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Urtikaria: Wie sich die Nesselsucht bemerkbar macht

Urtikaria: Symptome und Behandlung

Plötzlich und ohne Vorwarnung ist die Haut mit juckenden oder brennenden geröteten Quaddeln übersät, die noch dazu auch als Schwellungen im Gesicht auftreten können. Die gute Nachricht: Es gibt erfolgversprechende Therapiemöglichkeiten, die dir helfen können, die Beschwerden loszuwerden!

Was ist Urtikaria?

Urtikaria oder Nesselsucht ist eine Erkrankung der Haut mit wiederkehrender, flüchtiger Quaddelbildung und Juckreiz. Die Hälfte der Patienten leiden zusätzlich unter Schwellungen (Angioödemen), vor allem im Gesicht. Auslöser der akuten Urtikaria sind meist Infekte, die zu einer Überreaktion des Immunsystems führen. Die Ursache der chronischen Urtikaria ist dagegen eine Allergie gegen den eigenen Körper. Zusätzlich gibt es sogenannte Trigger, das sind Faktoren die den Nesselausschlag verschlechtern können, wie zum Beispiel Schmerzmittel, Entzündungen im HNO-Bereich oder der Zähne, Stresssituationen, aber auch Friktion, Kälte, Wärme, Druck oder Schwitzen. All diese Reize können in der Haut Mastzellen aktivieren, die daraufhin Histamin ausschütten, was zum beschriebenen Ausschlag führt. Eine kurze Episode der Urtikaria kommt sehr häufig vor. Etwa 25 % der Menschen bekommen während ihres Lebens einmal eine Urtikaria.

Akut oder chronisch – immer sehr belastend

Bei der akuten Urtikaria verschwinden die Symptome nach relativ kurzer Zeit (längstens 6 Wochen) wieder, es gibt aber auch chronische Verlaufsformen, bei denen die Nesselsucht länger (über Monate oder Jahre) anhält und einer dauerhaften Behandlung bedarf. Die chronische Urtikaria verläuft oft schubhaft mit auch beschwerdefreien Intervallen.

Der erste Weg führt zum Hautarzt

Du weißt nicht, was mit deiner Haut los ist? Dein erster Weg muss dich jetzt zum Hautarzt führen. Du kannst deinem Hautarzt die Diagnose erleichtern, wenn du ihm möglichst viele Informationen zur Verfügung stellst:

  • Dauer und Ausprägung des Ausschlages
  • Ob und welche Antihistaminika du bereits eingenommen hast
  • Ob und welche anderen Medikamente du einnimmst
  • Informationen über bestehende Grunderkrankungen
  • Informationen über Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien
  • Situationen, in denen der Ausschlag aufgetreten ist

Tipp: Wenn bei deinem Arzttermin der Ausschlag schon wieder abgeklungen ist, sind Fotos hilfreich für die Diagnose. Achte dabei auf scharfe Aufnahmen und gute Lichtverhältnisse, damit dein Arzt sich ein gutes Bild machen kann.

Urtikaria Nesselsucht Behandlung Symptome Diagnose Juckreiz
typische Urtikaria Symptome

Diese Untersuchungen erwarten dich

Um deine Urtikaria abzuklären, wird dein Arzt verschiedene Tests mit dir machen: Er wird dir Blut abnehmen um nach Entzündungsfaktoren und fehlgeleiteten Immunreaktionen zu suchen. Je nach Krankengeschichte erwarten dich Kälte-, Wärme-, Druck- oder Schwitztests, um eine genaue Diagnose stellen zu können. Allergietests sind nur in Ausnahmefällen notwendig.

Merke: Die Ursache der chronischen Urtikaria ist eine Allergie gegen verschiedene Stoffe deines eigenen Körpers. Aufgrund dieser Erkenntnis werden ungezielte Durchuntersuchungen zur Ursachensuche nicht empfohlen.

Kompetent informiert auf urtikaria.at

Es gibt viele Fragen zum Thema Nesselsucht und die passenden Antworten findest du auf urtikaria.at, der ganz speziellen Internetplatform rund um das Thema Urtikaria.

