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    © Matthew Bechelli - shutterstock

    Lustige Kur-Geschichten

    Teil 1: Koscher, Yom Kippur und l√§stige Fahrst√ľhle

    Nun ist es doch passiert, ich habe nachts um 03.15 Uhr eine Zimmergenossin aus Eisenstadt im Burgenland dazubekommen. Nachdem ich sie zun√§chst angeranzt hatte, sie m√∂ge bitte das Licht ausmachen, haben wir uns vom n√§chsten morgen an recht gut verstanden und liegen nun auch nebeneinander im Schatten auf der Liege. Sie hei√üt Elisabeth, ist ungef√§hr mein Alter, und sie schnarcht nicht, welch ein Gl√ľck. Auf der Liege haben wir/ ich dann eine Dame aus Melsungen kennengelernt, so eine richtige hessische Kodderschnauze, wir haben einen Heidenspa√ü miteinander gehabt, viel gelacht. Ansonsten ist es hier schon sehr speziell, das f√§ngt mit dem Essen an, koscher eben. Was das hei√üt haben wir erstmal gegoogelt. Danach gibt es reine und unreine Tiere, rein sind die Tiere, die Spalthufe haben und wiederk√§uen. Also, K√ľhe darf man essen, Ziegen auch, Schweine nicht weil keine Wiederk√§uer, aber Kuhmilch darf nicht zusammen mit Fleisch gegessen werden, daher gibt es morgens zwar Quark, Kaffee mit Milch, Oliven und diverse K√§se, aber keine Wurst. Abends gibt es reines Fleisch, also Rind, H√ľhner (obwohl keine Wiederk√§uer), aber keinerlei Milchprodukte aus Kuhmilch, nicht mal Kaffeesahne. Allerdings muss ich sagen, es ist hier morgens und abends ein unglaublich tolles Buffet, wahrscheinlich komme ich doppelt so dick wieder!!!!

    Und heute ab 18.00 Uhr ist Yom Kippur (oder so √§hnlich) der h√∂chste j√ľdische Feiertag. Da d√ľrfen die Juden nicht arbeiten, deshalb werden die Fahrst√ľhle vorprogrammiert damit die Gl√§ubigen nicht den Fahrstuhlknopf dr√ľcken m√ľssen, mit dem Ergebnis, dass die Fahrst√ľhle in jedem Stockwerk anhalten. Wir werden heute und morgen zu Fu√ü die Treppen steigen.

    Aber das irrste ist das Tote Meer: Man kann so bis zum Knie reingehen ohne etwas vom Auftrieb zu bemerken, ab da wird der Druck von unten so stark, dass man aufpassen muss nicht zu fallen. Das dr√ľckt einem echt die Beine weg, deswegen braucht man um entspannt zu schwimmen. Man darf von der Br√ľhe nichts ins Auge bekommen, sonst muss man zum Sani zwecks aussp√ľlen. Das Wasser ist so salzig, dass man kotzt, wenn man einen Spritzer in den Mund bekommt. Und die Konsistenz des Wassers ist beinahe √∂lig. Baden darf man ca. 15 Minuten max 5 mal t√§glich, weil man sonst austrocknet, hinterher muss man duschen und sich ein√∂len, weil die haut sonst v√∂llig trocken wird.

    Ansonsten ist die Hotelanlage gut, mit Pool, Sauna (bei 45¬įC) Kraftraum usw. sehr sch√∂n und sauber. Die Gegend rundherum ist allerdings komplett tot, au√üer Hotels ist hier nur W√ľste, gelber Sand und Salz. Wenn ich hier wohnen m√ľsste w√ľrde ich mich ertr√§nken, was in diesem Meer allerdings schwer w√ľrde. So, es ist jetzt 12.00 Uhr am Mittag und ca. 45¬įC im Schatten, wir gehen rein weil man h√§lt es am Strand mittags echt nicht aus. Krafttraining wollen wir heute mal ausprobieren. 

