Soziale Netzwerke
FacebookGoogle+YouTube
Suche Hautlexikon Newsletter

Nichts mehr verpassen!
Der hautinfo.at-Newsletter

* Pflichtfelder

Forum

Konservierung - muss das sein?

Es gibt doch Kosmetika „Frei von Konservierungsstoffen“. Alle wasserhaltigen Kosmetika (Cremen, Lotionen etc.), müssen, auf welche Art immer, konserviert werden. Es ist wichtig, dass sich nach dem Öffnen des Produktes nicht zu viele Mikroorganismen wie Schimmel, Bakterien oder Hefen bilden können. Das würde der Haut schlecht bekommen. Unzureichend konservierte oder abgelaufene Produkte können zu Hautirritationen wie Unreinheiten und Rötungen, gereizter, schuppender, spannender Haut führen.

Mit chemischen Keulen wie Formaldehyden oder Parabenen ist dies alles gar kein Problem – aber wer mag sich Stoffe auf die Haut schmieren, die in Verdacht stehen krebserregend oder hormonbeeinflussend zu sein? Solche Stoffe werden häufig in herkömmlicher Kosmetik eingesetzt, in zertifizierter Naturkosmetik sind sie und ähnlich problematische Konservierungsmittel verboten. Reine Fette und Öle brauchen im Unterschied zu wasserhaltigen Produkten keinen Schutz gegen Mikroorganismen. Diese können ranzig werden, das hängt aber mit Ihrer Instabilität gegenüber Luftsauerstoff (Oxidation) zusammen.

Konservierung bei Biokosmetik

Konservierung ist ein herausforderndes Thema, speziell bei Natur- und Biokosmetik. Völlig unproblematische Konservierungsstoffe gibt es leider nicht. In den jeweiligen Zertifizierungsrichtlinien ist gelistet, welche Stoffe erlaubt sind. Unsere strenge Biozertifizierung nach ÖLMB (österreichisches Lebensmittelbuch Codex A8 Biokosmetik) sagt dazu: Als Konservierungsmittel werden ausschließlich untenstehende Stoffe oder Gemische synthetischen Ursprungs eingesetzt. Festzuhalten ist, dass eine wirksame Konservierung, wenn erforderlich, aus Gründen des Verbraucherschutzes und der Produktsicherheit unbedingt notwendig ist. Konservierungsmittel: In dieser Liste sind Salze mit folgenden Kationen zulässig: Natrium, Kalium, Ammonium und Ethanolammonium, Calcium und Magnesium Ameisensäure (Formic Acid) Benzoesäure, ihre Salze und Ethylester (Benzoic-Acid) Benzylalkohol (Benzyl Alcohol) Propionsäure und ihre Salze (Propionic Acid) Salizylsäure und ihre Salze (Salicylic Acid) Sorbinsäure und ihre Salze (Sorbic Acid) Es handelt sich dabei um sogenannte „naturidente“, d.h. zwar synthetische, aber der Natur nachempfundene Stoffe, die mildesten finden sich in der Listung. Bei Kalium-Sorbat (INCI: Potassium Sorbate) ist die Allergieanfälligkeit nur ein Zwanzigstel so hoch wie bei den PHB-Estern, sprich Parabenen. Dieser Stoff reizt nur in seltenen Fällen und wird von Kosmetikanalyse.de mit „gut“ beurteilt.

Benzoate kommen übrigens überall in der Pflanzenwelt vor. „Ein hautsensibilisierendes Potential der Benzoesäure konnte an Probanden nicht nachgewiesen werden. In der Allgemeinbevölkerung werden Hautreaktionen gegenüber Benzoesäure insgesamt sehr selten beobachtet (ca. 0,2 %). Kontaktallergische Reaktion wie Kontaktdermatitis oder -urtikaria auf Benzoesäure und Natriumbenzoat sind in wenigen Einzelfällen beschrieben. Benzoesäure und Natriumbenzoat können pseudoallergische Reaktionen in Form einer Urtikaria auslösen, bevorzugt bei disponierten Patienten mit einer (chronischen) Urtikaria, Asthma oder ASS-Intoleranz in der Vorgeschichte. Zumeist sind jedoch für eine Auslösung von entsprechenden Reaktionen höhere Dosen einer oralen Aufnahme von Benzoesäure erforderlich (50-100 mg).

