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Neurodermitis ohne Cortison und doch erscheinungsfrei !

Daniel
Mitglied seit 30. 04. 2014
1 Beiträge

Die meisten mögen denken komischer Titel, dazu muss ich sagen ich war früher noch extremer und glaubte an eine 100%ige Heilung. Die ist aber definitiv nicht möglich (Karin hat`s mir schon vor längerer Zeit gesagt) ! Man kann aber sehr wohl herausfinden was man persönlich benötigt um erscheinungsfrei leben zu können. Natürlich kann es durch nicht beeinflussbare Ereignisse wie den Tod eines Geliebten oder sonstige Schicksalsschläge zu einem erneuten Ausbruch kommen. Oder so wie in meinem aktuellen Fall durch das Nichtbeachten gewisser Dinge.
Aber ich will ganz vorne beginnen.
Zu Beginn der Pubertät ging es bei mir soweit ich zurückdenken kann los mit den ersten starken Schüben vor allem im Halsbereich, Armbeugen, Kniebeugen. Bei einem Umzug und gleichzeitigem Schulwechsel war es besonders schlimm und eine Cortisonbehandlung folgte der nächsten.
Während meiner Ehe von 2001 bis 2010 war ich so gut wie erscheinungsfrei (nur die Armbeugen machten Probleme). Doch dann Eheprobleme bis hin zur Scheidung und die Trennung von meinen 3 Kindern inkl. Auszug von der gemeinsamen Wohnung führten dann zum Supergau und fast mein ganzer Körper war akut betroffen. Obwohl ich mich bereits so weit in die Materie hineingelesen habe und ich davon überzeugt war das Cortison auf Dauer das Schlimmste ist, waren die Schübe so extrem, dass ich es ohne nicht Aushalten konnte. Doch sobald die Entzündungen ein wenig zurückgingen beendete ich die Cortisionbehandlung frühzeitig und schwor mir alles zu tun um nie wieder dieses "Teufelszeug" (immerhin bessert sich die Haut meist binnen Stunden und das kann kaum gesund sein) schmieren zu müssen.
In den nächsten eineinhalb Jahren bis Ende 2012 stabilisierte sich dann die Situation ein wenig und mit ihr auch meine Haut. Doch erst als ich dann im Jahr 2013 mit Leistungssport (Rennradfahren) begann wurde ich erscheinungsfrei. Ich steigerte mich bis Sommer 2013 in einen richtigen Flowzustand und dachte erstmals ich sei geheilt von dieser lästigen Krankheit. Doch dann wurde wohl aufgrund von Übertraining ein Virus festgestellt und mit ihm kam die Neurodermitis zuerst auf der Kopfhaut, um die Augen und dann auch wieder in Arm- und Kniebeugen zurück. Mit ihr war auch die Lust und Motivation am Sport wie verschwunden und ich verlor meine Ziele aus den Augen. Im Frühling 2014 legte ich den Schalter nach Monaten des Nichtstuns um und beschloss diesmal alles zu tun um so schnell als möglich wieder erscheinungsfrei zu werden. Und tatsächlich nach der Kombination aus mehreren Dingen wie Bioresonanz, Weglassen von Zucker, veganer Ernährung und einem Sommermärchen mit einer hübschen Spanierin wurde dann alles wieder besser. Bis ich dann dank hautinfo.at und der PVA bereits mit einem stark verbesserten Hautbild im September 2014 zur Kur ans toten Meer fliegen durfte. Nach der üblichen Erstverschlimmerung bin ich dann fast erscheinungsfrei wieder nach Österreich gekommen. Und dann war sie wieder da die Motivation für den Sport und in weiterer Folge wurde 2015 wieder Leistungssport daraus. 2015 war wirklich toll: Arbeit im Nachbarland Schweiz die Spaß machte und auch der Verdienst passte, unglaubliche Fitness und völlig gesunde Haut. Und doch sitze ich nun hier etwa 8 Monate später ohne Job, ohne Fitness und mit meinem 2.grössten Neurodermitisschub in meinem Leben. Ja wie ist das möglich. Es begann im November letzten Jahres, auf der einen Seite die bei Leistungssportlern fast übliche Herbstdepression nach einer langen Rennsaison und auf der anderen Seite die immer stärker werdenden Probleme mit meinen Teamkollegen in meiner so geliebten Arbeit. Und statt nur die Arbeit zu kündigen habe ich zeitgleich auch keine Motivation mehr für meine Passion den Radsport aufbringen können. Und so hatte ich am 22.März meinen effektiv letzten Arbeitstag. Nach einem weiteren erfolglosen Anlauf habe ich dann endgültig mein Abenteuer Schweiz aufgegeben und bin seit 1.Juni 2016 in Österreich. Auch hier habe ich es trotz immer stärker werdenden Neurodermitisschüben mit einer neuen Arbeit versucht, doch schon am Ende der ersten Woche hatte ich einen völligen Nervenzusammenbruch. Bis zu diesem Moment hätte ich beinahe aufgegeben, ich versuchte gut 2 Monate die bereits geahnten Schübe in den eigenen 4 Wänden zu vestecken. Doch nun habe ich neuerlich den Schalter, wen auch später wie vor 2 Jahren, umgelegt und mache seitdem wieder Schritt für Schritt alle Dinge die mir gut tun unter anderem nach fast 6 Monaten Pause wieder Sport, wenn auch zur Zeit "nur" 1-2stündige Wanderungen im Wald. Auch einen 2.Aufenthalt am toten Meer, hoffentlich schon im September, habe ich vor kurzem bewilligt bekommen (juhu!!!).
Also welche Lehren habe ich aus meinen persönlichen Erfahrungen bisher gezogen:
Neurodermitis ist nicht heilbar, man kann sie nur still legen, aber auch nur wenn man alles tut was der eigenen Seele und dem eigenen Körper guttut. Und ich bin mir sicher jeder Neurodermitiker kann das für sich herausfinden. Extreme gilt es nach Möglichkeit zu vermeiden, dennoch sollte man genügend Disziplin zur "Selbstheilung" aufbringen können. Und Dinge die man nicht ändern kann akzeptieren lernen, aber jene Dinge die man ändern kann auch ändern. Was für das Gewohnheitstier Mensch ja meist nicht so einfach ist.
Am Schluss möchte ich mich noch ganz herzlich bei hautinfo.at besonders bei der Karin für ihre wertvollen Hilfen die letzten Jahre bedanken.

