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Wie können Ballonrebe, Weihrauch und Zistrose helfen?

Schon im 12. Jahrhundert waren Hildegard von Bingen die Heilkräfte der Natur bewusst. Diese drei Helfer aus der Natur, die aus Pflanzen gewonnenen werden, haben unglaubliche Inhaltsstoffe und werden auch bei Hauterkrankungen eingesetzt. Die Pflanzen haben positive Auswirkungen auf Akne, Neurodermitis oder Psoriasis und sind beispielsweise eine Alternative zur herkömmlichen Kortison-Therapie.

Hildegard von Bingen war eine begnadete Kennerin der Volksmedizin und wusste sie bereits im 12. Jahrhundert einzusetzen. Wichtig für sie war die Harmonie zwischen Gott und der Natur und viele sehen in ihren Heilmethoden heute den Ursprung der modernen Naturmedizin. Anfang des 16. Jahrhunderts entwickelte unter anderem Paracelsus das Wissen um die Kräfte der Natur weiter. Paracelsus schrieb: „Gott hat für jede Krankheit eine Pflanze wachsen lassen. Sehet Euch um in der Natur und schöpft aus der Apotheke Gottes.“ Selbst der Philosoph Immanuel Kant erkannte im 18. Jahrhundert: „Alles, was die Natur selbst anordnet, ist zu irgendeiner Absicht gut“. Heute kennen wir noch den Spruch „Gegen fast alles ist ein Kraut gewachsen“, der von Pfarrer Sebastian Kneipp stammt.

Die Pflanzenheilkunde hat eine sehr lange Tradition und war bis vor ca. 150 Jahren noch die einzige Medizin, die Menschen kannten. Heute entdeckt man dieses Wissen wieder und weiß es auch zu nutzen. Im Speziellen sehen wir uns nun an, wozu die Ballonrebe, der Weihrauch und die Zistrose fähig sind.

Ballonrebe

Die Ballonrebe – auch Cardiospermum halicacabum oder Herzsame genannt – stammt ursprünglich aus den Tropen und Subtropen (z.B. Afrika, Amerika, Indien) und ist eine bekannte Heilpflanze. Sie ist eine Kletterpflanze mit blasig aufgetriebenen Fruchtständen, die grün- bis orangefarbig sein können. Die Ballonrebe wird bei allergischen, entzündlichen oder juckenden Hauterkrankungen eingesetzt. Die Wirkung dieser Pflanze gilt als entzündungslindernd und schmerzstillend. Die Ballonrebe hat den Ruf, ein pflanzliches Kortison zu sein, sie ist also eine Kortison-Alternative. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Kortison Präparaten gibt es bei der Ballonrebe keine Nebenwirkungen. Der Geruch kann bei der Anwendung für manche leicht unangenehm sein. Besonders hilfreich bei:

  • trockener Haut
  • Juckreiz
  • Ekzemen
  • Psoriasis
  • Neurodermitis

Die Anwendung der Ballonrebe geschieht äußerlich anhand von Salben, Cremes oder Ölmischungen. Dafür werden die blühenden Teile der Kletterpflanze verwendet aus denen eine sogenannte Urtinktur gewonnen wird. Diese Urtinktur kann verschiedenen Salbengrundlagen beigemischt werden. Die Salbe erhält man in jeder Apotheke, die Fertigpräparate haben oder die Salbe selber mischen. Tipp! Besonders wirkungsvoll wird eine Ballonrebensalbe, wenn man weitere homöopathische Mittel (Sulfur, Graphites, Kalium carbonicum) beimischt und als Salbengrundlage Sonnenblumenöl verwendet. Abgesehen von Cremes und Salben kann die Ballonreben auch in Form von Globuli oder Tropfen eingenommen werden. In akuten Schubphasen kann man mit Salbenkompressen, die mehrmals täglich verwendet werden, Linderung schaffen. Dies kann durch die Einnahme von Globuli oder Tabletten unterstützt werden.

