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Typische Nahrungsmittelallergien bei Kindern

Im Säuglings- und Kleinkindalter treten Allergien gegen Kuhmilch, Hühnerei, Fleisch, Fisch und Nüsse häufig auf. In letzter Zeit sieht man auch eine verstärkte Allergie bei Soja.

Allergie gegen Kuhmilch

Eine Kuhmilch-Allergie kommt bei Neurodermitikern sehr häufig vor, eine Abklärung diesbezüglich sollte unbedingt vorgenommen werden. Der Genuss von Kuhmilch kann nicht nur die Neurodermitis auslösen, sondern oft auch verschlimmern. In diesem Zusammenhang wird oft von verstärktem Juckreiz und starker Ekzembildung berichtet. Eine Alternative zu Kuhmilch kann neben Schaf- und Ziegenmilch auch Stutenmilch sein. Die Behandlung mit Stutenmilch stellt mittlerweile übrigens eine sehr gute Therapiemöglichkeit zur Bekämpfung der Neurodermitis dar.

 

Allergie gegen Hühnereier

Das Hühnerei stellt neben der Kuhmilch die häufigste Ursache einer Nahrungsmittelallergie dar. Allergisch reagiert man auf die Proteine im Ei. Tipp! Diese Proteine sind hitzebeständig, damit kann man mit dem Verkochen oder Backen des Eis die allergische Reaktion nicht unterdrückt werden. Eier sind oft Zutaten von besonders beliebten Lebensmitteln im mitteleuropäischen Raum, daher ist beim Genuss von Fertigprodukten aller Art, Wurstwaren, Mayonnäisen, Fertigsoßen, Backwaren sowie Süßwaren besondere Vorsicht geboten.

Allergie gegen Nüsse

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Nüsse aller Art dienen dem Menschen als wichtige Fett- und Eiweißquelle und sind oftmals „versteckt“ in vielen Lebensmitteln zu finden. Besondere Bedeutung kommt der Erdnuss zu, welche bei vielen Neurodermitikern zu einer allgemeinen Verschlechterung des Hautbildes führt. Bei einer bestehenden Allergie gegen Nüsse sollte man auch die Finger von Cashewnüssen, Haselnüssen, Macadamia-Nüssen, Mandeln, Paranüssen, Pistazien und Walnüssen lassen.

Was heißt "Kann Spuren von Nüssen enthalten"?

Die derzeit gültige Regelung sieht vor, dass Spuren allergener Stoffe gekennzeichnet werden müssen, wenn das Risiko besteht, dass diese bei der Lebensmittelherstellung unbeabsichtigt in das Produkt gelangen. Dies ist etwa der Fall, wenn auf demselben Produktionsband nacheinander zwei verschiedene Schokoladensorten hergestellt werden, von denen die erste Nüsse enthält. Spuren der Nüsse können dann in die zweite Schokolade gelangen. Die Hersteller kennzeichnen deswegen vorsichtshalber ihre Produkte mit pauschalen Angaben wie „Kann Spuren von Nüssen enthalten". Der Hinweis ist übrigens ausschließlich für Allergiker gedacht, welche natürlich die Zutatenliste studieren, aber bei einer solchen Warnung kann sich der Allergiker überlegen, ob er das Restrisiko der "Spuren" eingehen kann. Hat man als Allergiker ein bestimmtes Produkt jahrelang gut vertragen, liest dann plötzlich diesen Hinweis, der bis dato übersehen wurde, braucht nicht zwangsläufig für immer darauf verzichten. Ab und an ein kleines Stück Schokolade löst noch keine Katastrophe aus.

KPMA (Kuhmilch-Eiweiß-Allergie)

Neurodermitis Nahrungsmittelallergie Kind Kuhmilch

Eine KPMA wird häufig in Zusammenhang mit einer Neurodermitis gebracht, aber oft nicht richtig erkannt und damit auch nicht richtig therapiert. Nur ca. 50% der Kinder, welche eine KPMA aufweisen, leiden auch tatsächlich an einer Neurodermitis. Mit folgenden Allergietests kann eine KPMA nachgewiesen werden: Reibtest, Pricktest, Bluttest  oder einer Eliminationsdiät.

Typische Anzeichen einer KPMA sind:

  • verschiedene Hautausschläge
  • chronischer Durchfall oder Verstopfung und Erbrechen
  • Gewichtsstagnation
  • besonders auffällige Hyperaktivität

Alternative Lebensmittel bei einer KPMA:

  • Butter und Schlagobers werden von vielen Milcheiweißallergikern gut vertragen, da der Eiweißanteil sehr gering ist. Um den Fettgehalt von Schlagobers zu reduzieren, kann man es mit Wasser verdünnen.
  • Reismilch hat keine so gute Nährstoffzusammensetzung wie Kuhmilch, kann aber als Ersatz für sehr sensible Milchallergiker verwendet werden.
  • Vorsicht! Die Verwendung von Sojamilch kann nur bedingt empfohlen werden, da mittlerweile viele Milcheiweißallergiker auch auf Sojaprodukte aller Art allergisch reagieren.

Folgende Produkte werden meist gut vertragen:

  • Schinken und Rohwurst
  • milchfreies Brot und Gebäck (zu kaufen bei jedem gut sortierten Bäcker)
  • alle Eiergerichte ohne Milch
  • Marmeladen, Honig
  • Bitterschokolade, Marzipan
  • Milchzucker, Lactose, Milchsäure 

Folgende Lebensmittel solltet ihr vermeiden:

  • Milch, Milchpulver, Magermilch, Molke
  • Milchschokoladen, Nougat, Speiseeis Kuchen, Milchbrot
  • Schokocremes mit Milchbestandteilen
  • Gebäck, welches mit Milch lasiert wurde
  • Kartoffelpüree, Kroketten
  • Fleischprodukte, welche zum Einweichen oder Panieren normalerweise Milch beigefügt wurde wie Hackbraten, paniertes Fleisch und Fisch, etc.
  • Bratwurst, Streichwurst, diverse Pasteten
  • Butter und Margarine
  • Salatsaucen auf Joghurtbasis und Mayonnaisen
  • Vorsicht bei allen Fertigprodukten, da oft Milchbestandteile enthalten sind
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