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Kosmetik selbst gemacht

Welche Gründe sprechen dafür, Kosmetik selbst zu machen – und welche dagegen? Welche Zutaten werden dazu gebraucht und wo bekommt man die her? Wo findet man Anleitungen zum Kosmetikselbermachen? Welche Werkzeuge sind nötig? Wie macht man eine Creme gegen trockene Haut, ein rückfettendes Peeling und eine Maske gegen Hautunreinheiten selbst? Fragen über Fragen, die hier beantwortet werden.

Es gibt gute Gründe, die dafür sprechen, Kosmetik selber zu machen. Und es gibt gute Gründe dagegen. Wir erklären dir alle Pros und Contras.

Vorteile selbst gemachter Kosmetik

Inhaltsstoffe: Wenn du dir deine Kosmetik selbst machst, hast du die volle Kontrolle über die Wirkstoffe, die darin stecken. Du kannst selbst entscheiden, was an Zutaten in welcher Qualität (konventionell oder bio) und Menge zum Einsatz kommt. Du kannst die Kosmetika individuell zu deiner Haut passend zusammenstellen. Wichtig: Bio-Zutaten sind nachweislich weniger mit Schadstoffen belastet als konventionelle.

Herstellung

Wenn du dir deine Kosmetik selbst machst, hast du die volle Kontrolle über die Herstellungsverfahren.

Verpackung

Wenn du dir deine Kosmetik selbst machst, hast du die volle Kontrolle über deren Verpackung. Du kannst auf unnötige und umweltschädliche Verpackungsmaterialien wie Kunststoff aus fossilen Energieträgern verzichten.

Kosten

Wenn du dir deine Kosmetik selbst machst, hast du die volle Kontrolle über die Kosten der selbstgemachten Kosmetikprodukte. Je nachdem, welche Zutaten zum Einsatz kommen, wo du sie her hast und wie du daraus die Kosmetik selbst machst, lassen sich sogar Kosten sparen, denn du bist Hersteller und Verbraucher in einem – Kosten für Zwischenhändler entfallen sowieso.

Doch diese Vorteile sind längst nicht alles, was die Do-it-Yourself (DIY)-Kosmetik dir bringt: Denn das Selbermachen stillt das Bedürfnis all derjenigen, die im digitalen Zeitalter und in Zeiten von Industrie 4.0 etwas mit eigenen Händen und eigener Kreativität erschaffen möchten. Es stillt die tief im Menschen verwurzelte Sehnsucht nach Natürlichkeit und Natur. Das Selbermachen von pflegender, wohltuender Kosmetik führt dich zurück zu dem Wissen über die Natur und ihre wirkungsvollen Zusammenhänge, das seit Menschengedenken angesammelt wurde, und es führt dich zurück zu deinem eigenen Körper: Dazu, seine Bedürfnisse zu erkennen und zu erfüllen. DIY-Kosmetik schafft zudem ein Vertrauen zu Hautprodukten, das von industriellen Herstellern mit gesundheitsgefährdenden Inhaltsstoffen und/oder tier- und umweltschädlichen Herstellungsverfahren teils verspielt worden ist.

Nachteile selbst gemachter Kosmetik

Haltbarkeit

Wer Kosmetik selbst macht, verzichtet meist bewusst auf synthetische Zusätze, die bei der herkömmlichen Fertigungsweise für Eigenschaften wie Haltbarkeit, Konsistenz, Farbe und Geruch des Produktes sorgen. Mit dem Verzicht auf zum Beispiel synthetische Konservierungsstoffe nimmst du jedoch eine daraus oft resultierende kürzere Haltbarkeit der selbst gemachten Kosmetika bewusst in Kauf. Zudem begrenzen auch die in der Regel natürlichen und/oder naturbelassenen Zutaten die Haltbarkeit selbst gemachter Kosmetik. Die folgenden Tipps helfen, dass deine selbst gemachte Kosmetik möglichst lange hält:

  • Du solltest nur so viel Kosmetika herstellen, dass du sie innerhalb ihrer regulären Haltbarkeit auch aufbrauchst.
  • Fülle deine selbstgemachte Kosmetik in dunkle Gefäße ab, so dass sie von Licht (UV-Strahlung) möglichst nicht beeinträchtigt wird. Beschrifte jedes Gefäß mit einer Angabe des Inhalts und dem Herstellungsdatum.
  • Eine selbst gemachte Creme zum Beispiel hält ohne Konservierungsstoffe im Kühlschrank etwa zwei bis drei Wochen.

