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Neurodermitis beim Baby

Manu
Mitglied seit 07. 04. 2014
6 Beiträge

Guten Morgen, ich habe einen Sohn, der ist jetzt ca.9 Monate alt und leidet unter einen starken Neurodermitis, vor allem am Kopf, an den Wangen, an den Ell- und Kniebeugen. Vor allem Nachts kratzt er sich sehr viel und er ist dann auch den ganzen Tag unruhig. Auch meine Nerven liegen schon ziemlich blank, da auch ich dadurch wenig Schlaf bekomme.
Mein Hautarzt hat mir eine Cortisonsalbe für die betroffenen Stellen verschrieben, welche wir nun seit Monaten auch verwenden. Aber irgendwie scheint es nicht wirklich zu helfen.
Meine Freundin hat mir geraten, dass ich ihm keine Kuhmilch geben soll und auch keine Sojamilch, da er darauf auch allergisch reagieren könnte. Ich hab mich jetzt umgehört, Stutenmilch sollte unbedenklich sein, aber auch Ziegenmilch.
Hat jemand von euch damit Erfahrung?
In der Apotheke hat man mir zu homöopathischen Globoli geraten, aber für die richtige Wahl brauche ich auch einen guten Arzt, der sich damit auskennt. Irgendwie bin ich mit meinem Latein am Ende.
Bin über eure Anregungen sehr dankbar.

Liebe Manu,
ich kann nach mir vorstellen, dass es für euch als Familie mit einem Neurodermitis-kranken Kind oft schwierig ist. Es leidet immer die ganze Familie mit.
Gleich vorweg, fühlst du dich mit deinem Kind bei deinem Hautarzt gut aufgehoben? Wenn nicht, solltest du dir überlegen, einen anderen Arzt aufzusuchen. Grundsätzlich sollte man mit Cortison sparsam umgehen, aber so wie ich es aus deinem Posting rauslese, verwendet ihr seit Monaten Cortison und es hilft nicht. Damit nimmst du viellacht das falsche Cortison oder in einer falschen Dosierung. Laß dich von deinem Arzt diesbezüglich nochmals beraten.
Infos zum richtigen Umgang mit Cortison findest du unter https://www.hautinfo.at/neurodermitis/schulmedizin-25/cortison-74.html

Viele Neurodermitiker vertragen keine Kuhmilch und leider auch keine Sojamilch. Eine sehr gute Alternative ist sicherlich die Stutenmilch, aber die ist teuer. Du solltest darauf Wert legen, die Stutenmilch in einer wirklich guten Bio-Qualität zu kaufen. Die beste Quelle dafür ist unumstritten der Direktbezug über einen Bauern. Aber nicht jeder lebt am Land und Du kannst die Stutenmilch in guter Qualität mittlerweile auch über das Internet beziehen. Bei der empfohlenen Tagesdosis kommst Du auf EUR 70,00 bis 100,00 pro Monat.

Eine Behandlung mit Homöpathie ist grundsätzlich einen Versuch wert, viele Betroffene schwören auf die Globuli. Du musst dir dafür aber wirklich einen Arzt suchen, der dafür ausgebildet ist und dich gut beraten kann. Ich an deiner Stelle würde mir generell einen Arzt suchen, der die Schulmedizin mit der Homöopathie kombiniert, dann bist du wirklich gut versorgt.
Ich wünsche dir und deinem Sohn alles Gute und hoffentlich treffen wir uns einmal bei einem Hauttreffen!

suhund
Mitglied seit 07. 04. 2014
10 Beiträge

Hi Manu Ich habe auch schon seit meinem 1. Lebensmonat Neurodermitis. Als das Ganze vor über 33 Jahren begann, war noch keine Rede von Nahrungsmittelallergien ... heute weiß ich, dass ich jede Menge davon haben und viele davon wahrscheinlich schon immer. Besonders stark reagiere ich auf Kuhmilch, Weizenmehl, Eiweiß (tierisches), zahlreiche Gemüsesorten, wie Sellerie, Paprika, Karotten oder Zitrusfrüchte... Ich würde wirklich gleich mal Kuhmilch als allererstes weglassen ... lustigerweise vertrage ich aber Ziegenmilch ohne Probleme. Also das wäre vielleicht eine Möglichkeit. Es sei denn, bei euch liegt eine Laktoseintoleranz vor, dann kann man immer noch auf Reismilch umsteigen :-) Aber keine Sorge, auch bei noch so vielen Lebensmittelproblemen, es findet sich immer was, das man Essen kann - no worries. Ich wünsch euch alles Gute und hoffe, ihr kriegt die Neuro in den Griff am besten sogar ohne Kortison. :-) Lg, Sandra

