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Nagelpsoriasis

Die Hälfte der Psoriatiker entwickelt auch Nagelpsoriasis, bei Psoriasis arthritis kommt diese Begleiterkrankung noch öfter vor und die Betroffenen leiden darunter. Schöne und gepflegte Hände gehören in der heutigen Welt dazu. Wer man einen Menschen kennenlernt, schaut man auch auf die Hände und sind die Nägel nicht eben und sauber, macht das Minuspunkte. Wer also nicht so schöne Nägel hat, leidet nicht nur an dem Fakt an sich, sondern auch an dem schlechten Eindruck, den er hinterlässt.

Die Ursache für Nagelpsoriasis liegt meist in einer Störung der Kreatinbildung, wodurch es zu Verhornungsstörungen kommt und sich das Aussehen sowie die Farbe und die Form der Nägel verändert. Keratin ist ein Hauptbestandteil der Finger- sowie der Zehennägel und macht diese fest. Hände und Füße können gleichermaßen von der Erkrankung betroffen sein, doch die Fingernägel erkranken häufiger.

 

Wann tritt eine Nagelpsoriasis auf?

In seltenen Fällen kann die Nagelpsoriasis auch ohne weitere Psoriasis-Erkrankungen auftreten. Oft fällt es dem Arzt schwer, die Krankheit zu diagnostizieren, da die Symptome auch im Rahmen anderer Erkrankungen, wie zum Beispiel bei einem herkömmlichen Nagelpilz, Mangelernährung oder Allergien gegen Nagellack oder Medikamente auftreten können. Hier schafft nur eine Biopsie Klarheit. Personen, die bereits von einer Psoriasis-Arthritis betroffen sind, leiden auch häufig unter der Schuppenflechte am Nagel. Die Ausprägung der Nagelpsoriasis hängt mit der Schwere der Psoriasis-Arthritis zusammen, wobei die Veränderungen der Nägel in einigen Fällen bereits vor der eigentlichen Psoriasis-Arthritis ersichtlich sein können.

Welche Symptome treten auf?

Bei einer Nagelpsoriasis sind die Symptome oftmals schwierig zuzuordnen, da diese vielseitig sind und von einer Ablösung des Nagels bis hin zu einer Weißfärbung reichen. In manchen Fällen sind die Nägel durch Risse sehr schwer geschädigt und es auch zu Schmerzen beim Greifen kommen. Nagelpsoriasis kann aber auch von Entzündungen begleitet werden, die beim Betroffenen starke Schmerzen verursachen. Die Veränderungen der befallenen Nägel sind vielfältig und können auch in Kombination auftreten. Kleine Grübchen in der Nagelplatte (Tüpfelnägel) können ebenso auftreten wie weiße Verfärbungen (Leukonychie), eine Ablösung (Onycholyse), eine Zerstörung der Nagelplatte (Krümelnägel) und runde Stellen auf dem Nagel, die aussehen, als wäre dort ein Tropfen Öl aufgebracht worden (Ölflecken).

Wie wird eine Nagelpsoriasis behandelt?

Eine rechtzeitige Behandlung ist wichtig und erfordert viel Geduld, da diese unter Umständen Einfluss auf die Schwere einer weiteren Psoriasis-Erkrankung nehmen kann. Jedoch ist eine vollkommene Heilung nicht immer möglich, da die Behandlung im Allgemeinen schwierig ist. Bei leichten Fällen reicht meist eine Behandlung von außen aus. Meist ist dadurch eine Verbesserung des Nagelbildes möglich. Von außen werden Vitamin-D3- oder Kortison-Lösungen auf die Nagelpfalz aufgetragen. Auch Nagellacke und Pflaster mit dem Inhaltsstoff Hydroxypropylchitosan und einem Extrakt aus Ackerschachtelhalm werden genutzt. Diese Wirkstoffe werden meist mit Hilfe eines durchsichtigen Pflasters auf die Nägel aufgetragen, aber auch Injektionen in die betroffenen Stellen sind möglich. Durch die Pflaster werden Wasser und Fette im Nagel zurückgehalten. Diese werden wöchentlich vom Arzt oder einer Fachkosmetikerin auf die betroffenen Nägel geklebt. Das Pflaster hat auch den Vorteil den Nagel vor zusätzlichen Infektionen und Pilzbefall zu schützen. Im Zuge einer schweren Nagelpsoriasis kommt eine innerliche Behandlung zum Einsatz. Die Medikamente enthalten verschiedene Wirkstoffe wie Fumarsäureestern, Methotrexat (MTX) oder Kortison. Auch Wirkstoffe der neuen Generation, die sogenannten Biologika können bei Nagelpsoriasis gut helfen. Bei dieser Behandlung ist es wichtig auf Wechsel- und Nebenwirkungen zu achten und Veränderungen umgehend dem Arzt zu melden.

Achte auf die Hygiene!

Bei der Behandlung einer Nagelpsoriasis stellt die Hygiene einen wichtigen Punkt dar. Bakterien und Pilze können aufgrund der Risse oder anderer Veränderungen am Nagel leicht eindringen und Entzündungen hervorrufen. Achte auf die Handhygiene und schütze deine Hände bei der Arbeit unbedingt vor äußeren Einflüssen durch Handschuhe. Des Weiteren sollen die Hände nach dem Händewaschen gut mit einem sauberen Küchenpapier abgetrocknet werden. Denn auch Feuchtigkeit kann den Nägeln schaden. Aus diesem Grund sollte Nässe und der dauerhafte Umgang mit Wasser vermieden werden. Wenn du von Nagelpsoriasis betroffen bist, halte deine Nägel möglichst kurz, um das Hängenbleiben an Gegenständen oder Kleidung zu vermeiden und dadurch Infektionen wenig Angriffsfläche zu bieten.

Weitere Tipps im Umgang mit Nagelpsoriasis

  • Füße und/oder Hände täglich eine Stunde lang in lauwarmen Salzwasser baden
  • Nägel immer gut eincremen (den Bereich der Nagelwurzel ausreichend rückfetten)
  • Querrillen oder verdickte Nägel können von erfahrenen Kosmetikerinnen abgefräst werden
  • Trage nur leichtes und weites Schuhwerk, das nicht drückt

Da die Nägel langsam nachwachsen erfordert die Behandlung und die Therapie oft viel Geduld!

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