D A N K E !!!!!

karinhafnerhautinfo.at
Mitglied seit 21. 09. 2014
227 Beiträge

Zitiert von: Daniel
Die meisten mögen denken komischer Titel, dazu muss ich sagen ich war früher noch extremer und glaubte an eine 100%ige Heilung. Die ist aber definitiv nicht möglich (Karin hat`s mir schon vor längerer Zeit gesagt) ! Man kann aber sehr wohl herausfinden was man persönlich benötigt um erscheinungsfrei leben zu können. Natürlich kann es durch nicht beeinflussbare Ereignisse wie den Tod eines Geliebten oder sonstige Schicksalsschläge zu einem erneuten Ausbruch kommen. Oder so wie in meinem aktuellen Fall durch das Nichtbeachten gewisser Dinge.
Aber ich will ganz vorne beginnen.
Zu Beginn der Pubertät ging es bei mir soweit ich zurückdenken kann los mit den ersten starken Schüben vor allem im Halsbereich, Armbeugen, Kniebeugen. Bei einem Umzug und gleichzeitigem Schulwechsel war es besonders schlimm und eine Cortisonbehandlung folgte der nächsten.
Während meiner Ehe von 2001 bis 2010 war ich so gut wie erscheinungsfrei (nur die Armbeugen machten Probleme). Doch dann Eheprobleme bis hin zur Scheidung und die Trennung von meinen 3 Kindern inkl. Auszug von der gemeinsamen Wohnung führten dann zum Supergau und fast mein ganzer Körper war akut betroffen. Obwohl ich mich bereits so weit in die Materie hineingelesen habe und ich davon überzeugt war das Cortison auf Dauer das Schlimmste ist, waren die Schübe so extrem, dass ich es ohne nicht Aushalten konnte. Doch sobald die Entzündungen ein wenig zurückgingen beendete ich die Cortisionbehandlung frühzeitig und schwor mir alles zu tun um nie wieder dieses "Teufelszeug" (immerhin bessert sich die Haut meist binnen Stunden und das kann kaum gesund sein) schmieren zu müssen.
In den nächsten eineinhalb Jahren bis Ende 2012 stabilisierte sich dann die Situation ein wenig und mit ihr auch meine Haut. Doch erst als ich dann im Jahr 2013 mit Leistungssport (Rennradfahren) begann wurde ich erscheinungsfrei. Ich steigerte mich bis Sommer 2013 in einen richtigen Flowzustand und dachte erstmals ich sei geheilt von dieser lästigen Krankheit. Doch dann wurde wohl aufgrund von Übertraining ein Virus festgestellt und mit ihm kam die Neurodermitis zuerst auf der Kopfhaut, um die Augen und dann auch wieder in Arm- und Kniebeugen zurück. Mit ihr war auch die Lust und Motivation am Sport wie verschwunden und ich verlor meine Ziele aus den Augen. Im Frühling 2014 legte ich den Schalter nach Monaten des Nichtstuns um und beschloss diesmal alles zu tun um so schnell als möglich wieder erscheinungsfrei zu werden. Und tatsächlich nach der Kombination aus mehreren Dingen wie Bioresonanz, Weglassen von Zucker, veganer Ernährung und einem Sommermärchen mit einer hübschen Spanierin wurde dann alles wieder besser. Bis ich dann dank hautinfo.at und der PVA bereits mit einem stark verbesserten Hautbild im September 2014 zur Kur ans toten Meer fliegen durfte. Nach der üblichen Erstverschlimmerung bin ich dann fast erscheinungsfrei wieder nach Österreich gekommen. Und dann war sie wieder da die Motivation für den Sport und in weiterer Folge wurde 2015 wieder Leistungssport daraus. 