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    Hormonelle Akne: Das hilft gegen Pickel vor der Periode

    Wenn die Hormone verrĂŒckt spielen, zeigt sich das oft auf unserer Haut mit unreiner Aknehaut und Pickel. Verantwortlich dafĂŒr ist das Zusammenspiel der verschiedener Hormone. Hier erfĂ€hrst du, wie es zu Hormonschwankungen kommt, wie sie sich auf deine Haut auswirken und was du dagegen tun kannst.

    Warum Pickel vor der Periode?

    Jede von uns kennt das PhĂ€nomen. Der erste morgendliche Blick in den Spiegel bringt eine unliebsame Überraschung. Auf Stirn, Kinn oder DekolletĂ© ist ĂŒber Nacht ein Pickel erblĂŒht. Sehr oft sind dafĂŒr die Geschlechtshormone Östrogen, Progesteron und Testosteron verantwortlich und ein Blick auf den Zykluskalender beweist meistens: Wir befinden uns gerade im letzten Viertel des Monatszyklus‘.

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    Warum entstehen Pickel vor der Periode?

    Hautwissen

    Mythen und Fakten

    • Doch warum treten gerade jetzt Hautprobleme auf?
    • Wie entstehen sie?
    • Welche hormonellen VerĂ€nderungen sind noch dafĂŒr verantwortlich?
    • Und was braucht deine Haut jetzt?

    DiesbezĂŒglich existieren eine Menge von Mythen, deren Wahrheitsgehalt wir in diesem Beitrag abgeklopft haben.

    1. Pickel sind eine Hautkrankheit

    Nicht unbedingt. Pickel sind keine Hautkrankheit sondern ein Hautproblem. Erst wenn sie vermehrt und flĂ€chig auftreten und sich zu Akne verdichten, spricht man von einer Hautkrankheit. Hervorgerufen werden beide jedoch durch dieselbe Ursache – nĂ€mlich Schwankungen im Hormonhaushalt. Wie kommen diese Schwankungen zustande? Zum Beispiel im Laufe des natĂŒrlichen Menstruationszyklus‘ oder beim Absetzen der Anti-Baby-Pille.

    Die Unterscheidung zwischen „Hautproblem“ und „Hautkrankheit“ beeinflusst jedoch die Behandlung. WĂ€hrend im ersten Fall oder bei einer milden AusprĂ€gung von Akne noch eine Anpassung der Hautpflege, beispielsweise eine Orientierung am Zyklus, helfen kann (Beispiele dazu weiter unten), solltest du bei schwerer Akne unbedingt den Hautarzt aufsuchen.

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    2. Hormonbedingte Pickel hĂ€ngen mit dem Östrogenspiegel zusammen

    Auch das stimmt so nicht. Man könnte sogar sagen: Das Gegenteil ist der Fall. In Phasen besonders hoher Östrogenkonzentration, zum Beispiel der Eisprungphase, wird unsere Haut meist reiner und klarer. Das Problem ist nĂ€mlich nicht ein Hormon allein, sondern das Zusammenspiel aller drei Geschlechtshormone: Progesteron, Östrogen und Testosteron bzw. Androgen. Dabei spielt das Testosteron den unmittelbaren Auslöser. Konkret kommt es durch das im Blut zirkulierende Testosteron zu einer Zunahme der Hornzellenproduktion (Hyperkeratose) und Talgproduktion (Seborrhö), die wiederum die Grundlage fĂŒr das Wachstum von Bakterien und damit der Trigger fĂŒr EntzĂŒndungen sind.

    3. Hormonbedingte Pickel gibt’s nur in der PubertĂ€t

    Das stimmt (leider) auch nicht. Es gibt mehrere Phasen im Leben einer Frau, in denen sie besonders anfĂ€llig fĂŒr Pickelbildung ist. Neben der PubertĂ€t sind das die prĂ€menstruale Phase, beim Absetzen der Pille, wĂ€hrend der Schwangerschaft und in den Wechseljahren.

    Akne in der PubertÀt

    Bis zu 70% aller Jugendlichen haben in der PubertĂ€t mit unreiner Haut oder Akne zu kĂ€mpfen. Bei den meisten verschwindet die Akne nach der PubertĂ€t von selbst. Doch bei knapp 40% bleibt sie auch ĂŒber das Alter von 25 Jahren hinaus erhalten. 75 bis 85% davon sind Frauen. Warum? Weil sie im Unterschied zu MĂ€nnern fast ihr ganzes Leben lang mit Hormonschwankungen zu tun haben.

    Pickel wÀhrend der prÀmenstrualen Phase

    Frauen sind ab der Geschlechtsreife bis zur Menopause dem „Monatszyklus“ unterworfen. Dabei handelt sich um die zyklischen Zu- und Abnahme der Konzentration der Hormone Östrogen, Progesteron und Testosteron. Üblicherweise dauert ein Monatszyklus 28 Tage. Die prĂ€menstruale Phase, also die Zeit vor dem Einsetzen der Menstruation (Monatsblutung), bedeutet fĂŒr deine Haut eine besondere Belastung.

    In der ersten HĂ€lfte des Zyklus sind die Hormone FSH und LH, die von der HirnanhangdrĂŒse ausgeschĂŒttet werden, mit der Produktion von Östrogen und Progesteron beschĂ€ftigt, die fĂŒr die Funktion der Eierstöcke verantwortlich sind.

    WĂ€hrend das Östrogen vor dem Eisprung vorherrschend ist, dominiert das Progesteron in der zweiten ZyklushĂ€lfte. Dadurch erhöht sich der relative Anteil des Testosterons. Gemeinsam mit dem Progesteron bildet es den idealen NĂ€hrboden fĂŒr Pickelbildung.

