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Mary über ihren Umgang mit Neurodermitis

Mary, 52 Jahre alt aus der Nähe von Salzburg erzählt hier ihre Neurodermitis-Geschichte. Was sie alles durchstehen musste, über welche Therapien nicht geholfen haben, bis hin zu welche Produkte letztendlich Linderung gebracht haben.

Ich bin am Lande auf einem Bauernhof aufgewachsen und zu dieser Zeit gab es noch kaum den Begriff Neurodermitis. Als Baby musste ich mich schon mit einem Hautausschlag, Endogenes Exzem oder wie man das sonst noch nannte herumschlagen. Meine Eltern haben dann Hautärzte oder/und auch Homöopathen konsultiert. Es war ein stetiges auf und ab, und es gab auch beschwerdefreie Zeiten.

Ab den Eintritt in die Berufswelt habe ich mich dann selbst um meine ärztliche Betreuung gekümmert. Vorerst hielten sich die Beschwerden in Grenzen. Schlimmer wurde es erst wieder nach der Geburt meiner ersten Tochter. Meine Tochter hat so mit ca. 4 Monaten die ersten Anzeichen einer Neurodermitis bekommen. Die Diagnose war natürlich sehr schrecklich für mich. Ab diesem Zeitpunkt habe ich dann vermehrt versucht Informationen zur Neurodermitis zu sammeln, die aber Anfang der 80er Jahre noch sehr spärlich waren. Ich habe schon sehr viele Hautärzte kennengelernt, nur habe ich leider mit dem männlichen Geschlecht nicht so gute Erfahrungen gemacht. Von diesen bin ich in der Regel nur mit Cortisonsalben abgefertigt worden. Da sind Frauen schon viel vorsichtiger.

Meine Hautärztin ist leider schon seit vielen Jahren in Pension, von ihr bekam ich auch die Empfehlung, bei einer weiteren Schwangerschaft (ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon zwei Töchter, die auch an der Neuro erkrankt waren, die älteste leidet am meisten) das Baby so lange wie möglich zu stillen und ihm im ersten Lebensjahr keine Milchprodukte zu geben. Das hat sich sehr bewährt, denn mein Sohn hat keine Neurodermitis (mittlerweile 22 Jahre alt).

Im Laufe der Zeit habe ich schon einige Therapien gemacht wie Bioresonanz, Kuraufenthalt in Bad Goisern (hatte gute Erfolge das so ca. 1 Jahr angehalten hat), Eigenurin-Therapie, Heilfasten (mind. 1 Woche keine feste Nahrung – Kurs/Gruppe) (Saftfasten – als Nebeneffekt habe ich erreicht, dass ich die Unverträglichkeit von Lebensmitteln sehr gut erkenne), schließlich habe ich eine Homöopathin gefunden, die mich so ca. 15 Jahre sehr gut begleitet hat.

Im Jahr 2010 beantragte ich dann einen Kuraufenthalt am Toten Meer. Diese Erfahrung ist auch ganz toll, dass die Haut wieder ganz gesund wird und man nicht mehr kratzen braucht, doch es hat leider nicht zu lange angehalten (das haben mir die Ärzte aber schon bei Ankunft am Toten Meer gesagt, da ich die Neurodermitis schon so lange habe, hätte schon viel früher kommen sollen).

Doch plötzlich vor ca. 1 ½ Jahren habe ich wieder einen gewaltigen Schub (Auslöser könnte gewesen sein, dass wir zwei Todesfälle in der engeren Verwandtschaft hatten!?) bekommen. Von einem Tag auf den anderen habe ich meine Pflegesalben und Cremen nicht mehr vertragen. Natürlich ist es Freitag Mittag und kein Arzt ist mehr erreichbar. Bei meiner Lieblings-Apotheke bin ich dann sehr gut beraten worden. Zinkorotat Tabl. 1 – 2 Stk. tgl. Vitamin D3 Tropfen 5 Tropfen tgl. (auch Info von einem Apotheker eines Krankenhauses, der schon sehr gute Erfahrung damit gemacht hat) Omni Biotic 6 (von Alergosan) für die Darmsanierung, morgens nüchtern, mindestens 3 Monate einnehmen Zur Pflege „Excipial Hydrocreme“, Physiogel-Creme gegen den fürchterlichen Juckreiz habe ich Eigenurin getrunken - am morgen den ersten Mittelstrahl auffangen und davon ein Stamperl trinken, wirkt Wunder, der Juckreiz ist in ein paar Minuten weg. Habe schon früher mal gute Erfahrung damit gemacht, Info aus einem Buch. Am Anfang ist es zwar eine furchtbare Überwindung die Medizin des eigenen Körpers zu trinken, aber wenn man dann merkt, dass es hilft, legt sich das. (Eine Anmerkung: Während des Krieges hatte mein Schwiegervater diese Medizin von einem Arzt empfohlen bekommen gegen ansonsten eine tödlich verlaufende Krankheit, da keine Medikamente zur Verfügung standen).

