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Was tun wenn´s brennt - Therapiemöglichkeiten bei schmerzenden Hämorrhoiden

Du hast alles versucht und dennoch gehen die lästigen Beschwerden auf der Toilette nicht weg? Dann kennst du vielleicht noch nicht alle Möglichkeiten zur Behandlung deiner Hämorrhoiden. Wir zeigen dir die gängigsten Therapiemöglichkeiten bei Hämorrhoidalleiden.

Bei Hämorrhoiden handelt es um kleine Gefäßkissen, die von arteriellem (daher hellrotem) Blut gespeist sind. Diese können auch größer werden und prolabieren (= vorfallen). Der Volksmund versteht allerdings unter Hämorrhoiden alle Symptome in der Analregion. Diese Selbstdiagnose trifft allerdings nur in etwa 50 % der Fälle zu, denn auch andere Erkrankungen in dieser Region können ähnliche Symptome zeigen. Aus diesem Grund solltest du dich stets durch einen Facharzt untersuchen lassen. Bewahrheitet sich die Diagnose Hämorrhoiden, und sind die Beschwerden mit großem Leidensdruck verbunden, so spricht man vom Hämorrhoidalleiden.

Warum habe ich Hämorrhoiden?

Warum der eine unter Hämorrhoiden leidet und der andere nicht, ist noch nicht eindeutig bewiesen.

Folgende Ursachen können schuld an Blutungen oder Schmerzen am After sein:

  • erblich bedingt
  • ein sitzender oder stehender Beruf
  • Sport oder im Gegenteil zu wenig Bewegung
  • chronische Verstopfungen
  • falsche Ernährung
  • eine Bindegewebsschwäche
  • generelle die Neigung zu Krampfadern

Wissenschaftlich bewiesen sind allerdings nur zwei Zusammenhänge: Während der Schwangerschaft und nach einer Geburt ist das Risiko, ein Hämorrhoidalleiden zu entwickeln, besonders groß. Dennoch sind auch viele Männer von den Beschwerden betroffen.

Woran erkenne ich Hämorrhoiden?

Blutungen und Schmerzen am After deuten auf ein Hämorrhoidalleiden hin. Sie können während oder nach dem Stuhlgang – oder auch dazwischen - auftreten. Typisch für ein Hämorrhoidalleiden sind hellrote Blutspuren. Die Intensität der Beschwerden kann dabei oft wechseln: auf Phasen täglicher und kräftiger Blutungen können dann Tage oder sogar Monate ohne irgendein Symptom folgen. Zu den Blutungen kommen bei vielen Patienten auch noch Juckreiz, Brennen oder Nässen im Bereich des Afters hinzu.

Behandlungsaussichten bei Hämorrhoidalleiden

Beschwerden mit Hämorrhoiden sind unangenehm, aber gut heilbar. Sie gehören zu den häufigsten gutartigen Erkrankungen des Enddarmbereiches und befallen jedes Jahr geschätzt 70% der über 30-Jährigen. Wichtig ist daher, dass du sofort zu einem Arzt gehst und dich untersuchen lässt, wenn du Blut beim Stuhlgang entdeckst oder gar knotige, unangenehme Ausbuchtungen am After ertasten kannst. Je früher du die Diagnose kennst, umso besser sind die Hämorrhoiden zu behandeln. Andere Erkrankungen sollten ausgeschlossen werden.

Das sagt der Experte Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich

Dr. Max Wunderlich

Zum Skalpell wird zu oft und vielfach auch unnötig gegriffen, denn: Hämorrhoiden und ihre Symptome lassen sich auch ohne Operation meist sehr gut in den Griff bekommen. Im ersten Schritt ist ein konservativer (=ohne Operation) Therapieansatz zu wählen. Dieser hat in allen Stadien der Hämorrhoiden einen oft unerwartet guten Effekt. Zäpfchen und Salben helfen sehr gut. Das Ziel ist, die oft quälenden Symptome professionell zu lindern. Besonders gute Erfahrungen gibt es auch mit pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Kamillenblüten, Ringelblumen, Kornblumen und Rosskastaniensamen – sie wirken entzündungshemmend, antibakteriell und fördern die Durchblutung.
Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich
Facharzt für Chirurgie und Proktologie

Die Stadien der Hämorrhoiden

Manche Patienten leiden schon unter nur gering vergrößerten Hämorrhoiden, während andere selbst durch dauerhaft austretende Knoten gar nicht gestört sind. Daher ist es sinnvoll, die Hämorrhoiden in Stadien einzuteilen, die auch einen Einfluss auf die Wahl der Behandlung haben. Ein Hämorrhoidalleiden kann in vier Stadien der Beschwerden unterschieden werden.

