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Zeigt her eure Hände

Der Alltag hinterlässt an den Händen gerne Spuren. Extreme Kälte im Winter, intensive UV-Strahlungen im Sommer, trockene Luft, beißende Chemikalien oder die falschen Pflegeprodukte zeigen sich gerade an den Händen besonders deutlich. Neben den alltäglichen Gebrauchsspuren können auch Erkrankungen wie Ekzeme, Neurodermitis, Schuppenflechte oder Allergien zu trockenen und rissigen Händen führen. Wir zeigen dir, wie du mit ein paar einfachen Hausmitteln deine Hände richtig pflegen kannst und wie der Heilungsprozess bei Hautrissen beschleunigt werden kann.

Unsere Hände sind unsere Visitenkarte. Leider behandeln wir sie nicht immer so. Hände werden lange nicht so intensiv gepflegt wie das Gesicht oder der restliche Körper. Dabei schauen viele Menschen zuerst auf die Hände ihres Gegenübers und erwarten einen festen Händedruck von einer top-gepflegten Hand. Was kannst du also tun, wenn deine Hände beruflich bedingt, durch Haus- und Gartenarbeit oder durch eine Hauterkrankung nicht in einem Top-Zustand sind? Cremen und schützen!

Gut gecremt durch den Tag

Jedes Händewaschen entzieht der Haut Fett, besonders bei heißem Wasser. Wichtig ist daher, immer nur lauwarmes Wasser zu benutzen und rückfettende Seife zu nutzen. Da nicht nur die Kälte draußen, sondern auch die trockene Luft innen unseren Händen zusetzen, ist es manchmal mehrfach am Tag notwendig, die Hände einzucremen. Bei empfindlicher Haut kann Cremen nach jedem Waschgang gut tun. Normale Haut braucht oftmals weniger. Welche Handcreme du nutzt, hängt von den persönlichen Präferenzen und Verträglichkeiten ab. Eine günstige Handcreme kann dabei genauso gute Dienste leisten, wie eine teure.

Perfekter Schutz für perfekte Hände

Zu viel UV-Strahlung ist für unsere Haut gefährlich, daher cremen wir Gesicht, Schulter, Arme und auch die Beine im Sommer fleißig ein. Die Restbestände an den Händen waschen wir dann aber sorgfältig wieder ab. Das ist falsch – und besonders im Winter wäre der Schutz für die Hände besonders wichtig. Der restliche Körper ist durch die Kleidung gut geschützt, die vorhandene UV-Strahlung trifft unsere nackten Hände aber trotzdem. Also sowohl im Sommer als auch im Winter immer einen Sonnenschutz auf die Hände auftragen. Dafür gibt es bereits spezielle Handcremes mit Sonnenschutzfaktor, alternativ kannst du aber auch einfach deine normale Sonnencreme verwenden.

Nicht nur zu viel Sonne, auch zu niedrige Temperaturen setzen unseren Händen gewaltig zu. Da die Haut an den Händen sehr dünn ist und nicht über Talgdrüsen verfügt, kann sie sich nicht selber mit Fett und Feuchtigkeit schützen. Dazu kommt, dass ihnen der Stoffwechsel als erstes die Wärme entzieht, dadurch verengen sich die Gefäße und die Durchblutung wird schlechter. Neben dem regelmäßigen Eincremen ist es daher wichtig, immer Handschuhe zu tragen, wenn man raus in die Kälte geht. Das gilt übrigens ab einer Außentemperaturen von 8 Grad!

Was in der Kälte funktioniert, kann auch für die Sonne nützlich sein. Also warum eigentlich nicht z.B. bei einer längeren Radtour Handschuhe tragen? Damit kannst du erreichen, dass der Sonnenschutz lange erhalten bleibt. Handschuhe helfen aber auch, die Hand vor zu viel Feuchtigkeit und schädlichen Chemikalien zu schützen. Sieht vielleicht ein bisserl gewöhnungsbedürftig aus, aber wenn du beim Putzen Handschuhe trägst, schützt du deine Haut nicht nur vor aggressiven Reinigungsmitteln. Du kannst so auch verhindern, dass die Haut durch zu langen Wasserkontakt aufgeweicht und somit anfälliger für Verletzungen wird.

Der Wechsel spiegelt sich in der Haut

Frauen in den Wechseljahren beklagen oft, dass mit sinkendem Östrogenspiegel die Haut weniger elastisch und damit trockener ist. Denn die Zellen verlieren langsam ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit im Bindegewebe zu speichern. Mit zunehmenden Alter wird auch die Regeneration und Erneuerung der Zellen immer langsamer. Um die Haut vor dem Verlust von Festigkeit, Volumen, Ausstrahlung und Feuchtigkeit zu bewahren, haben Frauen oft ein ausgeklügeltes Pflegeprogramm. Dabei werden allerdings die Hände oft vergessen. Denn nicht nur das Gesicht braucht mehr und reichhaltigere Pflege, auch die Hände brauchen eine abgestimmte, gute Pflege.

