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Hauterkrankungen rund ums Auge

Hagelkorn, Gerstenkorn, Milien, trockene Augen und Augenlider? Dein Auge oder Augenlid juckt und fühlt sich trocken an? Hast du rote, verkrustete und brennende Lidränder? Ist die Haut rund um dein Auge gerötet und geschwollen? Leidest du an kleinen, weißen Pickelchen unter dem Auge, den sogenannten Milien? Wir informieren dich hier zu den Ursachen von Hauterkrankungen rund ums Auge und erklären dir, wie du sie behandeln kannst.

Die Haut um dein Auge herum ist ein echtes Sensibelchen

Im Vergleich zur übrigen Körperhaut ist die Hautpartie rund ums Auge viel dünner. Festigendes Unterhautfett ist nur wenig da. Die Haut dort speichert deshalb kaum Feuchtigkeit. Und anders als sonst wo an deinem Körper besitzt die Haut um deine Augen herum zudem deutlich weniger Talgdrüsen, pro Lid sind es etwa 20 bis 25. Darunter sind sogenannte Zeis-Drüsen und Meibom-Drüsen. Die Zeis-Drüsen münden in die Haarbälge der Wimpern. Sie produzieren Talg (Sebum), der die die Wimpern versorgt und die oberste Hautschicht (Hornschicht) wasserabstoßend, geschmeidig und glänzend macht. Die Meibom-Drüsen liefern Fettanteile für den Tränenfilm. Der schützt die Augenoberfläche und gewährleistet, dass die Tränenflüssigkeit nicht zu schnell verdunstet. So können die Augenlider bei jedem Blinzeln leicht über das Auge gleiten. Getrocknet kennst du das Sekret der Meibom-Drüsen vielleicht als „Schlafsand“.

Weil du etwa 30.000 Mal am Tag blinzelst, sind Haut und Muskeln um deine Augen herum ständig in Bewegung. Das belastet die Haut und bleibt auf Dauer nicht ohne Folgen: Die Haut rund ums Auge verliert deshalb schon vergleichsweise früh an Elastizität und Spannkraft. Mit der Zeit zeigen sich erste Unregelmäßigkeiten des Teints um die Augen: Er wird fleckig. Außerdem entstehen aufgrund der Mimik strahlenförmig rund ums Auge kleine Fältchen (sogenannte Krähenfüße). In der Haut selbst lässt die stützende Funktion des Bindegewebes nach. Die Haut wird noch dünner und ihre Versorgung mit Nährstoffen unregelmäßiger. Bläuliche Schatten ums Auge (Augenringe) sind ein Zeichen fürs Dünnerwerden der Haut: Weil das wenige Fettgewebe abgebaut wird, schimmert die Muskulatur stärker durch.

Wissen musst du: Sonnenlicht und ein ungesunder Lebensstil (Stress, wenig Schlaf, schlechte Ernährung, Genuss von Drogen wie Nikotin und Alkohol) verstärken die beschriebenen Hautveränderungen zusätzlich.

Was du selbst für deine sensible Hautpartie rund ums Auge tun kannst

Aus dem Vorgeschriebenen wird klar: Der empfindlichen Haut deiner Augenpartie mangelt es vor allem schnell an Feuchtigkeit. Dagegen kannst du etwas tun! Hautpflegeprodukte, die zum Beispiel dank Aloe vera, Hyaluronsäure, Algenextrakten oder Harnstoff besonders viel Feuchtigkeit spenden, solltest du regelmäßig in die sensible Haut einklopfen. Am besten trägst du sie täglich unterm Auge, im äußeren Augenwinkel und unter den Brauen auf. Je eher du diese Behandlung zu einem alltäglichen Beautyritual machst, desto wirkungsvoller beugst du den genannten Ermüdungs- und Alterserscheinungen der Haut rund ums Auge vor. Außerdem erhältst du damit die Gesundheit der Haut. Es gilt: Nur gesunde Haut hat die Kraft, Erreger von Hauterkrankungen abzuwehren. Womit wir mitten im Thema sind.