2015 war wirklich toll: Arbeit im Nachbarland Schweiz die Spaß machte und auch der Verdienst passte, unglaubliche Fitness und völlig gesunde Haut. Und doch sitze ich nun hier etwa 8 Monate später ohne Job, ohne Fitness und mit meinem 2.grössten Neurodermitisschub in meinem Leben. Ja wie ist das möglich. Es begann im November letzten Jahres, auf der einen Seite die bei Leistungssportlern fast übliche Herbstdepression nach einer langen Rennsaison und auf der anderen Seite die immer stärker werdenden Probleme mit meinen Teamkollegen in meiner so geliebten Arbeit. Und statt nur die Arbeit zu kündigen habe ich zeitgleich auch keine Motivation mehr für meine Passion den Radsport aufbringen können. Und so hatte ich am 22.März meinen effektiv letzten Arbeitstag. Nach einem weiteren erfolglosen Anlauf habe ich dann endgültig mein Abenteuer Schweiz aufgegeben und bin seit 1.Juni 2016 in Österreich. Auch hier habe ich es trotz immer stärker werdenden Neurodermitisschüben mit einer neuen Arbeit versucht, doch schon am Ende der ersten Woche hatte ich einen völligen Nervenzusammenbruch. Bis zu diesem Moment hätte ich beinahe aufgegeben, ich versuchte gut 2 Monate die bereits geahnten Schübe in den eigenen 4 Wänden zu vestecken. Doch nun habe ich neuerlich den Schalter, wen auch später wie vor 2 Jahren, umgelegt und mache seitdem wieder Schritt für Schritt alle Dinge die mir gut tun unter anderem nach fast 6 Monaten Pause wieder Sport, wenn auch zur Zeit "nur" 1-2stündige Wanderungen im Wald. Auch einen 2.Aufenthalt am toten Meer, hoffentlich schon im September, habe ich vor kurzem bewilligt bekommen (juhu!!!).
Also welche Lehren habe ich aus meinen persönlichen Erfahrungen bisher gezogen:
Neurodermitis ist nicht heilbar, man kann sie nur still legen, aber auch nur wenn man alles tut was der eigenen Seele und dem eigenen Körper guttut. Und ich bin mir sicher jeder Neurodermitiker kann das für sich herausfinden. Extreme gilt es nach Möglichkeit zu vermeiden, dennoch sollte man genügend Disziplin zur "Selbstheilung" aufbringen können. Und Dinge die man nicht ändern kann akzeptieren lernen, aber jene Dinge die man ändern kann auch ändern. Was für das Gewohnheitstier Mensch ja meist nicht so einfach ist.
Am Schluss möchte ich mich noch ganz herzlich bei hautinfo.at besonders bei der Karin für ihre wertvollen Hilfen die letzten Jahre bedanken.