    Teil 2: Ein St√ľck DDR mitten in Israel

    Gestern waren wir mit acht Leuten in Jerusalem, ungef√§hr 2 Stunden Fahrtzeit in gl√ľhender Hitze und ohne Klimaanlage im Auto, weil die Alicia (72) Angst vor dem Luftzug hatte. Jerusalem selbst ist sehr orientalisch, sehr bunt und wuselig. St√∂ren tun die orthodoxen Juden (mit Hut und L√∂ckchen und die (Kinder) sowie Soldaten mit Maschinengewehr in der Hand, die an jeder 2. Stra√üenecke rumstehen. Sicherlich gibt es daf√ľr Gr√ľnde, aber angenehm f√ľhlt sich das dennoch nicht an. Wir sind dann zun√§chst zu der Kirche gegangen, die am √Ėlberg steht und zwar da, wo Jesus gefangen genommen wurde (Gethsemane). Von da aus sind wir an der Stadtmauer entlanggefahren, die die Altstadt umgibt und nur 4 Tore hat, in jeder Himmelsrichtung eines. Von Tor zu Tor ziehen sich 2 kreuzartig angelegte gro√üe Stra√üen, die 4 Stadtviertel trennen, f√ľr jede Religion eines. Alles sehr merkw√ľrdig. Wir haben als erstes die Klagemauer besucht, ich hatte mir diese Mauer viel imposanter vorgestellt. Ca. 50 Meter breit, Zugang nach Geschlechtern getrennt und sehr unspektakul√§r. Auch dort wieder bewaffnete Soldaten und Aufpasser, die meckerten wenn die Touristen nicht verh√ľllt genug waren. Dann sind wir den Leidensweg Jesu abgegangen, an jeder Stelle, wo er das schwere Kreuz nicht mehr tragen konnte und deswegen Pause gemacht hat ist eine Kirche errichtet, es sind ungef√§hr 15 St√ľck der verschiedensten Religionen, die meisten von den griechisch Orthodoxen bezahlt, die scheinen das meiste Geld zu haben (wahrscheinlich von der EU). Dann waren wir in Bethlehem, dieses liegt, dass wusste ich echt nicht, im pal√§stinensischen Autonomiegebiet. Wenn man von Jerusalem kommt muss man eine Grenze passieren, Ausweis vorzeigen. Dieser wird von bitterb√∂se guckenden Kindersoldaten wieder mit MP kontrolliert. Und, ich f√ľhlte mich richtig zuhause, man passiert eine mit Graffiti dekorierte Mauer, ca. 4 Meter hoch mit Stacheldraht obendrauf. Honnecker w√§re stolz auf die Israelis, er h√§tte es nicht besser machen k√∂nnen. Bethlehem selbst ist wenig zerst√∂rt, versifft, √ľberall laufen verh√ľllte Frauen herum, es wirkt merkw√ľrdig tot, aber vielleicht lag das auch am Feiertag. Es gefiel mir nicht wirklich, auch die Geburtskirche Jesu war mir zu voll und, was ganz irre war, die dortige japanische Reisegruppe hielt in dem Geburtsraum eine Andacht ab und sang ‚ÄěStille Nacht‚Äú bei 40 Grad im Schatten. Aber man muss ja auch nicht alles m√∂gen.

    Heute ist es schon wieder 38 ¬įC um 10.00 Uhr morgens. Ich chille so vor mich hin. Kuss Oda Teil 3:

