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Hanf – mit natürlicher Kraft die Haut stärken

Über viele Jahrtausende wurde Hanf als Nutzpflanze angebaut und vom Menschen zur Ernährung und zur Bekämpfung von Krankheiten genutzt. Bis der Hanf in Verruf und die gesundheitsfördernden Wirkungen dieser „Wunderpflanze“ in Vergessenheit gerieten. Heute ist das Wissen über die zellregenerierende, entzündungshemmende und beruhigende Wirkung von Hanf in der Hautpflege wieder da.

Die berauschende Wirkung von Hanf führte zu seiner Verdammung als Rauschgift und damit war sie vor 70 Jahren in Europa so gut wie ausgestorben. Dabei ist Hanf eines der ältesten und wertvollsten Nutzpflanzen der Menschheit. Sie wurde nicht nur als Nahrungs- und Heilmittel eingesetzt; aus den übriggebliebenen Pflanzenteilen wurden Seile, Dämmmaterial oder Textilien hergestellt. Erst spät wurde Hanf auf der Suche nach alternativen Wirkstoffen wiederentdeckt: Seit 1995 ist Hanf auch in Österreich wieder als Nutzpflanze zugelassen.

Das ist im Hanf

Hanf ist eine wahre Nährstoffbombe. Interessant ist besonders der hohe Anteil von Gamma-Linolensäure (GLA). GLA ist eine dreifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure und kommt in rele-vanten Mengen außer in Hanf nur noch in Nachtkerzenöl, Borretschsamenöl, Granatapfelsa-menöl, dem Öl der Schwarzen Johannisbeere und in Spirulina vor.

  • Diese wichtige ungesättigte Fettsäure wirkt sich positiv auf entzündliche Prozesse (z.B. bei Neurodermitis, rheumatoide Arthritis, diabetischer Neuropathie etc.)
  • sowie auf eine gesunde Balance des Hormonhaushaltes (z.B. beim Prämenstruellen Syndrom) aus.
  • GLA sorgt neben einer Verbesserung des Hautbildes
  • auch für schönere Nägel und Haare.
  • GLA bildet dazu spezifische Hormone, die den Stoffwechsel regulieren.
  • Mit steigendem Alter sinkt der Anteil von GLA im Körper. Alkoholgenuss, falsche Ernährung und Stress können diesen Prozess beschleunigen, was sich dann in einem schlechten Hautbild zeigt.

Die essenziellen Fettsäuren Linolsäure und Alpha-Linolensäure kommen in Hanföl in einem op-timalen Verhältnis von 3:1 vor. Nachtkerzenöl und Borretschöl erreichen ein Verhältnis von ca. 30:1. Im Vergleich: die Haut hat eine Zusammensetzung von 4:1. Hanföl hat damit eine bessere biochemische Wirkung auf trockene, schuppige oder rissige Haut als viele andere Mittel.

Auch die im Hanföl enthaltene Stearinsäure hilft bei Hautbeschwerden. Sie hat eine antisepti-sche, antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkung. Das verbessert das Hautbild und hilft bei Schuppenflechte oder Neurodermitis. Empfindliche und gereizte Haut wird dadurch beruhigt und die Abheilung von kleineren Wunden und Pickeln wird unterstützt.

Hanf enthält dazu noch Vitamin B1 (Thiamin) und B2 (Riboflavin), die sich positiv auf das Ner-vensystem und die Energiegewinnung auswirken. Insbesondere B2 dient dem Schutz der Haut und der Nervenbahnen. Für die gute antioxidative Wirkung sorgt Vitamin E. Es schützt die Zellen vor dem Einfluss schädlicher freier Radikale und ist damit für eine gesunde Haut essentiell. Dazu ist Vitamin E noch entzündungshemmend und unterstützt das Immunsystem.

Eine Vielzahl von Mineralstoffen, die im Hanf enthalten sind, wie Eisen, Kalium, Calcium oder Natrium sind lebensnotwendig und werden oftmals mit der Nahrung nicht in ausreichender Menge aufgenommen.

Die Wirkung von Hanf

Der sogenannte Nutzhanf enthält nur geringe Mengen an THC (Tetrahydrocannabinol), er hat also keine berauschende Wirkung wie Marihuana. Die entzündungshemmenden, zellregenerierenden und beruhigenden Wirkungen machen den Hanf aber zu einer einzigartigen Pflanze für den Menschen. Aufgrund seines hohen Anteils an Omega-6 und 3-Fettsäuren senkt es den Cholesterinspiegel, schützt vor Herzerkrankungen und regt den Stoffwechsel an. Es gibt Hinweise auf viele weitere Krankheitsbilder, bei der Hanföl helfen soll, wie bei Alzheimer, Depressionen, Rheuma und vielen mehr.