Keimrisiko

Industriell gefertigte Kosmetik ist bestenfalls unter sterilen Bedingungen gemacht – die sich daheim kaum umsetzen lassen. Es besteht demnach ein höheres Keimrisiko beim Selbermachen von Kosmetik. Die folgenden Tipps helfen, das Keimrisiko zu mindern:

  • Frische Zutaten sind meist weniger mit Keimen belastet als ältere.
  • Reinige alle Zutaten und alle Utensilien, die du zum Selbermachen deiner Kosmetik benutzt, gründlich.
  • Desinfiziere die Aufbewahrungsgefäße am besten vor dem Befüllen, zum Beispiel mit einer heißen Soda-Lösung (ein Teelöffel Soda auf einen Liter heißes Wasser) oder hochprozentigem Alkohol.
  • Verwahre deine DIY-Kosmetik möglichst trocken und kühl (gerne im Kühlschrank), das mindert die Keimaktivität.

Unerwünschte (Neben)Wirkung

Herkömmliche Kosmetika durchlaufen diverse, aufwendige sowie teure Qualitätsprüfungen und Wirkstudien, bevor sie auf den Markt dürfen. Damit sichern sich die Hersteller in Bezug auf die Wirkung ihrer Produkte ab, die sie anschließend meist mit einem entsprechenden Wirkversprechen bewerben. Die Produkte werden in der Kosmetikmassenproduktion zudem meist voll automatisiert zusammengestellt, das garantiert ihre gleichbleibende Qualität. Zuhause gelingt dir eine solch stete Qualität nicht so gut. Das liegt zum einen an der von Natur aus schwankenden Qualität der Wirkstoffe in natürlichen Zutaten, die sich bei geringerer Produktionsmenge stärker bemerkbar macht. Und zum anderen gelingt dir das händische Abmessen der Zutaten daheim meist ungenauer als den High-Tech-Abfüllstationen der Kosmetikkonzerne. Daraus resultiert mitunter eine ausbleibende oder unerwünschte (Neben)Wirkung deiner DIY-Kosmetik.

Rezepte für selbst gemachte Kosmetik finden

Mittlerweile findest du Rezepte für DIY-Kosmetik überall: in Zeitschriften, Büchern und zu Hauf im Internet. Achte bei der Wahl der Rezepte für dich darauf, dass du sie ohne Probleme nachmachen kannst, sprich: an die Zutaten ebenso gut herankommst wie an das Zubehör. Gerade im Internet kannst du dich leicht darüber informieren, wie ein Rezept bei anderen Verbrauchern ankommt – lies dir dazu die zugehörigen Kommentare und Rezensionen unbedingt durch!

Zum Selbermachen von Kosmetik braucht es keine Magie – du solltest jedoch ein paar naturwissenschaftliche Zusammenhänge kennen. Zum Beispiel bringt dich die Chemie weiter, denn sie erklärt dir, warum und wie Stoffe auf- und miteinander reagieren. Wissen solltest du auch, wie unsere Haut funktioniert, deren natürlicher Schutzfilm sowohl aus öligen als auch aus wässrigen Teilen besteht. Du solltest für deine selbstgemachten Hautprodukte deshalb eine Zusammensetzung anstreben, die dem natürlichen Hautschutzfilm ähnelt: So wird dieser in seiner Schutzarbeit bestenfalls unterstützt und nicht schlimmstenfalls unwirksam gemacht.

Das Vorgeschriebene heißt, dass zwei der wichtigen Zutaten deiner DIY-Kosmetik, zum Beispiel einer DIY-Hautcreme  Fett und Wasser sind – zwei Substanzen, die sich nur ungern vermischen. Damit dir das dennoch gelingt, brauchst du einen sogenannten Emulgator. Das Andicken der bis dahin schon glatten, cremigen aber noch recht flüssigen Emulsion übernehmen Wachse, Pflanzenfette & Co.

Hinzu kommen als Basis-Zutaten:

  • natürliche Konservierungsstoffe wie Zitronensaft, Grapefruitkernextrakt oder das für Naturkosmetik zugelassene Mittel Rokonsal
  • pflegende Substanzen, gegebenenfalls bewährte Wirkstoffe gegen deine Hautprobleme
  • und falls gewünscht Duftstoffe

Die Zutaten für deine selbst gemachte Kosmetik kannst du dir auf vielerlei Wegen besorgen: Der Fachhandel (Reformhäuser, Bioläden) bietet dir nahezu alle Rohstoffe offline wie online zum Kauf an. Dort findest du mitunter auch sogenannte Systembaukästen mit den exakt ausgemessenen Mengen an Zutaten für jeweils verschiedene Kosmetikprodukte. Einen Teil der natürlichen Inhaltsstoffe kannst du auch beim Bio-Bauern, Bio-Gärtner oder Bio-Gemüseladen um die Ecke besorgen. Ebenso wirst du in der Apotheke fündig. Und selbstverständlich bietet dir die Natur ihre Schätze in Hülle und Fülle frei Haus an.

