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Mineralischen Sonnenschutzfiltern auf den Grund gegangen

Das richtige Sonnenschutzmittel finden ist gar nicht so einfach. Je nach Zusammensetzung absorbieren, reflektieren oder streuen Sonnencremes die Wellenlänge des Lichtes. Viele Sonnenschutzprodukte am Markt enthalten chemische Filter, die in manchen Fällgen zu allergischen Reaktionen führen können.

Darauf solltest du beim Kauf einer Sonnencreme achten

Traditioneller Sonnenschutz wendet chemische Filter an, welche das Eindringen der UV-Strahlung für eine gewisse Zeit verzögern. Die chemischen Filter wandeln UV-Strahlung in Wärmeenergie um. Die Inhaltsstoffe chemischer Sonnenschutzprodukte werden vom Körper aufgenommen, bei mineralischen Filtern ist dies nicht der Fall. Gerade Kinder und Menschen mit empfindlicher Haut brauchen einen wirksamen Sonnenschutz, der den Körper nicht schädigt. Der Eigenschutz ihrer Haut ist noch nicht vollständig entwickelt oder beeinträchtigt. Der Lichtschutzfaktor entscheidet über die Dauer des unbedenklichen Sonnenbades. Empfindliche Kinderhaut braucht Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30. Noch besser sind biologische Sonnenpflegeprodukte mit mineralischen Schutzfiltern.

Mineralischer Sonnenschutz – von Bedeutung in der Naturkosmetik

Nur zertifizierte Naturkosmetik kommt ohne synthetische UV-Filter aus. Mineralische UV-Filter wirken auf physikalischer Basis. Gebräuchlich sind Titaniumdioxid und Zinkoxid. Auf die Haut aufgetragen bilden sie eine reflektierende Schutzschicht, die sich als weißer Film niederschlägt. Die Mineralpartikel reflektieren die Strahlung wie winzige Spiegel. Trifft Licht auf ein anderes Medium, wird es gebrochen und ändert seine Richtung. Der Winkel wird mit Brechungsindex bezeichnet und ist bei Titaniumdioxid und Zinkoxid unterschiedlich. Die UV-Undurchlässigkeit von Zinkoxid nutzt man beispielsweise auch bei der Herstellung von Brillengläsern.

Damit nicht der Eindruck einer weißen Schicht entsteht, werden die Partikel auf ein Minimum zerkleinert. Bei der Partikelgröße ist jedoch zu beachten, dass sie nicht in die Nano Bereich fallen dürfen. Nano Partikel sind problematisch, weil sie vom Organismus aufgenommen werden und zu Zellschäden führen können, andererseits sind sie nicht zur Verwendung in Naturkosmetik zugelassen. Sofern die mineralischen Sonnenschutzfilter Zinkoxid und Titandioxid jedoch größer als Nanopartikel sind, haben sie keine negativen Auswirkungen. Um UV-Strahlung abzuhalten, muss mineralischer Sonnenschutz nicht erst in die Haut einziehen. Die Wirkung besteht sofort. Die biologische Hautpflege BIOselect Pflegeprodukte wird von Kindern ebenso gut vertragen wie von Erwachsenen und schützt vor übermäßiger UV-Strahlung.

Weitere Informationen zu Zinkoxid

Pflanzenöle - wirklich ein natürlicher Sonnenschutz?

Immer wieder taucht die These auf, Pflanzenöle seinen ein geeigneter Sonnenschutz und könnten herkömmliche Sonnencremes ersetzen. Ist das nur „heiße Luft“? Schon im Frühling, wenn die Haut noch keinen natürlichen UV-Schutz aufgebaut hat und auch dünner ist, sollten wir uns über einen geeigneten Sonnenschutz Gedanken machen. Im April und Mai kann die Sonneneinstrahlung bereits so intensiv sein, dass die Haut ohne Schutz geschädigt wird.

Sonnenpflege auf Pflanzenölbasis – besser ohne Speiseöle bräunen

Im Netz stoßen wir auf zahlreiche Rezepte zu selbstgemachter Sonnenpflege auf Pflanzenölbasis. Sie können aus Kokos-, Weizenkeim- oder Himbeersamenöl selbst leicht hergestellt werden. Angeblich soll ihr Lichtschutzfaktor genauso wirksam sein wie von handelsüblichen Pflegeprodukten. Gerade das rote Öl aus Himbeersamen soll laut diverser Blogs einen Lichtschutzfaktor 30 und 50 besitzen. Kann das sein? Anhänger dieser Theorie rechtfertigen ihre These damit, während ihrer Urlaubsreisen derartige Tipps von Einheimischen erhalten zu haben. So ist das Auftragen von Öl auf Körper und Kopf gerade in Indien eine lange praktizierte Tradition.

Forscher gehen der These 2004 auf den Grund

2004 untersuchten indische Forscher erstmals die schützende Wirkung besagter Öle. Sie untersuchten die Strahlendurchlässigkeit von Erdnussöl, Riziniusöl, Olivenöl, Kokosöl, Neemöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl und Lebertranöl. Ihre Forschungen ergaben eine Durchlässigkeit von 60-70 %, was den Schluss zulässt, dass Pflanzenöle keineswegs als Sonnenschutz taugen.

Ärzte raten: UV-Strahlung nicht verharmlosen

Ultraviolette Strahlung tritt in zwei Wellenlängen auf, als UV-A-Strahlung (320 bis 400 nm) und als UV-B-Strahlung (280 bis 320 nm). Während die Schädigung durch UV-A-Strahlung nicht sofort sichtbar wird, zeigt sie sich bei Belastung mit UV-B-Strahlen schnell als Sonnenbrand. 2013 untersuchten indische Wissenschaftler die Schutzwirkung hinsichtlich der gefährlichen UV-B-Strahlen noch einmal genauer. Auch Hühneröl, das in Indien weit verbreitet ist, stand diesmal auf der Liste. Angeblich soll es die Folgen eines Sonnenbrandes sogar minimieren. Das vorherige Ergebnis wurde jedoch bestätigt. Keines der getesteten Öle zeigte eine nennenswerte Schutzwirkung vor UV-Strahlen. Lebertranöl, Erdnussöl und Senföl sind demnach fast 100 % strahlungsdurchlässig, bieten also gar keinen Schutz.

Damit der Vergleich klarer wird, haben Wissenschaftler der Universität Bukarest den Lichtschutzfaktor berechnet. Sie kamen für Himbeersamenöl auf den Lichtschutzfaktor 1, bei Kokosöl auf den Lichtschutzfaktor 7. Der eigenen Gesundheit zuliebe sollte man also weiterhin zu traditionellen Sonnenpflegeprodukten, am besten in Bioqualität, zurückgreifen.

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