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Warzen richtig behandeln

Warzen sind zwar lästige, aber ungefährliche Virusinfektionen. Lese hier Wissenswertes über Medikamente und gute Hausmittel gegen Warzen!

Was sind Warzen eigentlich genau?

Warzen sind kleine Wucherungen, die durch das humane Paillomavirus hervorgerufen werden. Je nach Warzen-Typ sind es verhärtete, flache oder knötchenartige Wucherungen, die meistens an Händen und Füßen, im Gesicht und im Genitalbereich auftreten. Die weit verbreitete Dornwarze (ähnlich wie Hühneraugen) erkennt man am ehesten an vermehrten Schwielen und Hornhautkrusten an den Fußsohlen, die beim Gehen oft starke Schmerzen verursachen.

Sind Warzen ansteckend?

Da Warzen von Viren übertragen werden, sind sie ansteckend. Es ist keiner vor Warzen gefeit, allerdings ist nicht jeder gleich empfänglich für eine Infektion, oft sind es Menschen mit einem schwachen Immunsystem und Kinder, die von Warzen betroffen sind. Besonders hoch ist die Ansteckungsgefahr in Duschräumen und Schwimmbädern, da sich Warzen-Viren in feuchter Umgebung besonders wohl fühlen.

Vor allem Kinder und Jugendliche zwischen dem 4. und 18. Lebensjahr sind gefährdet, sich mit dem Virus zu infizieren, da ihr Organismus noch keine Immunität dagegen ausbilden konnte. Wer als Kind schon mal Warzen hatte, ist im Erwachsenenalter also weniger empfänglich für eine Infektion. Ist der Körper aber noch nicht mit dem Virus „vertraut“, können sich auch ältere Personen mit dem Virus anstecken. Ein geschwächtes oder krankes Immunsystem kann die Ansteckungsgefahr zusätzlich begünstigen.

Wie lange man mit den Warzen zu kämpfen hat, ist nie vorherzusehen. Je nach Hartnäckigkeit und Verbreitungspotenzial können Warzen monatelang, aber auch über Jahre hinweg Probleme machen. Auch hier spielt wieder das körpereigene Immunsystem eine wichtige Rolle. Sobald der Körper den Warzen-Virus mit eigenen Abwehrkräften bekämpfen kann, verschwinden die Warzen wie von selbst.

Was kann man gegen Warzen tun?

In der Regel beginnt man mit einer medikamentösen Behandlung, bevor operative Maßnahmen zum Einsatz kommen. In klinischen Studien hat sich für die Warzenbehandlung speziell die Ameisensäure als besonders effektiv erwiesen. Die Ameisensäure dringt in die Warze ein und trocknet die Warze von innen heraus aus. Damit kann der Körper die Warze bereits nach kurzer Zeit selbstständig sanft abstoßen. Weiters werden Präparate mit Acetylsalicylsäure oder Milchsäure angewendet, diese weichen die obere Hornschicht der Haut auf, sodass die Warze darunter entfernt werden kann. Um die Vermehrung von Warzen-Viren zu hemmen, empfiehlt sich die Behandlung mit 5-Fluorouracil Präparaten. Sie sind zum Beispiel als Lösung oder in Salbenform in der Apotheke erhältlich (rezeptpflichtig!).

Eine konsequente und regelmäßige Anwendung ist dabei besonders wichtig, sonst besteht die Gefahr einer weiteren Verbreitung der Viren.

Vereisungstherapie

Beim Vereisen der Warzen werden gezielte Erfrierungen 2. Grades an den betreffenden Stellen eingesetzt, um bestimmte Zellen abzutöten und die Warze leichter entfernen zu können. Da sich beim Abheben der Warze von der Haut eine Art Blase bildet, ist dieses Verfahren besonders gut an Stellen durchzuführen, an denen die Warzen nach außen wachsen (zB auf dem Handrücken). An den Fußsohlen hingegen, ist die Vereisungstherapie eher aufwändig und für den Patienten recht schmerzhaft, da die Warzen an den Füßen meist kegelförmig nach innen wachsen.