  • Was ist Urtikaria?
  • Wie wirkt sich die Erkrankung aus?
  • An welche Experten kann man sich wenden?
  • Wie sieht eine individuelle Behandlung aus?

Auf urtikaria.at findest du umfassende Informationen als Betroffener, Angehöriger oder einfach aus Interesse.

Weitere Informationen auf urtikaria.at

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Konventionelle Therapie und Immuntherapie

Im Falle der akuten Urtikaria werden die Symptome mit modernen Antihistaminika solange unterdrückt, bis das Immunsystem von alleine wieder zur Ruhe gekommen ist. Wenn die Nesselsucht länger als 6 Wochen andauert, spricht man von chronischer Urtikaria. Diese wird ebenso mit modernen Antihistaminika in 1-facher bis 4-facher Tagesdosis behandelt. Bei etwa der Hälfte der behandelten Patienten reicht diese Therapie aus, um Quaddeln und Juckreiz zu unterdrücken. Bei der anderen Hälfte genügt die Antihistaminika-Therapie nicht. Wenn eine erhöhte Dosis Anitihistamine nicht ausreicht komplett symptomfrei zu werden, gibt es laut internationaler Guidelines als nächsten Behandlunsschritt Omalizumab.

Biologika-Therapie bei chronischer Urtikaria

Eine neue, sehr vielversprechende Therapiemöglichkeit bei chronischer Urtikaria bieten Biologika wie der monoklonale Antikörper Omalizumab. Omalizumab ist ein Antikörper gegen Immunglobulin E (Anti-IgE). Er ist in der EU als Zusatztherapie für die Behandlung einer chronischen Urtikaria bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren) zugelassen, die nicht auf die Therapie mit H1-Antihistaminika ansprechen (H1-Antihistaminika heben die Wirkung von Histamin am H1-Rezeptor auf). Der Einsatz von Omalizumab bei Urtikaria ist sehr erfolgreich. Dieses Biologikum wird alle vier Wochen unter die Haut gespritzt, wobei Patienten dies nach einer Einschulung durch den Arzt problemlos selbst durchführen können.

Was du bei einer Behandlung mit Omalizumab beachten musst

Bei einer Behandlung mit dem monoklonalen Antikörper Omalizumab stellt sich der Therapieerfolg manchmal sehr schnell ein. Es gibt PatientInnen, die bereits nach einer Woche beschwerdefrei sind. Manchmal dauert es mehrere Monate bis zum Therapieansprechen. Was dir aber klar sein muss: Der Erfolg hält nur so lange an, wie du auch die Therapie durchführst. Brichst du diese ab, musst du auch damit rechnen, dass deine Beschwerden wieder auftreten. Der Nesselausschlag kann nach dem heutigen Wissensstand nämlich nur unterdrückt, aber nicht abgestellt werden. Wir wissen aber auch, dass die Urtikaria nach unbestimmter Zeit von alleine verschwindet. Bis dahin muss die Therapie fortgesetzt werden.

Der Experte: Dr. Martin Zikeli

Dr. Martin Zikeli Hautarzt Dermatologe Wiener Neustadt

Omalizumab eignet sich hervorragend für die Therapie von chronischer Urtikaria, wenn moderne H1 Antihistaminika nicht den gewünschten Therapieerfolg zeigen. Omalizumab richtet sich gegen IgE, das die Urtikaria auslöst und blockiert die Quaddelbildung, den Juckreiz und auch Schwellungen (Angioödeme). Zwei Drittel der Betroffenen werden mit Hilfe von Omalizumab beschwerdefrei, drei Viertel der Patienten beschreiben die Therapie als exzellent wirksam. Omalizumab zeichnet sich durch eine sehr gute Verträglichkeit aus und ist für eine Langzeittherapie (Monate bis Jahre) geeignet. Um die Verträglichkeit zu prüfen, werden die ersten drei Spritzen in der Arztpraxis verabreicht, die vierte Spritze kann sich der Patient dann schon selbst geben.
Dr. Martin Zikeli, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten
Tel: +43 699 10 900 990
E-Mail: martin.zikeli(at)rosen-villa.at

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