden, damit kann ein neuer Schub hinausgezögert werden. Mit der exakt richtigen Anwendung brauchst du auch keine Angst vor Nebenwirkungen haben. Sprich deinen Arzt beim nächsten Besuch darauf an!

Cortisonfreie Wirkstoffe für deine Creme

  • juckreizlindernde Inhaltsstoffe: Polidocanol, Capsaicin, Cetrizin, Dimetinden
  • Menthol hat eine kühlende Wirkung
  • Zink wirkt austrocknend und entzündungshemmend
  • Urea: Salben mit dem Harnstoff können Feuchtigkeit auf der Haut binden und dadurch die Haut geschmeidiger wird. Der Hautarzt kann dir eine harnstoffhaltige Creme auf Rezept aufschreiben.
  • Glycerin
  • Milchsäure
  • Cermamide
  • Öle wie zB Nachtkerzenöl, Olivenöl, Mandelöl, Kokosöl oder Neemöl können zusätzlich Feuchtigkeit in der Haut binden
  • Pasta Zinci: Zink (=Zinkoxid) hat eine entzündungshemmende, austrocknende Wirkung und lindert den Juckreiz
  • Aloe Vera Gel wirkt kühlend und feuchtigkeitsspendend

Worauf du bei der täglichen Hautpflege achten solltest

Hautpflege Basispflege cortisonfrei Neurodermitis Psoriasis Akne
Richtiges eincremen Neurodermitis
  • zweimal täglich cremen: Damit kann die fehlende Talgproduktion ausgeglichen werden. Bei Bedarf kann auch öfter gecremt werden. Aber Vorsicht, wenn über längere Zeit zu viel gecremt wird, kann die Haut auch „übergepflegt“ werden und reagiert ihrerseits wieder mit neuen Ausschlägen. Mittlerweile ist bewiesen, dass ein „Zuviel“ an Cremes die Haut zu noch weniger Fettproduktion anregt.
  • Vermeide den"Dochteffekt" in der schubfreien Phase: Eine Creme mit einem sehr hohen Wasseranteil verdunstet nach dem Auftragen rasch auf der Hautoberfläche und dabei entsteht der sogenannte „Dochteffekt“. Das bedeutet, dass der Haut langfristig noch mehr Feuchtigkeit aus den unteren Hautschichten entzogen wird und dadurch sich die obere Hautschicht noch trockener anfühlt.
  • hoher Lipid-Anteil: Zur Langzeitbehandlung von trockener und sehr trockener Haut empfehlen sich Cremes und Salben mit einem hohen Lipid-Anteil.
  • keine reinen Fettsalben: Du solltest keine reinen Fettsalben am ganzen Körper verwenden. da diese die Poren komplett verstopfen können und du einen innerlichen Hitzestau bekommst.
  • ph-Wert von 5,5: Dieser ph-Wert ist besonders hautfreundlich
  • Speziell in der heißen Jahreszeit können manche Hautpflegeprodukte im Kühlschrank aufbewahrt werden, sodass sich der kühlende Effekt beim Auftragen auf die Haut verstärkt.
  • Vor dem Eincremen immer die Hände waschen. Um keinen Dreck oder Bakterien in die Creme zu bringen, verwende anstelle der Finger einen Plastikspaten oder -löffel, um die Creme aus dem Cremetiegel zu holen.
  • Medizinische Salbe vor der Pflegecreme: In der akuten Schubphase solltest du immer vorher die medizinische Salbe cremen und erst im Anschluss die Pflegecreme (falls nötig).

Achtung: Wenn unter Verwendung eines Pflegeprodukts wiederholt eine Verschlechterung der Haut erkennbar ist, sofort absetzen! Sprich mit deinem Arzt oder Apotheker und probiere eine andere Creme.

Die richtigen Cremes bei Babys und Kleinkindern

Die Hautbeschaffenheit bei kleinen Kindern ist anders als die Haut bei Erwachsenen. Der Schutzfilm ist noch nicht vollständig ausgeprägt und diese Haut reagiert empfindlicher auf bestimmte Wirkstoffe. Die Symptome treten bei Kindern vorwiegend am Kopf, im Gesicht sowie an den Bein- und Armaußenseiten auf. Dein Arzt wird euch speziell für die empfindliche Kinderhaut passende Präparate verschreiben. In der Apotheke findest du weiters gezielt für die Babyhaut entwickelte Pflegeprodukte.

