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Tabu Schweißfüße – und wie du sie richtig behandelst

Schwitzige Füße sind nicht nur unangenehm, sie riechen oft auch stark. Viele Menschen sind von Schweißfüßen betroffen – dabei leiden Männer häufiger als Frauen darunter. Über das Thema wird nicht gerne geredet - deswegen schreiben wir hier über die wirksamsten Hausmittel und Medikamente gegen Schweißfüße.

Unser Körper verfügt über Millionen von Schweißdrüsen, alleine an den Füßen sorgen ca. 600 Drüsen pro Quadratzentimeter für eine stetige Entgiftung, einen gesunden pH-Wert und vor allem für eine bessere Haftung am Boden. Interessanterweise nimmt unser Körper über die Füße keinen Temperaturausgleich vor. Aus diesem Grund schwitzen wir im Schlaf auch nicht an Händen oder Füßen.

Problematisch wird es, wenn der Körper an den Füßen mehr Schweiß produziert, als diese für ihre eigentlichen Aufgaben benötigen. Bei schwitzigen nassen Füßen ist es mit der exzellenten Bodenhaftung schnell vorbei. Altbewährte Hausmittel, einfache Hygieneregeln und Medikamente können aber in den meisten Fällen weiterhelfen.

Gepflegte Füße beugen Schweißfüßen vor und riechen besser

Wer unter Fußschweiß leidet, stört sich am meisten am Geruch. Der entsteht nicht durch den Schweiß selber, sondern durch unsere körpereigenen Bakterien, die ihn zersetzen.

  • Wasche deine Füße regelmäßig und sorgfältig: am besten morgens und abends. Nimm dafür eine milde Seife oder eine antibakterielle Seife und trockne dich dann gründlich, auch zwi-schen den Zehen, ab.
  • Entferne regelmäßig deine Hornhaut
  • Achte auf kurze Fußnägel
  • Enthaare deine Füße
  • Mit einem regelmäßigen Peeling entfernst du Hautreste und Hornhaut und nimmst den Bakterien damit ihre Lebensgrundlage.
  • Verwende nach dem Waschen eine Pflegecreme: Um die Haut mit Feuchtigkeit und Pflege zu versorgen. Hier können auch spezielle Fußcremes zum Einsatz kommen, die z.B. mit Alu-miniumchlorid versetzt sind und dafür sorgen, dass sich die Schweißkanäle zusammenzie-hen. Du solltest damit sorgsam umgehen und nicht zu häufig einsetzen, dieser Inhaltsstoff ist nicht unumstritten in der Wirkung auf den Körper.
  • Fußpuder oder -deo: Dazu kannst du nach jedem Waschen deiner Füße auch ein Fußpuder oder -deo benutzen. Fußpuder saugt den Schweiß besonders gut auf und sorgt dazu noch für einen angenehmen frischen Duft.
Schweißfüße Richtige Pflege Hausmittel und Medikamente
Fußschweiß führt zu stinkigem Fußgeruch

Die Wahl der richtigen Fußbekleidung bei Schweißfüßen

Auch wenn es vielleicht schicker ist: Du solltest immer Socken in geschlossenen Schuhen tragen. Es müssen keine weißen Tennissocken sein. Es gibt eine riesige Auswahl an nahezu unsichtbaren Sneakersocken, die helfen, den Fußschweiß aufzunehmen.

Es werden auch Socken mit Silberfäden angeboten. Die Silberionen sollen dafür sorgend, dass weniger Bakterien entstehen und sich dadurch der Geruch reduziert. Wer keine Spezialsocken kaufen möchte, der achte unbedingt darauf, dass die Socken nicht aus Synthetik sind, sondern aus Baumwolle.

Wenn der Schweiß ungehindert in den Schuh läuft, nimmt das Material es auf und bildet so einen perfekten Nährboden für Bakterien und Fußpilze. Daher sollten geschlossene Schuhe auch immer nur einen Tag getragen werden und mind. 24 Stunden Pause zum Abtrocknen und Lüften bekommen. Gerade wenn es warm ist, greife eher zu einem offenen Schuh oder einem Leinenschuh.

Sportschuhe haben heutzutage oft einen Netzeinsatz und sorgen so für eine gute Belüftung. Was du unbedingt vermeiden solltest, sind günstige Schuhe aus Kunststoff, die überhaupt nicht atmungsaktiv sind. Wenn du dazu deine Schuhe regelmäßig mit einem Schuhdesinfektionsmittel einsprühst, haben Bakterien keine Chancen.

Um die Schuhe zu schonen und den Schweiß gut aufzusaugen haben sich auch spezielle Einlegesohlen bewährt. Das können dann dünne Sohlen aus Leder oder aus Zedernholz sein oder Sohlen mit Zimt oder Aktivkohle. So besitzt Zedernholz natürliche Abwehrstoffe gegen fungizide Mikroorganis-men. Es saugt die Feuchtigkeit besonders gut auf, ohne dass die Haut austrocknet. Durch die antibakterielle Eigenschaft des Holzes werden die Mikroorganismen, die für die Geruchs- und Fußpilz-bildung verantwortlich sind, unschädlich gemacht und geruchsneutral zersetzt. Und der Schuh duftet angenehm nach frischem Zedernholz.

Unsere Großmütter haben früher einen Teelöffel Natron vor dem Tragen in ihre Schuhe gestreut. Einfach danach wieder ausklopfen. Das Natron saugt den Schweiß und den Geruch auf. Diese Wirkung kann man auch für die Wäsche nutzen, in dem man einen Esslöffel mit in die Waschmaschine gibt.

Was immer gilt: Geh sooft es dir möglich ist, barfuß, deine Füße werden es dir danken.

