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Rosazea effektiv behandeln

Rosazea (=Acne rosazea =Kupferrose =Altersakne) ist eine Hautkrankheit, welche durch eine chronische Entzündung der Gesichtshaut gekennzeichnet ist. Rosazea ist nicht vollständig heilbar, aber es gibt gute Behandlungsmethoden! Wichtig ist, dass du bei den ersten Anzeichen einen Hautarzt aufsuchst und sobald wie möglich mit einer Behandlung beginnst. Damit solltest du diese Hauterkrankung gut in den Griff bekommen und eine großflächige Ausbreitung verhindern können. Dazu stellen wir dir hier viele natürliche und chemische Wirkstoffe vor, die zu einer deutlichen Linderung der Symptome führen.

Ursachen der Rosazea

Die exakten Ursachen konnten bis heute nicht eindeutig geklärt werden, aber es gibt einige Faktoren, welche Rosazea begünstigen. Eine Hauptursache ist mit Sicherheit eine genetische Veranlagung zu Rosazea. So leiden meist mehrere Familienangehörige unter der gleichen Krankheit. Regelmäßig beobachtet man bei Rosazea-Betroffenen eine Störung der Regulation der Blutgefäßversorgung. Als Teil der Erkrankung und typisches Symptom derselben reagieren Betroffene auf zahlreiche Kosmetika mit Rötungen, Brennen und/oder einer Verschlechterung ihres Hautbildes. Aber auch psychische Faktoren wie negativer Stress können ein Auslöser sein.

Krankheitsverlauf und Symptome

Rosazea ist eine entzündliche und chronische Hauterkrankung und vor allem die zentralen Bereiche des Gesichts wie Stirn, Nase, Kinn und Wangen betrifft. Wenn die Brustregion, der Nacken und die Kopfhaut befallen sind, spricht man von einer extrafaziale Rosazea. Die Betroffenen klagen über anfallsartige Rötungen mit Hitzewahrnehmung (Flush), Papeln, Pusteln, Lymphödeme und Gefäßerweiterungen (rote Äderchen). Weitere Symptome sind Brennen, Stechen und Hautrockenheit. Rosazea trifft in der Regel Menschen im mittleren Erwachsenenalter (ab dem 30. Lebensalter), wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.

Das Krankheitsbild der Rosazea verläuft meist über mehrere Jahre. Meist nehmen die Symptome im Laufe der Jahre zu, wenn keine Behandlung erfolgt. Achtung! Wenn man bereits bei jeder kleinsten Aufregung einen hochroten Kopf bekommt kann dies bereits ein Vorbote zu einer Rosazea-Erkrankung sein, die im Laufe der Zeit zu langanhaltenden Rötungen und geplatzten Äderchen führen kann. Dennoch ist bei weitem nicht alles, was im Aussehen einer Rosazea ähnlich sieht, ist auch eine tatsächliche Rosazea. Der Gang zu einem Hautarzt ist unausweichlich, um eine genaue Diagnose zu erstellen.

Eine Rosazea verläuft normalerweise in drei Phasen ab, wobei die Symptome normalerweise in Schüben auftreten. Im Vergleich zur typischen Akne treten bei der Rosazea keine Mitesser auf. Es gibt aber Betroffene, welche über eine Mischform – Akne und Rosazea – klagen. Zu den typischen Symptomen zählen Rötungen, erweiterte Äderchen sowie teilweise Knötchen und Eiterpickel. Bei ungefähr der Hälfte der Rosazea-Betroffenen kommt es im Laufe dieser Erkrankung zu einer Mitbeteiligung der Augen. Ganz unabhängig vom Schweregrad der Grunderkrankung leiden die Patienten häufig an Bindehaut- und Lidrandentzündungen sowie an sehr trockenen Augen. In selten Fällen kann diese Augenbeteiligung zur Erblindung des Betroffenen führen, daher ist es ratsam, zusätzlich zum Hautarzt auch einen Termin beim Augenarzt wahrzunehmen.

Der Betroffene durchläuft in der Regel drei Phasen:

  • Blutgefäßerweiterungen und Rötungen an Wangen, Nase, Stirn und Kinn Achtung: In dieser Phase wird die Rosazea oft mit dem Krankheitsbild Couperose verwechselt.
  • Entstehung von Entzündungen, es bilden sich kleine rote Knötchen (Papeln) und zeitweise auch kleine eitrige Knötchen (Pusteln). Diese Symptome treten vereinzelt, aber auch großflächig auf.
  • In der dritten Phase der Rosazea ist die Haut bereits stark entzündet, verdickt und sehr großporig. Vor allem bei Männern kommt es durch Wucherung der Talgdrüsen zur Ausbildung einer sogenannten Knollennase (Rhinophyma).

