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Akne vulgaris

Die Akne vulgaris (=gewöhnliche Akne) ist der medizinische Ausdruck für die allgemein bekannte Akne. Sie betrifft ca. 85% aller Jugendlichen in der Pubertät aufgrund der zunehmenden Hormonaktivität und verläuft meist harmlos. Die männlichen Geschlechtshormone, die sogenannten Androgene, bewirken die zunehmende Talgproduktion, welche die „fettige“ Haut verursacht.

Zeitgleich kommt es zu einer Verhornungsstörung, der Talg kann nicht abfließen und die Poren verstopfen. In den meisten Fällen verschwindet die Akne vulgaris nach der Pubertät, gelegentlich bleibt diese aber bis zum 30.Lebensjahr bestehen.

 

 

Behandlungsmöglichkeiten Akne vulgaris

Es gibt je nach Form der Akne Vulgaris verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Ansatzpunkte für die Aknebehandlung:

 

  • Eindämmung der Talgproduktion und Beseitigung der Verhornungsstörung, damit entstehen keine Mitesser mehr
  • Maßnahmen zur antibakteriellen Behandlung Maßnahmen zur antientzündlichen Behandlung (zB Adapalen, Antibiotika)
  • Einsatz von Peelings und Laser zur Erneuerung der Haut
  • Beseitigung der Mitesser, am Besten beim Kosmetiker

Bei leichter Akne kommen Medikamente zur äußerlichen Behandlung zum Einsatz, diese wirken antimikrobiell auf die Talgproduktion und lindern so die Beschwerden. Zusätzlich können Säuren und Peelings zur Abtragung von überschüssigen Hornschichten eingesetzt werden. Bei schweren Entzündungen werden Medikamente auch systemisch (in Tablettenform) eingenommen. Bei weiblichen Akne-Patienten wird die Anti-Baby-Pille häufig erfolgreich zur Eindämmung der Akne verschrieben.

 

3 verschiedene Formen der Akne vulgaris

Acne comedonica

Bei dieser Form treten verstärkt Komedonen (=Mitesser) auf, welche sich vor allem an der Stirn, der Nase und am Kinn bilden. Man unterscheidet zwischen den schwarzen (=offenen) und weißen (=geschlossenen) Mitessern. Diese leichte Form der Akne wird behandelt, indem die Mitesser regelmäßig beim Hautarzt oder Kosmetiker professionell entfernt werden, um Entzündungen erst gar nicht aufkommen zu lassen. Gegen die Verhornungsstörung werden Produkte mit Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Fruchtsäuren oder Benzoylperoxid verwendet. Um die Talgproduktion einzudämmen, können Cremes, Gels und Lotionen mit Retinoide verwendet werden. Auch eine Mikrodermabrasion kann bei dieser Form der Akne gute Erfolge erzielen. Die Acne comedonica heilt meist von selbst wieder aus und es bleiben keine Narben zurück.

Acne papulopustulosa

Wenn sich die weißen Mitesser entzünden, entstehen eitrige Pusteln (die sogenannten Pickel), die teilweise mit tief ins Gewebe reichenden Entzündungen einhergehen. Diese mittelschwere Akne kann mit antibiotischen Wirkstoffen äußerlich und systemisch behandelt werden. Eine antibiotische Salbe oder Lösung (zB mit dem Wirkstoff Clindamycin) wirkt von außen entzündungshemmend, Tetrazykline (zB Minocyclin oder Doxycyclin) werden systemisch in Tablettenform verabreicht. Weiters werden Wirkstoffe wie Adapalen, Benzoylperoxid oder Azelainsäure in Salben- oder Gelform bei Acne papulopustulosa empfohlen. Zusätzlich können Fruchtsäurepeelings gegen die Verhornung verordnet werden. Aufgrund der starken Nebenwirkungen wird nur bei sehr schweren Entzündungen zusätzlich systemisch mit dem Wirkstoff Isotretinoin therapiert. Die Acne papulopustulosa ist eine mittelschwere, entzündliche Form.

Acne conglobata

Die Acne conglobata ist die schwerste Form der Akne. Durch das Platzen oder Ausdrücken der Pusteln entstehen Abszesse und Fisteln, wobei die Entzündungsbereiche knotig dick und weit in die Haut hineinreichen können. Diese schwere Akneform muss medizinisch behandelt werden und meist ist neben der äußerlichen auch eine systemische Behandlung von innen notwendig. Äußerlich werden häufig Präparate mit Fixkombinationen (zB Adapalen und Benzoylperoxid oder Clindamycin und Tretoin) eingesetzt, um die Talgproduktion sowie die starke Verhornung einzudämmen. Eine antibiotische Salbe oder Lösung mit dem Wirkstoff Clindamycin wirkt zudem antibiotisch. Zusätzlich wirkt Isotretinoin der starken Entzündung von innen entgegen. Dieser Wirkstoff geht allerdings mit zum Teil schweren Nebenwirkungen einher und der Hautarzt entscheidet gemeinsam mit dem Patienten über den Einsatz dieses Medikamentes. Bei Acne conglobata bleiben oft tiefe und flächenhafte Narben zurück, der Volksmund kennt dafür den Begriff „pockennarbig“. Da viele Betroffene durch diese schwere Akneform auch psychisch leiden, kann zusätzlich zur medikamentösen Behandlung eine psychologische Unterstützung sinnvoll sein.

Tipps vom Experten Dr. Markus Reinholz

Dr. Markus Reinholz Akne München Dermatologe
  • Stimme die Behandlung mit dem Hautarzt und einem Kosmetiker ab!
  • Vermeide die Risikofaktoren wie Rauchen und Alkohol!
  • Achte beim Kauf auf eine gute Hautpflege und verwende keine komedogene Präparate!
  • Verwende ausschließlich leichtes Make-up, die Haut sollte darunter atmen können!
  • Du solltest nie Pickel oder Mitesser selbst ausdrücken, dies kann zu Narben führen!
  • Achte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung!

Dr. Markus Reinholz, Dermatologe an der Klinik für Dermatologie und Allergologie München

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