    Was Brad Pitt und Hannibal Lector am Toten Meer zu suchen haben

    Also, die Russinen hier sind auch soooo fett, habe aber alle einen Mann mit einem soooo fetten Portemonnaie, dass der Schmierbauch in Gucci Bikinis h√§ngt und sie dank des Salzgehaltes in den Armen ihrer armen M√§nner h√§ngen (wie deine Spinne im Netz) und beide zusammen nicht untergehen. Was man hier sieht ist echt unbeschreiblich.. Nat√ľrlich haben die Damen alle einen jugendlich gestrafften Euterbusen und Klunker, dass man neidisch werden k√∂nnte. Auch die Lippen sind welsartig ausgestaltet, ich bin voll neidisch. Wenn Elisabeth und ich die Damen anschauen mit Stielaugen lachen die immer und l√§stern √ľber uns J√§mmerlinge vermutlich genauso wie wir √ľber sie. Benehmen k√∂nnen die sich leider nicht so wirklich, immense Essensmassen werden nur angepickt und stehengelassen, ich glaube ich mag die gro√ükotzigen Herrschaften nicht.

    Und die Männer hier sind ne Pracht: Es halten sich hier auf:

    1.) Brad Pitt, 80 Jahre, nat√ľrlich Russe, humpelt und glotzt immer. Elisabeth hat mich echt verarscht, als ich grade mein Buch las sagte sie "Schau, da ist Brad Pitt" ich Trottel habe hochgeguckt und sie lacht immer noch.

    2.) Hannibal Lector, schleicht immer konspirativ um die Liegen und spricht einen mit leiser Stimme von hinten an, Elisabeth hat vor dem richtig Angst. Vorgestern fragte er mich mit seiner unnachahmlichen Art was ich noch vorhätte, ich habe ihm geantwortet:" Steine auf ältere Männer werfen", seitdem mag er mich noch lieber!

    Nachts k√ľhlt es auf 35¬įC ab, ich kann zwar trotzdem gut schlafen aber ich tr√§ume von Schnee. Meine Schuppe war ja schon vorher weg, muss trotzdem alle 2 Tage zur √Ąrztin weil die so gerne mit mir kl√∂nt und ich (mit Elisabeth) die Einzige (auch sch√∂ner Verschreiber) normalgewichtige Person im Hotel bin. Auch sie l√§stert zu gerne √ľber die Russen. Ach ja, die M√§nner

    3.)Udo, Kollege vom PK 25, nett, h√ľbsch, verheiratet.

    4.) Kenn ich nicht, h√ľbsch, ca. 50 Jahre alt, gepflegt, gebildet, na wie geht‚Äôs weiter ? klar, schwul!!!!!

    5.) Hat mich in die Semperoper eingeladen, vermutlich Ossi, nett, gebildet, sehr sympathisch, ca. 130 Kilogramm, hei√üt Ulf, ich werde die Einladung denke ich annehmen. So, jetzt habe ich dir in etwa ein Bild vermittelt welches dir klarmachen d√ľrfte, dass ich bei dir bleibe, allerdings nur wenn du keine Privatinsolvenz anmelden musst.

    6.) Hatte ich vergessen, 70j√§hriger verheirateter Berliner, quatscht einem st√§ndig n Knopf an die Backe und nervt einfach nur, sieht aus wie ein Indianer. (Navacho). War eben da und fragte wem ich schreibe. Ich habe ihm gesagt, dass du mir gerade einen Heiratsantrag gemacht h√§ttest und ich deswegen Konzentration f√ľr diesen Brief br√§uchte, daraufhin fragte er mich 10 Minuten lang √ľber den CSD aus. Hier haben alle ne Vollmeise, liegt wohl an der W√§rme. Deine Oda

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    Mit Licht die entz√ľndete Haut bessern! Die Sonne hat seit Jahrtausenden eine heilsame Wirkung auf sehr viele Betroffene mit einer Schuppenflechte, du profitierst von nat√ľrlicher aber auch k√ľnstlicher Sonne. Heutzutage k√∂nnen die positiven UV-Strahlen k√ľnstlich so perfekt erzeugt werden, dass nur mehr eine geringe sch√§dliche Wirkung √ľbrig bleibt.


    Infos zum Beitrag


    Quellenangabe: Oda
    Letzte Aktualisierung: 13. Mai 2020

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