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Meditation – Verbindung mit der inneren Quelle

Meditation ist geistige Einkehr, Verbindung mit der inneren Mitte. „Geistig“ in einem ganzheit-lichen Sinn bedeutet, dass auch das Körperbewusstsein und die Sinneswelt miteinbezogen sind. Besonders bei chronischen Hauterkrankungen kann regelmässige Meditation helfen, ruhiger, gelassener und achtsamer mit sich und seinem Körper umzugehen.

Der Körper ist nicht aus einzelnen Teilen zusammengesetzt wie ein Apparat. Er ist mehr als die Summe seiner Teile und ist in ständiger Veränderung. Die regelmäßige Meditation hilft uns, ein feines, differenziertes Körperbewusstsein zu erlangen. Das „im Körper bewusste Sein“ wird erst durch die Sinne möglich. Meist versteht man unter Körperbewusstsein die Betrachtung der Vorgänge im physischen Körper, die Pflege des Körpers und die Wahrnehmung der Körperhaltung und Bewegung.

In der Meditation umfasst das Körperbewusstsein die Wahrnehmung des eigenen Körpers in seiner Ganzheit, und dazu gehören auch die Gefühle und die Gedanken und ihre gegenseitige Wechselwirkung auf den Körper.

Die Sinne – Wahrnehmungsorgane der Innen- und Außenwelt

Der Körper ist Teil der Natur, so wie die Sinnesorgane Teil des Körpers sind. Ohne die Sinne können wir die Außenwelt nicht erfahren. Die Sinne sind eine Brücke zwischen der Innen- und Außenwelt. Sie erinnern uns, dass wir von innen her nach außen wahrnehmen. Wir wenden uns der äußeren Welt von innen her zu, aus dem Kern unseres Selbst. Wir sehen nicht von außen nach innen.

Wir sehen von innen nach außen

Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Wir sind heute in der Gefahr, uns immer mehr von außen bestimmen und ablenken, wenn nicht sogar überpowern und „programmieren“ zu lassen. Die globalisierte Welt liefert zunehmend „Angebote“, die die Sinne der Menschen überreizen und abstumpfen. Die Sinnesfähigkeiten drohen im Netz einer durchdigitalisierten Welt zu erlahmen und zu verarmen. Man betrachte nur, in welche Richtung die technische Entwicklung vorangetrieben wird, bis hin zur Verschmelzung von Körper und Technik (Transhumanismus) und zur maschinellen Kopie des Menschen (Robotik, künstliche Intelligenz).

In der Meditation wenden wir uns der Innenwelt zu, und sie lässt uns die Sinneswelt und Sinnesaktivität neu entdecken: von innen her, aus unserem eigenen Selbst. Unsere Wahrnehmung ist in dieser bewussten Ausrichtung aktiv (nicht reaktiv) und ist dadurch ein schöpferischer und proaktiver Vorgang, der eine im positiven Sinn psychosomatische Umpolung auslöst. Geschieht dies, können unter Umständen sogar die Sinnesorgane gestärkt bzw. regeneriert werden.

Wir erhalten ein vertieftes Gefühl von Respekt und Achtsamkeit dem eigenen Körper gegenüber. Das körperlich-sinnliche (= sensorische) Wahrnehmungs- und Entwicklungslernen ist von größter Bedeutung, vor allem natürlich in der frühen Kindheit, aber auch das ganze Leben lang, in immer neuer Ausprägung und Variation.

Die Wahrnehmung der Außenwelt geschieht auf der physischen Ebene über die fünf Sinne: Tasten (Berührungssinn), Hören, Riechen, Schmecken, Sehen. Die Summe aller Sinnesimpulse entspricht der Sensorik als Ganzes, bestehend aus Empfindung und Wahrnehmung. Die Sinne sind Wunderwerke mit vielschichtig vernetzten Strukturen und Funktionen. Das kontemplative Vor-Augen-Führen, wie die Sinne beschaffen sind, bringt uns in eine bewusste Verbindung mit dem Körper und dadurch auch in eine achtsamere Beziehung zu uns selbst.

