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Wenn Essen krank macht

Warum machen manche Lebensmittel, die für den einen Menschen gesund sind, andere krank? Aber nicht immer steckt eine Allergie hinter den Beschwerden. Häufiger ist eine Intoleranz zB gegen Histamin, Frucht- oder Milchzucker schuld an den Beschwerden. 

Von einer Nahrungsmittelallergie spricht man bei einer besonderen Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe, die in der Nahrung enthalten sind und mit ihr aufgenommen werden. Im Grunde handelt es sich auch hier um eine außerordentliche Reaktion des Immunsystems, es wird Histamin in großen Mengen ausgeschüttet und damit die Haut, die Lunge und den Magen-Darm-Trakt gereizt. Der Begriff Nahrungsmittelallergie ist nicht zu verwechseln mit Nahrungsmittel-Intoleranz, bei der Intoleranz kommt es zu keiner Immunreatkion!

Typische Symptome eine Nahrungsmittelallergie:

  • Schleimhautschwellungen im gesamten Mund- und Rachenraum
  • Anschwellen der Zunge
  • brennendes Gefühl in der Speiseröhre
  • Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
  • Leibschmerzen und Koliken
  • Beeinträchtigungen der Atemwege: allergische Rhinitis und allergisches Asthma
  • diverse Hautveränderungen inklusive aller Neurodermitis-Symptome
  • starker Juckreiz
  • Gelenkerkrankungen
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Mattigkeit

Die genau Diagnose zu ermitteln ist mitunter schwierig, aber wichtig, denn Nahrungsmittel-Allergien bergen die Gefahr eines allergischen Schocks, der binnen Minuten zur tödlichen Bedrohung werden kann. Wir raten dazu, bei den ersten Anzeichen einer Nahrungsmittel-Allergie einen allergologisch ausgebildeten Facharzt aufzusuchen, nur so kann man sicher sein, eine richtige Diagnose zu erhalten und damit falsche Empfehlungen und gutgemeinte Ratschläge vermeiden.

Die Zahl der Betroffenen einer Nahrungsmittel-Allergie bzw. Intoleranz nimmt ständig zu. Aber nicht alles, was nach einer Allergie aussieht, ist auch tatsächlich eine Allergie. Univ.-Prof. Dr. Anita Rieder, Leiterin des Instituts für Sozialmedizin und des Zentrums für Public Health der Medizinischen Universität Wien sagt: "17 Prozent der Menschen berichteten über nahrungsmittelbedingte Beschwerden. Tatsächlich konnte die Allergie in nur 1-3 Prozent der Fälle bestätigt werden“.

Allergie oder Intoleranz?

Intoleranzen gegen Histamin, Frucht- oder Milchzucker sind viel öfter schuld an den Symptomen als eine echte Allergie. „Eine Intoleranz wird meist durch einen Enzymmangel verursacht, wodurch Nahrungsmittel-Bestandteile nicht abgebaut werden können. Sie sind zwar unangenehm, werden aber in der Regel nicht zu einer ernsten Bedrohung wie eine Allergie“, beschreibt die Wiener Hautärztin Dr. Nadine Mothes-Luksch. „Bei einer Nahrungsmittel-Allergie hingegen kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems. Bereits kleinste Mengen reichen, um Reaktionen wie starker Juckreiz, Rötungen und Nesselausschlag am ganzen Körper, Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall auszulösen. Im Extremfall kommt es zu einem allergischen Schock. Dabei können innerhalb weniger Minuten aufgrund des plötzlichen Blutdruckabfalls lebenswichtige Organe wie Herz, Lunge und Gehirn nicht mehr ausreichend versorgt werden – der Kreislauf bricht zusammen. Ohne sofortige Notfallbehandlung kann der Allergieschock sogar zum Tod führen."

Allergie Diagnose

Die einzige therapeutische Möglichkeit ist, das unverträgliche Nahrungsmittel vom Speiseplan zu streichen. Dazu muss man aber natürlich wissen, welches Nahrungsmittel nicht vertragen wird. „Die Diagnose einer Nahrungsmittel-Allergie ist meist kompliziert und erfordert spezifisches Wissen. Betroffene sollten daher ausschließlich auf den allergologisch geschulten Facharzt vertrauen“, rät Dr. Mothes-Luksch. Das Führen eines Beschwerdetagebuch erleichtert die Diagnose Zu Beginn führt man mit dem Facharzt ein ausführliches Gespräch, in dem über die genaue Krankengeschichte, Symptome, Lebensumstände und Lebensgewohnheiten gesprochen wird. Ein Beschwerdetagebuch kann hier hilfreich sein. Danach folgen Hauttest und Bluttest. Mit der Entwicklung der molekularen Allergiediagnostik wurden diese Tests in den letzten Jahren sehr genau. Es ist nun zB schon möglich, nicht nur der Allergie-Auslöser als Ganzes, sondern auch dessen einzelne Eiweiß-Bestandteile zu identifizieren. Es gibt hier die Möglichkeit mit dem Allergenchip, es wird aus nur ein paar Tropfen Blutserum eine Testung gegen mehr als 100 Allergenkomponenten durchgeführt Dieser Test ist allerdings nicht überall möglich, denn er erfordert spezielles Wissen für die Interpretation der Ergebnisse (zB Allergycare in Wien >). Passen die Symptome und das Testergebnis zusammen, kann eine Diagnose gestellt werden. Wenn es sich tatsächlich um eine Allergie handelt, werden auch konkrete Notfall-Medikamente verschrieben. Gibt es noch einen Zweifel, kann ein Provokationstest letzte Gewissheit schaffen.

Es handelt sich tatsächlich um eine Allergie, was nun?

Wenn man mit Betroffenen oder mit den Eltern betroffener Kinder spricht, wird rasch klar, die Lebensqualität leidet unter einer Nahrungsmittel-Allergie. Besondere Vorsicht ist zB beim Einkaufen, bei Restaurantbesuchen und im Urlaub angesagt. Das und die Angst vor einer allergischen Reaktion können die Lebensfreude deutlich mindern. Gespräche mit einem Diätologen können die Betroffenen unterstützen. Neue Lebensmittelkennzeichnung Mit neuen Kennzeichnungsvorschriften von Lebensmitteln sollen Allergiker besser geschützt werden. Die 14 wichtigsten Produktgruppen, die für viele Allergien verantwortlich sind, müssen auf verpackten Lebensmitteln und im Restaurant angeführt sein.

Die hautinfo.at Expertin Dr. Nadine Mothes-Luksch

Frau Dr. Nadine Mothes-Luksch ist Wahlärztin in Wien und spezialisiert auf Neurodermitis und Allergien. Sie ist auch Neurodermitis-Trainerin und widmet sich besonders gerne den kleinen Patienten und Patientinnen. Frau Dr. Mothes-Luksch bietet zudem gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendfacharzt DDr. Tamás Fazekas wirkungsvolle Schulungen zur Behandlung von Neurodermitits.
Ordination: Wollzeile 12/2/33, 1010 Wien
Kontakt und Terminvereinbarung: telefonisch unter 0699-10415451
oder per E-Mail: hautimzentrum(at)gmail.com
www.hautimzentrum.at

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