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Kleines Lexikon der von Sonnenschäden hervorgerufenen Hautveränderungen

Es gibt verschiedene Hautveränderungen, die durch das Sonnenlicht hervorgerufen werden, von Sonnenbrand und Sonnenallergie über Aktinische Keratosen bis zu weißem und schwarzen Hautkrebs. Alle Infos dazu hier lesen!

Sonnenbrand: Die Haut vergisst nie

Ein Sonnenbrand ist eine Entzündung der Haut, die einer Verbrennung entspricht. Eine Verbrennung verursacht eine Gewebeschädigung. Durch die Entzündung werden die Blutgefäße erweitert und es kommt zu einer Rötung und Schwellung der Haut. Dadurch kann auch Juckreiz und Brennen ausgelöst werden. In besonders schlimmen Fällen kann es auch zur Blasenbildung kommen. Die ersten Symptome eines Sonnenbrandes kommen meist ca. sechs bis acht Stunden nach dem Sonnenbad. 
Jeder einzelne Sonnenbrand ist schlecht für die Haut, dazu steigt das Risiko für Hautkrebs! Also solltest du immer auf ausreichend Sonnenschutz achten. Wie lange man es in der Sonne aushält und was noch gesund ist, hängt vom jeweiligen Hauttyp ab. Während helle, blonde Typen nur 10 bis 15 Minuten Eigenschutz.

Sonnenallergie

Diese mittlerweile häufigste Hautreaktion wird meist durch die Kombination von UVA-Licht und Inhaltsstoffen von fetthaltigen Sonnenschutzprodukten oder durch den körpereigenen Talg ausgelöst. Die Sonnenallergie tritt in Form von nässenden Hautausschlägen mit einem starkem Juckreiz auf. Typisch sind gerötete Haut, Bildung von juckenden Pickeln und Knötchen. Besonders betroffen sind Hals, Dekolleté und Schultern. Bei ausgeprägten Fällen können sogar Bläschen auftreten. Sobald die Sonnenallergie auftritt, solltest du sofort aus der Sonne und zumindest für ein paar Tage intensive Sonnenbestrahlung meiden. Zusätzlich kannst du in der akuten Phase kühlende kalte Umschläge machen, diese lindern das Brennen auf der Haut. Wenn das nicht den gewünschten Effekt bringt, kann dir der Arzt entzündungshemmende Cremes mit einem leichten Cortion sowie Antihistaminika gegen den Juckreiz verschreiben.

Bei vielen Betroffenen tritt die Sonnenallergie bereits nach dem ersten intensiven Sonnenbad nach dem Winter auf oder zu Beginn des Sommerurlaubs, wenn die Haut naturgemäß verstärkt der Sonne ausgesetzt ist. Die Intensität der Hautreaktionen nimmt normalerweise im Laufe der warmen Jahreszeit ab, da sich eine Art "Gewöhungseffekt" im Körper einstellt. Im darauffolgenden Jahr muss sich die Haut nach dem Winter allerdings erneut an die intensivere Sonneneinstrahlung gewöhnen und reagiert anfangs wieder mit den für eine „Sonnenallergie“ typischen Hautreaktionen.

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Kopfbedeckung und Sonnencreme schützen vor Lichtschäden an der Haut

Polymorphe Lichtdermatosen

Polymorphe Lichtdermatosen sind nicht allergische Hautreaktionen, die durch Sonneneinstrahlung ausgelöst werden und fälschlicherweise oft mit einer Sonnenallergie verwechselt werden. Zu den typischen Symtpomen, welche mehrere Stunden bis einige Tage nach dem Sonnenbaden auftreten können zählen Ekzeme, Hautrötungen, Knötchen mit Bläschen sowie Juckreiz. Menschen mit sehr heller Haut und hellen Augen sind am häufigsten von polymorphen Lichtdermatosen betroffen. Eine Behandlung ist meist nicht erforderlich, da die Symptome nach einigen Tagen nach dem ersten Auftreten von alleine wieder abheilen. Wichtig ist, einige Tage die Sonne zu meiden!

Chronische Lichtschäden

Neben den schon nach Stunden sichtbaren Veränderungen auf der Haut, wie zB bei einem Sonnenbrand, werden auch Schäden verursacht, die erst nach Jahren sichtbar werden. Hierzu zählen Falten, Pigmentflecken und erweiterte Äderchen. Die Haut von Sonnenanbetern altert viel schneller (Stichwort: Lederhaut) als bei Menschen, die Sonnenbäder nur mit Bedacht geniessen.

Aktinische Keratose

Aktinische Keratosen sind Hautkrebsvorstufen, die auf Hautstellen entstehen können, die lange Zeit intensiv und ungeschützt der Sonne ausgesetzt wurden, etwa im Gesicht, im Dekolleté oder bei Männern auf der Glatze. Aktinische Keratosen sind raue, weißlich bis rötliche Hautareale, die etwas erhaben sind und sich ein wenig wie Schleifpapier anfühlen. Behandelt werden diese chirurgisch, mit Laser oder Kältetherapie, mit photodynamischer Therapie und/oder mit Imiquimod- und 5-Fluorouracil-Salben. Aus einer aktinischen Keratose kann sich das Plattenepithelkarzinom, ein weißer Hautkrebs entwickeln, muss aber nicht.

Weißer Hautkrebs

Während aus Muttermalen im schlimmsten Fall schwarzer Hautkrebs entstehen kann, kann sich eine Form von weißem Hautkrebs aus aktinischen Keratosen bilden. Es gibt 2 Formen von weißem Hautkrebs: Plattenepithelkarzinom, auch Spinaliom oder Stachelzellenkarzinom genannt: Es gibt unterschiedliche Behandlungsformen, kann sehr selten, aber doch metastasieren, sehr gute Heilungschancen, wenn es rechtzeitig entfernt wird. Sitzt immer an den Lichtterrassen des Köpers, z.B. Gesicht, Handrücken, Unterarme oder bei Männern auch häufig auf der Glatze.
Das Basalzellkarzinom auch Basaliom genannt: Ist gut behandelbar, metastasiert praktisch nicht und ist somit relativ gutartig. Wächst rasch und kann unbehandelt Gewebeschäden verursachen. Sitzt fast immer im Gesicht, besonders rund um die Augen an Lippen und Ohren und Stirn, kann aber auch an nicht besonnten Arealen auftreten.

Schwarzer Hautkrebs

Ein malignes Melanom entsteht durch genetische Veranlagung und Schädigung der Haut aus bestehenden oder neuen Muttermalen an allen möglichen Stellen des Körpers, u. a. auch an Fußsohlen unter Finger- und Zehennägeln und an sonnenexponierten Stellen. Maligne Melanome sind eine sehr aggressive Krebsart, die leicht Metastasen (Tochtertumore) bildet. Daher ist es besonders wichtig beim geringsten Verdacht den Hautarzt aufzusuchen.

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