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Warzen richtig behandeln

Warzen sind zwar lästige, aber ungefährliche Virusinfektionen. Lese hier wie du Warzen richtig behandelst, welche Medikamente wirken und welche altbewährten Hausmittel im Einsatz gegen Warzen kleine Wunder vollbringen können.

Was sind Warzen eigentlich genau?

Warzen sind kleine gutartigen Wucherungen, die meist durch das humane Paillomavirus (HPV) hervorgerufen werden. Je nach Warzen-Typ sind es verhärtete, flache oder knötchenartige Wucherungen, die meistens an Händen und Füßen, im Gesicht und im Genitalbereich auftreten. Die weit verbreitete Dornwarze (ähnlich wie Hühneraugen) erkennt man am ehesten an vermehrten Schwielen und Hornhautkrusten an den Fußsohlen, die beim Gehen oft starke Schmerzen verursachen.

Davon zu unterscheiden sind Dellwarzen (Mollusca contagiosa) und die sogenannten Alterswarzen (seborrhoische Keratose).

Wie lange man mit den Warzen zu kämpfen hat, ist nie vorherzusehen. Je nach Hartnäckigkeit und Verbreitungspotenzial können Warzen monatelang, aber auch über Jahre hinweg Probleme machen.

In manchen Fällen verschwinden Warzen ohne Therapie wieder (vor allem beim Kindern). In anderen Fällen wiederum kommen Warzen immer wieder, daher ist es wichtig, dass eine Behandlung konsequent durchgeführt wird.

Das körpereigene Immunsystem spielt bei der Entstehung und Abheilung von Warzen eine wichtige Rolle. Sobald der Körper den Warzen-Virus mit eigenen Abwehrkräften bekämpfen kann, verschwinden die Warzen (meist) wieder von alleine.

Warzen an den Händen
Warzen an den Händen

Sind Warzen ansteckend?

JA, da Warzen von Viren übertragen werden, sind sie ansteckend. Es ist keiner vor Warzen gefeit, allerdings ist nicht jeder gleich empfänglich für eine Infektion, oft sind es Menschen mit einem schwachen Immunsystem und Kinder, die von Warzen betroffen sind. Besonders hoch ist die Ansteckungsgefahr in Duschräumen und Schwimmbädern, da sich Warzen-Viren in feuchter Umgebung besonders wohl fühlen.

Vor allem Kinder und Jugendliche zwischen dem 4. und 18. Lebensjahr sind gefährdet, sich mit dem Virus zu infizieren, da ihr Organismus noch keine Immunität dagegen ausbilden konnte. Wer als Kind schon mal Warzen hatte, ist im Erwachsenenalter also weniger empfänglich für eine Infektion.

Ist der Körper aber noch nicht mit dem Virus „vertraut“, können sich auch ältere Personen mit dem Virus anstecken. Ein geschwächtes oder krankes Immunsystem kann die Ansteckungsgefahr zusätzlich begünstigen.

Was kann man gegen Warzen tun?

Die Behandlung von Warzen ist von verschiedenen Faktoren abhängig, ausschlaggebend ist die Art der Warze und natürlich:

  • Alter des Patienten
  • Anzahl der Warzen
  • in welchem Körperbereich befindet sich die Warze.

In der Regel beginnt man mit einer Therapie, welche die verdickte Hornschicht auflöst. Dieser Vorgang kann zwischen sechs und zwölf Wochen dauern. Erst wenn dies keine Linderung bringt, kommen operative Maßnahmen zum Einsatz. Eine konsequente und regelmäßige Anwendung ist dabei besonders wichtig, sonst besteht die Gefahr einer weiteren Verbreitung der Viren.

Warzen: Auflösung der verdickten Hornschicht

Die aufgeweichte Hornhaut (zB warmes Fußbad bei Warzen auf der Fußsohle) wird vorsichtig mit einer Feile oder Hornhauthobel immer wieder entfernt und mit virustötenden Wirkstoff behandelt.