D A N K E !!!!!


Hallo Daniel, das freut mich hier von dir zu lesen! Ich wusste ehrlicherweise im ersten Moment nicht, wo ich dich einordnen soll :-), beim Lesen deiner Geschichte ist es mir dann aber schnell eingefallen.

Vielen Dank für deine so offenen Worte, es wird vielen guttun zu lesen, dass es einfach in der Natur der Neurodermitis liegt, dass man mit einem ständigen Auf und Ab leben lernen kann.. Dass es eben keine Heilung im klassischen Sinne gibt, aber sehrwohl eine Erscheinungsfreiheit und dass diese zu erreichen ist.

Leider gibt es, wie du schon so schön schreibst, nicht die eine Pille, die ein paarmal eingenommen zu einer langfristigen Erscheinungsfreiheit führen... Aber mit einer Kombination aus guter Hautpflege, Cortison und andere Medikamente im Bedarfsfall, einem gesunden Lebensstil (Ernährung, Sport, erlernen einer Entstpannungstechnik, sich im privaten Umfeld mit Leuten umgeben die einem guttun, ect.), Akzeptanz der Neurodermitis - die Liste ist ewig lange...

Es gibt seit heuer eine eigene Hautinfo Selbsthilfegruppe in Tirol, im Herbst kommt der nächste gemeinsame Abend! Ich hoffe, da sehen wir beide uns wieder!
Danke für das Kompliment zur Website, das freut mich immer besonders.
Ich wünsche dir und deiner Haut einstweilen alles Gute! Bis bald und liebe Grüße Karin