Der Berührungssinn und die Haut: eine prägende Funktion

Der Berührungssinn wurde in seiner weitreichenden Bedeutung über eine lange Zeit hinweg unterschätzt. Heute wissen wir um die prägende Funktion der Haut und des Berührungssinns – vorgeburtlich, nachgeburtlich, während des ganzen Lebens. In der Haut treffen Innen- und Außenwelt aufeinander. Die Haut ist das größte Organ des Körpers. Sie ist unsere „Außenmembran“ und gleichzeitig ein Spiegel der physischen und psychischen Innenwelt. Sie ist über ihre Reflexzonen mit den inneren Organen verbunden. Die Psychosomatik bezeichnet die Haut zudem als Projektionsfläche für Konflikte zwischen der Innen- und Außenwelt. Hautprobleme haben nicht selten ihre Ursache in solchen Konflikten oder in Variationen des weiten Themas „sich nicht abgrenzen können“.

Die Haut und das Nervensystem sind eng miteinander verbunden. Das erklärt den subtilen Zusammenhang von Hautempfindung und körperlichem und seelischem Wohlbefinden sowie auch unsere Fähigkeit, über die Haut Berührungen, Töne, Stimmungen, Farbschwingungen, Gefühle und Gedanken wahrzunehmen. Die Haut ist empfänglich für jede Art von Schwingung. Sie atmet durch jede Pore.

Die Expertin: Silvia Siegenthaler

Silvia Siegenthaler
Silvia Siegenthaler

Über den ersten Hautkontakt mit unseren Eltern bekommen wir Informationen über die Welt, in die wir hineingeboren wurden. Diese sensorischen Informationen prägen sich tief in unser Zellgedächtnis (Körpergedächtnis) und in unsere Psyche ein. Ob wir uns geborgen und willkommen fühlen oder nur geduldet oder sogar abgelehnt, hängt von der Berührungsqualität der „sprechenden“ Hände der Eltern in der ersten Lebensphase ab. Die Qualität der frühen Berührung bildet die Grundlage unseres Körperbewusstseins und ist als Grundstimmung ein Leben lang wirksam. Bei einer problematischen Ausprägung kann diese Wirkung jedoch auch verändert werden. So sehe ich zum Beispiel gerade in der Meditation, wie allein durch das Ruhen der Gedanken im Fluss der Atmung Selbstheilungskräfte aktiv werden. Die Kohärenz von Körper Geist und Seele bewirkt einen liebevollen harmonischen Dialog zwischen den Zellen. Der physische Körper und der Energiekörper sind eine lebendige Einheit, und die meditative Ausrichtung lässt ein heilendes Informationsfeld entstehen. Die körperinhärente Intelligenz ist immer auf Gesundheit, Ganzheit und Harmonisierung ausgerichtet.
Silvia Siegenthaler
Autorin des Buchs „Meditation – Verbindung mit der inneren Quelle“

Ankommen in sich

Das Ankommen in sich ist der Kern der Meditation. Wenn wir in uns selbst ankommen und wenn die Atmung frei in der Gesamtheit des Körpers schwingt, sind wir in unserer Wesensnatur dynamisch verankert und haben die Kraft, richtige Entscheidungen für uns und unser Leben zu treffen.

Der Stellenwert der Atmung

Die Atmung ist für die Haut von größter Bedeutung. Die gesamte Haut atmet. Der Atmung kommt auch in der Meditation ein wichtiger Stellenwert zu. Man unterscheidet zwischen zwei Ebenen der Atmung. Die Atmung der Haut ist die Primäratmung und die Atmung der Lungen die Sekundäratmung. Die primäre Atmung ist direkt mit der Gewebeatmung des Zentralnervensystems verbunden, das die Lungenatmung (sekundäre Atmung) und die gesamten Körperfunktionen reguliert.