Stadium I: keine sichtbaren Knoten von außen

Die Hämorrhoiden treten nicht heraus, da die Gefäße nur minimal erweitert sind, so dass sie nur mithilfe einer Enddarmspiegelung sichtbar sind. In diesem Stadium treten in der Regel keine Schmerzen oder Beschwerden auf und ein Hämorrhoidalleiden macht sich höchstens durch geringe Blutspuren im Stuhl oder auf dem Toilettenpapier bemerkbar. Im ersten Stadium bieten sich Medikamente, Zäpfchen, Cremes und Salben an. Sie sollen dafür sorgen, dass die Entzündungen gehemmt werden und abschwellen. Diese Produkte enthalten oft Kamillenblüten, Ringelblüten, Kornblüten, Zink, Panthenol, Hamamelis, Wassernabelkraut, Rosskastanie, Süßmandelöl oder Aloe Vera. Gerade Kamillenblüten, Ringelblumen, Kornblumen und Rosskastaniensamen wirken entzündungshemmend, antibakteriell und fördern die Durchblutung. Wichtig zu wissen: Du kannst damit die Beschwerden lindern, die vergrößerten Hämorrhoiden bleiben allerdings.

Stadium II: beim Stuhlgang treten die Knoten durch das Pressen hervor, ziehen sich aber wieder zurück

Im zweiten Stadium treten die Hämorrhoiden beim Pressen heraus, ziehen sich jedoch nach dem Stuhlgang wieder nach innen zurück. Typische Symptome sind wiederkehrende Blutungen sowie ein Brennen, Jucken oder Nässen im Analbereich. Früher wurden die Hämorrhoiden bereits in diesem Stadium verödet. Davon geht die Schulmedizin heute oftmals schon ab und empfiehlt eher das Abbinden. Die beim Grad 1 beschriebenen Therapieansätze machen hier begleitend natürlich auch viel Sinn und sorgen für Erleichterung.

Stadium III: bei körperlicher Anstrengung treten Knoten hervor und bleiben draußen

Nun sind die Schwellungen der Hämorrhoiden so weit fortgeschritten, dass der Gefäßknoten z.B. beim Stuhlgang, aber auch beim Wandern oder Joggen, nach außen tritt und nur mit dem Finger wieder nach innen geschoben werden kann. Neben den genannten Beschwerden kommt häufig ein Fremdkörpergefühl hinzu sowie ein schmierender Stuhl beziehungsweise ein unkontrollierter Abgang von diesem. Hier ist dringend eine Konsultation mit dem Arzt empfohlen. Ab diesem Stadium ist manchmal eine Operation notwendig, oftmals reicht ein Abbinden aus.

Stadium IV: die Knoten fallen raus und lassen sich nicht mehr zurückschieben

Im vierten Stadium ist das Hämorrhoidalleiden bereits so fortgeschritten, dass der Schwellkörper nicht mehr mit der Hand nach innen geschoben werden kann und sich daher dauerhaft außerhalb der Öffnung des Afters befindet. Üblicherweise ist dieses Stadium von verstärkten Schwierigkeiten beim Stuhlgang und einer schlechten Blutversorgung begleitet. Hier ist dringend eine Konsultation mit dem Arzt empfohlen. Eine Operation ist meist unumgänglich. 

Die Pflegeserie Anulind® für eine einfache und effektive Behandlung von Hämorrhoiden

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Die ANULIND® Crème ist eine schützende Emulsion zur Linderung der Symptome bei Hämorrhoiden und Analbeschwerden. Hilft bei Schmerzen, Jucken und Brennen. Ein dünner Gleitfilm schützt und erfrischt sanft die betroffenen Stellen. ANULIND® Crème fördert die Regeneration des empfindlichen Analbereichs und wirkt mit wertvollen pflanzlichen Inhaltsstoffen, natürlich kortisonfrei.