renato
Mitglied seit 26. 11. 2015
50 Beiträge

Zitiert von: Daniel
Die meisten mögen denken komischer Titel, dazu muss ich sagen ich war früher noch extremer und glaubte an eine 100%ige Heilung. Die ist aber definitiv nicht möglich (Karin hat`s mir schon vor längerer Zeit gesagt) ! Man kann aber sehr wohl herausfinden was man persönlich benötigt um erscheinungsfrei leben zu können. Natürlich kann es durch nicht beeinflussbare Ereignisse wie den Tod eines Geliebten oder sonstige Schicksalsschläge zu einem erneuten Ausbruch kommen. Oder so wie in meinem aktuellen Fall durch das Nichtbeachten gewisser Dinge.
Aber ich will ganz vorne beginnen.
Zu Beginn der Pubertät ging es bei mir soweit ich zurückdenken kann los mit den ersten starken Schüben vor allem im Halsbereich, Armbeugen, Kniebeugen. Bei einem Umzug und gleichzeitigem Schulwechsel war es besonders schlimm und eine Cortisonbehandlung folgte der nächsten.
Während meiner Ehe von 2001 bis 2010 war ich so gut wie erscheinungsfrei (nur die Armbeugen machten Probleme). Doch dann Eheprobleme bis hin zur Scheidung und die Trennung von meinen 3 Kindern inkl. Auszug von der gemeinsamen Wohnung führten dann zum Supergau und fast mein ganzer Körper war akut betroffen. Obwohl ich mich bereits so weit in die Materie hineingelesen habe und ich davon überzeugt war das Cortison auf Dauer das Schlimmste ist, waren die Schübe so extrem, dass ich es ohne nicht Aushalten konnte. Doch sobald die Entzündungen ein wenig zurückgingen beendete ich die Cortisionbehandlung frühzeitig und schwor mir alles zu tun um nie wieder dieses "Teufelszeug" (immerhin bessert sich die Haut meist binnen Stunden und das kann kaum gesund sein) schmieren zu müssen.
In den nächsten eineinhalb Jahren bis Ende 2012 stabilisierte sich dann die Situation ein wenig und mit ihr auch meine Haut. Doch erst als ich dann im Jahr 2013 mit Leistungssport (Rennradfahren) begann wurde ich erscheinungsfrei. Ich steigerte mich bis Sommer 2013 in einen richtigen Flowzustand und dachte erstmals ich sei geheilt von dieser lästigen Krankheit. Doch dann wurde wohl aufgrund von Übertraining ein Virus festgestellt und mit ihm kam die Neurodermitis zuerst auf der Kopfhaut, um die Augen und dann auch wieder in Arm- und Kniebeugen zurück. Mit ihr war auch die Lust und Motivation am Sport wie verschwunden und ich verlor meine Ziele aus den Augen. Im Frühling 2014 legte ich den Schalter nach Monaten des Nichtstuns um und beschloss diesmal alles zu tun um so schnell als möglich wieder erscheinungsfrei zu werden. Und tatsächlich nach der Kombination aus mehreren Dingen wie Bioresonanz, Weglassen von Zucker, veganer Ernährung und einem Sommermärchen mit einer hübschen Spanierin wurde dann alles wieder besser. Bis ich dann dank hautinfo.at und der PVA bereits mit einem stark verbesserten Hautbild im September 2014 zur Kur ans toten Meer fliegen durfte. Nach der üblichen Erstverschlimmerung bin ich dann fast erscheinungsfrei wieder nach Österreich gekommen. Und dann war sie wieder da die Motivation für den Sport und in weiterer Folge wurde 2015 wieder Leistungssport daraus. 2015 war wirklich toll: Arbeit im Nachbarland Schweiz die Spaß machte und auch der Verdienst passte, unglaubliche Fitness und völlig gesunde Haut. Und doch sitze ich nun hier etwa 8 Monate später ohne Job, ohne Fitness und mit meinem 2.grössten Neurodermitisschub in meinem Leben. Ja wie ist das möglich. Es begann im November letzten Jahres, auf der einen Seite die bei Leistungssportlern fast übliche Herbstdepression nach einer langen Rennsaison und auf der anderen Seite die immer stärker werdenden Probleme mit meinen Teamkollegen in meiner so geliebten Arbeit. Und statt nur die Arbeit zu kündigen habe ich zeitgleich auch keine Motivation mehr für meine Passion den Radsport aufbringen können. Und so hatte ich am 22.März meinen effektiv letzten Arbeitstag. Nach einem weiteren erfolglosen Anlauf habe ich dann endgültig mein Abenteuer Schweiz aufgegeben und bin seit 1.Juni 2016 in Österreich. Auch hier habe ich es trotz immer stärker werdenden Neurodermitisschüben mit einer neuen Arbeit versucht, doch schon am Ende der ersten Woche hatte ich einen völligen Nervenzusammenbruch. Bis zu diesem Moment hätte ich beinahe aufgegeben, ich versuchte gut 2 Monate die bereits geahnten Schübe in den eigenen 4 Wänden zu vestecken. Doch nun habe ich neuerlich den Schalter, wen auch später wie vor 2 Jahren, umgelegt und mache seitdem wieder Schritt für Schritt alle Dinge die mir gut tun unter anderem nach fast 6 Monaten Pause wieder Sport, wenn auch zur Zeit "nur" 1-2stündige Wanderungen im Wald. Auch einen 2.Aufenthalt am toten Meer, hoffentlich schon im September, habe ich vor kurzem bewilligt bekommen (juhu!!!).
Also welche Lehren habe ich aus meinen persönlichen Erfahrungen bisher gezogen:
Neurodermitis ist nicht heilbar, man kann sie nur still legen, aber auch nur wenn man alles tut was der eigenen Seele und dem eigenen Körper guttut. Und ich bin mir sicher jeder Neurodermitiker kann das für sich herausfinden. Extreme gilt es nach Möglichkeit zu vermeiden, dennoch sollte man genügend Disziplin zur "Selbstheilung" aufbringen können. Und Dinge die man nicht ändern kann akzeptieren lernen, aber jene Dinge die man ändern kann auch ändern. Was für das Gewohnheitstier Mensch ja meist nicht so einfach ist.
Am Schluss möchte ich mich noch ganz herzlich bei hautinfo.at besonders bei der Karin für ihre wertvollen Hilfen die letzten Jahre bedanken.

D A N K E !!!!!