In der Meditation gehen wir von der alltäglichen Erfahrung der Sekundäratmung aus und richten in einem ersten Schritt die Aufmerksamkeit auf die Atembewegung im Bauch. Die Gedanken kommen zur Ruhe und lassen sich vom Atemfluss tragen.

Über die nächsten Schritte der Meditation gelangen wir in ein tieferes Körpergefühl, bis hinein in das Erleben der Primäratmung. Sie wiederum ist getragen von unseren feinvitalen Kräften. Wir spüren deren nährendes und regenerierendes Wirken. Die Zellatmung ist der primäre und eigentliche Atemvorgang. Die Lungenatmung ist nur eine Hilfe, um den primären Lebensvorgang der Zellatmung zu ermöglichen.

Im embryonalen Zustand halten wir die Zellatmung ohne die Lungenatmung, via die Nabelschnur, aufrecht. Die Zelle atmet und nimmt Sauerstoff aus dem Blut auf und gibt Kohlendioxyd ab. Den Sauerstoff benötigt sie für ihren hochorganisierten Zellstoffwechsel, durch den sie Lebensenergie und Körperwärme erzeugt. Die Lungenatmung stellt den Austausch zwischen Luft und Blut sicher.

Buchtipp: Meditation – Verbindung mit der inneren Quelle

Silvia Siegenthaler

Inspirationen auf pädagogischer Grundlage

Das Buch ist eine Hinführung in die sechs Meditationen in gesprochener Form (auf den zwei CDs im Buch). Der Text der sechs Meditationen liegt im Buch auch in geschriebener Form vor. Auf den beiliegenden CDs hat Silvia Siegenthaler die sechs Meditationen selbst gesprochen und begleitet sie punktuell mit einfühlsamen Klangschalenklängen.
Wie aus der Einleitung des Buches („Wesen und Wirkung von Meditation“) hervorgeht, hatte Silvia Siegenthaler anfänglich geplant, die sechs Meditationen auf CD mit einem kurzen Begleittext herauszugeben. Beim Schreiben des Begleittextes entschied sie sich dann an einem Punkt, das Thema Meditation umfangreich zu beleuchten: „insbesondere im Hinblick auf die Selbstwahrnehmung, die Gedankentätigkeit (Fokus, Ausrichtung, Präsenz), die innere Stille sowie das Körperbewusstsein, d. h. das in sich ruhende Wahrnehmen des eigenen Körpers.“
Die Autorin, die seit fünfundzwanzig Jahren therapeutisch mit Kindern und Erwachsenen tätig ist, schreibt mit großem, aber unaufdringlichem Engagement. „Im vorliegenden Buch wird das Thema Meditation in erster Linie aus erfahrungsorientierter Sicht dargelegt, ausgehend von analytischen wie auch kontemplativen Betrachtungen, die hinführen zum Kern des Buches, den sechs Meditationen. Diese sind gedacht als eine praktische Anleitung für das eigene Meditieren und auch für das Meditieren in einer Gruppe (mit Erwachsenen, Jugendlichen und/oder Kindern).“
Die Autorin will bewusst nicht eine besondere Methode lehren oder hervorheben, ja warnt sogar vor einer Fixierung auf eine bestimmte Technik, weil das Meditieren dadurch von der Gegenwart in die Zukunft projiziert wird. Man meine dann, erst wenn man die entsprechende Technik beherrsche, werde man richtig meditieren können. Silvia Siegenthaler ist nicht gegen das Befolgen von Methoden, betont jedoch: „Ziel der Meditation ist nicht irgendein Punkt in der Zukunft, sondern das bewusste ‚Auftauchen‘ aus dem Gedanken- und Zeitfluss in das Sein im Hier und Jetzt. Denn in der Meditation ist das Ziel immer auch der Weg: das Bei-sich-Ankommen.“
Auf Wunsch gibt´s eine persönliche Widmung.
Hier kannst du das Buch direkt beziehen

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