Typische Hauterkrankungen, die auch Hände befallen

Unsere Hände sind immer im Einsatz. Wenn sie jetzt von Neurodermitis, Psoriasis oder einer anderen Hauterkrankung befallen sind, dann ist das besonders schwer auszuhalten. Hauterkrankungen werden gerne unter der Kleidung versteckt. Wenn auch die Hände befallen sind, fühlen sich viele Betroffene besonders unwohl. Viele gehen dadurch noch stärker in die selbstgewählte Isolation und vermeiden Situationen, wo sie z.B. Hände schütteln müssen. Ziel ist es daher, die Hauttrockenheit zu reduzieren und die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Neben den grundsätzlichen Empfehlungen für den Umgang mit der Hauterkrankung, sind bei Patienten mit Hauterkrankungen ein paar Sachen bei der Handpflege besonders wichtig. 


Neurodermitis

An den Händen zeigt sich Neurodermitis - wie sonst auch am Körper - in Form von geröteter, trockener, rissiger und gereizter Haut. Auch in den beschwerdefreien Zeiten muss darauf geachtet werden, dass die Hände sehr gut gepflegt sind und die Hauttrockenheit verringert wird. Das hilft, einen neuerlichen Schub so lange wie möglich rauszuzögern. Ist die Haut während eines Schubs besonders rissig und trocken, sind intensivere Cremes und Lotion einzusetzen. 
 Bei akutem Juckreiz können eine aktive Kühlung und feuchte Umschläge kurzfristig für Linderung sorgen. Langfristig können kühlende, hautberuhigende Sprays mit Panthenol, Allantoin oder Glyzerin eingesetzt werden. Je nach Schweregrad wird die Schulmedizin auch kortisonhaltige Cremes für die Hände verschreiben. Wichtig für Neurodermitis-Patienten:

  • Hände möglichst schonend reinigen
  • Hände regelmäßig mit feuchtigkeitsspendenden Produkten pflegen
  • Rückfettende Salbe nutzen, wenn die Haut stark beansprucht und trocken ist
  • Über Nacht: Hände gut eincremen und Baumwollhandschuhe anziehen, da sich gerade in der Nacht die Haut am besten regeneriert

Psoriasis

Durch die hohe Nervendichte an den Händen, wird eine Schuppenflechte an dieser Stelle des Körpers als besonders unangenehm empfunden. Juckreiz und Schmerz sind viel intensiver und dazu sieht man die Schwielen, Risse und die trockene Haut auch verstärkt. Die alltäglichen Bewegungen mit den Händen führen dazu, dass die starr gewordene Haut leichter aufreißt und blutet. Die Betroffenen haben unter den äußerlichen Einflüssen genauso zu leiden wie gesunde Menschen. Bei Patienten mit Schuppenflechte können sich die Beschwerden aber z.B. bei starker Kälte verstärken. Wenn dann die offenen Wunden mit Bakterien oder Erregern in Verbindung kommen, kann es schnell zu Entzündungen kommen. Ein regelmäßiges Abschuppen kann den Heilungsprozess der Haut an der Haut unterstützen. Das kann mit Hilfe von kosmetischen oder medizinischen Mitteln oder auch einer Ichthyotherapie (den sogenannten Knabberfischen) passieren. Wichtig für Psoriasis-Patienten:

  • Handschuhe tragen, die atmungsaktiv sind
  • Konsequente Hautpflege – Frauenmantel, Ringelblume oder Linolsäure wirken hier feuchtigkeitsfördernd und schützend. Generell auf einen hohen Fettanteil achten.
  • Keine übermäßigen Bäder in gechlorten Schwimmbädern

Chronisches Handekzem

Etwa 10% der Bevölkerung leidet an einem chronischen Handekzem. Begünstigt wird ein Ekzem z.B. durch chemische Reizstoffe wie Säure und Laugen, permanente Nutzung von Gummihandschuhen, starke Reinigungsmittel aber auch generell durch eine erblich bedingte trockene Haut oder eine falsche Pflege. Die Schulmedizin wird je nach Schweregrad ein spezielles Pflegeprogramm bis hin zu kortisonhaltiger Creme verschreiben. Wichtig für Patienten mit chronischem Handekze:

  • Vermeide die Auslöser
  • Regelmäßige Hautschutzmaßnahmen (Fett und Feuchtigkeit)
  • Passende Reinigung mit alternativen Tensiden oder einer synthetischen Seife mit niedrigem/neutralen pH-Wert

Mit einfachen Hausmitteln zur schönen Haut

Nicht immer muss es eine teure Designerhandcreme sein, um deine Hände optimal zu pflegen. Versuch es doch einmal mit Hausmitteln.

