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Vitiligo - Weißfleckenkrankheit

Vitiligo ist eine chronische Hauterkrankung, von der im mitteleuropäischen Raum ca. 1,5 Millionen Menschen betroffen sind. Typisch für die Vitiligo sind plötzlich auftretende, weiße bzw. pigmentfreie Flecken auf der Haut, die sich langsam ausweiten können, aber nicht unbedingt müssen. Vitiligo ist weder schmerzhaft, noch ansteckend, noch gefährlich, aber dennoch eine große Belastung für die Betroffenen.

Vitiligo ist keine Modekrankheit unserer Zeit. Aus Überlieferungen weiß man, dass es bereits vor 3500 Jahren Fälle von Vitiligo gab. Trotzdem konnte man bis heute noch nicht eindeutig herausfinden, was die Ursache für die plötzlich auftretende Pigmentstörung ist. Man geht aber davon aus, dass genetische Faktoren eine wesentliche Rolle spielen, da die Krankheit gehäuft in Familien auftritt.

Die auffälligen Pigment-Flecken treten meist an sichtbaren Stellen wie auf den Händen und im Gesicht auf und dafür schämen sich viele Betroffene! Dazu kommt die Unwissenheit, weil viele nicht wissen welche Behandlung wirklich hilft bzw. was sie sonst machen können.

Vitiligo ist bis heute nicht vollständig heilbar, aber mit modernen medizinischen Methoden und mit bestimmten alternativen Heilverfahren kann man erfolgreich dagegen ankämpfen. Allerdings kennen sich leider nur wenige Mediziner mit dieser Erkrankung aus und die Betroffenen fühlen sich oft hilflos und alleine gelassen.

Wie macht sich Vitiligo bemerkbar?

Es geschieht oft ganz plötzlich, meist während eines Sonnenurlaubs: irgendwo auf der Haut entsteht ein kleiner weißer Fleck. Dann werden es immer mehr helle Flächen, die irgendwo am Körper auftauchen und nicht mehr verschwinden.

Ursachen und Auslöser Vitiligo

Die wissenschaftlichen Meinungen über die Ursachen und Auslöser von Vitiligo gehen in Expertenkreisen weit auseinander. Einerseits besteht die These, dass aggressive Umweltschadstoff-Moleküle, sogenannte freie Radikale, die Haut angreifen und so die Vitiligo auslösen. Andere behaupten, dass Stress und innere Unruhe die Ursache sein müssen, da in stressigen Situationen vermehrt giftige Substanzen aus den Nervenzellen in der Haut freigesetzt werden, die die Pigmentstruktur aus dem Gleichgewicht bringen können.

Laut neusten Erkenntnissen ist die zunehmende Zerstörung von Pigmentzellen ursächlich verantwortlich für das Auftreten der weißen Stellen. In zahlreichen Untersuchungen zeigt sich, dass bei Betroffenen eine ungewöhnlich hohe Konzentration an Wasserstoffperoxid in der oberen Hautschicht vorliegt. Diese löst ein biochemisches Ungleichgewicht aus und die Pigmentzellen (Melanozyten), jene Zellen, die die Hautfarbe produzieren, reagieren mit oxidativem Stress: die Zellen werden zerstört. Sobald der Wasserstoffperoxid-Gehalt im Körper zurückgeht, ist eine Re-Pigmentierung der Haut möglich.

Eine mögliche Ursache beschreibt die Autoimmunhypothese, bei der der Körper selbst für das Ungleichgewicht in der Haut und die Zerstörung der Zellen verantwortlich ist. Eine Fehlsteuerung des Immunsystems wäre also der Auslöser für die Zerstörung der Zellen. Wie es zu dieser Autoimmunstörung kommt, ist jedoch noch nicht eindeutig bewiesen.

