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Expertentipps für die Berufswahl mit Psoriasis

Rund ein Drittel der Schuppenflechte-Erkrankungen tritt vor dem 18. Lebensjahr auf. In dieser Phase werden meist die Weichen für die spätere Erwerbstätigkeit gestellt. Jugendliche und junge Erwachsene mit Schuppenflechte sollten ihre Erkrankung und den bisherigen individuellen Krankheitsverlauf unbedingt in die Berufswahl einbeziehen. Grundsätzlich ist mit einer Psoriasis auch beruflich fast alles möglich. Einige Einflussfaktoren können sich jedoch negativ auf die Entwicklung der Erkrankung auswirken und sollten daher schon bei der Wahl des Berufs bedacht werden. Univ.-Prof- Dr. Peter Wolf hat die wichtigsten Tipps für die Berufswahl bei Schuppenflechte zusammengefasst.

Finde deine Stärken und Begabungen heraus!

Auch mit einer Schuppenflechte kommt es bei der Wahl des Berufs vor allem auf die persönlichen Begabungen, Interessen und Stärken an. Arbeit soll vor allem auch Spaß machen. Wenn du dir diesbezüglich noch nicht sicher bist, kann ein Interessenstest oder ein Eignungstest, wie er in Österreich zum Beispiel vom AMS speziell für Jugendliche kostenlos angeboten wird, vielleicht eine erste Richtung aufzeigen.

Kommt Kundenkontakt für dich in Frage?

Für viele Menschen mit Schuppenflechte ist die Sichtbarkeit der Hautveränderungen das Schlimmste an der Erkrankung. Finde heraus, ob eine Tätigkeit mit Kundenkontakt für dich persönlich auch während eines Erkrankungsschubes in Ordnung wäre. Wie geht es dir damit, wenn dich jemand wegen der Schuppenflechte komisch ansieht? Wie reagierst du, wenn dich jemand nach deinen Hautveränderungen fragt? Wenn dir das gewöhnlich unangenehm ist, wäre ein ständiger Umgang mit Kunden vielleicht sehr belastend für dich. Falls du aber glaubst, in Zukunft schon damit zurechtzukommen, lass dich keinesfalls von deinen Plänen abbringen!

Bedenke die äußeren Einflüsse!

Äußere Einflüsse und eine starke mechanische Beanspruchung der Haut können sich negativ auf den Erkrankungsverlauf auswirken. Es gibt Berufe, bei denen klar absehbar ist, dass deine Haut bei der Ausübung überdurchschnittlich beansprucht wird. Im Baugewerbe, in der Landwirtschaft und in der fertigenden Industrie muss die Haut oft starken mechanischen Reizen (z.B. Druck) oder extremer Hitze oder Kälte standhalten. ChemikerInnen oder FriseurInnen kommen häufig mit Lösungsmitteln, Säuren und Laugen in Kontakt, die die Haut zusätzlich reizen. Auch die Nahrungsmittelherstellung oder -verarbeitung ist für Menschen mit Psoriasis vielleicht nicht so ideal. Ständiges Schwitzen oder permanenter Wasserkontakt – egal bei welcher Tätigkeit – sollte ebenso möglichst vermieden werden. Dennoch gilt: Wenn du einen Traumberuf hast, den du unbedingt ergreifen möchtest, findest du bestimmt auch mit der Schuppenflechte einen Weg!

Herausforderung statt Überforderung!

Stress ist einer der auslösenden Faktoren bei Schuppenflechte und kann sich negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken. Auch das Arbeitsleben kann, wie die Prüfungszeit in der Schule, mitunter sehr stressig sein. Bedenke bei deiner Berufswahl, dass ständiger Zeitdruck rasch zu einer Überforderung und damit zu negativem Stress führen kann. Einen Beruf mit dem das Leben immer nur „chillig“ ist, wirst du aber voraussichtlich ohnehin nicht finden bzw. auch gar nicht wollen. Verschiedene Strategien zum Umgang mit Stress, wie z.B. autogenes Training, kann man erlernen. Achte vor allem auch darauf, dich in deiner Freizeit zu entspannen und mal eine Pause einzulegen.

Nimm Unterstützung in Anspruch!

Deine behandelnde Ärztin/dein behandelnder Arzt begleitet dich bei deiner Erkrankung und steht dir mit Sicherheit auch bei Fragen rund um die Berufswahl zur Seite. Auch deine Schulärztin/dein Schularzt ist gerne für dich da und hilft dir weiter. Zudem gibt es in Österreich einige Stellen, die Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Schuppenflechte, bei Berufswahl, Stellensuche und der beruflichen Integration unterstützen.

Nähere Informationen findest du auf www.schulaerzte.at >

 

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