Hanf macht trockene Haut geschmeidig

Hanf ist aufgrund seiner hochwertigen Bestandteile gerade bei problematischer Haut sehr empfehlenswert. Wenn deine Haut extrem trocken ist oder du aufgrund von zum Beispiel Neurodermitis oder Schuppenflechte unter entzündlicher Hautstellen leidest, kann die im Hanföl enthaltene Gamma-Linolensäure die Haut wieder glatt und geschmeidig machen und den Juckreiz mildern. Hanföl hilft bei der Reparatur von Trockenheitsschäden und stärkt dazu die Zellmembran. Indem es die oberste Hautschicht zusammenhält, schützt es die Haut vor dem Austrocknen.

Neurodermitis

Bei Neurodermitis kann deine Haut die vorhandene Linolensäure nur bedingt in die notwendige Gamma-Linolensäure (GLA) umwandeln. Da Hanföl über einen hohen Anteil an GLA verfügt, führt es der Haut die fehlenden Bausteine zu. Die Haut kann Feuchtigkeit besser aufnehmen und speichern. Die schützende Schicht baut sich wieder auf und der Juckreiz wird gelindert. Trockene Hautschuppen verschwinden schneller und die Haut wird wieder glatt. Es wird empfohlen, die äußerliche Anwendung mit einer innerlichen Anwendung zu kombinieren. Wenn große Hautflächen betroffen sind, kann Hanföl auch als Badezusatz genommen werden.

Akne

Auch bei Akne werden gute Erfolge mit Hanföl erzielt. Das Öl verlangsamt die Lipidproduktion unter der Haut und hat entzündungshemmende Wirkungen.

Schuppenflechte

Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein Ungleichgewicht im Immunsystem für die Schuppenflechte mitverantwortlich ist. Hanföl hat entzündungshemmende Eigenschaften und wirkt sich regulierend auf das Immunsystem aus. Die Irritationen der Haut gehen damit zurück und unerwünschte Aktivitäten des Immunsystems werden gestoppt. Das hat den Effekt, dass weniger neue Hautzellen vom Körper produziert werden.

Hanföl zieht sehr gut ein und ist als Bioprodukt durchaus eine Alternative zu pharmazeutisch hergestellten Salben. Heute findet man Hanf in Seifen, Körperlotion, Cremes, Duschgels oder Shampoos.

Die innere Anwendung von Hanf hilft gegen Hautprobleme

Bei Hautproblemen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte kann Hanföl nicht nur in Form von Cremes und Lotions eingesetzt werden. Hanf gilt heute als Superfood und durch die orale Einnahme von Hanföl oder Hanfsamen wird die stärkende Wirkung auf Haut und Haare noch erhöht.

Die kleinen Körner können beim Backen oder Kochen einfach beigemischt werden. Sie schmecken leicht nussig und können geschält oder auch mit Schale genossen werden. Beliebt sind sie besonders in Müsli oder Salat. Aber auch leicht (nicht zu heiß!) geröstet, sind sie eine gesunde Beilage zu Fleisch-, Fisch- oder Gemüsegerichten.

Hanföl kann auch als Speiseöl eingesetzt werden und zum Beispiel im Salat für einen gesunden Nussgeschmack sorgen. Bei qualitativ hochwertigem Öl werden die Samen schonend verarbei-tet und das Öl kalt gepresst. Ist dies der Fall, sollte das Öl eine grün-gelbliche Farbe haben. Bewahre das Öl in einem dunklen Gefäß auf, um das Öl vor Sonneneinstrahlung zu schützen. Licht kann die empfindlichen Fettsäuren schnell zerstören.

Wichtig ist dabei zu unterscheiden, ob du Hanfsamenöl verwendest oder CBD-Öl. Hanf(samen)öl wird aus gepresstem Hanfsamen gewonnen und gilt als Lebensmittel mit einer Vielzahl an gesundheitsfördernden Eigenschaften. Es enthält etwas CBD, allerdings in geringeren Mengen. Natürlich enthält aber auch Hanfsamenöl die wertvollen Inhaltsstoffe, genau wie das CBD-Öl.

CBD-Öl wird aus Cannabisblüten hergestellt und unterliegt strengen Produktions- und Vertriebsauflagen. Seine medizinischen Wirkungen entstehen durch den hohen Anteil an CBD und CBDA.

Und wer dann noch nicht genug Superkräfte durch den Hanf aufgenommen hat, der kann den Tag mit einem heißen Hanftee beenden und damit die Wirkung seiner Hautpflege ganz entspannt verstärken.

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