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Was hilft gegen Pigmentflecken?

Pigmentflecken empfinden viele Menschen als ebenso so unangenehm und störend wie unreine Haut oder Akne. Allerdings handelt es sich hierbei um ein rein ästhetisches Problem, denn solche Veränderungen der Haut sind weder gefährlich noch ansteckend, nur eben unschön. Doch woher kommen Pigmentstörungen dann und warum gehen sie nicht von allein wieder weg?

Pigmentflecken sind runde bis linsenförmige einheitlich braune Flecken an jenen Körperstellen, die häufig der Sonne ausgesetzt sind, also Gesicht, Handrücken, Unterarme und Dekolleté. Die räumlich begrenzten bräunliche Hautverfärbungen entstehen durch eine übermäßig starke Melanin-Einlagerung, auch Hyper-Pigmentierung genannt. Die Melaninproduktion der Haut ist also gestört. Dies kann einerseits durch häufige UV-Strahlung passieren, es gibt aber noch viele weitere Auslöser.

Ein typisches Frauenproblem

Pigmentflecken und Unregelmäßigkeiten treten in jeden Alter und vor allem bei Frauen auf, da neben Veranlagung und UV-Strahlung auch Hormone eine große Rolle spielen. Besonders bei hormonellen Verhütungsmethoden oder während der Schwangerschaft kommt es vermehrt zu den unschönen Flecken, wobei dunklere Haut von Pigmentstörungen stärker betroffen ist. 

Harmlos oder gefährlich?

Um unterscheiden zu können, ob es sich um harmlose Pigmentflecken oder ernstzunehmende Pigmentveränderung der Haut handelt, hilft die ABCDE-Regel. A" steht für Asymmetrie, "B" für Begrenzung, "C" für Colour (Farbe), "D" für Durchmesser und "E" für erhaben. Wenn eine Pigmentveränderung keine klare Symmetrie erkennen lässt, am Rande ausgefranst wirkt, farbliche Schattierungen aufweist oder der Durchmesser größer als zwei Millimeter ist, können das Warnhinweise für Hautkrebs sein. Sind Pigmentveränderungen klar begrenzt und einheitlich braun wie z.B. bei Sommersprossen, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Pigmentflecken. Sicherheit bekommst Du durch den Besuch beim Hautarzt. 

Auslöser für Pigmentflecken

Auslöser Nr. 1 für Pigementflecken ist die UV-Strahlung. Deshalb treten z.B. Sommersprossen, wie der Name schon sagt, vor allem im Sommer bei stärkerer UV-Strahlung auf. Doch auch hormonelle Einflüsse können Pigmentflecken hervorrufen. Die „Schwangerschaftsmaske“ oder Melosmal, tritt durch die hormonellen Veränderungen in der Schwangerschaft auf. Dabei treten die Pigmentflecken meist flächig im Gesicht auf. Aber auch Auto-Immunerkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen oder Vitaminmangel-Erkrankungen können Pigmentflecken hervorrufen. Darüber hinaus konnten Pigmentflecken vereinzelt als Nebenwirkungen bei Hormonpräparaten, Chemotherapie, Antibiotika oder Antiephileptika beobachtet werden. Pigmentflecken können auch als postinflammatorische Hyperpigmentierung nach Hautverletzungen oder entzündlichen Hauterkrankungen wie Akne und Schuppenflechte entstehen.

Behandlung Pigmentflecken

Gegen die ungeliebten Flecken kannst du auf unterschiedliche Weisen vorgehen Jede dieser Behandlungsformen zeigt in der Regel gute Erfolge, du solltest allerdings auf jeden Fall darauf achten, dass deine Haut für solche „Eingriffe“ geeignet ist. 
Da sich Pigmentflecken als sehr hartnäckig erweisen, ist die Behandlung meist langwierig.

In der Schulmedizin werden Wirkstoffe wie Hydrochinon, Tretinoin und Azelain für die Behandlung verwendet. Da diese Wirkstoffe allerdings zu Hautirritationen führen können und Hydrochinon im Verdacht steht krebserregend zu sein, sollte die Wirkstoffe ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden.

Vielversprechend sind chemische Peelings, Lasertherapie oder Mikrodermabrasion. Chemische Peelings mit Fruchtsäure und Vitamin C werden v.a. bei flächigen Hyperpigmentierungen empfohlen. Bei der Lasertherapie werden die Melanin Pigmente in der Haut zertrümmert. Dadurch wird der Pigmentfleck anfangs heller und nach mehrfacher Behandlung ganz entfernt. Als Nebenwirkung können Hautschwellungen auftreten. Bei der Mikrodermabrasion werden abgestorbene Hornzellen der Oberhaut durch feine Kristalle abgetragen. Auch hier braucht es meist mehrere Behandlungen bis die Pigmentflecken aufgehellt oder ganz verschwunden sind. Die Kyrotherapie ist eine weitere Behandlungsform bei der die betroffenen Hautstellen vor allem am Handrücken vom Hautarzt mit flüssigem Stickstoff vereist werden.