Vitiligo Weißfleckenkrankheit Ursachen und Behandlung
Vitiligo - Weißfleckenkrankheit

Verlauf der Hauterkrankung

Während viele Hautkrankheiten in Schüben auftreten, schreitet die Weißflecken-Krankheit kontinuierlich voran. Die weißen Flächen werden in vielen Fällen immer größer und vermehren sich. Ein typisches Kennzeichen für die Vitiligo ist, dass die weißen Flecken vor allem im Gesicht, an Händen und an den Füßen auftreten und in sich meist scharf begrenzt sind.

Die weißen Flecken treten in der Regel erstmals zwischen dem 10. und dem 30. Lebensjahr auf – also in einer Zeit, in der junge Menschen besonders viel Wert auf ihr Äußeres legen und die Flecken als besonders störend empfinden. Es kann aber auch vorkommen, dass die Flecken erst in fortgeschrittenerem Alter auftreten. Die Anzahl der weißen Flecken ist ganz unterschiedlich. Die Ausprägung kann von vereinzelten, kleinen Flecken bis hin zu großflächigen Stellen am ganzen Körper reichen.

Verschiedene Formen von Vitiligo

Generalisierte Vitiligo: Diese Form tritt am häufigsten auf und verläuft meist symmetrisch. Dabei nimmt die Anzahl der weißen Flecken stetig zu, zwischenzeitlich kann es aber auch zu einem Stillstand kommen. Der Krankheitsverlauf ist sehr individuell und kann nicht genau vorhergesagt werden.

Lokalisierte Vitiligo: Diese Form breitet sich nicht symmetrisch aus und betrifft nur einzelne Körperareale. Die lokalisierte Vitiligo entsteht innerhalb weniger Monate und bleibt dann unverändert. Die Flecken breiten sich nicht weiter aus, werden aber auch nicht rückpigmentiert.

Universelle Vitiligo: Die schwerste Form der Vitiligo ist die universelle Vitiligo. Dabei kann es zu einer Depigmentierung von über 80% der Hautoberfläche kommen.

Hilfe bei Vitiligo

Vitiligo Betroffene sollten lernen, eine konstruktive Haltung gegenüber ihrer Hauterkrankung zu lernen, die keine Resignation zulässt und der medizinischen Forschung in Sachen Linderung eine Chance gibt, aber angepriesenen "Wundermitteln" kritsich gegenüber stehen.

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Hilfe für Vitiligo Patienten am Toten Meer

Hilfe am Toten Meer

Die Behandlung der Vitiligo am Toten Meer besteht in zeitlich steigender Dauer der Sonnenbestrahlung, Pflege der Haut mit speziellen Cremen und Ölen. Durch die Sonnenbestrahlung nehmen die Vitiligostellen erst eine rosa-rote Verfärbung an. Die genaue Zeit der Sonnenbestrahlung wird für jeden Patienten exakt berechnet, da Vitiligo Patienten besonders stark Sonnenbrand gefährdet sind.

Es verlangt viel Geduld, Aufmerksamkeit und Erfahrung des Arztes und des Patienten. Die fettunterpolsterten Stellen, wie Gesicht, Hals, Nacken und Stamm reagieren viel intensiver auf Sonnenstrahlen, werden schneller rot und pigmentieren auch rascher, als Hände- und Fußrücken und noch langsamer Finger und Zehen. Die entstehende Pigmentierung ist perifollikulär lokalisiert, zeigt sich innerhalb der Vitiligoherden makroskopisch entweder punktförmig oder entsteht vom Rande her, schließt sich zusammen und vermindert langsam die Vitiligoareale.

Videotipp: Prof. Dr. Karin Schallreuter

Die Dermatologin Dr. Karin Schallreuther ist Expertin für Vitiligo. Sie lehrt in Großbritannien und ist Gastprofessorin in Greifswald. International berühmt ist sie für ihre Expertise und Behandlungsmethoden der "Scheckhaut" Vitiligo, weiß alles über Pigmentstörungen und die Pflege der Haut.

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