Prior Benedikt Felsinger sprach in einem beeindruckenden Vortrag ĂŒber die verschiedenen HeilkrĂ€uter fĂŒr die Linderung von Hauterkrankungen. âDu bist mehr als deine Haut. Die Haut ist lediglich die HĂŒlle, die Verpackungâ, beginnt Pater Benedikt seinen Vortrag.
Jeder steckt in seiner eigenen Haut
âDer Wert einer Gesamtware wird nicht nur aus der Verpackung berechnet, hauptsĂ€chlich geht es um den Inhalt. Du steckst in deiner Haut, aber im Inneren steckt deine gesamte Persönlichkeit. Es geht um das Annehmen des eigenen Schicksals, der gesamten Persönlichkeit inklusive der HĂŒlleâ, weiĂ der HeilkrĂ€uter-Experte.
Alle Pflanzen haben neben ihrer Heilwirkung auch eine Botschaft. âPflanze, warum hilfst du mir?â fragt der HeilkrĂ€uter-Experte, âZum Beispiel der Wegerich: der Wegerich ist eine Pflanze, ĂŒber die gefahren und auf die getreten wirdâ. Der Pater rĂ€t: âTrinke einen Wegerichtee, wenn es dir an WertschĂ€tzung fehltâ. Schon Paracelsus sagte âPflanzen Ă€hneln im Aussehen den menschlichen Organenâ. Eine Pflanze zeigt durch ihr Aussehen und ihre Natur. âNĂŒtze die kommunikative Kraft der Pflanzen. Was ist gut fĂŒr mich, damit es auch tatsĂ€chlich unter die Haut geht!â, rĂ€t der KrĂ€uterpfarrer.
Die Kamille
Die Kamille schaut uns mit ihrem lieblichen Gesicht an und gilt als DIE Heilerin. Sie gehört seit Jahrtausenden zu den wichtigsten Heilpflanzen der Volkskunde. Die zu den KorbblĂŒtlern zĂ€hlende Pflanze wirkt entzĂŒndungshemmend und keimreduzierend auf der Haut sowie wundheilfördernd. Kamille wĂ€chst bevorzugt an Weg- und AckerrĂ€ndern und wird als Tee, Tinktur, als Inhaltsstoff in Salben oder Cremes oder Ă€therisches Ăl angewendet.
WalnussblÀtter
WalnussblĂ€tter enthalten viele Gerbstoffe, durch den Teegenuss bringt man Gerbstoffe in den Körper und festigt dadurch die geschĂ€digte Haut. Einfach die Haut der jungen NĂŒsse abziehen, trocknen lassen und daraus den Tee herstellen.
Wacholder
Die Wacholderpflanze zeichnet sich durch stechende Nadeln aus und bedeutet eine starke Abwehr. Der Wacholder stĂ€rkt somit beim menschlichen Körper das Immunsystem und wirkt antibakteriell, blutreinigend, durchblutungsfördernd, keimtötend, kreislaufstĂ€rkend, schleimlösend, schmerzlindernd, schweiĂtreibend, stoffwechselanregend, tonisierend und verdauungsregulierend. Wacholder wird als Tee, Badezusatz, Tinktur oder Sirup angewendet.
BeerenblĂ€tter sind sehr gut fĂŒr die Haut
So sind zum Beispiel die BlÀtter der Walderdbeere lappig und Àhnelt im Aussehen der menschlichen Leber, daher wirkt ein Tee aus WalderdbeerenblÀttern beim Menschen leberstÀrkend.
Johanniskraut
Das Johanniskraut (= Hypericum Perforatum) zeigt uns mit ihrer Gestalt ihre Bedeutung: Wenn man das Blatt gegen das Licht haltet, sieht man eine Menge kleiner Löcher und dadurch kommt die Sonne durch. Mit dem Johanniskraut kommst du von der Schattenseite in das Licht und es ist nicht verwunderlich, dass diese Heilpflanze als Stimmungsaufheller gegen Depressionen eingesetzt wird.
VerrĂŒhre einen Eidotter mit einem EL kaltgepresstem Leinöl. Die aufschlagene Masse gut auf der Kopfhaut einmassieren, 20 Minuten einwirken lassen und anschlieĂend mit einem milden Shampoo auswaschen. Wohltuendes Bad aus Weizenkleie und Zinnkraut Im Ackerschachtelhalm (=Zinnkraut) ist viel KieselsĂ€ure enthalten und diese KieselsĂ€ure wirkt sich besonders wohltuend auf die Haut aus. Weizenkleie wirkt entzĂŒndungshemmend und juckreizlindernd, dazu macht es die Haut samtweich. Koche zwei Handvoll Zinnkraut und drei EL Weizenkleie in drei Liter Wasser auf, lasse das Gemisch zehn Minuten ziehen und bade ca. 20 Minuten in diesem Sud.
AbschlieĂend rĂ€t der HeilkrĂ€uter-Experte: âWenn du ein Bad nimmst, verfeinere es das Badewasser mit guten BadezusĂ€tzen aus der Natur und zelebriere das Bad! SpĂŒre die positive Wirkung auf deiner Haut. Ohne Stress kommt der Körper viel schneller in die WohlfĂŒhlphase und die Haut kann entspannen. Durch die bewusste Wahrnehmung wird der Heilungseffekt verstĂ€rkt.â
Ein Buch, das in die Tiefe geht, die Hautpflege âvon innen siehtâ. HĂŒlle, Verpackung oder mehr? Was die Hautfarbe sagt. HauptsĂŒnden gegen die Haut. Kenne ich meine eigene Haut? Eisenkraut und Thymian. Blut hat viele Farben â SĂ€ftefĂŒhrer. Honig hĂ€lt Haut und Leib gesund â HonigfĂŒhrer. Ătherische Ăle und ihre Heilkraft. Gesunde Kleidung â gesunde Haut. Naturfasern, die uns Tiere schenken. Wasser sucht sich seinen Weg â alles ĂŒber BĂ€der. Wenn Schönheit problematisch wird. NĂ€gel, Haare, ZĂ€hne. Spiegel unserer Essensdisziplin. Das dickste Buch des KrĂ€uterpfarrers. 856 Seiten, reich illustriert und 16 Farbtafeln. ⏠26,30.