Eine Rosazea kann sich bei jedem Betroffenen anders auswirken. Von nur leichten Rötungen im Wangenbereich bis hin zur Entstellung des gesamten Gesicht inklusive der typischen Akne-Symptome. Nicht alle Betroffenen durchlaufen alle drei Stadien, viele bleiben in der Phase 2 stehen.

Die psychische Belastung der Betroffenen ist meist groß, da sie durch ihre offensichtliche „Entstellung“ im Gesicht besonders leiden. Viele Betroffene ziehen sich regelmäßig von der Gesellschaft zurück und leiden still vor sich hin. Eine Sonderform ist die sogenannte Rosazea fulminans. Diese tritt sehr plötzlich auf und breitet sich rasant schnell aus. Psychisch gesehen ist diese Form natürlich für den Betroffenen besonders schlimm.

Medizinische Wirkstoffe zur Behandlung der Rosazea

Mit speziellen Wirkstoffen werden Entzündungen eingedämmt und die Haut beruhigt. Zu Beginn werden die betroffenen Hautstellen mit der medizinischen Creme eingecremt, im Anschluss versorgt man das gesamte Gesicht mit einer Pflegecreme. Besonders störende rote Äderchen können beim Hautarzt mit einem Laser entfernen werden.

Folgende Wirkstoffe wirken bei Rosazea: Cremes und Lotions mit Wirkstoffen wie Ivermectin, Metronidazol oder Azelainsäure Ivermectin (unter dem Medikament Soolantra® bekannt) hat sich als besonders wirksam gegen Rosazea erwiesen, da dieser neben der antientzündlichen Wirkung auch eine anitparasitäre Wirkung erzielt. Es wird die Demodex-Milbe abgetötet und dies reduziert wiederum die Symptome der Rosazea. Cremes mit dem Wirkstoff Isotretinoin (in besonders schweren Fällen auch oral verabreicht) Antibiotika äußerlich und/oder innerlich angewandt helfen gegen schwere Entzündungen Schwefel und Sulfacetamide Pimecrolimus (das Medikament ist bekannt unter dem Namen Elidel®) ist grundsätzlich für Rosacea nicht zugelassen, wirkt aber sehr gut und hat nicht so schwere Nebenwirkungen - Frage deinen Hautarzt danach! Achtung: Bei der Behandlung einer Rosazea dürfen keine Cortison-Präparate verwendet werden, da die Haut nach dem Absetzen des Cortisons mit einer besonders heftigen Verschlimmerung reagieren könnte.

Das sagt der Experte

Dr. Reinholz München Dermatologe Hautarzt Akne

Ivermectin gehört zu den Arzneimitteln der Avermectine. Es wird einmal täglich angewandt und ist seit 2016 in Österreich zur Behandlung der papulopustulösen Rosazea zugelassen. Es entfaltet sowohl antientzündliche, als auch antiparasitäre Effekte. Da bei Rosazea-Patienten Demodex-Milben in höherer Dichte nachgewiesen werden, kann es durch seinen zweifachen Wirkmechanismus den klinischen Befund von Rosazea-Patienten deutlich verbessern. Es hebt sich dadurch von den bisher zugelassenen Präparaten ab und zeigte in klinischen Studien eine Überlegenheit gegenüber den derzeit angewandten topischen Formulierungen mit Metronidazol als auch Azelainsäure.
Dr. Markus Reinholz, Dermatologe an der Klinik für Dermatologie und Allergologie München

Laser gegen unschöne rote Äderchen

Laserbehandlungen können die erweiterten Hautgefäße verkleinern und damit die Symptome lindern! Der Farbstofflaser gibt dabei kurze Impulse aus rotem Licht auf die betroffenen Hautstellen ab, unter der obersten Hautschicht werden die Äderchen verödet und sind demnach optisch nach außen nicht mehr sichtbar. Mittlerweile ist diese Art von Lasern nicht mehr schmerzhaft und die verstärkte Rötung der Haut direkt nach der Behandlung klingt innerhalb weniger Tage komplett ab. Die Kosten für die Laserbehandlung musst du selbst tragen, die Krankenkassen zahlen nicht für diese optische Korrektur!

Vermeidung der Risikofaktoren

Neben der dermatologischen Behandlung solltest du die folgenden Triggerfaktoren vermeiden! So kannst du einen neuen Schub vielleicht vermeiden.

