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Kortisonsalben - wie gefährlich/ungefährlich sind diese tatsächlich?

jenny
Mitglied seit 10. 11. 2014
1 Beiträge

Ich frage deshalb, weil ich soviel unterschiedliches darüber gehört habe! Die einen sagen, überhaupt kein Thema, Kortison ist nicht schädlich, andere wiederum sagen, Kortison ist Gift für den Körper.
Jetzt kenne ich mich nicht aus, ich habe seit Geburt die Neurodermitis und verwende regelmäßig Kortisonsalben, manchmal mehr und dann wieder weniger, je nach Bedarf. Mein Hautarzt sagt mir es ist kein Thema ob ja oder nein, sondern welche Salbe ich wann verwende.
Gibts eine Anwendungsempfehlung, gibts unbedingt einhaltende Ruhephasen, gibts besonders "milde" Salben? Danke und liebe Grüße Jenny

karinhafnerhautinfo.at
Mitglied seit 21. 09. 2014
232 Beiträge

Liebe Jenny, die Meinungen zu Cortison gehen stark auseinander. Grundsätzlich müssen wir froh sein, dass es Cortison gibt, da in einer starken Schubphase das Cortison wirklich gut hilft und dich vom Leiden befreien kann. Wenn die Haut stark entzündet ist und der Juckreiz stark ist, kann ohne schlechtes Gewissen Cortison KURZZEITIG verwendet werden.
Im Vergleich zu vor 25 Jahren sind die Präparate viel besser geworden, gleiche Wirkung mit weniger Nebenwirkungen.

Wichtig ist:
- die richtige Dosierung (wie lange wie oft) des passenden Produktes
wir unterscheiden zwischen 5 Wirkungsklassen mit entsprechend starken Neben-
wirkungen
- das Ausschleichen
nicht von einem Tag zum anderen aufhören um den sogenannten Rebound Effekt zu
meiden
- Vermeide eine dauerhafte tägliche Anwendung von Cortisonsalben.
- Bei schwerer Neurodermitis kann für einige Monate regelmäßig 2x pro Woche
Kortisonsalbe angewendet werden um den Körper aus einem Schub richtig gut
rauszuholen.

Sprich mit deinem Hautarzt darüber.

Hier findest du weitere Informationen über Cortison:
https://www.hautinfo.at/neurodermitis/schulmedizin-25/cortison-74.html

Alles Gute! Karin

Danny
Mitglied seit 07. 04. 2014
3 Beiträge

Hi Jenny, ich bin ein Cortisongegner!! Ich habe selbst jahrelang Cortison auf die Haut geschmiert und geschmiert, meine Neurodermitis ist mittlerweile besser, aber die Haut ist dünn wie Pergament, und das kommt vom Cortisonschmieren.
Ich kann nicht sagen wie es mir ohne Cortison ergangen wäre in den schubintensiven Zeiten, aber im nachhinein muss ich sagen, es wäre besser gewesen. Die dünne Haut wird nie wieder eine normale Dicke bekommen, das habe ich mittlerweile von verschiedenen Ärzten bestätigt bekommen.
Lass das Cortison weg und versuche alternative Therapien, Bioresonanz oder Magnetfeldtherapie, auf jeden Fall eine Ernährungsumstellung kann euch helfen.
Das ist meine Meinung dazu.
Gruß Danny

babette
Mitglied seit 11. 11. 2014
1 Beiträge

Hallo an alle! Wir haben einen Sohn mit Neurodermitis und wissen im Moment auch nicht ob wir bei der Schulmedizin bleiben oder der Homöopathie vertrauen sollen.

Es geht um meinen 2 Jahre alten Sohn, der seit dem 6.Monat (als ich mit dem Stillen begonnen habe) unter Hautproblemen leidet. Nach einem schweren Infekt im 8. Monat wurde es richtig schlimm.
Die Haut spielt bei ihm verrückt, manchmal gibt es keine Hautstelle, die normal aussieht und er ist so arm, kratzt wie ein Irrer und wir können ihn nicht beruhigen.