Liebe Manu, ja leider scheint fast jeder Neurodermitiker an verschiedenen Allergien zu leiden. Lebensmittelallergien gehören hier zum täglichen Problempunkt. Aber wie schon suhund schreibt, auch wenn dein Sohn an noch sovielen Allergien leidet, es gibt immer Alternativen.
Auf Kuhmilch und Kuhmilchprodukte (Käse, Joghurt, etc.) sind besonders viele Neurodermitiker allergisch und sollte gemieden werden. Nachdem wir normalerweise auf das Milcheiweiß allergisch reagieren, kannst du Butter und Schlagobers als einzige Kuhmilchprodukte durch den hohen Fettgehalt problemlos verzehren. Dazu kommen selten Allergien bei Ziegen- und Schafsmilch sowie deren Produkte vor, da musst du dich durchtesten. Es werden mittlerweile sehr viele gute Produkte angeboten. Stutenmilch ist immer eine Option. Bzgl. Homöopathie bei Allergien kann ich dir leider nicht weiterhelfen, aber vielleicht liest das hier mal ein Betroffener, der sich damit auskennt!

Weitere Infos zu Nahrungsmittelallergien bei Kindern findest du auf dieser Website unter >> https://www.hautinfo.at/allergien/nahrungsmittelallergie-kinder-70.html

Manu
Mitglied seit 07. 04. 2014
6 Beiträge

Hallo, danke für die Antworten! Bin gerade dabei die Alternativen zu Kuhmilch zu testen um zu sehen was mein Sohn gut verträgt und was ihm auch schmeckt. Eine Freundin wurde auch schon damit beauftragt, mir Stutenmilch bei einem Bauern zu organisieren, bin schon gespannt ob es was bringt. Mir kommt vor, als ob der Juckreiz schon weniger wird durch das Weglassen der Kuhmilch, aber ich kann mich natürlich auch täuschen und es liegt einfach an der warmen Frühlingsluft.
Ich bin für alle Tipps offen und hoffe auf regen Austausch!
LG

suhund
Mitglied seit 07. 04. 2014
10 Beiträge

Hi Manu,
ich lebe mittlerweile seit vielenMonaten gänzlich ohne Milch, auch ohne Soja, da ich hierauf auch eine Allergie habe und es klappt prima. Man kann sich tatsächlich ohne Milchprodukte verdammt gut ernähren. Was vielleicht auch interessant wäre, ist abklären zu lassen, ob dein Sohn eine Hühnereiweißallergie hat. Die löste bei mir nämlich auch immer wieder Schübe aus. Daher esse ich mittlerweile auch keine Eier und Produkte, in denen Eier enthalten sind bzw. auch kein Hühnchen oder keine Pute. Also vegan (ohne Soja und Weizen/Roggen) + ab und an mal Fisch oder Rind.

Ich weiß, Lebensmittelallergien klingen immer schlimm, aber ganz ehrlich, es ist zwar etwas mühsamer, aber kochen klappt dennoch gut. Fertigprodukte muss man halt gänzlich weglassen und immer in den Bestanteilen nachlesen. Milcheiweiß/-zucker/Hühnereiweiß ist leider sehr häufig mit dabei, auch wenns auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist.

Im Wr. AKH kannst du einen Allergiechip-Test machen lassen, die Testen via Blut so ziemlich alles, was es gibt inkl. Pollen. Wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht, dann geht das via Arztzuweisung auch auf Krankenkasse (normal kostet der Test ja knapp 200-300 Euro) - sprich vielleicht mal mit eurem/r Kinder/Hautarzt/-ärtzin.

Lg, Sandra

Manu
Mitglied seit 07. 04. 2014
6 Beiträge

Hallo sandra, dankeschön für die aufbauenden worte und deine Tips. Ich werde mal mit unseren Arzt sprechen wegen so einem Test, dann wissen wir wenigstens genau Bescheid was los ist!
Liebe Grüße an alle!

Annanas
Mitglied seit 07. 04. 2014
3 Beiträge

Allerdings kann es sich auch wieder verwachsen. Also, das heißt, dass er nur im Kleinkindalter daran leidet. So war es bei mir selbst und ich hoffe, so wird es auch bei meinem Sohn sein...

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