Habe auch verschiedene Muster zum Ausprobieren mitbekommen, aus eigener Erfahrung muss man ja des öfteren die Cremen wechseln. Laut meiner Homöopathin sollte man nur Cremen verwenden, damit die Poren nicht komplett verstopft werden. In der Nacht konnte ich kaum noch schlafen, mein Körper hat zeitweise zu zittern und zu zucken begonnen, der Verzweiflung nahe bin ich dann am Montag morgen zu meinem Hausarzt gefahren. Dieser war auf Urlaub, er wurde von einer jungen Ärztin vertreten, die zu meinem Glück mit Neurodermitis etwas Erfahrung hatte. Ich bekam Cortisontabletten „Prednisolon“ für nur 5 Tage (diese kann man dann gleich wieder Absetzen – im Gegensatz wenn man länger einnimmt, dann ausschleichen lassen) und Tabletten für Nachts „Dibrondin“ damit ich wieder schlafen kann und „Lorano Tabl.“ gegen den Juckreiz. Sie hat die Empfehlungen aus der Apotheke auch für Gut gefunden, diese sollte ich weiterhin einnehmen. Es wurde auch Blut abgenommen für ein Blutbild. Habe mir dann wöchentlich vom Arzt „Vitamin B 12“ spritzen lassen. Weiters eine Empfehlung von er Ärztin: viel Luft und Sonne an die Haut lassen. Da das Abklingen in so einer Situation nicht schnell genug gehen kann, habe ich auch noch einen „von Bekannten empfohlenen „ neuen Hautarzt konsultiert. Hätte natürlich erst einen Termin in drei !!! Monaten bekommen, haben mich aber dann doch noch einschieben können (Termin in drei !!! Wochen).

Der Hautarzt verschrieb eine Cortisonsalbe (brauchte ich für eine Weile für meine offenen Handflächen, ………) und eine leichte Salbe mit 40% Wassergehalt „Ultraphil“ von Intendis, und die Empfehlung, wenn keine Besserung eintritt, könnten wir eine neue Therapie (weis leider den Namen nicht mehr) mit der das Immunsystem heruntergefahren wird machen, es muss nur vorher der Blutdruck etwas runter, weil diese Therapie Blutdrucksteigernd wirkt. So, ich hatte jetzt eine große Menge neues zum Einnehmen und Cremen, mit dem sich erfolgreich (schon langsam aber stetig) Besserung einstellte. Als Draufgabe bin ich letzten Herbst nochmals ans Tote Meer zu einem Kuraufenthalt geflogen, wo ich sehr schnell beschwerdefrei geworden bin. Zu Hause angekommen, hat dann vereinzelt die Neuro an den Händen wieder Beschwerden gemacht, bin aber im Großen und Ganzen sehr zufrieden.

Habe die Einnahme der verschiedenen Mittel bereits vor Kurbeginn beenden können. Im Winter nehme ich ab und zu die Vitamin D3, da zu wenig Sonne. Zur Zeit mache ich mit der Pflege, wie von der Ärztin am Toten Meer empfohlen, weiter: Eucerin plus 10% Urea für die Hände, Leniens fürs Gesicht und Babyöl beim Duschen. Ab und zu verwende ich zur Abwechslung die Cremen wie vorhin beschrieben. Die Eucerin pH5 Lotion wurde mir jetzt auch empfohlen, ist auch sehr gut. Ich habe halt schon sehr oft erleben müssen, dass sich Stress (viel Arbeit in der Firma, Sorgen mit Kindern etc.) am Meisten auf mein Befinden auswirkt, solange ich in der Situation bin, merke ich´s nicht, aber wenn dann vorbei, dann kommt sehr oft ein Schub.

An zweiter Stelle kommen dann die Lebensmittel, von denen ich schon einige kenne, die mir gar nicht gut tun und das sind leider diejenigen, die ich am liebsten esse, wo man so einen Heißhunger drauf hat oder wo man glaubt es gibt nichts besseres. Was ich auch noch sehr empfehlen kann, Entspannungskurse besuchen z. B. Yoga o.ä. (mache ich seit ca. 15 Jahren). Aber wie gesagt, nicht gleich verzweifeln, wenn eine Creme nicht wirkt, dann eine andere versuchen, einfach in der Apotheke nachfragen, wissen manchmal mehr, als man glaubt. Allen Betroffenen wünsche ich, dass sie immer das finden, was sie gerade zur Linderung brauchen. Have a good time.

Vielen Dank Mary für das Niederschreiben deiner Geschichte und diese hilfreichen Informationen!

 

 

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