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Gute Zusatzstoffe für deine Creme

Was bewirkt Glycerin, Urea, Sanddorn oder Hyaluronsäure? Aus der Werbung kennen wir diese klingenden Namen. Aber wofür brauchen wir das wirklich?

Die Kosmetikindustrie nutzt chemische und natürliche Zusatzstoffe, um die Pflegewirksamkeit von Basis-Pflegeprodukten zu erhöhen und Hautprobleme zu lindern. Daher sollte die Pflegecreme einen Zusatzstoff enthalten, welcher dafür sorgen kann dass die Haut Wasser bis in ihre tiefen Schichten behalten kann.

Wir stellen dir die beliebtesten Helfer vor, damit du zu den richtigen Produkten greifst, die dein Hautproblem lindern. Beim einen hilft Propolis, beim nächsten ist die Ringelblume die richtige Wahl. Du musst an deiner Haut ausprobieren, was dir hilft und was du magst. Du kannst dir die gewünschten Zutaten auch selbst in deine Cremes beigeben und dir damit Deine individuelle Creme zusammenstellen. Diese Inhaltsstoffe können einzeln aber auch mehrere gleichzeitig angewendet werden, so wird zum Beispiel Urea gerne gemeinsam mit Dexpanthenol angewendet.

Allantoin

Allantoin ist eigentlich eine körpereigene Substanz welche aber mittlerweile aufgrund der großen Nachfrage durch die Kosmetikindustrie aus verschiedenen Pflanzen gewonnen wird, Beispiele dafür sind Echter Beinwell, Rosskastanien und Weizenkeime. Der Pflegestoff Allantoin gilt als sehr gut verträglich, glättet die Haut und fördert die Wundheilung. Besonders in der Hand- und Gesichtspflege verbessert dieser Stoff das Hautbild deutlich.

Aloe Vera Gel

Aloe Vera verfügt über entzündungshemmende, reizlindernde Wirkstoffe und spendet viel Feuchtigkeit. Das Blattgel enthält antibakterielle Inhaltsstoffe, lindert Juckreiz und fördert die Wundheilung. Aloe Vera Gel wirkt besonders gut entzündungshemmend und gut gegen Hautrötungen, gut kühlend auf gereizter Haut.

Ceramide

Ceramide zählen zu den Lipiden und kommen natürlich in der menschlichen Haut vor. Sie schützen die Haut vor dem Austrocknen und dem Eindringen von Fremdstoffen. Menschen mit Neurodermitis oder Schuppenflechte haben meist eine gestörte Hautbarriere und können durch die Verwendung von Pflegeprodukten, welche Ceramide beigefügt haben, ihre Haut besser schützen. Ceramide dienen aber auch als Verbindungsstoff für die einzelnen Bestandteile von Cremen.

Dexpanthenol (Provitamin B5)

In der Haut wird das zugeführte Panthenol in Pantothensäure umgewandelt, stärkt damit die Barrierefunktion der Haut und hilft der Haut zugleich Feuchtigkeit zu speichern. Nicht umsonst wird Pantothensäure in Fachkreisen als Schönheitsvitamin oder Königin der Hautvitamine bezeichnet. Es fördert den Energiestoffwechsel der Hautzellen, regt die Hautzellenteilung an und der natürliche Regenerationsprozess der Haut wird gefördert. Es gilt auch als entzündungshemmend und wird gerne auch bei einem akuten Sonnenbrand angewendet. Panthenol kommt im Körper auch natürlich vor, aber als Inhaltsstoff für Pflegeprodukte kann es nur chemisch-synthetisch hergestellt werden.

Gerbstoffe

Gerbstoffe wirken gut bei Entzündungen, sind leicht juckreizlindernd und können den Wasserhaushalt der Haut regulieren. Gerbstoffe werden einerseits als synthetisch hergestellte Fertigpräparate gehandelt und beigemischt in Cremes, Salben, Lotionen und Lösungen am Markt angeboten.Gerbstoffe kommen auch in der Natur vor und gelten als altes Hausmittel zur besseren Abheilung von Ekzemen. Gerne verwendet man dafür schwarzen Tee, welcher von Haus aus besonders reich an Gerbstoffen ist, als natürliche Variante zu chemisch hergestellten Gerbstoffen. Dabei wird ein feuchter Umschlag auf die betroffenen Hautstellen gelegt.Der schwarze Tee muss mindestens 10 Minuten ziehen. Achtung: Eine langfristige Anwendung ist nicht anzuraten, da die Gerbstoffe des schwarzen Tees die Haut sehr stark austrocknen kann. Ebenso gilt das Nachtschattengewächs (=Bittersüßstengel) als besonders gut entzündungshemmend und hautberuhigend.

Glycerin

Der Stoff Glycerin ist ein seit vielen Jahren bewährter Inhaltsstoff für Cremen. Es handelt sich um eine klassische Feuchthaltesubstanz, macht die Haut geschmeidiger und die Barrierefunktion wird gestärkt. Eine Konzentration von fünf bis 20 Prozent Glycerin in einer Creme halten Wissenschaftler für sinnvoll. Du findest Glycerin in fertigen Pflegecremen und manchmal auch in Gesichtswassern zur Hautberuhigung.

