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    © Mila Supinskaya - shutterstock

    Bin ich schön?

    Wer definiert eigentlich Schönheit? Die Schönheitsideale mit denen wir heute tagtĂ€glich konfrontiert werden sind zwar alle zweifelsfrei sehr hĂŒbsch, jedoch in der RealitĂ€t nicht existent. Die Modezeitschriften wĂ€ren schier leer ohne Photoshop oder Ă€hnliches. Zumindest kann man sich nicht vorstellen, dass beispielsweise die Models, die den neuen Grundsatz „40 ist das neue 30“ verkörpern, tatsĂ€chlich vollkommen faltenfrei, ohne Cellulite aber dafĂŒr mit 90-60-90 Maßen gesegnet sind. Im Interview dazu die Salzburger Psychologin Dr. Sabine Schneider.

    Gehen wir aber mal davon aus, dass es nicht ganz der Natur entspricht (und auch nicht der Schwerkraft) vollkommen ohne FremdunterstĂŒtzung so auszusehen. Das bekommen wir nur von außen suggeriert. Aber wie kommen wir eigentlich dazu? Warum werden wir durch AußeneinflĂŒsse dazu gebracht, uns in unserer eigenen Haut nicht wohl zu fĂŒhlen, nur weil wir vielleicht nicht zu hundert Prozent den Idealvorstellungen von Heidi Klum & Co. entsprechen. Und viel wichtiger ist doch die Frage: Wollen wir diesen Vorstellungen ĂŒberhaupt entsprechen?

    Erfahrungen aus der psychologischen Praxis

    Ich musste in meiner Praxis in den letzten Jahren trotzdem leider schon sehr oft die Erfahrung machen wirklich ausgesprochen fesche, erfolgreiche Frauen vor mir sitzen gehabt zu haben, die sich von kleinen Schönheitsfehlern dermaßen verunsichern haben lassen, dass man im August nicht sagen konnte, ob ĂŒber Nacht vielleicht eine frĂŒhzeitige Winterkaltfront Einzug gehalten hat – so wie die Damen bekleidet (um nicht zu sagen vermummt) waren.

    Wir werden von unserer frĂŒhesten Kindheit an mit GlaubenssĂ€tzen konfrontiert, was „Schönheit“ bedeutet. Wir sollten alle groß schlank und einfach makellos sein. Wer aber kann nun wirklich bestimmen ob jemand, der vielleicht damit konfrontiert ist krankheitsbedingt keine so schöne Haut zu haben wie andere, weniger schön zu sein? Niemand! Wir ganz alleine bestimmen ob wir schön sind, oder nicht. Und strahlen das dann auch aus!

    Als Psychologin kann ich Ihnen versichern, dass sich niemand an Ihrem möglicherweise durch Schuppenflechte, Neurodermitis oder Akne etwas irritiertem Hautbild stoßen wird, außer Sie selbst. Wir sind (nur) so schön, wie wir uns selbst fĂŒhlen. Und wahre Schönheit kommt ausschließlich von innen! Wenn Sie sich in Ihrer Haut wohl fĂŒhlen und zu sich stehen, wird sich kein Mensch an kleinen „Schönheitsfehlern“ stören. Nur Sie mĂŒssen bitte lernen damit umzugehen und nicht Ihr Leben davon beeinflussen zu lassen. Und genau das möchte ich jetzt bitte, dass Sie fĂŒr sich selbst ĂŒben - nĂ€mlich: SELBSTAKZEPTANZ!

    Wenn Sie sich selbst beschreiben


    1. Was genau finden Sie an sich richtig schön (ohne EinschrÀnkungen!)?
    2. Was lieben Sie an sich?
    3. Wenn Sie sich in Ihrer eigen Haut jetzt richtig wohl fĂŒhlen, weil Sie sich schön finden und selbst akzeptieren – welches GefĂŒhl löst das in Ihnen aus?
    4. VerknĂŒpfen Sie dieses GefĂŒhl nun bitte mit einem Symbol, oder einem Bild und zeichnen Sie es auf ein Blatt Papier.
    5. VerknĂŒpfen Sie das Bild nun bitte noch mit einer Farbe (um es noch besser visualisieren zu können).

    Wenn Sie nun in Zukunft an dieses Symbol, an diese Farbe denken, wissen Sie immer, dass Sie schön sind! Ganz egal wie Sie jemand anderes vielleicht gerade ansieht, oder Sie durch Worte verletzt – Sie sind schön! Nur weil jemand anders das in seiner kleinen eingeschrĂ€nkten Welt vielleicht nicht gleich wahrnimmt, sind Sie es trotzdem! Und sobald Sie das selbst akzeptieren, werden es auch alle anderen tun. Versprochen!

    © antonioguillem - 123RF
    Sich in der eigenen Haut wieder wohl fĂŒhlen
    Dr. Sabine Schneider

    Die Expertin Dr. Sabine Schneider

    "Es gibt Situationen im Leben, in denen man sich Rat und Hilfe von außen wĂŒnscht. Einen neutralen psychologisch geschulten GesprĂ€chspartner, der einem zuhört und nur fĂŒr einen selbst da ist. Ganz ohne ein schlechtes Gewissen haben zu mĂŒssen, einmal „nur“ ĂŒber sich zu sprechen. Zum Beispiel beim Treffen wichtiger Entscheidungen, ĂŒber die man im Vorfeld gerne noch reflektieren möchte. Lebenssituationen, in denen man sich vielleicht eine professionelle Hilfestellung und UnterstĂŒtzung wĂŒnscht, das kann in persönlicher ebenso wie in beruflicher Hinsicht sein. Ich unterstĂŒtze dabei, neue Perspektiven einzunehmen, persönliche Ziele zu definieren und seine eigenen StĂ€rken und Potentiale ganz bewusst einzusetzen."
    Dr. Sabine Schneider ist Wirtschaftspsychologin & psychologische Beraterin in Salzburg. 
    Erzherzog-Eugen-Straße 25
    5020 Salzburg
    Tel: +43 664 16 16 160
    Weitere Infos

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    Die Symptome von Hauterkrankungen gehen im wahrsten Sinn des Wortes „unter die Haut“. Wir haben mit der Salzburger Psychologin und Psychotherapeutin Dr. Elisabeth Adleff ĂŒber den Einfluss der Psyche auf unsere Haut gesprochen. Sie erzĂ€hlt aus dem NĂ€hkĂ€stchen ihrer tĂ€glichen Arbeit mit Betroffenen von verschiedenen Hauterkrankungen. Fazit: Sehr interessant!


    Infos zum Beitrag

    Autor: Dr. Sabine Schneider
    Quellenangabe: Dr. Sabine Schneider
    Letzte Aktualisierung: 19. April 2023

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