Der zarte, cremige Waschschaum ANULIND® Cleanser ist die ideale Reinigung für den empfindli-chen äußeren Analbereich und besonders auf die Anwendung bei schmerzhaften Hämorrhoiden abgestimmt. ANULIND® Cleanser ist ein cremiger Waschschaum und leicht beim Duschen oder Baden anzuwenden, reinigt, beruhigt und erfrischt die Haut. Die Basis des Schaums bilden natürliche Pflanzenextrakte aus Kamille, Ringelblume und Kornblume, die mit ihren pflegenden Eigenschaften den Heilungsprozess unterstützen. Gerade eine gründliche und schonende Reinigung ist wichtig, damit Zäpfchen und Cremen ihre Wirkung entfalten können!

Die milden ANULIND® Reinigungs- und Pflegetücher sind ideal für die sanfte Reinigung zwischendurch und unterwegs geeignet, um die empfindliche Haut im Afterbereich zu pflegen und auf die Anwendung der ANULIND® Crème vorzubereiten. Ein besonders anschmiegsames, reißfestes Vlies und die natürlichen Extrakte aus Kamille, Ringelblume und Kornblume machen sie zum idealen Begleiter und passen in jede Handtasche.

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Konservative Therapie bei Hämorrhoidalleiden

Prinzipiell gilt, dass Hämorrhoiden ohne Beschwerden, gleichgültig welchen Stadiums, keiner medizinischen Therapie bedürfen. Bei allen anderen Hämorrhoiden, die Beschwerden verursachen, sollte zunächst immer eine konservative Therapie durchgeführt werden. Diese wirkt selbst bei permanent austretenden großen Hämorrhoiden oft Wunder, während eine Operation durchaus von mehr Beschwerden gefolgt sein kann als jenen, die vor dem Eingriff bestanden haben.

Analhygiene

In vielen feuchten Toilettentüchern sind Stoffe wie Formaldehyd und Alkohole enthalten, die zu einer weiteren Irritation der Haut führen können. Wenn du diese Tücher weglässt oder gegen dermatologisch getestete austauscht, kann der Juckreiz vielfach schon verschwinden. In den meisten Fällen genügt die Reinigung der Intimsphäre mit Wasser, eventuell milden Pflegeprodukten.

Sitzbäder im körperwarmen Wasser mit Eichenrindenextrakt, Steinklee, Kamille oder anderen Heil-kräutern sind zwar einigermaßen aufwändig, können aber zur Linderung der Beschwerden führen. Bei stärkeren Reizungen und ausgeprägtem Hämorrhoidalleiden bitte Rat bei den Ärzten oder in der Apotheke holen.

Hiflreiche Cremes und Salben

In den modernen Pflegeprodukten für den Anusbereich sind oft wertvolle Bestandteile aus der Natur enthalten, die schon seit Jahrtausenden bewährt sind. Sie helfen mit natürlichen Mitteln, die Haut rund um den Anus zu regenerieren, zu schützen und die unangenehmen Empfindungen zurückgehen zu lassen. Vorsicht bei Salben, die Kortison enthalten. Bei der Anwendung über sieben Tagen hinaus wird das Gewebe zusätzlich geschädigt. Oft enthalten Cremes auch Benzocain, Cinchocain oder Lidocain zur örtlichen Betäubung des Schmerzes. Allerdings sollte eine kurzfristige Besserung der Symptome nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Medikamente das Leiden an sich nicht beheben können.

Welche pflanzlichen Wirkstoffe helfen gegen Hämorrhoiden?

Pflanzliche Arzneimittel spielen eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Hämorrhoidalleiden. Gefragt sind insbesondere desinfizierende, kühlende, pflegende, entzündungshemmende (antiphlogistische) und zusammenziehende (adstringierende) Effekte.