Chirurgische Verfahren

Eine andere Variante, die Warzen dauerhaft zu entfernen, ist das Abbrennen der Viren. Spezielle Laserstrahlen oder elektrisch erhitzte Schlingen verbrennen dabei gezielt das infizierte Warzengewebe und töten die Keime ab. Diese Methode ist besonders für die Behandlung von Alterswarzen zu empfehlen und sollte immer vom behandelnden Hautarzt durchgeführt werden. Die chirurgische Entfernung der Warzen mit dem Skalpell („scharfer Löffel“) muss ebenfalls von einem Hautarzt durchgeführt werden. Dabei wird zunächst das betreffende Gewebe aufgeweicht und anschließend „ausgeschabt“. Sowohl für das Abbrennen als auch für das Ausschaben ist eine lokale Betäubung unbedingt notwendig, da die Behandlung sonst gerade an Händen und Füßen große Schmerzen verursachen würde.

Homöopathische Verfahren

Auch alternative Verfahren kann man erfolgreich zur Behandlung von Warzen einsetzen. Verschiedene Pflanzen- und Naturstoffe, wie Thuja (Lebensbaum), Antimonium crudum (Grauspießglanz), Silicea (Schüsslersalz) oder Chelidonium (Schöllkraut) können den Heilungsprozess positiv beeinflussen ohne den Körper durch chemische Medikamente oder schmerzhafte Eingriffe zusätzlich zu belasten. Wenn du dich für eine homöopathische Therapie entscheidest, besprich am besten mit einem Spezialisten für Homöopathie, was für dich am besten geeignet wäre!

 

 

Worauf du achten solltest

Wichtig ist: Warzen immer vorsichtig behandeln! Da Viren sich schnell verbreiten können, besteht immer die Gefahr einer erneuten Infizierung mit dem Virus! Daher gilt: nach jeder Warzenbehandlung, gründlich die Hände waschen! Für trockene Füße sorgen!

Warzen fühlen sich in feuchter Umgebung besonders wohl und können sich leicht weiterverbreiten. Um Fußschweiß am besten zu vermeiden, solltest du auf luftiges Schuhwerk achten und dir morgens und abends die Füße waschen! Besondere Vorsicht in öffentlichen Umkleiden, Schwimmbädern oder Duschen!

Achtung Ansteckungsgefahr! Um deinen Partner oder andere Mitbewohner nicht mit dem Virus anzustecken, benutze immer deine eigenen Handtücher, Bimssteine und Nagelscheren, wenn du gerade unter Warzen leidest! Wasche Handtücher bei mindestens 60°C!

Frag den Arzt: Nicht alles, was wie eine Warze aussieht, ist auch eine. Manchmal können auch andere Infektions-Krankheiten oder sogar Hautkrebs dahinter stecken! Um sicherzugehen, geh zum Hautarzt! Auf jeden Fall solltest du zum Arzt gehen, wenn die Warzen das Gesicht oder den Genitalbereich betreffen. Und natürlich auch, wenn bei deiner Hausbehandlung Komplikationen, wie stärkere Blutungen oder Schmerzen auftreten!

Tipp für zu Hause Abends vor dem Schlafen gehen: ein warmes Fußbad nehmen und die Hornhaut mit einem Bimsstein oder Hornhauthobel vorsichtig entfernen. Dann die betroffenen Stellen mit „Hühneraugenpflastern“ behandeln – sie enthalten ebenfalls Salicylsäure und fördern die Warzenheilung!

Hausmittel helfen bei Warzen!

Hier findest du ein paar Tipps, womit du deine Warzen zusätzlich behandeln kannst:

  • Teebaumöl (verdünnt): desinfiziert und hilft bei der Heilung!
  • Rizinus-Öl: einfach auf die betreffende Stelle auftupfen.
  • Umschläge mit Schwedenbitter: Schwedenbitter bekommst du in der Apotheke!
  • Ringelblumensalbe: wirkt schwellungslindernd, antibakteriell und entzündungshemmend und und spendet in Cremeform außerdem noch Feuchtigkeit!
  • Einreiben mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe oder Knoblauchöl
  • Zahnpasta: kein Witz – es kann tatsächlich helfen!
  • Terpentin Lösung: nur als verdünnte Lösung auftragen!
  • Eigen-Urin-Therapie: hört sich eklig an, hilft aber tatsächlich (übrigens nicht nur bei Warzen, sondern auch bei anderen Hautproblemen)! Anwendung: eine Woche lang den ersten Strahl am Morgen auffangen und die Warze damit betupfen. Nicht abwaschen! Und keine Sorge, man riecht es nicht!
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