Hamamelis-Extrakt

Dieser Wirkstoff enthält einen hohen Anteil an Gerbstoffen und eignet sich daher hervorragend bei entzündeter und gereizter Haut. Die Haut wird beruhigt, Entzündungen werden reduziert und rissige Haut schließt sich schneller. Nachdem der Hamamelis-Extrakt zusätzlich Feuchthaltefaktoren beinhaltet, führt dieser auch bei trockener und spröder Haut zu mehr Feuchtigkeit und damit zu einem besseren Hautgefühl. Du findest Hamamelis-Extrakt in guten Pfegeprodukten für die Problemhaut sowie in After-Sun Produkten. Du kannst diesen Extrakt pur in der Apotheke kaufen und in deine Basiscreme einmischen. Tipp: Wenn du unter einer grobporigen und unreinen Haut leidest, verwende Hamamelis-Extrakt unverdünnt auf den betroffenen Hautstellen! Sparsam anwenden!

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure kann die Fähigkeit der Haut, Wasser in der Haut zu binden, verstärken. Bei einer sehr trockenen Haut ist diese Fähigkeit von Natur aus eingeschränkt, kann aber durch die äußerliche Zufuhr ausgeglichen werden. Mittlerweile findet man Hyaluronsäure in vielen fertigen Pflegeprodukten. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass man nur Pflegeprodukte verwendet, welche eine reine Hyaluronsäure intus haben, denn nur so kann man sicher sein, dass keine Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe enthalten sind, welche wiederum eine bereits empfindliche Haut reizen könnten. Ein großes zusätzliches Plus der Hyaluronsäure ist die Aufpolsterung der Haut, sprich sie wirkt Falten entgegen und ist damit ein wahrer Schönheitsbringer. Hyaloronsäure kommt hauptsächlich in Pflegeprodukten für die Gesichtspflege verwendet. Ein Hyaluronsäure-Serum wird mittlerweile auch einfach gerne als Make-up-Grundlage verwendet.

Kokosöl (Palmöl)

Kokosöl Kokosöl (Palmöl) ist sehr gut als Pflegeöl bei Hauterkrankungen wie Psoriasis oder Neurodermitis. Es wirkt entzündungshemmend und riecht dazu sehr gut nach Urlaub Achte beim kauf auf ein sehr hochwertiges Öl (extra nativ), und misch es in deine Basiscreme (max. 15% Öl auf 85% Creme). Du solltest Öl nicht unverdünnt auf der tockenen Haut verwenden, maximal nach dem Duschen auf der noch feuchten Haut kannst du das Öl einmassieren. Dies ist aber nur in einer schubfreien Phase ratsam. Während eines Schubes würde es die Haut zusätzlich reizen.

Murmeltieröl und Nerzfett

Murmeltierfett und Nerzöl sind durch enthaltenes natürliches Cortison ähnlich wirksam wie das verwendete Cortison der Schulmedizin. Leider weisen sie auch ähnliche Nebenwirkungen auf, so dass es nach einer ca. einwöchigen Behandlung mit reinem Murmeltierfett oder Nerzöl bereits zu einer Verdünnung der Haut kommen kann. Vorsicht: Aufgrund dieser Nebenwirkungen sollten diese Präparate nicht über einen längeren Zeitraum und nur mit Absprache des behandelnden Arztes verwendet werden.

Polidocanol (Thesit)

Dieser Zusatz wird oft in Cremen und Badezusätze gemischt und wirkt juckreizlindernd. Der hautoberflächenbetäubende Effekt des Polidocanols hält für ungefähr 4 Stunden an. Polidocanol wird oft zusammen mit Harnstoff eingesetzt womit die Hautverbesserung verstärkt wird. Dein Hautarzt kann Dir zum Baden ein Balneum Hermal plus Polidocanol verschreiben, wird von der Krankenkasse gezahlt.

Propolis

Propolis ist eine von Bienen hergestellte harzartige Masse und ist aus der Naturmedizin nicht mehr wegzudenken. Eine Behandlung mit Propolis kommt vor allem bei der Bekämpfung von Bakterien, Viren und Pilzen zum Einsatz und wird bei leichten Symptomen auch als Alternative zum Antibiotika eingesetzt. Propolis hat eine besonders wundheilfördernde Wirkung und wird sowohl innerlich in Kapselform als auch äußerlich als Creme oder Tinktur angewendet. Vorsicht! In letzter Zeit hört man verstärkt, dass relativ viele Menschen auf Propolis allergisch reagieren, daher sollten Salben und Tinkturen mit Propolis-Inhaltsstoffen vorab nur auf einer kleinen Körperstelle auf Verträglichkeit getestet werden.

