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Fett oder Feuchtigkeit – Was braucht die trockene Haut?

Die Wahl der richtigen Hautpflege fällt oft schwer. Die Regale im Reformhaus oder Supermarkt sind voll und alle Mittel versprechen eine seidenglatte und gesund aussehende Haut. Deine Haut fühlt sich aber trotz intensiver Pflege trocken und spröde an? Im Spiegel siehst du fahle Haut, kleine Fältchen oder schuppige Stellen? Nicht aufgeben: du hast nur die falsche Produkte im Bad. Denn jede Haut ist anders und nicht jede trockene Haut braucht automatisch mehr Fett.

Trockene Haut ist bei uns ein sehr häufiges Problem. Sogar zwei Drittel aller Kinder unter 10 Jahren haben bereits Erfahrung damit gemacht. Fast jeder über 60 braucht eine intensive Pflege, um den Fett- und Feuchtigkeitsmangel auszugleichen. Und genau das ist trockene Haut. Experten weisen gerne darauf hin, dass der Begriff „trockene Haut“ irreführend sei. Korrekter wäre die Bezeichnung „feuchtigkeits- und fettarme Haut“. Denn bei sehr trockener Haut produzieren die Talgdrüsen nicht genug Lipide, so dass die Feuchtigkeit entweichen kann. Ohne ausreichende Feuchtigkeit ist die Haut dann nicht mehr vor äußeren Einwirkungen wie Schadstoffen, Bakterien, Sonnenstrahlen oder auch Feuchtigkeit geschützt. Ist die Haut im Ungleichgewicht, ist die Barrierefunktion gestört. Daher ist es wichtig zu wissen, was der Haut am meisten fehlt.

Mehr Feuchtigkeit!


Wenn deine Haut mehr Feuchtigkeit braucht, dann fühlen sich z.B. deine Wangen im Gesicht ein bisserl wie Sandpapier an und die Haut spannt und juckt. Frauen merken es auch oft daran, dass die teuren Seidenstrümpfe an rauen Stellen an den Beinen hängenbleiben, was immer wieder zu Schweißausbrüchen führt, da es gerne bei den wirklich teuren Strümpfen passiert. Wenn du sicher sein willst ob und wieviel Feuchtigkeit deiner Haut fehlt, kannst du beim Dermatologen mit einem Corneometer den Feuchtigkeitsgehalt der Haut bestimmen lassen.

Richtige Pflege bei geringer Feuchtigkeit


Um der Haut nicht noch mehr Feuchtigkeit zu entziehen, solltest du auf heiße Vollbäder verzichten und lieber lauwarm Duschen. Danach eine gute Öl-in-Wasser-Emulsion benutzen, die einen hohen Anteil an Feuchthaltefaktoren wie Glyzerin oder Harnstoff enthält. Das bringt Feuchtigkeit in die Haut zurück. Wenn die Gesichtscreme zusätzlich noch Hyaluronsäure enthält, speichert dies zusätzlich Wasser im Gewebe.

Kälte ändert alles


Solltest du dich längere Zeit in der kalten Winterluft aufhalten, dann bitte unbedingt eine möglichst wasserfreie Creme auftragen, am besten eine spezielle Kälteschutzcreme. Denn bereits bei niedrigen Temperaturen und frostigem Wind kann die feuchtigkeitsspendende Creme auf deiner Haut beginnen zu gefrieren. Wichtig ist dann auch unbedingt eine reichhaltige und wasserfreie Pflege für die Lippen. Es gibt eine Reihe von Lippenbalsamen, die z.B. Rizinusöl enthalten. Rizinusöl dringt tief in die Hautschichten ein und sorgt für eine intensive und rückfettende Pflege. Wichtig ist neben einem guten Kälteschutz auch ein UVA- und UVAB-Filter.


Was bedeutet O/W - W/O?


Du findest diese Bezeichnungen oft auf Pflegeprodukte, aber was bedeuten sie eigentlich?

O/W: Öl-in-Wasser: wenig Öl in viel Wasser bedeutet mehr Feuchtigkeit als Fett


W/O: Wasser-in-Öl: viel Öl in wenig Wasser bedeutet viel Fett und weniger Feuchtigkeit

Salben haben meist einen sehr hohen Ölanteil und ziehen daher relativ langsam in die Haut ein. Cremen oder Lotionen enthalten weniger Fett und mehr Wasser. Sie ziehen schneller ein und wirken leicht kühlend. In der warmen Jahreszeit, wenn die Haut meist weniger trocken ist, setzt man auf eine hohe O/W-Grundlage, im Winter sollte die Creme einen höheren Fettgehalt aufweisen.

Tipp: Eubos Urea 10% Körperlotion

Eubos Urea Körperlotion

Die reichhaltige Wasser-in-Öl-Emulsion mit Süßmandelöl, Allantoin und 10 % Urea ist eine medizinische Pflege zur täglichen Anwendung bei extrem trockener, juckender und schuppiger Haut, zB Altershaut, trockene Haut bei Diabetes aber auch zur Therapie begleitenden Pflege bei Neurodermitis, geeignet. Eubos Urea 10% Körperlotion versorgt die Haut intensiv mit Feuchtigkeit bindendem Urea und erhöht so deutlich die Hydratationsfähigkeit der Haut. Urea wirkt auch keratolytisch, das heißt oberflächliche Hautschuppen werden gelöst, so dass eine hautglättende Wirkung erzielt wird. Allantoin sowie eine spezielle Lipidkombination mit Süßmandelöl helfen, die natürlichen Schutzfunktion der Haut zu stärken und vor übermäßigem Feuchtigkeitsverlust zu bewahren.