Hauterkrankungen rund ums Auge – erkennen und behandeln

Es gibt verschiedene Hauterkrankungen, die typischerweise in der Augenpartie auftreten. Dazu gehören: Hagelkorn, Gerstenkorn, Grießkörner (Milien), trockene, juckende und/oder schuppende Augen (Augenlider) und Lidrandentzündung. Wir stellen dir im Folgenden die Erkrankungen mit ihren typischen Symptomen vor und nennen dir bewährte Methoden, sie selbst zu behandeln (auch mit Hausmitteln) und professionell behandeln zu lassen (kosmetisch und/oder medizinisch).

Hagelkorn

Als Hagelkorn (Chalazion) wird ein fester, hagelkorngroßer Knoten im Gewebe des Augenlids bezeichnet, der meist an dessen Ober- oder Unterseite sitzt. Er entsteht dort, wo der Drüsengang einer Talgdrüse, Zeis-Drüse (Hagelkorn am Lidrand nahe den Wimpern) wie Meibom-Drüse (Hagelkorn ist weiter vom Lidrand entfernt), verstopft. Dabei staut sich Talg. Langsam und schleichend kommt es so zu einer lokal klar begrenzten Schwellung des Augenlids: dem Hagelkorn. Ein Hagelkorn schmerzt typischerweise nicht. Es stört dennoch und kann die Sehfähigkeit beeinträchtigen. Betroffene empfinden auch ein Druckgefühl. Dieser Druck erhöht die Reibung zwischen Augenlid und Bindehaut. Eine Folge kann eine Entzündung sein. Mitunter ist die Stelle auch gerötet und warm. Wichtig zu wissen: Ein Hagelkorn ist nicht ansteckend. Und: Erwachsene sind davon häufiger betroffen als Kinder.

Als Hausmittel hat sich bei Hagelkörnern Wärme bewährt. Sie kann per trockenwarmer Rotlichtlampe oder feuchtwarmer Kompresse verabreicht werden. Auch die Homöopathie kennt Mittel, die bei Hagelkörnern helfen sollen, darunter: Augentrost, Schwefel, Stephanskraut, Graphit und Wiesen-Kuhschelle. Da ein Hagelkorn keine infektiöse Ursache hat, helfen desinfizierende oder antibiotische Augentropfen und Salben kaum. Sie kommen erst zum Einsatz, wenn sich das Gewebe entzündet. Hält sich das Hagelkorn trotz der beschriebenen Behandlung hartnäckig, ist ein Arztbesuch angesagt: Der Augenarzt betäubt die betroffene Stelle, öffnet diese und entfernt das Hagelkorn samt entzündetem Gewebe.

Gerstenkorn

Anders als Hagelkörner schmerzen Gerstenkörner (Hordeolum). Man unterscheidet sie in innere und äußere, je nachdem, wo am Augenlid sie entstehen.

Äußeres Gerstenkorn: Anfangs zeigt sich ein kleiner, entzündlich geröteter Knoten am äußeren Lidrand, der mit Eiter gefüllt ist. Dieses Gerstenkorn sorgt für ein unangenehmes Spannungsgefühl.

Inneres Gerstenkorn: Hier kann das gesamte Augenlid anschwellen, schlimmstenfalls so sehr, dass das Auge nicht mehr zu sehen ist. Typisch für Gerstenkörner ist: Sie platzen nach einiger Zeit spontan auf, wobei der darin angesammelte Eiter ausläuft.

Eine trocken-warme Rotlichtbestrahlung kann das Ganze beschleunigen. Die Entzündung heilt anschließend ab. Meist ist der Verlauf dieser Hauterkrankung harmlos. Macht sich die Entzündung dagegen breit, kann sie Bindehaut, Auge und Augenhöhle befallen. Spätestens dann solltest du damit zum Arzt gehen. Der kann dir Antibiotika gegen die Entzündung verschreiben – je nach Schweregrad des Gerstenkorns in Form von Augentropfen, Augensalben oder Tabletten.