Weihrauch

Der Weihrauch – auch bekannt als Boswellia carterii oder serrata – war auch im Mittelalter bekannt für seine desinfizierende Eigenschaft und hat als Heilkraft eine jahrtausendlange Tradition. Weihrauch ist ein luftgetrocknetes Harz, das aus der Rinde des Weihrauchbaums gewonnen wird. Die Farben können sehr unterschiedlich sein, je nachdem, wann das Harz geerntet wurde. Sie können gelbfarbig bis hin zu hellgrün sein. Der Weihrauch kommt ursprünglich aus dem Oman, aus Somalia und dem Jemen. Der Weihrauch wirkt nachweislich antibakteriell, ist also in der Lage, Bakterien abzutöten. Das Weihrauchextrakt enthält Boswellisäuren, die Entzündungen im und am Körper hemmen können. So kann irritierte Haut beruhigt werden und der Juckreiz gelindert werden. In Indien gilt Weihrauch als wertvoller Kortison-Ersatz. Weihrauch wird (heute aus religiösen Zwecken) auch verwendet, um Innenräume zu räuchern oder die Luft zu reinigen. Der Duft von Weihrauch enthält sogenannte Sesquiterpene, die das limbische System im Gehirn stimulieren und somit unsere Gefühlslage positiv beeinflussen. Besonders hilfreich bei: 

  • Entzündungen
  • Akne
  • Juckreiz
  • Verhornung bei Schuppenflechte

Weihrauch findet in den verschiedensten Bereichen Anwendung. In Bezug auf Hauterkrankungen wird er äußerlich vor allem als Zusatzstoff in Salben, Cremen oder Ölen angewendet. Weihrauch besitzt einzigartige Eigenschaften, was die Hautgesundheit betrifft. Es kann helfen, Narben, Furunkeln, Akne und Pusteln auf der Haut schneller abheilen zu lassen. Weihrauch fördert die Regeneration der Hautzellen. Tipp! Eine Weihrauchsalbe kann hergestellt werden aus Olivenöl, welches mit Lanolin (oder Bienenwachs) vermischt wird und dann Weihrauchstückchen (nur qualitatives Harz) untergemengt bekommt. Aber man kann Weihrauch auch als Tinktur zur Desinfizierung von Wunden verwenden. In Form von Dämpfen oder Rauch, ist er durch seine antiseptischen Eigenschaften gut für das Immunsystem. Des Weiteren ist Gurgeln mit Weihrauch gut für die Mundgesundheit, das Weihrauchöl hilft bei Regelbeschwerden, brennender Weihrauch hilft Mücken abzuwehren und es werden sogar Forschungen im Zusammenhang mit Tumoren betrieben.

Zistrose

Die Zistrose – auch Cistus incanus oder Cistus creticus genannt - ist seit der Antike eine beliebte Heilpflanze. Die Zistrose ist ein mehrjähriger immergrüner Strauch, der vor allem in Griechenland, Spanien, Süditalien und der Türkei vorkommt. Bei der Zistrose scheiden die Blätter ein Harz aus, das auch Ladanum oder Labdanum genannt wird, das einen intensiven Duft verbreitet. Die Blüte der Zistrose ist Weiß oder Lilla und die Blätter sehen „zerknittert“ aus. Die Pflanze besitzt eine keimtötende und antivirale Wirkung und ihr werden des Weiteren die Eigenschaften pilzhemmend, entgiftend, antibakteriell und entzündungshemmend, zugeschrieben. Besonders hilfreich bei: 

  • Pilzbefall
  • Entzündungen
  • Hautunreinheiten
  • Schuppenflechte
  • Neurodermitis
  • Ekzemen

Die Zistrose wird in Form von Tee innerlich und äußerlich angewendet. Man soll den Tee regelmäßig trinken und in Form von Waschungen verwenden. Besonders gute Wirkungen werden bei Neurodermitis gemacht. Der Tee stärkt das Immunsystem und bringt die Darmflora in ein Gleichgewicht. Tipp! Für einen Zistrosentee benötigt man 2-3 TL getrocknete Zistrosenblüten, die mit heißem Wasser (1/4 Liter) aufgegossen werden. Dann 10 Minuten ziehen lassen (nicht zu lange, sonst wird er bitte), abfiltern und trinken. Will man die Beschwerden lindern, so kann man bei akuten nässenden Ekzemen auch Umschläge oder Bäder mit Zistrosentee verwenden. Auf Grund der Gerbstoffe lindert der Tee somit den Juckreiz und hemmt Entzündungen.

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