Altbewährte Hausmittel gegen Schweißfüße

Neben der bereits erwähnten sorgfältigen Fußhygiene gibt es Hausmittel, um die Füße vom Schweiß zu befreien und die Schweißproduktion zu hemmen:

  • Salbei: 20 Gramm getrocknete Salbeiblätter mit einem Liter kochenden Wasser übergießen. Nach 15 Minuten kannst du den Sud abseihen und wenn es abgekühlt ist, kannst du damit deine Füße abreiben. Am besten nach jedem Duschen oder Waschen. Salbei ist schweißhemmend und kann auch in jedes Fußbad dazugeben werden.
  • Apfelessig: Essig bekämpft Bakterien, reduziert die Schweißproduktion und stabilisiert den natürlichen pH-Wert. 130 ml Apfelessig wird dazu mit ca. zwei Liter warmen Wasser gemischt. Bei starkem Fußschweiß kann dieses Fußbad täglich für ca. 20 Minuten durchgeführt werden.
  • Alkohol: Alkohol wirkt antibakteriell und adstringierend und hat sich als Zusatz für Fußbäder bewährt.
  • Salz: Grobes Salz beruhigt die Haut und desinfiziert. Die entspannende und antitransparente Wirkung kommt in einem Fußbad am besten zur Wirkung.
  • Natron: Ein Fußbad mit Natron entfernt die Säure auf der Hautoberfläche.
  • Kräutermix: Ein Mix bestehend aus je 50 gr. Eichenrinde, Walnussblätter, Weidenrinde und Thymian werden zusammen mit 20 gr. Eukalyptusblättern mit 3 Litern Wasser ca. 15 Minuten gekocht und dann abgeseiht. Der Sud wird dann noch warm in ein Fußbad dazugefügt.
  • Teebaumöl: Als Badezusatz im Fußbad entspannt es die Füße und wirkt dazu antiseptisch.
  • Zink: Zinksalben sollen auch vermehrt die Feuchtigkeit aufsaugen.
  • Bonustipp Kaffee: Über Nacht etwas Kaffeesatz in den Schuhen lassen und die schlechten Gerüche sind neutralisiert.

Übermäßige Schweißproduktion (Hyperhidrose)

Wer übermäßig an den Füßen schwitzt, kann unter einer sogenannten Hyperhidrosis plantaris leiden. In vielen Fällen konnte die Wissenschaft bis heute nicht erklären, warum es zu den verstärkten Schweißausbrüchen kommt. Es wird angenommen, dass das Schweißzentrum im Hypothalamus sensibler auf verschiedene Reize reagiert und dadurch schon frühzeitig, und ohne thermoregulatorischer Notwendigkeit, zum Schwitzen anregt. In anderen Fällen kann es aber auch ein erstes Anzeigen für andere Erkrankungen sein.

Bei krankhaften Schweißfüßen wird übermäßig viel Schweiß an den Fußsohlen abgesondert. Dadurch ist die Hornhaut permanent feucht und quillt oftmals weißlich auf. Durch die stetige Feuchtigkeit und das keimfreundliche feucht-warme Milieu wird die Bildung von Fußpilz, Fußwarzen, Ekzemen und anderen Hautkrankheiten unterstützt. Daher solltest du unbedingt zum Arzt gehen, wenn du mit Hausmitteln und unter Beachtung der Hygienemaßnahmen keinen Erfolg hattest.

Folgende Erkrankungen können möglicherweise für eine Hyperhidrose verantwortlich sein:

  • Neurologische oder Internistische Erkrankungen
  • Schilddrüsenerkrankungen, Infektionen, Adipositas, Diabetes mellitus
  • Verletzungen des Schädels und des Rückenmark: das heißt Erkrankungen, die das Schweißzentrum im Gehirn oder Teile des autonomen Nervensystems verletzen oder reizen

Weitere mögliche Auslöser für Schweißfüße

  • Übermäßige Hitze
  • Starke Entgiftung durch z.B. Kaffee, Schokolade, Gewürze, Nikotin, Alkohol oder Medikamente
  • Extreme Gerüche (gustatorisches Geschmacksschwitzen)
  • Hormonumstellungen wie z.B. in der Pubertät oder Wechseljahre
  • Stress
  • Erbbedingt
  • Hauptursache: mangelnde Hygiene

Medizinische Behandlung bei Schweißfüßen

Wenn gute Pflege und Hausmittel nicht mehr helfen und der Arzt eine chronische Hyperhidrosis festgestellt hat, gibt es verschiedene Möglichkeiten einer medizinischen Therapie.

Bei der Behandlung mit Medikamenten wird eine schweißhemmende Wirkung angestrebt, allerdings treten auch oft Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder Blasen- und Darmstörungen auf.

Um die Schweißdrüsen zu verstopfen, werden sie mit Salben oder Lotions mit Aluminiumchlorid behandelt. Aluminiumchlorid führt oft auch zu Hautreizungen und starkem Juckreiz.

Bei der Iontophorese (Behandlung mit Gleichstromwasserbädern) werden die Füße in Wasser getaucht, durch das eine schwache elektrische Ladung geleitet wird. Gute Ergebnisse haben sich eingestellt, wenn man diese Therapie dreimal die Woche für ca. 15 bis 20 Minuten anwendet. Diese Therapie wirkt aber nicht bei jedem und zudem kann die Iontophorese auch Schmerzen und Hautirritationen hervorrufen.

Zeitlich begrenzt zügelt auch Botox (das Nervengift Botulinumtoxin) den übermäßigen Schweißfluß. Eine Injektion hält für ca. 3 bis 6 Monate an. Gerade bei Schweißausbrüchen auf den Füßen, die auf ein bestimmtes Hautareal begrenzt sind, kann eine Botox-Behandlung sinnvoll sein.

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