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Red Skin Syndrome

bluebutterfly
Mitglied seit 28. 10. 2015
1 Beiträge

hallo an alle,

Also ich versuche es kurz zu halten :-)

Ich habe als Kind unter Neurodermitis gelitten, meist bei dem Saisonwechsel, hab dann immer die Kortisoncreme bekommen und damit war es weg. Mit 20 habe ich dann ein Epicutan Test gemacht wo sich herausgestellt hat, dass ich auf Duftstoffe allergisch bin. sobald ich Waschzeug, Kosmetik, Waschmittel angepasst hatte, war ich nach 6 Monate Beschwerde frei.
Dann vor ca 3 Jahren (bin jetzt 31) fing es wieder schleichend an. Die Augen und die Arme hatten leichte Ausschläge. Ich bekam von der Ärztin Protopic verschrieben und habe dann ca 2 Jahre lang on/off die Salbe geschmiert (Augen, Gesicht, Arme und bissi am Rücken). Eines Nachts wurde es so schlimm, dass ich ins Spital musste weil mein ganzes Gesicht geschwollen war, mein ganzer Körper einen Ausschlag hatte und die Ärzte nicht wussten was es war und mir Kortison zum schlucken verabreicht haben. Ein paar Wochen später bekam ich eine Kortison Creme. Und so ging es eine Weile On/Off mit Kortison und Protopic hatte ich immer noch am Schmierplan. Was bei mir ganz komisch war, ist jedes Mal wenn ich mit den medikamentösen Cremen aufhörte wurde meine Haut ganz rot wie ein Sonnenbrand, mir war so heiss, alles hat gejuckt und die Kleidung hat sich wie tausend Nadeln angefühlt und ich habe geschält bis zum geht nicht mehr. Ich habe allergiefest gemacht, die Allergene aus meinem Leben gestrichen, bin auf Vegan umgestiegen, kein Alcohol, Kaffee -Schwarz Tee -Grün Tee- Nikotin. Hab mein Leben komplett angepasst und jeden möglichen Stress eliminiert. Hab von März bis Ende Mai dann auch alle Medikamentösen Cremen gestrichen, also Cortison und Protopic und bin auf Nachtkerzenöl umgestiegen. Nur mehr natürliche Sachen. Meine Haut hat damals auch keine Cremen wirklich akzeptiert ohne noch mehr zu brennen. Aber die Ausschläge und dieses furchtbare Brennen und schälen gingen weiter! Nach 3 Monate permanenter Schmerzen und starker Depressionen und da ich mich nicht permanent in der Arbeit krank melden wollte bin ich im Juni wieder auf Cortison umgestiegen. Habe ein Monat lang täglich geschmiert. Die Haut war noch immer ziemlich rot und hat gejuckt aber die Schuppen waren langsam weg. Im Juli habe ich dann versucht dass Kortison schleichend zu reduzieren und habe wieder Protopic verwendet wenn es gejuckt hat. Ich kam zu einem Punkt an dem ich alle 2-3 Wochen Kortison verwendete und mir dachte das kann nur mehr psychologisch sein. Nun ja jedes Mal wenn ich das Kortison absetzte fing dieser riesen Ausschlag über den ganzen Oberkörper inkl Hals und Gesicht wieder an. Teilweise auch wieder brennend rot. Das eigenartige - war dass ich dann meist Cortison auf ein paar Stellen (meist Ellbogen, Handgelenk und Hals) geschmiert habe und in 24Std hat sich der Ausschlag am ganzen (!) Körper beruhigt und in 48 Std sah die Haut wieder ganz normal aus.
Das habe ich nie wirklich verstanden. Und dieser roter Ausschlag hat auch nicht wie die normalen Ekzeme ausgesehen. Ich habe erst vor kurzem eine wahren Durchbruch in meinem Recherchen gemacht und bin auf das Red Skin Syndrome gestoßen, was genau meine Symptome aufweist! Es macht für mich alles so viel Sinn!
Ich wollte wissen ob irgendwer dasselbe durchgemacht hat oder schon davon gehört hat und eventuell Ärzte in Wien oder Österreich kennt die offen dafür sind, da es auch noch ziemliche neu ist? Viele Ärzte akzeptieren auch nicht, dass die Haut eine gewissen Abhängigkeit zu diesen Medikamenten entwickeln kann und, dass die Entzug Symptome katastrophal sind. Vor allem weil es auch ein sensibles Thema ist, da die Pharma Industrie ja Milliarden mit Kortisonpräparaten verdient! Aber eine andere Lösung als mehr Kortison zu verabreichen, haben die meisten Ärzte nicht. Das kann doch keine Dauerlösung sein?
Ich habe mich jetzt entschlossen das Protopic und Kortison ganz abzusetzen. Bin erst am Anfang - 2. Woche - meines Entzuges auch bekannt als TSW (Topical Steroid Withdrawal). Die Haut ist super trocken und schält ganz stark, vor allem am Gesicht und Hals. Oberkörper ist rot und trocken.
Würde mich interessieren ob irgendwer dasselbe durchmacht?
alles liebe

Ilona
Mitglied seit 19. 06. 2015
7 Beiträge

Zitiert von: bluebutterfly
hallo an alle,

Also ich versuche es kurz zu halten :-)

