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Phototherapie bei Psoriasis

Bei vielen Menschen mit Psoriasis (= Schuppenflechte) kommt es in den Wintermonaten zu heftigeren Schüben als im Sommer. Schuld daran ist die stärker belastete Haut durch das nasskalte Wetter draußen und der trockenen Heizungsluft drinnen. Desweiteren wirkt sich bei vielen Psoriasis-Betroffenen die geringere Sonneneinstrahlung in den sonnenarmen Wintermonaten negativ auf ihre Haut aus. Wenn sich die Symptome verstärken, sinkt naturgemäß die Lebensqualität und die Psoriasis-Behandlung sollte daher im Winter entsprechend angepasst werden. Eine erfolgversprechende Therapie ist die Bestrahlung der Haut mit künstlichem UV-Licht. Damit kann ein ähnlich positiver Effekt wie ein Aufenthalt am Meer oder in den Bergen erzielt werden. Wir haben mit dem Wiener Dermatologen Dozent Dr. Paul Sator über die vor allem im Winter sehr effektive Phototherapie bei Schuppenflechte gesprochen.

Der Dermatologe erklärt: „Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass durch diesen Prozess die Entzündungszellen aus der Haut herausgefiltert und das für die Psoriasis so bezeichnend schnelle Wachstum der Hautzellen eingedämmt werden. Dazu wird der Juckreiz gelindert. Ein weiterer großer Vorteil liegt in der Ankurbelung der Vitamin-D Eigenproduktion und dies steigert das allgemeine Wohlbefinden eines Schuppenflechte-Betroffenen.“

Bei der Strahlentherapie wird zwischen zwei Arten von Strahlen unterschieden: UVA und UVB-Strahlen. „UVA-Strahlen dringen tief in die Haut ein und können auch tiefer liegende Hautschichten verändern. Dadurch können auch tiefliegende Entzündungsherde bekämpft werden. Dabei wird aber auch die vorzeitige Hautalterung angekurbelt“, sagt Dr. Sator. „Eine UVA-Strahlentherapie kommt meist nur mehr in Kombination mit der sogenannten PUVA zum Einsatz. PUVA bedeutet, dass die Wirkung von UVA-Strahlen mit dem Medikamentenwirkstoff Psoralen verstärkt wird. Dieses Präparat bekommt der Patient mittels Tabletten, in Form von Bädern oder Cremes (wenn nur einzelne Körperareale wie Hände oder Füße betroffen sind) verabreicht. Die Kombination UVA und Psoralen hat sich als hoch wirksam erwiesen, da mithilfe dieser chemischen Substanz die Haut vor der eigentlichen UVA-Behandlung um ein vielfaches lichtempfindlicher gemacht wird.

„Im Vergleich dazu dringen bei der UVB-Therapie die Strahlen nur in die obere Hautschicht ein. Diese Bestrahlungsform ist vergleichbar mit natürlichem Sonnenlicht. Die Melaninproduktion wird angekurbelt und erzeugt dadurch die Bräune auf der Haut. Es besteht aber die Gefahr von Sonnenbrand. Um diese mögliche Nebenwirkung zu vermeiden, fallen die verwendeten Lichtdosen regelmäßig sehr gering aus" ergänzt Dr. Sator.

Zum Abschluss betont der Wiener Hautarzt, dass eine medizinische Haut-Bestrahlung nicht mit einem Gang ins Solarium vergleichbar sei! Eine künstliche Bestrahlung zur Behandlung einer Psoriasis solle ausschließlich medizinisch kontrolliert durchgeführt werden.

Wichtig: Betroffene sollen ihre mit dem behandelnden Arzt individuell vereinbarte Therapie zur Behandlung der Psoriasis weiterführen, denn eigenmächtige Therapieänderungen bzw. -anpassungen können sich – zu jeder Jahreszeit – negativ auf den gesamten Körper auswirken.

Abschließend noch ein wertvoller Tipp von Dr. Paul Sator: „Nachdem in den Wintermonaten aufgrund der fehlenden natürlichen Sonne der Körper selbst nicht genügend Vitamin-D bilden kann, erweist sich die zusätzliche Einnahme hochdosierter Vitamin-D Nahrungsmittelergänzungen durchaus als sinnvoll. Der Vitamin-D Spiegel ist im Blut nachweisbar und ein Bluttest gibt Auskunft über einen eventuellen Mangel“.

Wir bedanken uns bei Dozent Dr. Paul Sator für die hilfreichen Informationen.

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