Folgende Hausmittel und homöopathische Mittel sind bei einem Gerstenkorn empfehlenswert:

  • Verklebungen und Verkrustungen des Auges kannst du mit warmem Olivenöl entfernen.
  • Trockene Wärme (Rotlicht) wirkt gegen die Entzündung und Schmerzen.
  • Kompressen mit Fenchel, Hamamelis, Ringelblume, Augentrost, Quark, Kaffee und Grüntee mildern die Schwellung.
  • Gegen den Juckreiz hilft eine Kompresse mit schwarzem oder grünem Tee sowie Augentrost.
  • Stärkere Hausmittel gegen zum Beispiel häufig auftretende Gerstenkörner sind Tinkturen, Tees oder Cremes aus Kamille, Teebaumöl, Lavendelöl oder Propolis.

Wichtig: Ein nicht komplett abgeheiltes Gerstenkorn, von dem sich ein Teil abgekapselt hat, führt häufig zu einem Hagelkorn. Ursächlich beteiligt an der Entzündung sind Bakterien, die zum Beispiel beim Augenreiben ins Auge gelangen. Das Gerstenkorn ist demzufolge ansteckend. Es tritt wohl auch deshalb häufiger bei Kindern auf als bei Erwachsenen.

Grießkorn/Hautgrieß (Milien)

Kleine, weiße und harte, an Grieß erinnernde Knötchen, die fest an deiner Haut sitzen, vor allem im Gesicht (an Wangen, Schläfen und unter den Augen), werden auch Hautgrieß (Milien) genannt. Die Knötchen sind eigentlich Zysten. Sie entstehen an den Ausgängen der Talgdrüsen, weil abgestorbene Hautzellen unter der Hautoberfläche eingeschlossen werden. Sie bestehen aus einem Talg-Keratin-Gemisch. Solche Grießkörner sind anders als die zuvor beschriebenen Hagel- und Gerstenkörner keine Hauterkrankungen. Deshalb solltest du bei einzelnen Grießkörnern eher einen Kosmetiker als einen Arzt aufsuchen, um sie loszuwerden. In der Regel wird die Zyste angeritzt und anschließend ausgedrückt. Erst bei einem häufigeren und vermehrten Befall ist ein Arztbesuch ratsam, denn die Gefahr, dass sich sichtbare Narben bilden, ist dann deutlich größer.

Du kannst Grießkörnern selbst auch gezielt vorbeugen: Dazu solltest du deine Haut täglich gründlich reinigen. Ein zu deinem Hauttyp passendes Peeling hilft dir zudem, die abgestorbenen Hautschüppchen regelmäßig zu entfernen. Neigt deine Haut zu Milien, meide die Sonne möglichst, denn UV-Licht verstärkt ihre Entstehung häufig. Abzuraten ist dir zudem von schwerer Pflege und Make-up – beides verstopft die Poren deiner Haut. Bewährt gegen Grießkörner hat sich dagegen der Wirkstoff Retinol, der punktuell auf befallene Augenpartien aufgetragen wird und einen leicht peelenden (schälenden) Effekt hat.

Das solltest du beachten

Keinesfalls solltest du versuchen, Hagelkörner, Gerstenkörner oder Milien selbst zu öffnen und auszudrücken. Dabei könntest du die Hauterkrankung beziehungsweise das kosmetische Problem verschlimmern und deiner Haut und Gesundheit nachhaltig schaden. Zumal es auch besonders schwierig ist, eine Selbstbehandlung ums eigene Auge herum vorzunehmen, da deine Hände dabei deine Sicht erheblich einschränken.