Hallo Daniel,
ich habe zwar keine Neurodermitis aber Psoriasis die mich seit nunmehr zwanzig Jahren
durch mein leben begleitet! Es ist schon bemerkenswert wie viele Parallelen und Gemeinsamkeiten es gibt, wie sich unsere - wenn auch verschiedenen Hautleiden - im
alltäglichem Leben manifestieren und wie sie sich auf unsere Psyche und unser Dasein
mit Familie,Arbeit,Freizeit und Beziehungen sozusagen quasi ihre Daseinsberechtigung
erzwingen!
Nun ich finde es toll und deine Geschichte hat sehr viele Ähnlichkeiten mit meinem Leben und der Schuppenflechte dass Du diese für alle die sich hier auf Hautinfo.at dieser
tollen Plattform tummeln so für die Leser zur Verfügung stellst!
Meine Geschichte habe ich auch bereits in groben Zügen vor ungefähr neun Monaten hier
auf Hautinfo.at veröffentlicht und es hat mir insgesamt gut getan wenn auch die brutalen
Schübe und Juckattacken nicht ferngeblieben sind habe ich doch seit meinem Outing eine
etwas andere Sichtweise auf meine Probleme mit der Schuppenflechte!
Ja,es sind zum grössten Teil wie du auch schreibst persönliche und seelische Verletzungen
hauptsächliche Auslöser immer wiederkehrender Schübe und Verschlechterungen im auskommen mit unseren Hautleiden.Einer der Gründe ist sicher die nicht Aufarbeitung
all dieser Schicksale,dieser Kränkungen,Enttäuschungen und und und!!!
Habe auch Haus gebaut mehrere Hunderttausend Euro,habe zwanzig Jahre dafür benötigt
um die Raten zu tilgen.Zwei tolle Kinder wir haben ein gutes Verhältnis,von der ex Ehefrau seit fünfzehn Jahren getrennt.Sie bewohnt mein schönes Haus mit ihrem neuen Partner.
Ich bin seit nun acht Monaten wiederum in einer Wohnung in Miete eigentlich um Abstand von alledem zu finden wovon ich denke dass es mich immer wieder zu sehr belastet! Bin absolut kein Sportler aber bin seit meinem fast ganzem Leben musikalisch unterwegs,und glaube mir dass kann recht anstrengend sein und kommt Spitzensportähnlichem sehr sehr
nahe! Nächte lang unterwegs,Alkohol und sonstiges in rauhen Mengen.Schlaflose Nächte,bis hin zu einem Hörsturz mit seit nun fast 6 Jahren andauerndem Tinnitus!!
Alles für das eine, für die Leidenschaft und die Selbstverwirklichung! Nun
übrig geblieben ist ein totales Erschöpfungserlebnis mit Burnout und einhergehender Depression! Und zu allerletzt eine Hammerbehandlung mit Kortison die mir heute noch das Fürchten lehrt!!!!! Das alles hat sich wieder gelegt was aber nicht einfach war! Habe meine Psoriasis wenn ich mal ehrlich sein darf auch 15 Jahre gar nicht beachtet und doch hat
es mich immer und immer mehr belastet! Ja du hast vollkommen Recht unser aller Weg
ist tägliche Achtsamkeit,Pflege,ein in sich hinein horchen und ein respektvoller Umgang mit sich selbst ,was ich in meiner fast 40 jährigen nebenberuflichen Tätigkeit als Rock,Soul und Blues Musiker überhaupt nicht an mich herangelassen habe bis ich die Nadel im Heuhaufen gefunden habe. - Hautinfo.at.-Ich wusste bis vor 8-9 Monaten nicht
dass es solche Plattformen überhaupt gibt! Mein Blick für die Dinge - die wichtigen Dinge im Leben - ist seit einiger Zeit ein ganz anderer und ich bin dabei meine ganzen Störenfriede in meinem Innersten aufzuarbeiten! Meiner Meinung nach kommt es im Wesentlichen auf diese Dinge an! Es gilt herauszufinden was einem gut tut ,welche Freundschaften zu pflegen sind, welche Ernährung einem bekommt, was sind die sinnvollen Herausforderungen, was man im Leben möchte und was man wenn möglich
vermeiden sollte! Ist alles harte Arbeit und vielleicht ist dass unser aller Auftrag im Leben!!
Wäre doch zu einfach wenn es für alles ein und dasselbe Rezept geben würde.Dem ist leider nicht so,denn was mir hilft könnte anderen schaden.Wer weiss??
Nun Daniel,ich bin einer der Initiatoren die mit Karins Unterstützung das erste Hauttreffen
in Tirol auf die Beine gestellt hat und ich würde mich freuen wenn du beim nächsten mal
im Herbst dabei sein könntest!!!!!
Bis dahin eine gute Zeit.....LG.und alles Gute,
Renato

Die hautinfo.at-Experten

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