    Die Schwangerschaftsakne

    Jede Frau, die einmal eine Schwangerschaft erlebt hat, weiß es: Die Hormone spielen verrĂŒckt und beeinflussen unser Leben auf vielfĂ€ltige Weise. Unter anderem wirken sie sich auch auf die Haut aus. Knapp die HĂ€lfte aller Schwangeren kĂ€mpft mit stĂ€rkerer unreiner Aknehaut. Meistens tritt Ankehaut im ersten Schwangerschaftsdrittel auf. Aber grundsĂ€tzlich kann sie in jeder Phase ausbrechen. Auch bei Frauen, die vorher noch nie ernsthaft mit Akne zu kĂ€mpfen hatten. Auf der anderen Seite gibt es viele Frauen, deren Teint gerade wĂ€hrend der Schwangerschaft besonders rein und klar ist. Wichtig ist in jedem Fall: Wenn es Probleme mit der Haut gibt, zögere nicht nicht, mit deinem Frauenarzt darĂŒber zu sprechen. Auch ein Termin mit einem Dermatologen ist hier durchaus sinnvoll.

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    Akne kann in der Schwangerschaft verstÀrkt auftreten

    Vermehrt Akne in den Wechseljahren

    Der Körper einer Frau macht in der Menopause noch einmal eine große VerĂ€nderung durch. Östrogen und Progesteron werden nur mehr in geringem Maße produziert, wodurch der Anteil von Testosteron im VerhĂ€ltnis steigt. Bei den meisten Frauen sinkt zwar auch der Testosteronspiegel ab, doch bei manchen steigt er in der Menopause auch an. Diese HormonverĂ€nderungen bedingen wiederum, wie schon zuvor wĂ€hrend des Monatszyklus, die Basis fĂŒr vermehrtes Auftauchen von Pickel. VerstĂ€rkend wirkt auch der altersbedingte, zunehmende Verlust von Feuchtigkeit und Spannkraft. Die Haut wird trockener und empfindlicher und begĂŒnstigt dadurch zusĂ€tzlich die Bildung von Pickel und Unreinheiten.

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    SpÀtakne trifft viele Frauen in den Wechseljahren

    Wie werden hormonbedingte Pickel und Unreinheiten behandelt?

    Passe deine Hautpflege dem Zyklus an! Parallel zu den hormonellen VerĂ€nderungen in deinem Körper wĂ€hrend des Monatszyklus‘ empfehlen wir dir, die Hauptpflege entsprechend anzupassen.

    • Die pflegebedĂŒrftige Phase (Menstruation): Der Zyklus startet mit dem ersten Tag der Menstruation. Der Östrogenspiegel ist gesunken, dadurch ist deine Haut trockener und sensibler. Sie braucht jetzt vor allem Feuchtigkeit!
    • Die aufnahmebereite Phase (Follikelphase): Der Körper produziert wieder mehr Östrogen. Deinen Haut nimmt mehr Feuchtigkeit auf, die Talgproduktion erhöht sich. Jetzt ist die richtige Zeit fĂŒr porentiefe Reinigung.
    • Die strahlende Phase (Eisprung): Der Östrogenspiegel ist auf dem Höhepunkt, das Progesteron hemmt noch die Entwicklung des Testosterons. Jetzt zeigt deine Haut, was sie kann. Sie strahlt und ist rosig, widerstandsfĂ€hig und rein. Deine Haut braucht jetzt keine zusĂ€tzliche Pflege.
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    Passen deine Hautpflege an den jeweiligen Zyklus an

    Die „Achtung-Pickel!“-Phase (PrĂ€menstruale Phase)

    Der Östrogenspiegel fĂ€llt rapide ab, gleichzeitig steigt der Anteil des Testosterons. Die meisten Frauen haben jetzt mit unreiner Haut zu kĂ€mpfen. Pickel tauchen vermehrt auf. Ihre bevorzugten Areale sind: die untere GesichtshĂ€lfte, RĂŒcken und DekolletĂ©. Am besten rĂŒckst du den Pickeln mit GesichtsdampfbĂ€dern, Enzympeelings oder einer reinigenden Gesichtsmaske zu leibe.

    Diese Tipps helfen gegen hormonbedingte Hautprobleme

    Achte mehr auf deinen Körper und seine BedĂŒrfnisse! Wenn die Haut wĂ€hrend der Menstruation oder Menopause trockener und empfindlicher wird, versorge sie mit viel Feuchtigkeit beziehungsweise reichhaltigen Texturen. 

    Steigere dein körperliches und seelisches Wohlbefinden: Vermeide Stress soweit als möglich. Das hilft nicht nur gegen Verstimmungen sondern hilft auch deiner Haut.

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    Vermeide Stress und entspanne regelmÀssig

    Diese pflanzlichen Hilfsmitteln helfen

    • Mönchspfeffer: Viele Studien haben gezeigt, dass Mönchspfeffer nicht nur die prĂ€menstrualen sondern auch die Wechseljahrebeschwerden lindern kann.
    • Traubensilberkerze und Salbei: In der Menopause helfen diese Heilpflanzen gegen Hitzewallungen sowie Hopfen gegen Schlafstörungen.
    • ErnĂ€hrung: Bohnen und Sojaprodukte unterstĂŒtzen den Hormonhaushalt bei hormoneller Akne.
    • Apfelessig bekĂ€mpft hormonelle Akne durch seine antibakterielle Wirkung, die Poren werden gereinigt und von ĂŒberschĂŒssigem Fett befreit.