8 Tipps zum Sammeln von Wildkräutern & Co

1. Sammle nur Kräuter, die du sicher kennst.

2. Nimm für zweifelsfreies Bestimmen ein Bestimmungsbuch mit oder nutze eine entsprechende App.

3. Beherzige die Tipps, die die Uni Würzburg hier gibt, um einer Infektion mit dem Fuchsbandwurm vorzubeugen.

4. Sammle möglichst „saubere“ Kräuter, meide beim Sammeln die Ränder stark befahrener Straßen und konventionell bewirtschafteter Landwirtschaftsflächen sowie Sammelstellen, wo viele Hunde „geschäftlich“ unterwegs sind.

5. Sammle nur offensichtlich gesunde Pflanzen und nimm von einer Pflanze nur etwa ein Drittel mit, damit sie sich von deiner Ernte wieder erholen kann.

6. Mach dich am besten bei trockenem, sonnigem Wetter auf zur Kräuterernte und nimm ruhig eine Schere oder ein Messer mit, damit du Pflanze schonst.

7. Zum Sammeln eignen sich Körbe bestens, da die Kräuter darin luftig aufbewahrt werden.

8. Verarbeite die Kräuter möglichst frisch – im Kühlschrank halten sie sich meistens nur ein bis zwei Tage.

Bewährtes Zubehör zum Kosmetikselbermachen

Als Grundausstattung für deine Kosmetikküche solltest du folgendes Zubehör bereithalten:

  • Gefäße zum Anrühren deiner DIY-Kosmetik
  • hitzefester Rührstab
  • Messbecher für kleine Zutatenmengen
  • Feinwaage
  • Gefäße zum Abfüllen deiner DIY-Kosmetik
  • Töpfe und / oder Schüsseln für Wasserbäder
  • Thermometer

3 Rezepte zum Kosmetikselbermachen

Hausmittel Tipps Neurodermitis Schuppenflechte Akne Aloe Vera
Aloe Vera Gel hilft bei trockener Haut

Wir stellen dir hier drei Rezepte vor, nach denen du dir deine DIY-Kosmetik herstellen kannst.

Pflegende Creme gegen trockene Haut mit Aloe Vera

So geht‘s Für diese dank der Aloe vera feuchtigkeitsspendende Hautcreme brauchst du: •

  • 50 Milliliter (ml) Milch mit mindestens 3,5 Prozent Fettanteil (Wichtig: Frische Milch verkürzt die Haltbarkeit gegenüber haltbarer Milch!)
  • 100 ml Mandelöl
  • 2 Blätter Aloe vera, die du zunächst von deiner Pflanze abschneidest und dann eine Viertelstunde mit der Schnittseite nach unten stehen lässt, so dass der Saft ausläuft
  • 10 Tropfen eines ätherischen Öls deiner Wahl

Zubereitung der DIY-Creme gegen trockene Haut: Zuerst schlägst du die Milch mit einem Mixer drei bis vier Minuten lang, so dass sie cremig wird. Dann gibst du noch während des Schlagens tröpfchenweise das Mandelöl dazu. Als nächstes schneidest du die beiden „entsafteten“ Aloe-Vera-Blätter längs auf und löffelst das Aloe-vera-Gel raus. Das gibst du zur Milch-Öl-Masse und verrührst es gut. Zum Schluss kommt das ätherische Öl dazu. Sollten noch Aloe-vera-Stückchen zu sehen sein, kannst du die Masse noch einmal glatt pürieren. Dann füllst du die Creme ab und stellst sie in den Kühlschrank. Nach einer Nacht ist die Aloe-vera-Creme gegen trockene Haut einsetzbar.

Rückfettendes Peeling aus Olivenöl und Zucker

So geht‘s Für das rückfettende Körperpeeling aus Olivenöl und Zucker brauchst du:

  • 2 Esslöffel (EL) Olivenöl
  • 1 EL Zucker (eher feinen als groben)

Zubereitung des DIY-Peelings für trockene Haut: Mixe Öl und Zucker in einer Schüssel. Trage das Peeling unter der Dusche in kreisförmigen, massierenden Bewegungen auf deinen Körper auf. Spüle es dann gründlich wieder ab. Du brauchst anschließend keine weiteren Pflegeprodukte auf die Haut aufzutragen.

Reinigende Gesichtsmaske gegen unreine Haut aus Kürbis, Honig und Milch

So geht’s Für die hautreinigende DIY-Kürbis-Maske brauchst du:

  • ½ Teelöffel (TL) Honig
  • 2 TL gekochten Kürbis (bestenfalls: Hokkaido-Kürbis)
  • 1 Schuss Milch

Zubereitung der DIY-Maske aus Kürbis gegen unreine Haut: Mixe alle drei Zutaten gründlich und trage die entstehende Masse mit einem Löffel auf dein Gesicht auf. Lasse die Maske ungefähr eine Viertelstunde einwirken. Wasche Sie anschließend restlos ab. Viel Spaß in deiner Kosmetikküche!

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