Wir waren bei mehreren Ärzten, es wurden Laborproben genommen, wir bekamen cortisonhaltige und antibiotische Salben und probierten viele rückfettende Cremes und Ölbäder aus. Alles nicht erfolgreich.

Letzten Herbst war es dann so schlimm, dass man uns ins Spital schickte und sofort stationär aufnahm, viel Cortison und Desinfizierendes in Cremes und rückfettende Cremes über fast 2 Wochen. Ergebnis, wir wurden mit schöner Haut entlassen und wir waren kurze Zeit glücklich. Aber wie man immer liest, es hält nicht an und so kam es auch bei uns, nach nicht mal einer Woche kam die Neurodermitis zurück, genauso schlimm wie vorher.
Wir bekamen im Spital die Info, wir sollten an einer Neurodermitisschulung teilnehmen, dort lernen wir alles zum Thema Neurodermitis.... ohne Info, wo wir diese machen können!
Wisst ihr wo es eine Neurodermitisschulung gibt, wo diese angeboten wird?

Jetzt waren wir bei einer Homöopathin, die ist der absolute Cortison Gegner und hat uns gesagt, ihre Behandlung geht nur ganz ohne Cortison.
Das haben wir jetzt drei Wochen schon durchgehalten, aber der Kleine ist so arm, dass ich hin und her überlege, ob ich nicht doch wieder ins Spital soll mit ihm. Die Homöopahtin sagt, es ist normal, der Körper reagiert und beginnt zum aufarbeiten und ich solle mir keine Sorgen machen, aber ich finde es wird von Tag zu Tag schlimmer.
Kennt das Gefühl jemand von euch? Ich kann mit niemanden darüber reden und bin am verzweifeln.

Die Ärzte sagten uns, dass Neurodermitis nicht heilbar ist, sondern wir nur die Symptome mit Cortison eindämmen können, so dass mein Kind nicht allzu sehr darunter leiden muss.
Die Homöopathin sagt, Neurodermitis ist heilbar, aber wir müssen durch diese Hölle gehen.

Was sagt ihr? Was ratet ihr mir?
Vielen Dank von einer verzweifelten Mutter.......................

Günter 40
Günter 40

Hallo
Hallo jenni und Babette
Wenn Dir der Azt sagt diese Krankheit ist nicht heilbar ist es logisch auf ihn zu verzichten, wenn die Cortisonbehandlung nur eine kurze Beruhigung zeigt bringt das wenig,. Über die negativen Auswirkungen über Cortison zu diskutieren ist ein midleidiges Lächeln angebracht. ES zerstört die Haut lebenslang! Eine Gute Bioresonazmediziner-in ist für Dermatitiskranke Gold wert. Kleinstkinder sind mit Abstand die meisten Patienten bei ihnen.Ein sehr gute Diagnostikerin hat vor einem Jahr in Mödling ( Bahnstrasse)ihre Ordination aufgemacht.
Mit freundlichen Grüßen Günter40

Karo S.
Karo S.

Hallo an alle!

Ich muss mich da jetzt einklinken, denn das hier sind nicht entweder/oder Fragen, sondern UND-Fragen.
Die Cortisonpräparate haben sich in den letzten Jahrzehnten um einiges verbessert und wer es versteht, den richtigen Umgang damit zu verinnerlichen und auch das Ausschleichen brav befolgt, der hat es wahrscheinlich um einiges leichter.
UND zusätzlich (nicht entweder oder) auch nebenbei alternativmedizinische Sachen machen und ausprobieren. Der individuell angepasste Mix macht es aus! UND immer auch auf das Bauchgefühl hören, wenn der Körper sagt, es geht grad nichts mehr, dann darf man die betroffenen Stellen wieder mal mit Coritson versorgen, aber eben mit Vorsicht. Der Artikel hier auf Hautinfo zum Gebrauch des Cortisons ist die perfekte Anleitung dafür.

Also bitte nicht schwarz-weiß denken, sondern die Behandlungsmöglichkeiten ausschöpfen und dabei beide Quellen (medizinisch und alternativmedizinisch, Heilkunde usw) heranziehen. Die Neuro ist eben nicht heilbar, aber so können wir wenigstens unseren individuellen Linderungsweg finden.

Glg, Karo

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