Richtiges Baden und Duschen

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Richtiges baden Neurodermitis

Wasser ist in der Basistherapie als Pflegeprodukt zu betrachten, dessen Anwendungshäufigkeit sich am aktuellen Krankheitsstadium orientiert. Im akuten Schub kann einmal täglich baden mit einem guten Badezusatz (z.B. Ölbad, Chlorbad, Salzbad) sinnvoll sein, um damit Salben- und Hautreste sowie Bakterien abzuspülen. Zusätzlich empfinden die meisten Patienten ein Bad als angenehm kühlend und meist juckreizstillend. In der beschwerdefreien Zeit sind Bäder 2 bis 3 mal pro Woche zu empfehlen. Immer im Anschluss die Haut nur trocken tupfen und gut eincremen, um ein Austrocknen zu vermeiden.

Weitere Infos zum richtigen Baden bei Neurodermitis

Tipp: Bepanthen® Sensiderm Creme

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Zur Linderung von juckenden geröteten Hautstellen wie z.B. bei Neurodermitis, Ekzemen oder allergischen Reaktionen.

  • Kortisonfrei wirksam in 30 Minuten
  • für Erwachsene, Kinder & Säuglinge
  • frei von Duft- und Konservierungsstoffen

Bepanthen Sensiderm repariert durch ihre spezielle Zusammensetzung die geschädigte Hautschutzbarriere. Dank der Lipid-Lamellen- Technologie werden Lipide in hautähnlicher, lamellenartiger Struktur zugeführt. Diese Lipide können sich passgenau in die geschädigte Hautschutzbarriere einfügen und sie wieder aufbauen.
Rezeptfrei erhältlich in deiner Apotheke.

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Medizinprodukt: Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsanweisung, Arzt oder Apotheker. L.AT.MKT.05.2019.9467

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Achte auf kritische Inhaltsstoffe

Eine Faustregel bei Basiscremes für Neurodermitiker: sowenig Inhaltsstoffe wie möglich! Die verwendeten Lotionen, Cremes und Salben sollten keine unnötigen Zusatzstoffe wie z.B. Duftstoffe enthalten. Zugegeben, Duftstoffe riechen gut, bieten aber keinerlei therapeutischen Nutzen und sind oftmals Auslöser für Ekzeme verschiedener Art. Die 26 am häufigsten zu Allergien führenden Duftstoffe sind in den Mitgliedsstaaten der EU deklarationspflichtig. Das heißt, dass sie auf der Verpackung des jeweiligen Produkts ab einer bestimmten Konzentration neben der Sammelbezeichnung "Parfüm" eindeutig gekennzeichnet werden müssen (z.B. Zimtaldehyd, Hydroxycitronellal, Eugenol und Isoeugenol).

Vermeide Mineralöle und Paraffine: Diese sind quasi Abfallprodukte bei der Erdölgewinnung. Sie werden aber in der Kosmetik häufig verwendet, weil sie eine gute Haltbarkeit besitzen, sehr kostengünstig und einfach zu verarbeiten sind. Ihr Nachteil gegenüber wertvollen pflanzlichen Ölen besteht darin, dass sie einen Film über die Haut legen, die Haut kann nicht mehr atmen, ihre Regenerationsfähigkeit nimmt ab. Da sie nicht in tiefere Hautschichten eindringen, bewirken sie auch keine langfristig positiven Effekte.

Auf Konservierungsstoffe können die meisten Hersteller nicht verzichten, da diese insbesondere bei stark wasserhaltigen Produkten die Haltbarkeit verlängern und die Keimbesiedlung verhindern. Die meisten Neurodermitiker vertragen aber glücklicherweise Konservierungsstoffe.

Es gibt kein Generalprodukt bei Neurodermitis

Jede Haut ist individuell! Eine Spezialsalbe, welche einem Betroffenen gut hilft, kann bei einem anderen gar nicht helfen, beziehungsweise sogar einen neuen Schub verursachen. Das Angebot an Basiscremes für Neurodermitis ist mittlerweile sehr groß, probiere verschiedene Cremes aus: du wirst die Creme, welche du gut verträgst und dir guttut, für dich finden! Unser Tipp: Es muss nicht immer das teuerste Produkt sein, welches deiner Haut den meisten Nutzen bringt! Nur weil ein Produkt sehr teuer ist und eine schöne edle Verpackung aufweist, heisst es leider noch nicht, dass es automatisch für die sehr empfindliche Neurodermitis Haut geeignet ist. Unumstritten ist, dass Menschen mit Neurodermitis auf gut verträgliche Hautprodukte angewiesen sind und nicht jedes x-beliebige Pflegeprodukt verwenden können. Viele Produktanbieter bieten kostenlose Proben zum Testen an, frage daher vor dem Kauf nach einer gratis Probe!

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