Trockene, schuppende und juckende Augen (Augenlider)

Deine Augen (Augenlider) sind trocken und jucken? Das kann viele Ursachen haben: angefangen von Allergien über (auch chronisch verlaufende) Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Pilzinfektionen und Schilddrüsenerkrankungen bis hin zu mangelhafter Pflege und falschen Pflegemitteln. Gerade, wenn die Augen (Augenlider) jucken, neigt man dazu, sie zu reiben – was die Haut der Lider zusätzlich belastet. Sie reagiert darauf mit kleinen Rissen und Schwellungen. Aus den Rissen werden schlimmstenfalls Wunden. Das bringt einem zum Juckreiz auch noch Schmerzen, die teils unangenehm brennen können. Viele Betroffene klagen zudem über schuppende Haut auf den Augenlidern.

Verzichte auf Make-up, solange deine Augenlider trocken sind, jucken und schuppen. Gegen akuten Juckreiz helfen zum Beispiel in kaltem Kamillentee getränkte, nicht fusselnde Auflagen, die dir sofort angenehme Kühlung spenden. Auch Aloe-vera hat sich hierzu bestens bewährt. Von kortisonhaltigen Mitteln gegen trockene Augen (Augenlider) wird dagegen zumeist abgeraten, da sie nur solange helfen, wie sie aufgebracht werden. Vielmehr gilt es jedoch, das trockene Hautmillieu nachhaltig zu befeuchten – und das gelingt dir nur mit Feuchtigkeit, Feuchtigkeit und noch mehr Feuchtigkeit. Die kannst du deiner Haut von außen wie innen spendieren. Hilft ein gesundes Maß an Trinken und eine feuchtigkeitsspendende Pflege nicht (mehr) und/oder sind Allergien, Pilzbefall, Schilddrüsenerkrankungen und Hauterkrankungen möglicherweise Ursachen für die trockenen Augen (Augenlider), solltest du unbedingt einen Facharzt um Rat fragen, der der Ursache nachgeht.

Lidrandentzündung (Blepharitis)

Infolge einer Infektion (auch Gerstenkorn) oder Überproduktion von Talg (Seborrhoe) verstopfte Talgdrüsen können auch zu einem entzündeten Lidrand führen. Zwei Formen dieser auch Blepharitis genannten Augenhauterkrankung, die sowohl akut als auch chronisch verlaufen kann, werden unterschieden:

Infektiös entzündeter Lidrand: Auslöser sind meist Staphylokokken, also Bakterien, die jeder auf der Haut mit sich durchs Leben trägt. Gelangen die in die Talgdrüsen, machen sie den Talg zähflüssiger. Nach und nach verstopft er die Drüsen, anstatt abgesondert zu werden. Auch Viren, zum Beispiel das Herpes-Virus, haben dann leichtes Spiel.

Nicht-infektiös entzündeter Lidrand: Manchmal produzieren die Talgdrüsen zu viel Talg. Das Zuviel davon verklebt die Wimpern und verstopft damit auch die zugehörigen Drüsenausgänge. Auch gegen entzündete Lidränder helfen die oben aufgeführten antibiotischen Mittel. Ist auch das Auge trocken, können dafür spezielle Befeuchter verabreicht werden. Ihren Einsatz solltest du allerdings stets mit deinem Arzt abklären.

Du selbst hast auch Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern, die dir die entzündeten Lidränder bereiten. Zum Beispiel mit:

  • feucht-warmen Kompressen, die du für 5 bis 10 Minuten auflegst. Sie lösen Verkrustungen, verflüssigen den Talg und öffnen verstopfte Drüsenausgänge.
  • Lidrandmassagen: Sie lassen den zuvor per Kompresse verflüssigten Talg fließen. Streiche dazu mit sauberem Finger oder Wattestäbchen mehrmals in Richtung Wimpern (Oberlid: von oben nach unten zum Wimpernkranz; Unterlid von unten nach oben).
  • einer Lidrandreinigung, die Keimfreiheit bringt: Sie funktioniert mit einer speziellen Reinigungslösung aus der Apotheke.
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