Ringelblume

Die Ringelblume wird am häufigsten äußerlich in einer Salbe oder einer Tinktur eingesetzt. Sie gilt als entzündungshemmend und fördert die Wundheilung der Haut. Bei offenen Hautstellen, wie diese nach einer Kratzattacke bei einer Neurodermitis vorkommen können, wirkt das Auftragen von Ringelblumensalbe gegen eine Entzündung bzw. verhindert eine eitrige Entzündung. Eine ähnliche Wirksamkeit weist die Heilpflanze Arnika auf. Wobei grundsätzlich die Wirkung der Ringelblume höher ist. Wenn du aber genau auf Ringelblume allergisch reagierst, was einige Neurodermitker tun, kannst du anstelle von Ringelblume auch Produkte mit Arnika verwenden.

Sanddorn

Sanddorn ist reich an den natürlichen Antioxidantien und hat generell eine heilende Wirkung auf die Haut. Es wirkt entzündungshemmend, desinfizierend, regeneriert die Haut und kommt in der Anti-Aging-Pflege verstärkt zum Zug. Besonders Menschen mit einer trockenen und schuppigen Haut stehen auf Pflegeprodukte mit Sanddornöl, da dieses Öl dem Austrocknen der Haut sehr gut entgegen wirkt. Tipp: Wenn das Sanddornprodukt zusätzlich einen UV-Schutz enthält, kann damit auch einer Sonnenallergie oder einer sogenannten Mallorca-Akne vorgebeugt werden.

Tocopherol (Vitamin E)

Vitamin-E schützt unseren Körper vor schädlichen Umwelteinflüssen und liefert unseren Zellen mehr Sauerstoff. Eine gut mit Sauerstoff versorgte Haut sieht einfach besser und strahlender aus. Vitamin-E kann in verschiedene Salben gemischt werden, wobei der Anteil an Vitamin-E bei ca. 10% liegen sollte, um ein positives Resultat daraus ziehen zu können. Wenn die Haut sich sehr trocken anfühlt, kann man den Tocopherol-Anteil auf 25% erhöhen und diese Spezialsalbe für ein paar Wochen kurmäßig verwenden. Hoch dosierte Vitamin-E Präparate erhältst du in jeder Apotheke. Vitamin-E kann in natürlicher Form über die Nahrung aufgenommen werden, zb Soja- oder Distelöl, ölhaltige Körner und Samen und in grünen Gemüsesorten wie Brokkoli, Spinat und Blattsalaten. Die Aufnahme von genügend Vitamin-E ist vor allem für Raucher besonders wichtig, da das Rauchen die Sauerstoffversorgung der Haut verschlechtert und dadurch ein Abheilen der Symptome verzögert wird.

Urea (Harnstoff)

Urea dient als der Haut als Feuchthaltefaktor. Einer zur Trockenheit neigenden Haut, wie das Neurodermitis oder Schuppenflechte der Fall ist, wird dadurch mehr Feuchtigkeit zugeführt und die Haut fühlt sich angenehm geschmeidig an, zusätzlich wird der Juckreiz gelindert. Vorsicht: Wenn die Haut akut entzündet ist, denn dann sollten keine harnstoffhaltigen Produkte angewendet werden da dies zu einem verstärkten Gefühl des Brennens führen kann. Je nach Krankheit wird eine Konzentration von 5 bis 15% in den Cremen wird empfohlen. Neurodermitis bei Erwachsenen: 5 bis 10% Neurodermitis bei Kindern: 3 bis 5% Schuppenflechte: 10 bis 15% Tipp! Urea wird von den Krankenkassen gezahlt. Dein Arzt kann dir ein Rezept für eine Basiscreme mit Urea ausstellen.

Wollfett (Lanolin)

Wollfett ist eine wachsartige und wasserfreie Substanz, die tatsächlich aus Schafswolle gewonnen wird und hat sich in den letzten Jahren mit einer sehr guten Heilwirkung bei Neurodermitis oder bei von Schuppenflechte geplagter Haut durchgesetzt. Dieser Zusatzstoff wird heutzutage oft als Konsistenzgeber und Emulgator verwendet. Mit Lanolin als Emulgator entstehen W/O-Emulsionen (=viel Wasser in wenig Öl), die nachhaltiger fetten als O/W-Emulsionen (viel Öl in wenig Wasser). Aber auch hier musst du aufpassen, einige allergiegeplagte Betroffene berichten von einer nicht guten Verträglichkeit von Lanolin.

Zink

Mittlerweile gibt es verschiedenste Produkte mit unterschiedlichem Zinkgehalt und unterschiedlichen Grundlagen auf dem Markt zu kaufen, diese reichen von wässrigen Zinkoxidschüttelmixturen bis hin zu sehr dickflüssigen weißen Pasten. Zink wird entzündungshemmend und austrocknend und kommt als Zusatzstoff für Cremen für Neurodermitiker relativ häufig vor. Grundsätzlich lässt sich sagen, je mehr vom Bestandteil Zink enthalten ist und je wässriger die Grundlage, desto größer ist der austrocknende Effekt und wird damit gerne bei nässenden Ekzemen eingesetzt. Zinkoxid ist ein weißes Pulver welches man selbst in jeder Apotheke kaufen kann und man in jede beliebige Creme einrühren kann. Tipp: Du bekommst Zinkpaste für ein paar Euro in jeder Apotheke. Frage nach "pasta zinci.

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