Ätzmittel und Keratolytika helfen gegen Warzen

In klinischen Studien hat sich für die Warzenbehandlung speziell die Ameisensäure als besonders effektiv erwiesen. Die Ameisensäure dringt in die Warze ein und trocknet die Warze von innen heraus aus, damit kann der Körper die Warze bereits nach kurzer Zeit selbstständig sanft abstoßen.

Weiters werden Präparate mit Acetylsalicylsäure, Silbernitrat, Harnstoff oder Milchsäure angewendet, diese weichen die obere Hornschicht der Haut auf, sodass die Warze darunter entfernt werden kann.

Um die Vermehrung von Warzen-Viren zu hemmen, empfiehlt sich die Behandlung mit 5-Fluorouracil Präparaten. Sie sind zum Beispiel als Lösung oder in Salbenform in der Apotheke erhältlich (rezeptpflichtig!).

Vereisung der Warzen

Beim Vereisen der Warzen werden gezielte Erfrierungen 2. Grades an den betreffenden Stellen eingesetzt, um bestimmte Zellen abzutöten und die Warze leichter entfernen zu können. Da sich beim Abheben der Warze von der Haut eine Art Blase bildet, ist dieses Verfahren besonders gut an Stellen durchzuführen, an denen die Warzen nach außen wachsen (zB auf dem Handrücken). An den Fußsohlen hingegen, ist die Vereisungstherapie eher aufwändig und für den Patienten recht schmerzhaft, da die Warzen an den Füßen meist kegelförmig nach innen wachsen.

Chirurgische Verfahren

Eine andere Variante, die Warzen dauerhaft zu entfernen, ist das Abbrennen der Viren. Spezielle Laserstrahlen oder elektrisch erhitzte Schlingen verbrennen dabei gezielt das infizierte Warzengewebe und töten die Keime ab. Diese Methode ist besonders für die Behandlung von Alterswarzen zu empfehlen und sollte immer vom behandelnden Hautarzt durchgeführt werden.

Die chirurgische Entfernung der Warzen mit dem Skalpell („scharfer Löffel“) muss ebenfalls von einem Hautarzt durchgeführt werden. Dabei wird zunächst das betreffende Gewebe aufgeweicht und anschließend „ausgeschabt“. Sowohl für das Abbrennen als auch für das Ausschaben ist eine lokale Betäubung unbedingt notwendig, da die Behandlung sonst gerade an Händen und Füßen große Schmerzen verursachen würde.

Tipps während der Behandlung von Warzen

  • Warzen immer vorsichtig behandeln: Da Viren sich schnell verbreiten können, besteht immer die Gefahr einer erneuten Infizierung mit dem Virus. Daher gilt: nach jeder Warzenbehandlung gründlich die Hände waschen.
  • Warzen nicht aufkratzen: Die Viren können sich über Fingernägel und Fingerkuppen auf andere Hautareale ausbreiten.
  • Schaffe eine trockene Umgebung für die Haut um die Warze Warzen fühlen sich in feuchter Umgebung besonders wohl und können sich leicht weiterverbreiten. Um Fußschweiß am besten zu vermeiden, solltest du auf luftiges Schuhwerk achten und dir morgens und abends die Füße waschen!
  • Besondere Vorsicht in öffentlichen Umkleiden, Schwimmbädern oder Duschen: Trage immer Badeschuhe.
  • Nimm ein warmes Fußbad und entferne anschließend vorsichtig die Hornhaut mit einem Bimsstein oder Hornhauthobel vorsichtig
  • Behandle die betroffenen Stellen mit „Hühneraugenpflastern“, sie enthalten ebenfalls Salicylsäure und fördern die Warzenheilung
  • Achtung Ansteckungsgefahr: Um deinen Partner oder andere Mitbewohner nicht mit dem Virus anzustecken, benutze immer deine eigenen Handtücher, Bimssteine und Nagelscheren
  • Wasche Handtücher bei mindestens 60°
  • Stärke dein Immunsystem: Ausgewogene Ernährung und Vermeidung von Nikotin und Alkohol
  • Schutz vor Ansteckung im Intimbereich: Kondom verwenden!