Bleichende Cremes

Bleichcremes enthalten spezielle Aufhellungsmittel wie zum Beispiel Arbutin, das in verschiedenen Pflanzenarten vorkommt (u.a. Bärentraubenblätter, Preiselbeere oder Porst). Natürlich ist es ratsam, einen Hautarzt zu konsultieren, die Creme kannst du jedoch regelmäßig allein zu Hause auftragen. Eine Veränderung zeigt sich nach einigen Wochen in Form von immer blasser werdenden Flecken, die jedoch in den meisten Fällen nicht komplett verschwinden.

Chemische Peelings gegen Pigmentstörungen

Wenn du neben Pigmentflecken zugleich auch gegen kleine Falten vorgehen möchtest, bietet sich ein chemisches Peeling an. Bei einem solchen Peeling wird die oberste Hautschicht abgeschält und die Bildung von Kollagen gleichzeitig angeregt. Wegen des sauren pH-Wertes kann es bei nicht fachmännischer Behandlung zu Verätzungen kommen, deshalb sollte diese Anwendung nur von einem Dermatologen durchgeführt werden. Nach einem solchen Peeling sind die Falten weniger als zuvor und der Teint ist gleichmäßiger und wirkt dadurch viel frischer.

Mit einer Lasertherapie zu schöner Haut

Wenn du deine Pigmentstörungen dauerhaft entfernen möchtest, so bietet sich der Besuch bei einem ästhetischen Chirurg an. Dort gibt es verschiedene Lasermöglichkeiten sowie chirurgische Eingriffe für einen schöneren Teint. Laser haben den Vorteil, dass sie die dunklen Flecken gezielt angreifen und beseitigen, wobei in der Regel mehrere Sitzungen nötig. Je nachdem, welche Art von Pigmentflecken oder Hautveränderungen du behandeln lassen möchtest, gibt es verschiedene Laser.

Fraxel-Laser: Der Fraxel-Laser dringt in die untere Hautschicht ein und kann somit u.a. zur Faltenreduzierung oder Behandlung von Narben angewendet werden.

KTP-Laser: Der KTP-Laser kann kleine rote Äderchen, Feuermale oder auch Warzen verschwinden lassen und ist dabei sehr schonend zum umliegenden Gewebe.

Rubinlaser: Mit dem Rubinlaser wird pigmentiertes Gewebe mit kurzen Impulsen verdampft. Besonders geeignet ist diese Laserart für Tattoo-Entfernungen, Altersflecken oder ähnliches.

Diodenlaser: Mit dieser Laserart lassen sich Besenreiser sehr effektiv bekämpfen. Das unsichtbare Infrarotlicht erhitzt die Gefäße und sorgt auf diese Weise, dass diese verkleben und anschließend vom Körper abgebaut werden.

Hausmittel gegen Pigmentflecken

Eines vorweg: Die Behandlung von Pigmentflecken mit Hausmitteln bedarf viel Geduld und Konsequenz. Erfolge werden sich nicht rasch einstellen, dich mit der notwendigen Geduld können dir folgende Mittel helfen:

 

  • Zitronensaft oder Apfelessig: Die betroffenen Stellen 3x täglich mit frischem Zitronensaft betupfen, dann hellen die Pigmentflecken auf. Gleiche Anwendung bei Apfelessig.
  • Buttermilch kann ebenfalls zum Aufhellen verwendet werden. Empfiehlt sich vor allem bei empfindlicher Haut, da die Milchsäure milder auf die Haut wirkt als die Fruchtsäure der Zitrone.
  • Papaya: Dass in der Papaya enthaltene Papain soll ebenfalls aufhellend wirken. Dafür das Fruchtfleisch pürieren und den frischen Brei auf die betroffenen Stellen auftragen und mehrere Minuten einwirken lassen. Einmal pro Woche wiederholen.
  • Knoblauch: eine frische Knoblauchzehe 10 Minuten täglich mit der Schnittfläche auf die Hautstellen legen.
  • Petersilie: frische Petersilie haken und für 15 Minuten täglich auflegen. 

Besserung ja, Heilung nein

Zwar helfen alle diese Methoden gegen Pigmentstörungen und andere Hautprobleme, jedoch können sich solche Flecken auch nach den Behandlungen neu bilden. Du solltest am besten einen Dermatologen aufsuchen und dich ausführlich beraten lassen – denn nur so wirst du rausfinden, was für dich die beste Lösung ist.

Hautinfo-Tipp: Achte auf guten Sonnenschutz! Damit Pigmentflecken erst gar nicht auftreten oder sich verstärken, ist Schutz vor UV-Strahlung das A und O. Wer anfällig für Pigmentflecken ist, sollte das Haus nicht ohne Sonnenschutz auf Gesicht, Armen und Dekolleté verlassen! Während der Behandlung gegen Pigmentflecken muss die Haut besonders vor UV-Strahlung geschützt werden. Du solltest dich daher in dieser Zeit nicht der Sonne aussetzen.

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