  • Es gibt keine spezielle Rosazea-Diät, du solltest dennoch alle Faktoren vermeiden, die zu einer Vasodilatation und Flushsymptomatik im Gesicht führen können. Dazu zählen Alkohol, scharf gewürzte Speiesen und sehr heiße Getränke.
  • Vermeide lange Sonnenbäder! Wenn du dich länger draußen aufhältst, benutze eine Sonnenschutzcreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 15! Laut manchen Hautexperten gelten physikalische Sonnenblocker mit Inhaltsstoffen wie Titandioxid oder Zinkoxid) als besonders verträglich.
  • Hitze, Kälte und eisiger Wind verschlechtern das Erscheinungsbild der Rosazea!
  • Verzichte auf Saunabesuche und sehr heisse Bäder! Die Wassertemperatur beim Waschen sollte zwecks Vermeidung von Gefäßreaktionen stets lauwarm sein.
  • Pflegeprodukte auf alkoholischer Basis und agressive Peelings verschlechtern meist die Rosazea!
  • Wenn du eine Schwäche des Gewebes und der Gefäße hast, solltest du mit wässrig-alkoholischen Lösungen nur sehr sparsam umgehen, da diese bei zu häufiger Anwendung zu starken Hautreizungen führen können.
  • Verzichte auf normale Seife, da diese alkalisch sind und den pH der Haut erhöhen können. Eine pH-Anhebung kann wiederum zu Irritationen der Haut führen.
  • Verwende lieber milde Reinigungsprodukte ohne Alkohol (zB Cetaphil® Reinigungslotion).
  • Verwende kein fettiges bzw. wasserfestes Make-Up! Es gibt Spezial-Make-Up, welches nicht schädlich ist für die Rosazea-Haut ist. Dazu kannst du durch Anwendung dekorativer Kosmetik einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität erzielen.

Hautpflege Tipp bei Rosazea

Cetaphil Hilfe bei Neurodermitis

Die Spezialpflegeprodukte von Cetaphil® Dermacontrol wurden speziell auf die Bedürfnisse der emfindlichen Haut entwickelt und stellen eine gleichermaßen effektive wie schonende Ergänzung zu einer dermatologischen Therapie dar. Der erfrischende Reinigungsschaum befreit die Haut effektiv von überschüssigem Talg und Schmutzpartikeln. Die seifenfreie Formulierung reinigt porentief, ohne auszutrocknen, und schont dabei die natürliche Hautbarriere. Die Feuchtigkeitspflege nimmt überschüssigen Talg auf und reduzieren Glanz sowie Unreinheiten auf der Haut. Die ölfreie Pflegeformulierung versorgt die Haut langanhaltend mit Feuchtigkeit und beruhigt sie. Gleichzeitig schützt die Pflege mit LSF 30 vor den hautschädigenden Einflüssen der UVA-/UVB-Strahlen. Diese Produkte kannst du rezeptfrei in jeder Apotheke kaufen (jeweils ca. €20).

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Gute Wirkstoffe im Einsatz gegen Rosazea

  • Aloe Vera Gel wirkt feuchtigkeitsspendend, entzündungshemmend und hautberuhigend 
  • Kamille wirkt austrocknend, entzündungshemmend und hautberuhigend
  • Thermalwasser beruhigt die Haut und reduziert das Hitzegefühl
  • Glycerin spendet Feuchtigkeit
  • Retinaldehyd zählt zur Vitamin-A Gruppe stärkt die Gefäße und aktiviert den Zellstoffwechsel
  • Mäusedorn wirkt entzündungshemmend, ödemhemmend und kapillarabdichend
  • Echinacea (=Sonnenhut) wirkt entzündungshemmend und antispetisch
  • Dexpanthenol wirkt feuchtigkeitsspendend, hautglättend, heilungsfördernd und juckreizstillend
  • Leinsamenöl bzw. Nachtkerzenöl wirken entzündungshemmend und versorgen die Haut von außen mit Omega-3-Fettsäure
  • Vitamin K1 wirkt beruhigend und gefäßstabilisierend bei Besenreisern und Hautrötungen
  • Weihrauch-Extrakt (Boswellia) wirkt antientzündlich
  • Salicylsäure wirkt antientzündlich

Unser Tipp: Werden einzelne dieser Wirkstoffe gemischt mit einem sogenannten Liposomenkonzentrat, erhöht sich die Wirksamkeit des Wirkstoffes deutlich! Insbesondere sehr fette Öle verlieren dadurch die oft unangenehme fettende Konsistenz und können einfach angewendet werden. Frag deinen Hautarzt danach!

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