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Heilsame Kräuter für geplagte Haut

Altes Wissen neu entdeckt – eine Vielzahl heimischer Pflanzen birgt Heilkräfte, die wir heutzutage beinahe vergessen haben. Insbesondere bei Hautproblemen können vertraute Pflanzen und Kräuter eingesetzt werden. Auf einer Kräuterwanderung mit der Dipl. Kräuterpädagogin Sarah Maria Eder durften wir Vieles über diese Heilkräuter lernen. Sie widmet sich leidenschaftlich dem Kräuteranbau und gibt ihren Wissensschatz gerne an andere weiter.

Ein bekanntes Sprichwort aus dem Volksmund besagt, dass für alles ein Kraut gewachsen ist. Bei Hautproblemen wie Neurodermitis, Psoriasis und anderen Ekzemen können durch den Einsatz von Kräutern und Pflanzen Beschwerden, wie Hautrockenheit oder Jucken, gelindert werden. Insbesondere unscheinbare heimische Pflanzen, wie Quendel oder Vogelmiere, bergen oft ungeahnte Wirkstoffe.

Können heimische Pflanzen bei Hautproblemen helfen?

In unserer Heimat gibt es unzählige Pflanzen, die wunderbare Ergebnisse erzielen. Die Magie besteht zum einen aus den Inhaltsstoffen der Pflanzen, die unserem Körper helfen und ihn unterstützen und zum anderen liegt sie ihm Wesen jeder einzelnen Pflanze.

Oft halten wir uns zu sehr auf der „Verstand - Seite“ auf, wobei uns bestimmte Pflanzen dabei helfen können, eine Balance wiederherzustellen. Wenn Körper, Geist und Seele völlig im Einklang sind, dann geht es uns gut und wir bleiben gesund.

Interessanterweise ähneln wir Menschen den Pflanzen mehr als wir denken. Das menschliche Hämoglobin hat genau dieselbe Struktur wie das Chlorophyll der Pflanzen. Der einzige Unterschied liegt darin, dass sich im Blut Eisen und im Chlorophyll Magnesium befindet. Diese Tatsache ist jedoch noch nicht sehr bekannt. Geplagte Haut ist in diesem Fall eine tief zusammenhängende Thematik.

Oftmals spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

  • Stress
  • seelische Überanstrengungen
  • äußerliche Einflüsse wie Sonne, Allergien, Lebensmittel, Hitze oder Kälte

Die Sprache des Körpers ist ein Einblick in unser Inneres. Und genau das ist der Grund, weshalb die Natur unser Helfer ist. Wie Hippokrates bereits gesagt hat: „Eure Nahrung soll euer Heilmittel sein, euer Heilmittel soll eure Nahrung sein!“ Wenn wir an etwas leiden, dann gelangen die Kräuter genau dorthin, wo wir sie brauchen. So viel zur innerlichen Anwendung der Heilkräuter.

Auch äußerlich angewendet als Salben oder Cremes ist dies zutreffend. „Die Haut ist unser größtes Organ und ich persönlich sage mir immer, ich möchte nur das auf die Haut auftragen, was auch meinen Magen wohl bekommt“.

Die Expertin Sarah Maria Eder

Sarah Eder Kräuterexpertin

Die Dipl. Kräuterpädagogin Sarah Maria Eder setzt dabei vor allem auf Erfahrungswerte, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Schon als Kind fühlte sie sich sehr zur Pflanzenwelt hingezogen. In ihrer Familie gibt es sehr viele erfahrene Kräuterfrauen, wo sie bis heute noch die Möglichkeit hat, Wissen zu erlangen. So gelang es ihr, schon sehr früh, ein Grundwissen aufzubauen. In den Workshops und Kräuterwanderungen kann sie ihr Wissen weitergeben und will allen interessierten Menschen zeigen, wie wunderbar und vielfältig das Leben im Einklang mit der Natur sein kann. Außerdem stellt sie auch eigene Produkte, die den Namen „Nahu – nature.human“ tragen, her.

E-Mail: nature.human(at)gmx.at
Tel: +43 664 1233941

Wie genau können Heilkräuter innerlich eingesetzt werden?

Idealerweise ist die Anwendung bei Kräutern langfristig sowie innerlich und äußerlich zu kombinieren. Bei der innerlichen Anwendung liegt mir eine Sache besonders am Herzen: Achtet auf eure Nahrung und baut so viele wilde Kräuter wie möglich in eure Mahlzeiten mit ein. Der Grund dafür ist, dass es in unseren Lebensmitteln nur noch sehr wenige Vitamine und Nährstoffe gibt. Ein Kopfsalat hat so gut wie keine Vitamine, er gleicht eher einem Blatt Papier.

