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Schulmedizinische Behandlung von Allergien

Bei akut auftretenden Symptomen können Antihistaminika und Cortison eingesetzt werden. Sie bewirken eine Beseitigung, Linderung und Unterdrückung der Beschwerden, ohne jedoch die Ursachen zu beheben. Eine sehr erfolgversprechende Langzeittherapie erzielt man durch eine Hyposensibilisierung.

Hyposensibilisierung

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Die Allergieimpfung bekämpft als einzige Therapieform die Ursache und nicht bloß die Symptome! Damit kann langfristig die Allergie beseitigt werden. Das Ziel einer Allergieimpfung ist, den Körper an die Allergene zu gewöhnen. Das heißt, dass er gegenüber den Allergenen unempfindlich gemacht wird. Das Allergen wird in steigender Dosierung solange verabreicht, bis der Allergiker nicht mehr allergisch darauf reagiert. 

Es gibt zwei verschiedene Arten der Hyposensibilisierung. Entweder wird das Allergen über einen Zeitraum von 2 bis 5 Jahren gespritzt oder in Tropfen- oder Tablettenform einmal täglich oral eingenommen. Bei der Spritzenbehandlung werden die Allergene zu Beginn 1 x wöchentlich und später 1 x pro Monat gespritzt. Bei der sogenannten sublingualen Hyposenibilisierung kann der Patient regelmäßig anstelle der Spritze Tabletten beziehungsweise Tropfen einnehmen, dafür müssen diese täglich genommen werden. Für Kinder und Erwachsene mit einer Spritzenphobie ist dies eine gute Alternative. Leider ist diese Form nicht für alle Allergien einsetzbar. Erkundige dich bei deinem Arzt, welche Form der Hyposensibilisierung für dich in Frage kommt.

Eine Hyposensibilisierung ist ab einem Alter von 5 Jahren empfehlenswert. Eine Hyposensibilisierung muss immer unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden, da der Patient genau mit den Stoffen konfrontiert wird, auf die er eine allergische Reaktion aufweist. Der beste Zeitpunkt für den Start einer Hyposensibilisierung ist übrigens in der pollenfreien Zeit, genau dann, wenn du nicht unter akuten Symptomen leidest.

Laut den derzeitigen Statistiken ist diese Hyposensibilisierung sehr erfolgreich und die Nebenwirkungen sind gering. Bei ca. 75% aller Allergiker hilft eine Hyposensibilisierung. Ein regelmäßiger Besuch beim Arzt meist über mehrere Jahre ist jedoch dafür notwendig. Reisepläne sollten mit den Arztterminen so abgestimmt werden, dass keine Unterbrechung der Behandlung notwendig ist. In Verbindung mit Schutzimpfungen muss beachtet werden, dass diese Impfungen frühestens sieben Tage nach der letzten Allergieimpfung durchgeführt werden.

Derzeit arbeitet die Wissenschaft an einer Behandlungsmethode, bei welcher nur mehr zwei- bis dreimal jährlich eine Spritzenbehandlung notwendig sein wird bzw. an einem speziellen Imfpstoff gegen die Pollenallergie.

Achtung Neurodermitiker: Eine Hyposensibilisierung kann bei einem Neurodermitiker auch einen neuen Schub auslösen. Eine genaue Abklärung über die Vor- und Nachteile ist bei deinem Arzt notwendig.

Antihistaminika

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Präparate aus der Reihe der Antihistaminika verhindern die Freisetzung von Histamin und verringern den Juckreiz, bekämpfen die Symptome und nicht die Ursache der Allergie. Du bekommst Antihistamin in Form von Tabletten, Nasensprays, Augentropfen und zur Inhalation. Du bekommst einige von diesen Medikamenten rezeptfrei in deiner Apotheke, zum Teil sind diese vom Arzt verschreibungspflichtig. 
Vorsicht: Einige Antihistamin-Produkte führen zu Müdigkeit, daher sei vorsichtig beim Autofahren und bei dem Bedienen von Maschinen. Diese Präparate sollten eher abends eingenommen werden. Eine kurzfristige Einnahme ist absolut unbedenklich, bezüglich einer Langzeittherapie mit Antihistamin sprich bitte mit deinem Arzt.

Cortison

Cortison ist ein körpereigenes Hormon, welches von der Nebennierenrinde hergestellt wird und für die Hormonsteuerung im Körper zuständig und lebensnotwendig ist. Seit einigen Jahrzehnten wird Cortison auch synthetisch hergestellt und sehr effektiv bei diversen Hautkrankheiten und Allergien eingesetzt. Bei einer Allergie unterdrückt das Cortison die allergische Reaktion und lindert somit die Symptome. Das Cortison wird hier meist in Form von Augentropfen, Inhalatoren und Nasensprays eingesetzt. Wenn durch die Allergie eine Hautreaktion hervorgerufen wird, kommt es zum Einsatz von Cortison-Präparaten in Form von Cremes, Salben und Gels. In sehr schweren Fällen werden Tabletten und Spritzen verabreicht. Solange das verwendete Präparat nur lokal und kurzfristig angewendet wird, wie dies bei Cremes, Salben, Gels sowie Augentropfen, Inhalatoren und Nasensprays der Fall ist, fallen die Nebenwirkungen in der Regel sehr gering aus und können bedenkenlos angewendet werden.

Hilfe bei Hautausschlägen

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Wenn die allergische Reaktion sich durch einen Hautausschlag äussert, können verschiedene Wirkstoffe in Cremes die Haut wieder beruhigen. Es ist empfehlenswert, die Haut mit pflegenden Wirkstoffen wie Dexpanthenol, Urea oder Aloe Vera zu versorgen, um ihre durch den Hautausschlag gestörte Schutzfunktion wiederherzustellen.

 

Urea (=Harnstoff)

Harnstoff ist schon von Natur aus in den obersten Hautschichten enthalten und dient der Haut als Feuchthaltefaktor. Urea in einer Creme verhilft der Haut zu einem besseren Wasserbindungsvermögen und kann die natürliche Hautbarriere wieder hergestellen. Die Haut fühlt sich angenehm geschmeidig an, zusätzlich wird ein bestehender Juckreiz gelindert. Eine Konzentration von 5 bis 15% in Cremes wird empfohlen. Vorsicht: Wenn die Haut entzündet ist, denn dann sollten keine harnstoffhaltigen Produkte angewendet werden, da dies zu einem verstärkten Gefühl des Brennens führen kann.  

 

Dexpanthenol (=Provitamin B5)

In der Haut wird das zugeführte Panthenol in Pantothensäure umgewandelt, stärkt damit die Barrierefunktion der Haut und hilft der Haut zugleich, Feuchtigkeit zu speichern. Nicht umsonst wird Pantothensäure in Fachkreisen als „Schönheitsvitamin“ oder „Königin der Hautvitamine“ bezeichnet. Sie fördert den Energiestoffwechsel der Hautzellen, regt die Hautzellenteilung an und der natürliche Regenerationsprozess der Haut wird ebenfalls gefördert. Sie gilt auch als entzündungshemmend und kann auch bei einem akuten Sonnenbrand angewendet.

Beschwerden im Magen-Darm-Trakt

Treten die Beschwerden vor allem im Magen-Darm-Trakt auf, kann zur Behandlung über kurze Zeit Cromoglicinsäure eingenommen werden. Die Cromoglicinsäure ist die erste synthetisch hergestellte Substanz, die gegen die Entzündungsmechanismen bei allergischem Asthma bronchiale und Allergien zur Anwendung kommt.

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