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Chronisches Handekzem

Reagieren Ihre Hände auch empfindlich? Juckreiz? Bläschen? Entzündung der Fingerkuppen? Trockene, schuppende, rissige, sogar verdickte Haut? – Die Summe dieser Symptome hat einen Namen: das chronische Handekzem.

Wie entsteht das chronische Handekzem?

Je häufiger die Hände mit reizenden, schädlichen, allergieauslösenden Stoffen oder einfach nur mit Wasser in Berührung kommen, desto schneller werden die natürlichen Schutzmechanismen der Haut geschwächt. Dadurch wird die Haut nach einiger Zeit extrem empfindlich. Durch offene Hautstellen können Bakterien, Pilze und auch allergieauslösende Stoffe eindringen und die Entzündung weiter verschlimmern. Ist der Nagelwall betroffen, können sich auch die Fingernägel verformen.

Besonders gefährdete (Berufs-)Gruppen

Vor allem Nassarbeit birgt ein hohes Risiko für Hautprobleme – wie im Reinigungs- und Metallbereich, bei Friseuren, Maurern sowie in medizinischen Berufen und bei Hausfrauen-Tätigkeiten. Die Hände stundenlang in Handschuhen versteckt oder dem direkten Kontakt mit Reinigungschemikalien ausgesetzt – da verwundert es nicht wirklich, dass die Haut mit der Zeit ihr Unbehagen äußert.

Wann sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden?

Die Erkrankung kann über Monate oder Jahre bestehen oder auch in Schüben verlaufen. Das bedeutet, dass es Zeiten geben kann, in denen die Hautveränderungen kaum oder gar nicht sichtbar oder spürbar sind. Rund 90 Prozent der anerkannten hautbedingten Berufskrankheiten sind Kontaktekzeme. Wird zu lange mit der genauen Abklärung der Ursache und einer wirksamen Therapie gewartet, kann es sein, dass der aktuelle Beruf gar nicht mehr oder nur noch in geringem Maße ausgeübt werden kann. Bei ersten Anzeichen von Hautveränderungen sollten sich Betroffene daher so bald wie möglich ärztlich beraten lassen. Ihr erster Weg sollte direkt zu einer Fachärztin/einem Facharzt für Dermatologie führen. Ein guter Begleiter für die weiteren notwendigen Schritte bei einem chronischen Handekzem ist auch der Arbeitsmediziner des Betriebes.

Checkliste der möglichen Krankheitszeichen:

  • Trockene, schuppende Haut
  • Juckreiz
  • Rötung
  • Risse der Haut
  • Entzündung der Fingerkuppen
  • Bläschen
  • Verdickte Haut (Verhornungsstörung)

…bei einem oder mehreren zutreffenden Symptomen: bitte rasch zum Arzt!

Um die Diagnose zu erleichtern, kann eine Vorbereitung auf den Arztbesuch anhand folgender Überlegungen hilfreich sein:

  • Bei welchen Tätigkeiten (privat und beruflich) verschlechtert sich Ihr Hautzustand?
  • Beim Kontakt mit welchen Stoffen haben Sie eine Reaktion Ihrer Haut bemerkt?
  • Ist Ihnen ein Zusammenhang Ihres Hautzustandes mit den Jahreszeiten aufgefallen?
  • Verbessert sich der Zustand Ihrer Hände während des Urlaubs?
  • Haben Sie als Kind bereits an Ekzemen, Heuschnupfen oder Asthma gelitten?
  • Besteht eine bekannte Allergie gegen Stoffe, mit denen Sie regelmäßig in Kontakt kommen?

Diagnose chronisches Handekzem – Was jetzt?

Gemeinsam mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt können Sie eine geeignete Behandlungsmöglichkeit festlegen. Wichtig für den Erfolg jeder Behandlung ist, dass Sie die Therapie so durchführen, wie ärztlich empfohlen und dass Sie versuchen, auslösende Faktoren zu vermeiden und durch die Anwendung eines Hautschutzprogrammes abzuwehren. Die beste Behandlung kann nicht wirken, wenn bei hautbelastenden Tätigkeiten die vorgegebenen Schutzmaßnahmen nicht dauerhaft eingehalten werden.

Äusserliche Behandlung und Lichttherapie

Cremes und Salben mit Kortison unterstützen das Abheilen der Hautveränderungen und werden vor allem im akuten Entzündungsfall eingesetzt. Die Anwendung muss häufig stufenweise reduziert (ausgeschlichen) werden, weil es beim plötzlichen Absetzen zum Wiederaufflammen der Erkrankungsanzeichen kommen kann. Je nach der Schwere der Erkrankung kann auch die Lichttherapie (eine Phototherapie mit UV-Strahlung) auf den betroffenen Hautstellen zum Einsatz kommen. Diese wird in der Hautambulanz eines Krankenhauses oder bei einem entsprechend ausgestatteten niedergelassenen Facharzt mehrmals die Woche über mehrere Wochen durchgeführt. Manchmal wird die Lichttherapie auch in Kombination durch lichtsensibilisierende Medikamente oder Bäder/Cremes ergänzt.