Frag den Arzt

Nicht alles, was wie eine Warze aussieht, ist auch eine. Manchmal können auch andere Infektions-Krankheiten oder sogar Hautkrebs dahinter stecken. Um sicherzugehen, geh zum Hautarzt.

Auf jeden Fall solltest du zum Arzt gehen, wenn:

  • die Warzen das Gesicht oder den Genitalbereich betreffen
  • bei deiner Hausbehandlung Komplikationen, wie stärkere Blutungen oder Schmerzen auftreten
  • du generell unter einem geschwächten Immunsystem leidest
  • du über 45 Jahre alt bist und du von sehr viele Warzen betroffen bist
Alternativmedizin Homöopathie Neurodermitis Schuppenflechte Akne
Homöopathische Mittel gegen Warzen

Homöopathische Mittel gegen Warzen

Auch alternative Verfahren kann man erfolgreich zur Behandlung von Warzen einsetzen. Verschiedene Pflanzen- und Naturstoffe, wie Thuja (Thuja-Tinktur und Thuja D6), Causticum D4, Antimonium crudum, Silicea (Schüsslersalz) oder Chelidonium können den Heilungsprozess positiv beeinflussen ohne den Körper durch chemische Medikamente oder schmerzhafte Eingriffe zusätzlich zu belasten. Wenn du dich für eine homöopathische Therapie entscheidest, besprich am besten mit einem Spezialisten für Homöopathie, was für dich am besten geeignet wäre!

Altbewährte Hausmittel helfen bei Warzen

Hautpflege Hautöle Naturöle trockene Haut Neurodermitis Psoriasis
Teebaumöl, Rizinusöl oder Lavendelöl helfen gegen Warzen.

Hier findest du ein paar Tipps, womit du deine Warzen zusätzlich behandeln kannst:

  • Teebaumöl (verdünnt): desinfiziert und hilft bei der Heilung.
  • Rizinus-Öl: Die enthaltene Ricinolsäure wirkt nicht nur antiviral, sondern führt beim Auftragen auf die Haut auch dazu, dass Warzen schneller verschwinden.
  • Schöllkraut: ist auch als Warzenkraut bekannt und wird aufgrund seiner antiviralen Wirkung seit Jahrhunderten gegen Warzen eingesetzt.
  • Lavendelöl: ist ein ätherisches Öl, das antiseptisch und antiviral wirkt und somit gut gegen Warzen eingesetzt werden kann.
  • Löwenzahn: dank pflanzlicher Gerbstoffe und Flavonoide wirkt Löwenzahn entzündungshemmend und antiviral gegen Warzen.
  • Umschläge mit Schwedenbitter: Fette die zu behandelnde Hautstelle gut ein, zB mit Ringelblumensalbe. Anschließend tränke ein Stück Wattebausch mit Schwedenbitter und lege es über die zu behandelnde Hautstelle, mindestens eine Stunde einwirken lassen!
  • Ringelblumensalbe: wirkt schwellungslindernd, antibakteriell und entzündungshemmend und und spendet in Cremeform außerdem noch Feuchtigkeit.
  • Knoblauch: wirkt dank seines natürlichen Wirkstoffes Allicin entzündungshemmend und antiviral, es funktioniert auch Knoblauchöl.
  • Zahnpasta oder Backpulver: wirken austrocknend
  • Zitronensaft: trocknet eine Warze aus
  • Terpentin Lösung: nur als verdünnte Lösung auftragen
  • Eigen-Urin-Therapie: hört sich eklig an, hilft aber tatsächlich (übrigens nicht nur bei Warzen, sondern auch bei anderen Hautproblemen).
    Anwendung: eine Woche lang den ersten Strahl am Morgen auffangen und die Warze damit betupfen. Nicht abwaschen. Und keine Sorge, man riecht es nicht.
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