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Mehr Fett!


Wenn deine Haut mehr Fett braucht, dann findest du bei genauerem Hinsehen winzige Risse und Entzündungen an der rauen Oberfläche. Auch neigt die Haut eher zu Schuppenbildung. Auch hier kann der Dermatologe den Fettgehalt bestimmen und zwar mit einem Sebumeter. Das Gerät verrät, wie hoch der Anteil an Fettsäuren, Triglyzeride, Cholesterin und Wachsester in der Haut ist.

Richtige Pflege bei geringem Fettanteil


Wenn die Haut nicht genug Lipide produziert, muss Fett von außen zugeführt werden. Intensiv pflegende Cremes auf Basis von Wasser-in-Öl-Emulsionen können von der Haut am besten aufgenommen werden. Sie helfen der Haut auch, die eigene Lipidproduktion wieder anzuregen. Hochwertige Fettsäuren wie z.B. Caprylic können die Haut nachhaltig mit Lipiden versorgen. Panthenol stimuliert die Zellbildung und verbessert die Hautfeuchte und die Hautelastizität durch die Ankurbelung der Lipidsynthese. Durch panthenolhaltige Cremes können auch Schübe von Neurodermitis, Rosazea und Psoriasis verhindert werden. Für einen stabilen pH-Wert sorgen L-Arginine, das sind essentielle Aminosäuren.

Die richtige Hautpflege bei Neurodermitis


Bei Menschen mit Neurodermitis fehlt ein Großteil der Hautfette (Ceramide) und das mangelnde Wasserbindungsvermögen lässt die Haut im wahrsten Sinne des Wortes vertrocknen, da keine Feuchtigkeit gebunden werden kann. Die Haut fühlt sich oft trocken, rau und schuppig an. Je fettärmer die Haut, desto reichhaltiger darf das Pflegeprodukt sein. Da die Barrierefunktion der Haut bereits gestört ist, sollten die Pflegeprodukte den Fett- und Feuchtigkeitsverlust ausgleichen sowie frei von jeglichen Parfumstoffen sein. So wird die Haut widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse.

Wichtig bei Neurodermitis-Haut

  • Passe deine Hautpflege an die jeweilige Jahreszeit an: im Winter benötigt die Haut mehr Fett, im Sommer mehr Feuchtigkeit.
  • Wenn die Haut nässt (während eines akuten Schubes), ist "fett" schlecht und du führst ihr besser viel Feuchtigkeit zu. Bei entzündeten Hautpartien empfehlen wir dir leichte, wasserhaltige Lotionen mit viel Feuchtigkeit. Diese können in diesem Hautstadium leicht aufgenommen werden und haben zusätzlich einen kühlenden Effekt (auch gut gegen Linderung von Juckreiz).
  • Ein Neurodermitiker, der von Natur aus neben der trockenen Haut eben auch zu Ekzemen neigt, sollte generell nie eine reine Fettsalbe (ohne Wasseranteil) verwenden. Diese verstopft die Poren, lässt keinen Wärmeaustausch mehr zu und verursacht auf der Haut einen Wärmestau, was sich wiederum entzündungsfördernd auswirkt und das Ekzem anheizt.

Tipp: Eubos Urea 5% Gesichtscreme

Eubos Urea Creme

Die schnell einziehende medizinische Spezial-Pflegecreme Eubos Urea 5% Gesichtscreme ist zur täglichen Anwendung bei trockener, rauer und spannender Gesichtshaut sowie zur Therapie begleitenden Hautpflege z. B. bei Neurodermitis geeignet. Die angenehm leichte Öl-in-Wasser-Emulsion wirkt intensiv und nachhaltig Feuchtigkeit spendend und glättend. Die Wirkstoffkombination mit Macadamia-Nussöl, Allantoin, Glycerin und Natriumlactat stärkt die hauteigene Schutzbarriere, wirkt hautglättend und mindert Spannungsgefühl und Juckreiz.

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Medizinische Hautpflege


Gegen die trockene Haut kannst du dir beim Hautarzt medizinische Basissalben zur täglichen Hautpflege verschreiben lassen. Diese bestehen aus einem Gemisch aus Wasser und Öl sowie verschiedenen Hilfsstoffen wie Emulgatoren (binden Wasser und Öl) und Konservierungsstoffen, welche die Salbe haltbar machen. Es gibt verschiedene Basissalben, die dabei als Salbengrundlage für viele medizinisch gemixte Salben dienen (z.B. Ultrabas, Ultrasicc oder preval LIPOGEL). Diese werden an die individuellen Hautbedürfnisse durch das richtige Mischverhältnis von Wasser und Öl angepasst.

Es gibt auch eine große Anzahl an Pflegeprodukten, die speziell für die Neurodermitis-Haut entwickelt wurde. Hier gilt es, verschiedene Varianten auszuprobieren, jede Haut ist anders und verträgt unterschiedliche Cremes, Salben oder Lotionen. Aber keine Sorge, du findest rasch heraus, was dir wann gut tut und was deine Haut nicht mag. Achte beim Kauf darauf, dass nicht immer das teuerste Produkt mit der schönsten Verpackung den größten Nutzen bringen muss. Es gibt viele sehr gute Basispflegeprodukte zu einem vernünftigen Preis.

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