 

 

„Frei von Konservierungsmitteln“ – gibt’s nicht

Eine andere Möglichkeit besteht in der Konservierung mit sogenannten „Multi-Functionals“, z.B. Alkohol, Glyzerin oder ätherischen Ölen. Diese sind nicht in der Liste der zugelassenen Konservierungsmittel zu finden, ihr Hauptzweck ist nicht die Konservierung, sie haben aber auch konservierende Wirkung. Das ist der Grund, warum manche Produkte mit „Frei von Konservierungsmitteln“ ausgezeichnet sind, eine Gesetzeslücke, die nicht mehr lange bestehen wird, weil es eigentlich eine Fehlinformation darstellt.

Auch die Verpackung spielt eine Rolle

Neben den Konservierungsstoffen hängt die Haltbarkeit eines Kosmetikproduktes aber auch von der Rezeptur, der Produktion und der Verpackung ab. Cremen in Tiegeln z.B. werden beim Entnehmen durch keimbesiedelte Finger jedesmal neu „kontaminiert“. Ideal für Naturkosmetik, wenn auch hochpreisig, ist der Airless-Dispenser. Im Unterschied zu herkömmlichen Pumpsystemen gelangt keine Luft und damit keine schädliche Umwelteinflüsse wie Keime oder Pilzsporen in die Packung. Durch das Vakuumsystem ist es möglich, den Produkten deutlich weniger Konservierungsstoffe beizumengen, es ist nicht nur Luft-, sondern auch Lichtschutz gegeben (Luft und Sonnenlicht sind die Faktoren, die sensiblen Inhaltsstoffen am meisten zusetzen).

Fazit: Konservierung muss sein

Jede Art der Konservierung ist ein Abwägen zwischen dem Streben nach möglichst naturbelassener Kosmetik und dem Schutz der Haut vor Mikroorganismen, die ihr ebenso schaden können wie die Konservierung. Der Zweck von Konservierungsmitteln ist es, Mikroorganismen wir Bakterien, Schimmel und Hefen abzutöten bzw. deren Wachstum zu hemmen. Ein Stoff, der das macht, kann eben leider auch reizen. Daher sind auch die in Natur- und Biokosmetik erlaubten Konservierungsstoffe nicht ganz unproblematisch und dürfen nur bis zu einer maximalen Konzentration eingesetzt werden.

Unser Tipp

Das allersicherste bei sehr sensibler Haut ist keine wasserhaltigen Produkte für die Gesichtspflege zu verwenden. Auch solltest du keine Öle mit Duftstoffen oder ätherischen Ölen auftragen. Unser Tipp: mysalifree Pflegeöl: es besteht aus Reiskeimöl, Maiskeimöl und natürlichem Vitamin E, kommt ohne zusätzliche Konservierung aus. Stabilisiere damit deine Hautbarriere, dann wird deine Haut wieder widerstandsfähiger und weniger empfindlich gegenüber Reizen. mysalifree kommt soweit wie möglich mit natürlichen Komponenten wie Vitamin E oder pflanzlichem Glyzerin aus. Wenn nötig, werden Konservierungsstoffe wie Kaliumsorbat und Natriumsorbat in möglichst geringer Konzentration verwendet. Bei allen leave on Produtken finden sich die hygienischen Airless-Dispenser. Weitere Infos zu mysalifree >

8 Bewertung

5,63
Durchschnitt von 8 Bewertungen

  • 6 Sterne
    6
  • 5 Sterne
    1
  • 4 Sterne
    1
  • 3 Sterne
    0
  • 2 Sterne
    0
  • 1 Stern
    0
Hautforum - Du bist nicht alleine!
Anzeige - Apomedica Lasepton Superbanner
Anzeige

Hautforum - Du bist nicht alleine!

Wenn du ein neues Thema erstellen möchtest, musst du dich registrieren. Eine Registrierung kostet nichts und ist in wenigen Minuten erledigt, du kannst dann sofort deine Frage ans Forum stellen oder deine Tipps abgeben. Wenn du bereits registriert bist, dann melde dich hier an.

Jetzt registrieren

Die hautinfo.at-Experten

hautinfo.at Experten