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Behandlungsmöglichkeiten der chronischen spontanen Urtikaria

Selbst wenn die Nesselsucht nicht heilbar ist: Symptomfreiheit sollte bei einer guten Behandlung zu erreichen sein. Da die juckenden Quaddeln durch den körpereigenen Botenstoff Histamin ausgelöst werden, können sehr oft Antihistaminika die Beschwerden lindern. Einen großen Fortschritt in der gezielten Therapie stellt zudem der neue Wirkstoff Omalizumab dar.

Jeder Vierte macht in seinem Leben eine Urtikaria-Episode durch. Verantwortlich sind Immunzellen in der Haut (Mastzellen), die als Reaktion auf bestimmte Reize körpereigene Botenstoffe wie Histamin und Prostaglandine ausschütten, welche die Haut in Aufruhr versetzen. Die akute Urtikaria tritt meist im Rahmen von Infektionen oder Allergien auf. Bei einem Prozent der Bevölkerung kommen die Symptome immer wieder – sie leiden an einer chronischen Form. Da eine chronische spontane Urtikaria (csU) meist ohne erkennbaren Auslöser auftritt, sollte ihre rasche Behandlung im Vordergrund stehen. „Wenn die Krankengeschichte keine Anhaltspunkte für einen Auslöser liefert, sollt möglichst rasch mit der Therapie der Symptome begonnen werden“, betont Dr. Martin Zikeli, Leitender Oberarzt der Allergieambulanz im Landesklinikum Wiener Neustadt.

Das erklärte Behandlungsziel lautet Symptomfreiheit

„Dank den heute zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten ist das Behandlungsziel bei chronischer spontaner Urtikaria nicht nur die Erleichterung der Symptome, sondern eine vollständige Beschwerdefreiheit“, erklärt Dr. Zikeli. Somit ist es möglich, auch mit einer chronischen spontanen Urtikaria ein Leben ohne juckende Quaddeln und/oder Schwellungen (Angioödeme) führen zu können. Steht die Diagnose csU fest, kann unter Aufsicht deines Arzt rasch mit der Therapie begonnen werden. Die derzeitig geltenden Therapieempfehlungen für die csU sind im Therapieleitfaden der Arbeitsgruppe Allergologie der österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie festgehalten. Zikeli: „An erster Stelle steht der Einsatz von Antihistaminika, bei akuter Verschlimmerung der Symptome kann kurzfristig Kortison zum Einsatz kommen. Wird dadurch keine Symptomfreiheit erzielt, stehen zusätzliche Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.“

Ein neuartiger Wirkstoff für hartnäckige Fälle

„Noch vor einigen wenigen Jahren bedeutete die Diagnose chronische spontane Urtikaria (csU) eine große körperliche und psychische Belastung, weil die Standardtherapie mit Antihistaminika nicht in allen Fällen hilft“, so Dr. Zikeli. Immer wieder kommt es vor, dass ein Patient mit der zugelassenen Dosis von einer Antihistaminikum-Tablette pro Tag nicht beschwerdefrei wird. In diesen Fällen kann nach Rücksprache mit dem Arzt die bis zu vierfache Dosis pro Tag eingenommen werden. Allerdings sind Antihistaminika in dieser Dosierung nicht offiziell für die Behandlung der Urtikaria zugelassen. „Arzt und Patient müssen also gemeinsam ausführlich besprechen, ob die hochdosierte Antihistaminika-Therapie im Einzelfall infrage kommt und welche Risiken bestehen“, erläutert Zikeli: „Bringen hohe Dosen von Antihistaminika nicht den gewünschten Erfolg oder wird diese Therapie nicht gut vertragen, gibt es auch noch weitere Möglichkeiten, um die Symptome in den Griff zu bekommen.“

Lichtblick in der modernen Behandlung ist ein neuartiger Wirkstoff: Sowohl Studien als auch Erfahrungen in der Praxis zeigen, dass der Antikörper Omalizumab, der ursprünglich als Medikament gegen schweres Asthma entwickelt wurde, dauerhaft Abhilfe schaffen kann. Dr. Martin Zikeli hält Omalizumab für eine gute Therapiealternative: „Die Urtikaria heilen kann auch dieses Medikament leider nicht. Es unterdrückt wie die anderen Medikamente die Symptome – das aber mit einer sehr guten Erfolgsaussicht und guter Verträglichkeit.“ Laut der Erfahrung des Experten erfolgt der Wirkungseintritt von Omalizumab bei vielen Patienten bereits innerhalb einer Woche nach der ersten Injektion.

Kontrolle des Behandlungserfolgs

Bist du bereits in Behandlung und möchtest mit deinem Arzt über den Behandlungserfolg sprechen? Dann kann der Urtikaria Kontrolltest helfen, gemeinsam mit deinem behandelnden Arzt einzuschätzen, wie gut du deine Urtikaria bereits unter Kontrolle hast. Der Test erfasst die aktuelle Krankheitssituation. Fülle ihn selbstständig aus und bring ihn zum nächsten Termin bei deinem Arzt mit. 

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