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Hausstaubmilbenallergie

Eine Hausstaubmilbenallergie gehört zu den häufigsten Allergiearten, besonders Menschen mit Neurodermitis kämpfen oft mit den winzig kleinen Tierchen im Haus!

Hausstaubmilbenallergiker reagieren auf ganz bestimmte Bestandteile des Hausstaubes, und zwar am häufigsten auf den getrockneten Kot von Hausstaubmilben. Die 0,1-0,5 mm großen Spinnentiere ernähren sich von Hautschuppen und Nahrungsresten und sind überall dort anzutreffen, wo Menschen und Tiere leben. Am wohlsten fühlen sie sich bei einer Luftfeuchtigkeit von 60 bis 80%. Die allergieauslösenden Stoffe werden mit dem übrigen Hausstaub eingeatmet oder geraten auf die Augenbindehaut.

Hausstaubmilben niesten sich besonders gerne in Matratzen, Bettzeug, Kuscheltiere, Polstermöbel, Teppiche, Teppichböden und Vorhänge ein. Zu einer Verschlimmerung der Beschwerden kommt es üblicherweise im Herbst und Winter während der Heizperiode, da die staubhaltige Luft durch die Raumheizung besonders stark umher gewirbelt wird.

Die Hausstaubmilbenallergie äußert sich vorwiegend durch einen ganzjährigen Dauerschnupfen, Bindehautentzündung, allergisches Asthma sowie Hautausschläge. Betroffene berichten von verstärkten Symptomen verstärkt am Morgen.

Besonders Kinder leiden oft an einer Hausstaubmilbenallergie und die ersten Beschwerden zeigen sich bereits im frühen Kindesalter. Bei betroffenen Kindern beobachtet man häufig asthmatische Beschwerden, Hustenanfälle ohne ersichtliche Erkältung und angestrengtes Atmen mit pfeifendem oder keuchendem Atemgeräusch. Wenn Du diese Symptome bei Deinem Kind bemerkst, solltest Du unbedingt rasch einen Arzt aufsuchen, denn bei einer Nichtbehandlung kann sich eine Hausstaubmilbenallergie rasch zu einem gefährlichen chronischen Asthma entwickeln.

Video-Tipp: Hausstaubmilben-Allergie

Encasing – eine sinnvolle Anschaffung?

Menschen reagieren allergisch auf Hausstaubmilben, die sich vor allem im Bett tummeln. Encasing gilt als eine Möglichkeit, der Allergie vorzubeugen. Wir haben uns dieses Thema genauer angeschaut.

Besonders in der Nacht leiden die Betroffenen an den Symptomen ihrer Allergie, da sich Hausstaubmilben vor allem in Matratzen, Kissen und Bettdecken einnisten und dort den allergieauslösenden Kot hinterlassen. Juckreizattacken, Hustenanfälle, Atemprobleme und ein unruhiger Schlaf sind oft die Folge. Es empfiehlt sich der Einsatz von Encasings – speziell für Asthma- und Allergiepatienten entwickelte Schutzüberzüge für Matratzen, Kissen und Decken. Durch die besonders feinmaschig gewebten Überzüge bleibt der Milbenkot unter der Schutzhülle und der Kontakt mit der Haut oder den Atemwegen wird verhindert. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Hauptnahrungsquelle der Milben – menschliche Hautschuppen – kann nicht mehr ins Bettzeug rieseln und die Milbendichte wird so deutlich reduziert!

Auf folgende Angaben solltest du beim Kauf achten:

  • um vermehrtes Schwitzen zu vermeiden, sollte das Encasing unbedingt „atmungsaktiv“ und „luftdurchlässig“ sein. Das Partikelrückhaltevermögen liegt idealerweise bei > 0,5 Mikrometer Rückhaltevermögen
  • ein Reißverschluss erleichtert das Be- und Abziehen der Encasings
  • Encasings bekommst du in Sanitätshäusern und Bettenfachgeschäften. Je nach Qualität kosten sie um die 150 €. Frag vorher bei deiner Krankenkasse nach möglichen Kooperationen mit Herstellern und Geschäften!
  • für den besten Schutz sollte das Encasing nach zwei bis drei Jahren gewechselt werden.

Tipps und Tricks zur Bekämpfung der Hausstaubmilbenallergie

Obwohl sie winzig klein sind, können uns Hausstaubmilben das Leben schwer machen. Wir sagen daher den unbeliebten Gästen in unseren Wänden den Kampf an und haben dazu viele Tipps vorbereitet.

  • Verwendung von besonders milbendichten Matratzenüberzügen, diese speziellen Überzüge für Matratzen und Bettzeug sind in der Apotheke erhältlich
  • Matratzen, Bettzeug, Kuscheltiere im Winter für einige Stunden ins Freie stellen, dabei frieren die Milben quasi ab
  • Kuscheltiere können auch in der Nacht in die Gefriertruhe von den Hausstaubmilben befreit werden
  • Teppichböden durch Holz/Fliesenböden ersetzen häufiges Lüften der Wohnräume
  • im Schlafzimmer eine Raumtemperatur unter 19°C halten
  • Luftfeuchtigkeit muss unter 50% bleiben
  • keine Luftbefeuchter verwenden
  • es sollten keine Haustiere gehalten werden
  • keine Ventilatoren im Wohnbereich verwenden
  • Staubsauger mit speziellen Feinstaubfiltern verwenden
  • nicht im Schlafzimmer kämmen und entkleiden
  • häufiges Wechseln der Bettwäsche (mindestens einmal wöchentlich) und bei mindestens 60 Grad waschen
  • Textilien, welche nicht mit 60 Grad gewaschen werden dürfen, im Wäschetrockner mindestens zwei Stunden bei 60 bis 80 Grad trocknen
  • ab einer Höhenlage von 1200 Metern ü.M. gibt es grundsätzlich keine Hausstaubmilben, daher sind Milben-Allergiker im Hochgebirge besonders gut aufgehoben
  • achte beim Camping-Urlaub auf milbenfreie Schlafsäcke oder beim Hotelurlaub auf Hotels mit Zimmern ohne Teppichböden - viele einschlägige Urlaubsorte haben sich bereits auf Allergie-Patienten als Gäste eingerichtet

Achtung!

Wer allergisch auf den Kot der Hausstaubmilben reagiert, hat mitunter auch beim Verzehr von Krustentieren wie Flusskrebsen und Garnelen aber auch Muscheln mit allergischen Beschwerden zu kämpfen.

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