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Urtikaria - Häufiger als man glaubt

Urtikaria ist eine recht häufige Erkrankung: Jeder Vierte ist zumindest einmal im Laufe seines Lebens von der Nesselsucht betroffen. Meist treten die Hautveränderungen nur einmalig und unabhängig von äußeren Einflüssen auf. Sehr belastend für die Lebensqualität ist die chronische Ausprägung mit immer wiederkehrenden Ausbrüchen.

„Bei etwa 25% der Menschen tritt die Urtikaria irgendwann aus heiterem Himmel auf, wobei sie meist nur von kurzer Dauer ist und nicht wiederkehrt“, erklärt Univ.Prof. Dr. Werner Aberer, Vorstand der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie des LKH-Universitätsklinikums Graz. Bei einem kleinen Prozentsatz (ca. 0,5–1 %) entsteht daraus eine chronische Form, die länger als 6 Wochen anhält. Die Beschwerden bei chronisch spontaner Urtikaria (csU) umfassen juckende Erhebungen der Haut (Quaddeln) und oft auch Hautschwellungen („Angioödeme“). Diese Krankheitsanzeichen werden – ähnlich wie bei einer allergischen Reaktion – durch einen erhöhten Histaminspiegel verursacht, weshalb auch Antihistaminika eine wesentliche Rolle in der Therapie spielen.

Die typischen Anzeichen einer Urtikaria

1) Quaddeln und rote, juckende Haut
Bei den meisten Betroffenen kommt es innerhalb kürzester Zeit zum Auftreten dieser Quaddeln; die Einzelläsion verschwindet dann meist schnell wieder. Dauern diese Ausbrüche länger als 6 Wochen an, spricht man von einer chronischen Urtikaria – insbesondere in diesen Fällen findet man sehr häufig keine eindeutige Ursache für die Erkrankung.

2) Schwellungen (=Angioödem)
Viele Betroffene mit Urtikaria leiden neben Quaddeln auch an plötzlichen und bisweilen schmerzhaften Schwellungen, sogenannten Angioödemen. Die am häufigsten betroffenen Körperbereiche sind Augenlider und Lippen. Die Haut schwillt an, ändert aber meist nicht die Farbe, sofern man nicht daran reibt oder kratzt. Das Angioödem klingt üblicherweise innerhalb von 72 Stunden ab.

Über Urtikaria - Dr. Werner Aberer

Wenn die Haut verrückt spielt

Menschen mit chronisch spontaner Urtikaria sind tage- und wochenlang mit ihrer gereizten Haut, dem Jucken oder auch den Schwellungen konfrontiert. Die Krankheit tritt sehr oft ohne Vorwarnung auf und Betroffene können auch kaum etwas tun, um die Schübe zu vermeiden. „In chronischen Ausprägungen kann die Hauterkrankung daher auch zu einer emotionalen Belastung werden – nicht nur an den Tagen mit einem sichtbaren Urtikaria-Schub“, so Prof. Aberer.

„Menschen mit Urtikaria fühlen sich geschwächt, haben Schmerzen, oft unerträglichen Juckreiz und empfinden einen Kontrollverlust in ihrem Leben.“ Vielleicht kennst du das auch und möchtest gerne etwas dagegen unternehmen? Auf der Website urtikaria.at erfährst du viele wichtige Dinge über deine Erkrankung und wie du sie in den Griff bekommen kannst. Ein Lichtblick für Betroffene mit chronischer Urtikaria sind die mittlerweile wirklich sehr guten Behandlungsmöglichkeiten.

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Verlauf der Urtikaria und mögliche Ursachen

Der Verlauf der chronischen Urtikaria lässt sich laut Prof. Aberer schwer vorhersagen: „Die Krankheitsdauer präsentiert sich sehr unterschiedlich: Bei den meisten Betroffenen tritt die chronische Urtikaria zwischen ein und fünf Jahre lang auf, manchmal auch länger. Faktum ist, dass jede Nesselsucht irgendwann abheilen wird.“ Wie lang es bis zu dieser „spontanen Remission“ dauert, kann man aber leider nicht vorhersagen. Treten die Quaddelschübe täglich auf oder verschlimmern zusätzlich Angioödeme den Zustand, ist eine Suche nach zugrundeliegenden Ursachen und Auslösern angezeigt. Bei der Urtikaria kommen zahlreiche Möglichkeiten in Betracht.

Am häufigsten lassen sich folgende Ursachen finden:

  • Allergien oder Überempfindlichkeit (sogenannte Pseudoallergie) gegen Nahrungsmittelzusätze (Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe), natürliche Aromastoffe in Obst, Gemüse oder Medikamenten. Wobei die Beweisführung oft keine einfache ist.
  • Chronische Infekte, die neben der Urtikaria keine weiteren Beschwerden verursachen müssen, z.B. im Verdauungstrakt.
  • Unverträglichkeit von körpereigenen Stoffen (Autoreaktivität).

Therapie und Behandlung Urtikaria

„Wird die Ursache einer Chronischen Urtikaria gefunden, kann diese oft ohne großen Aufwand beseitigt und die Urtikaria geheilt werden. Manchmal ist eine ursächliche Therapie aber nicht möglich“, betont der Hautexperte. Dann stehen die Symptome im Mittelpunkt der Behandlung: Dazu stehen wirksame, moderne Medikamente zur Verfügung, welche die Beschwerden unterdrücken und meistens sehr gut vertragen werden. Aberer: „Die Auswahl der geeigneten Behandlung erfolgt individuell und richtet sich nach den jeweiligen Bedürfnissen. Eine rein symptomatische Therapie ist auch bei Betroffenen sinnvoll, die nur selten oder leichte Urtikariabeschwerden haben bzw. wenn eine aufwendige Ursachensuche nicht sinnvoll erscheint.“ In hartnäckigen Fällen steht als Ergänzung zu Antihistaminika ein modernes Medikament zur Verfügung (Wirkstoff: Omalizumab), das umfangreich getestet wurde und speziell für die Behandlung der chronischen Urikaria zugelassen ist.

Tipps bei chronischer Urtikaria

  • Ein Beschwerdetagebuch offenbart oft Auslöser, die sonst verborgen bleiben. Dabei sollten jeden Tag alle eingenommenen Medikamente und Nahrungsmittel sowie das Ausmaß der Beschwerden notiert werden.
  • Häufig wird auch empfohlen, auf die Einnahme bestimmter Medikamente zu verzichten: Das sind jene zur Behandlung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen, die sogenannten "Nichtsteroidalen Antiphlogistika". Hierzu gehören z.B. die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure (in Aspirin), Diclofenac oder Ibuprofen.
  • Betroffene mit chronischer Urtikaria berichten häufig über eine Verschlechterung ihrer Beschwerden nach dem Genuss von Kaffee, Alkohol oder scharfen Gewürzen.

Der Urtikaria Kontrolltest: Wie gut lebst du mit deiner Krankheit?

Der Urtikaria Kontrolltest mit vier kurzen Fragen hilft dir und deinem behandelnden Arzt einzuschätzen, wie gut ihr deine Urtikaria unter Kontrolle habt. Du kannst dir das PDF ausdrucken und es ausgefüllt zum nächsten Arztgespräch mitnehmen.

Urtikaria-Kontrolltest

Vielen Dank an den Experten Univ.Prof. Dr. Werner Aberer, Vorstand der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie des LKH-Universitätsklinikums Graz.

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