So besitzt eine Brennnessel 330 mg Vitamin C auf 100 g und im Vergleich dazu ein Kopfsalat nur 30 mg auf 100g. Ideale und sehr schmackhafte Wildkräuter für unseren Speiseplan sind zum Beispiel:

  • Schafgarbe
  • Rotklee
  • Quendel
  • Vogelmiere
  • Franzosenkraut
  • Brennnessel
  • Giersch
  • Löwenzahn
  • Spitzwegerich

Weiters nimmt man zum Beispiel durch die Verarbeitung frischer Kräuter alle Inhaltsstoffe, die die Pflanze hat, auf (Chlorophyll, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Mineralien, Vitamine, Flavonoide etc.). Dabei sind frische Kräuter stärker als zum Beispiel getrocknete. Auf den heimischen Wiesen wachsen verschiedenste Wildkräuter, die man sammeln kann. Natürlich benötigt man dafür das notwendige Fachwissen, das man sich einerseits bei einer Kräuterwanderung aneignen kann oder andererseits durch tolle Bücher.

ACHTUNG! Ohne sich auszukennen, sollte man aber die Finger davon lassen, da es bekannterweise auch giftige Pflanzen gibt.

Top Helfer zur innerlichen Anwendung (Nahrung, Spray)

  • Knospen der Schwarzen Johannisbeere (Ribes nigrum)
  • junge Johannisbeerblätter
  • Knospen des Holunders (Sambucus nigra)
  • Knospen der Rotbuche (Fagus sylvatica)

Sie alle sind wirksame Helfer bei Allergien und geplagter Haut. Knospen sind sehr stark, denn dort befindet sich die gesamte und geballte Kraft der Pflanze. Der Grund weshalb Knospen, Sprösslinge und junge Blätter viel stärker sind, liegt im natürlichen Rhythmus. Knospen sind embryonales Gewebe, das heißt in jeder Knospe ist bereits jede wichtige Information gespeichert. Ist die Blüte bereits vorhanden, ist die ganze Kraft in den Blüten und nicht mehr in den Blättern.

VORSICHT! Auch hier gilt es sich an Personen zu wenden, die über das notwendige Wissen verfügen, einen Spray herzustellen. Eine bestimmte Menge ist notwendig, um unterstützend zu wirken und nicht das Gegenteilige zu erreichen.

Wie stellt man selbstgemachte Cremes zur äußerlichen Anwendung her?

Natürliche Cremes sind wunderbare Mittel bei Hautproblemen wie zum Beispiel Neurodermitis oder Schuppenflechte. Sie lindern den Juckreiz und die Entzündung geht zurück.

Dabei ist es sehr wichtig zu wissen, welche Pflanzen man verwenden kann und auch, welche Öle und Fette. Jeder Mensch reagiert anders auf die Inhaltsstoffe und jeder sollte daher vorab testen, ob man diese Inhaltsstoffe oder Kombination auch verträgt.

Sind die verträglichen und hilfreichen Pflanzenstoffe bekannt, kann man eine Creme auf Öl- oder Wasserbasis herstellen. Ein Balsam ist eine Creme, die fettig ist und auf der Hautoberfläche einen Schutzfilm bildet, jedoch nicht tief eindringt. Eine Wasserphasen-Creme ist viel feiner und es werden Emulgatoren eingearbeitet wie zum Beispiel Wollwachs. Somit wird ermöglicht, dass diese sehr gut einziehen kann und auch bis in die unterste Hautschicht eindringt.

Für die Basispflege der Haut und als Grundlage der Creme werden Öle, Butter und Konsistenzgeber verwendet. Sehr gut verträgliche Öle sind Mandelöl und Jojobaöl. Ideal als Butter können Sheabutter und Kakaobutter eingesetzt werden und als Konsistenzgeber Wollwachs. Dazu kann man Auszüge in Olivenöl und Sonnenblumenöl aus Nachtkerze, Borretsch, Ringelblume und Gänseblümchen hinzufügen. Auch Tinkturen lassen sich sehr gut einarbeiten.

Top Helfer zur äußerlichen Anwendung (Cremes):

  • Gewöhnliche Nachtkerze (Oenothera biennis)
  • Gänseblümchen (Bellis perennis)
  • Ringelblume (Calendula officinalis)
  • Borretsch (Borago officinalis)

Die Herstellung einer Creme, setzt ein kompetentes Wissen voraus. Es ist aber für jeden möglich, dies zu erlernen. Dafür gibt es Workshops oder Bücher, in denen dieses Wissen weitergegeben wird und man sehen bzw. erlernen kann, wie man Cremes herstellt.

Unser Fazit

Viele Kräuter und Pflanzen, die auf unseren Wiesen und in unseren Gärten wachsen enthalten ungeahnte Wirkstoffe. Besonders bei einer geführten Kräuterwanderung wird einem bewusst, wie viele Möglichkeiten es gibt. Besonders beeindruckend ist es, dass sich jeder seine geeignete Cremes selber herstellen kann und man so auch weiß, was drinnen ist.

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