Innerliche Therapie mit Kapseln

Bei schweren Fällen eines chronischen Handekzems kann auch eine innerliche Behandlung zum Einsatz kommen, die seit vielen Jahren erfolgreich zur Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt wird. Die Therapie wurde gezielt für die Behandlung des chronischen Handekzems entwickelt und wird in Form von Kapseln über mehrere Monate eingenommen. Für alle Personen, bei denen eine äußerliche Behandlung nicht den erhofften Erfolg gebracht hat, ist diese Behandlungsform eine weitere Möglichkeit das chronische Handekzem in den Griff zu bekommen. Welche Behandlung für Sie persönlich die richtige ist, entscheidet Ihre Fachärztin/Ihr Facharzt. Sie/Er informiert Sie auch über Risiken und Nebenwirkungen der unterschiedlichen Behandlungsformen. Helfen Sie dabei, den gewünschten Behandlungserfolg zu erzielen, in dem Sie die ausgewählte Therapie wie verordnet einhalten und konsequent durchführen.

Wie kann ich mich schützen?

Vermeiden Sie möglichst den direkten Hautkontakt mit allen irritierenden und ekzemauslösenden Stoffen! Dazu zählen u.a. Chemikalien, wie Reinigungsmittel, Lacke, Haarfarben,Desinfektionsmittel. Sie können die Haut angreifen und die Hautschutzbarriere schwächen. Beim Umgang mit diesen ekzemauslösenden Stoffen sollten Sie unbedingt Schutzhandschuhe tragen! Zusätzliche Baumwollhandschuhe unter den eigentlichen Schutzhandschuhen halten die Chemikalien zusätzlich fern und sorgen für trockene Hände.

Verwenden Sie für die Reinigung Ihrer Hände milde Waschlotionen mit einem hautfreundlichen pH-Wert, um die Haut nicht zusätzlich auszutrocknen. Zum Abtrocknen der Hände am besten Papiertücher oder saubere Handtücher verwenden. Die stark hautbelastende Reinigung mit technischen Reinigern, Bürsten oder Bimsstein sowie Handreinigern mit Zusätzen wie Sand oder Bimsmehl ist unbedingt zu vermeiden.

Nach jeder Reinigung sollten Sie Ihre Hände mit einer Pflegecreme In der Apotheke gibt es spezielle Handcremes mit einem hohen Fettanteil, ohne Duft- und Konservierungsmittel, welche die Regeneration der Hautbarriere zusätzlich unterstützen. Schutzcremes, die mehrmals täglich – auch im Bereich der Fingernägel, zwischen den Fingern und auf die Handgelenke – aufgetragen werden sollen, sind für alle Menschen gedacht, die hautbelastende Tätigkeiten ausüben. Schutzcremes und Schutzhandschuhe sind in Branchen mit hautbelastenden Tätigkeiten kostenlos vom Arbeitergeber zur Verfügung zu stellen. Sie vermindern die Einwirkung von schädlichen Substanzen wie Wasser oder Chemikalien auf die Haut.

Die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung des chronischen Handekzems

Chronisches Handekzem

Formen des chronischen Handekzems

Irritativ-toxisches Handekzem

Diese Form wird von äußeren Einflüssen hervorgerufen. Dazu zählen chemische Substanzen und das Arbeiten mit Lebensmitteln oder Desinfektionsmitteln ebenso wie häufiges Händewaschen, ständige Feuchtarbeit, das Tragen von Handschuhen während der Arbeit und der Kontakt mit Ölen.

Kontaktallergisches Handekzem

Diese Form entsteht durch den Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen (Allergenen). Es gibt eine Vielzahl von Stoffen in Kosmetika, Parfums, Reinigungsmitteln, Farben, Klebstoffen oder Imprägniermitteln, die ein allergisches Kontaktekzem auslösen können.

Atopisches Handekzem

Diese Form des Handekzems betrifft Menschen, die eine genetische Veranlagung zu Neurodermitis, Heuschnupfen oder Asthma besitzen (Atopiker). Hier spielen vor allem innere Einflüsse des Immunsystems und eine Neigung zu allergischen Reaktionen eine Rolle. Die geschwächte Hautbarriere macht die Haut anfälliger für äußere Einflüsse.

Viele weitere Informationen zum Handekzem finden Sie auf handekzem.at >

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