Ich habe als Kind unter Neurodermitis gelitten, meist bei dem Saisonwechsel, hab dann immer die Kortisoncreme bekommen und damit war es weg. Mit 20 habe ich dann ein Epicutan Test gemacht wo sich herausgestellt hat, dass ich auf Duftstoffe allergisch bin. sobald ich Waschzeug, Kosmetik, Waschmittel angepasst hatte, war ich nach 6 Monate Beschwerde frei.
Dann vor ca 3 Jahren (bin jetzt 31) fing es wieder schleichend an. Die Augen und die Arme hatten leichte Ausschläge. Ich bekam von der Ärztin Protopic verschrieben und habe dann ca 2 Jahre lang on/off die Salbe geschmiert (Augen, Gesicht, Arme und bissi am Rücken). Eines Nachts wurde es so schlimm, dass ich ins Spital musste weil mein ganzes Gesicht geschwollen war, mein ganzer Körper einen Ausschlag hatte und die Ärzte nicht wussten was es war und mir Kortison zum schlucken verabreicht haben. Ein paar Wochen später bekam ich eine Kortison Creme. Und so ging es eine Weile On/Off mit Kortison und Protopic hatte ich immer noch am Schmierplan. Was bei mir ganz komisch war, ist jedes Mal wenn ich mit den medikamentösen Cremen aufhörte wurde meine Haut ganz rot wie ein Sonnenbrand, mir war so heiss, alles hat gejuckt und die Kleidung hat sich wie tausend Nadeln angefühlt und ich habe geschält bis zum geht nicht mehr. Ich habe allergiefest gemacht, die Allergene aus meinem Leben gestrichen, bin auf Vegan umgestiegen, kein Alcohol, Kaffee -Schwarz Tee -Grün Tee- Nikotin. Hab mein Leben komplett angepasst und jeden möglichen Stress eliminiert. Hab von März bis Ende Mai dann auch alle Medikamentösen Cremen gestrichen, also Cortison und Protopic und bin auf Nachtkerzenöl umgestiegen. Nur mehr natürliche Sachen. Meine Haut hat damals auch keine Cremen wirklich akzeptiert ohne noch mehr zu brennen. Aber die Ausschläge und dieses furchtbare Brennen und schälen gingen weiter! Nach 3 Monate permanenter Schmerzen und starker Depressionen und da ich mich nicht permanent in der Arbeit krank melden wollte bin ich im Juni wieder auf Cortison umgestiegen. Habe ein Monat lang täglich geschmiert. Die Haut war noch immer ziemlich rot und hat gejuckt aber die Schuppen waren langsam weg. Im Juli habe ich dann versucht dass Kortison schleichend zu reduzieren und habe wieder Protopic verwendet wenn es gejuckt hat. Ich kam zu einem Punkt an dem ich alle 2-3 Wochen Kortison verwendete und mir dachte das kann nur mehr psychologisch sein. Nun ja jedes Mal wenn ich das Kortison absetzte fing dieser riesen Ausschlag über den ganzen Oberkörper inkl Hals und Gesicht wieder an. Teilweise auch wieder brennend rot. Das eigenartige - war dass ich dann meist Cortison auf ein paar Stellen (meist Ellbogen, Handgelenk und Hals) geschmiert habe und in 24Std hat sich der Ausschlag am ganzen (!) Körper beruhigt und in 48 Std sah die Haut wieder ganz normal aus.
Das habe ich nie wirklich verstanden. Und dieser roter Ausschlag hat auch nicht wie die normalen Ekzeme ausgesehen. Ich habe erst vor kurzem eine wahren Durchbruch in meinem Recherchen gemacht und bin auf das Red Skin Syndrome gestoßen, was genau meine Symptome aufweist! (http://itsan.org) Es macht für mich alles so viel Sinn!
Ich wollte wissen ob irgendwer dasselbe durchgemacht hat oder schon davon gehört hat und eventuell Ärzte in Wien oder Österreich kennt die offen dafür sind, da es auch noch ziemliche neu ist? Viele Ärzte akzeptieren auch nicht, dass die Haut eine gewissen Abhängigkeit zu diesen Medikamenten entwickeln kann und, dass die Entzug Symptome katastrophal sind. Vor allem weil es auch ein sensibles Thema ist, da die Pharma Industrie ja Milliarden mit Kortisonpräparaten verdient! Aber eine andere Lösung als mehr Kortison zu verabreichen, haben die meisten Ärzte nicht. Das kann doch keine Dauerlösung sein?
Ich habe mich jetzt entschlossen das Protopic und Kortison ganz abzusetzen. Bin erst am Anfang - 2. Woche - meines Entzuges auch bekannt als TSW (Topical Steroid Withdrawal). Die Haut ist super trocken und schält ganz stark, vor allem am Gesicht und Hals. Oberkörper ist rot und trocken.
Würde mich interessieren ob irgendwer dasselbe durchmacht?
alles liebe


Hallo! das was du beschreibst ist der klassische cortisonenzug, habe ich selbst schon mitgemacht. ich bin auch umgestiegen auf alternative medizin bzw. behandlungen, ich behandle zumindest bis auf ganz schlimme notfällt (und so einen hab ich alle zwei monate) und da verwende ich cortison als salbe, nur mit natürlichen sachen wie propolissalbe, aloe vera gel usw. diese webpage itsan.org kenne ich nicht, werde mir das aber genauer ansehen. danke für den tipp!! du könntest recht haben mit der pharma ;-) schönen tag und liebe Grüße Ilona

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