Kokosöl

Das wohl wichtigste Mittel gegen trockene Hände ist Kokosöl. Eine Kombination von Fettsäuren sorgt dafür, dass Schäden und Risse schneller heilen und sich die Haut beruhigt. Auch hat es einen leichten Sonnenschutz. Einfach das Öl etwas erwärmen und in die Hände einmassieren. Manche empfehlen, dafür dann über Nacht Baumwollhandschuhe anzuziehen. Andere Experten raten wieder davon ab, schau einfach, was dir und deinen Händen gut tut.

Olivenöl

Olivenöl ist reich an Antioxidantien – das schützt die Haut vor Zellschäden durch freie Radikale. Fettsäuren versorgen die Haut mit Feuchtigkeit. Das Öl dafür erwärmen und 5 – 10 Minuten in die Hände einmassieren. Das kann alle zwei Wochen wiederholt werden, um die Regeneration von Zellschäden anzuregen.

Honig

Honig ist reich an Antioxidantien und hat antimikrobielle Eigenschaften. Seine feuchtigkeitsspendende Wirkung entfacht sich schon nach kurzer Zeit. Etwas Honig in beiden Händen verreiben und ca. 10 Minuten einwirken lassen. Bei Bedarf kann das 1 – 2-mal am Tag wiederholt werden.

Avocado

Die Superfrucht enthält die Vitamine A, C, E sowie ungesättigte Fettsäuren. Sie schützen vor Zellschäden und pflegen die Haut. Dafür das Fruchtfleisch einer halben Avocado mit einem Esslöffel Honig vermischen und auf die Haut auftragen. Nach 10 Minuten mit kaltem Wasser abwaschen. Bei Bedarf kann die Avocado 1 x Woche aufgetragen werden, die übrig gebliebene Hälfte am besten zu einem leckeren Aufstrich verarbeiten und genießen.

Topfen

Eine Banane so lange mit Topfen vermischen, bis sich ein geschmeidiger, fester Brei ergibt. Auf die Hände geben und warten, bis der Topfen hart wird. Er lässt sich nach ca. 30 Minuten einfach entfernen.

Peeling und Masken

Manchmal braucht man mehr als nur eine Basis-Pflege, manchmal verlangen deine Hände nach einem intensiven Pflegeprogramm. Echte Pflege und Wellness kann dann ein Handpeeling bringen. Die natürlichen und belebenden Inhaltsstoffe eines Peelings wirken vitalisierend auf die Hautzellen und können helfen, Entzündungen und Ekzeme zu verhindern. Dazu braucht es oft nicht mehr als ein paar Zutaten und du kannst es selbst herstellen.

Handpeeling mit Honig und Zucker

3 Esslöffel Honig mit 4 Esslöffel Zucker vermischen und in die Hände einmassieren. Einen Schuss Feuchtigkeit bekommt das Peeling, wenn du noch etwas Avocado dazugibst. Die Hände werden jetzt ca. 10 Minuten sanft gerieben, um so die abgestorbenen Hautschuppen zu entfernen und die Durchblutung anzuregen. Danach die Hände mit lauwarmen Wasser abwaschen und mit einer Handcreme oder einem Öl pflegen.

Handpeeling mit Olivenöl und Salz

4 Esslöffel Olivenöl mit 4 Esslöffel Meersalz vermischen und in die Hände einmassieren. Danach vorsichtig abwaschen und die Hände mit einer Handcreme oder Öl pflegen.

Handpeeling mit Joghurt, Körnern und Gurkensaft

Während die ersten beiden Peelings sehr weit verbreitet sind, ist dies eine eher unbekannte Variante. Dafür wird 1 Esslöffel Joghurt mit 1 Esslöffel Gurkensaft und zwei Esslöffel Mohnkörnern gemischt. Hier sorgt der Mohn für den Peelingeffekt, während die Gurke Feuchtigkeit spendet und die Milchsäure des Joghurts vitalisierend und beruhigend auf die Haut wirkt. Danach sorgfältig unter lauwarmen Wasser abwaschen und abschließend die Haut mit Creme oder Öl pflegen.

Beautyfood für strahlendere Haut


Selbstverständlich spielt neben dem Wetter oder übertriebener Körperhygiene auch eine falsche Ernährung eine große Rolle. Zu viel ungesundes Essen, Nikotin, Alkohol oder Stress und zu wenig gesunde Nahrung, Vitamine/Mineralien, Wasser oder Tee führen dazu, dass die Haut sich trocken und rissig präsentiert. Wenn du deiner Haut etwas Gutes tun willst, dann bau ab und an ein bisschen Beautyfood in deinen Essensplan mit ein. So sorgen Kürbiskerne mit viel Zink für eine schöne Haut. Linsen liefern hochwertiges Eiweiß für eine straffe und glatte Haut. Cranberries versorgen den Körper mit Antioxidantien und schützen die Haut so vor der Alterung. Und dass Olivenöl ein Jungmacher ist, das wussten schon die alten Römer – es enthält viele Antioxidantien und vor allem Vitamin E für den Zellschutz.

Das Pflegeprogramm muss gar nicht so aufwändig sein. Aber regelmäßig angewandt, werden es dir deine Hände danken.

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