  • Allantoin: hautpflegend, wundheilend
  • Asiatischer Wassernabel: glättend, hautpflegend, reinigend, wundheilend
  • Gelbholz (Sichuan‐Pfeffer): hautpflegend, evtl. lokal-anästhetisch
  • Kamillenblüten: entzündungshemmend, wundheilungsfördernd, antibakteriell, Anregung des Hautstoffwechsels
  • Kornblumenblüten: hautpflegend
  • Rosskastanien‐Samen: Gefäßwanddichtend, adstringierend, hautpflegend
  • Süßmandelöl: pflegt die Haut, hält sie geschmeidig und feucht
  • Süßholzwurzel: hautpflegend, evtl. entzündungshemmend und heilungsfördernd
  • Olusöl: Pflanzenölmischung (hauptsächlich Raps) wirkt hautpflegend, feuchthaltend
  • Ringelblumenblüten: antimikrobiell, entzündungshemmend, wundheilend

Unser Tipp: 3-Phasen-System von ANULIND®

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Das moderne Behandlungskonzept von ANULIND® für Hämorrhoidalleiden und Analbeschwerden ist ein 3‐Phasen‐Pflegesystem, bestehend aus Creme, Schaum und Reinigungs‐ und Pflegetüchern. Die lindernden, reinigenden und pflegenden Eigenschaften basieren auf der synergistischen Kombination von natürlichen Pflanzenextrakten und Ölen. Die schützende Creme‐Emulsion erzeugt einen schützenden Gleitfilm und hilft bei Schmerzen, Juckreiz und Brennen. Der cremige Waschschaum dient der schonenden Reinigung für den empfindlichen äußeren Analbereich und ist einfach unter der Dusche anzuwenden. Die milden Reinigungs- und Pflegetücher eignen sich für die sanfte Reinigung zwischendurch und unterwegs.

Weitere Infos auf anulind.at

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Invasive Methoden

Zu der konservativen Therapie bei Hämorrhoiden zählt auch die Verödung und das Abbinden. Allerdings sind beide Verfahren invasiv und bergen das Risiko von Schmerzen oder einer lokalen Entzündung. Beide Verfahren sind ausschließlich für Hämorrhoiden der Stadien I und II geeignet und werden ambulant und ohne Narkose durchgeführt. Sie sind bei korrekter Technik vollkommen schmerzfrei.

Bei einer Verödung (Sklerosierung) wird eine Injektion von sklerosierenden Substanzen durch ein Proktoskop (= kurzes starres Röhrchen, das in den Analkanal eingeführt wird) nahe den Gefäßen, welche die Hämorrhoiden speisen, durchgeführt. Durch die folgende Narbenbildung in der Schleimhaut wird die Blutzufuhr gedrosselt, das Gewebe stirbt ab und das Gefäß verödet.

Bei einer Gummibandligatur binden, ebenfalls durch das Proktoskop eingeführt, kleine Gummiringe die Schleimhaut mitsamt den Gefäßen über den Hämorrhoiden ab. Die Gummiringe fallen binnen weniger Tage ab, und es folgt die Narbenbildung, etwas gründlicher als bei der Sklerosierung. Die Gummibandligatur wird zunehmend attraktiver und gelegentlich sogar bei Stadium III eingesetzt.

Letzte Möglichkeit: Operation

Wenn die konservative Therapie nicht hilft, gibt es noch die Möglichkeit einer Operation. Dies sollte aber erst dann in Erwägung gezogen werden, wenn wirklich ein hoher Leidensdruck besteht. Wenn du z.B. über einen Gesamtzeitraum von zumindest 3 Monaten quälende Beschwerden hattest, dann sprich deinen Arzt darauf an.

Die Hämorrhoidalchirurgie hat ein breites Spektrum. Es gibt eine Reihe von modernen Verfahren, die aber noch nicht so weit verbreitet bzw. umstritten sind. Z.B. die OP nach Longo, wo mit einem besonderen Klammernahtgerät die Darmschleimhaut oberhalb des Hämorrhoidenareals gerafft und dadurch der Prolaps beseitigt wird.

Beliebter ist da schon die schonende HAL-Methode (Hämorrhoiden Arterien Ligatur), bei der die Hämorrhoidalknoten mit einem Ultraschallgerät aufgespürt und umstochen werden, um die Blutzufuhr zu drosseln. Die Arterien werden mit Nahtmaterial abgeschnürt, wodurch sich die Blutversorgung verringert. Oder auch die nahezu schmerzlose Rekto-Anale-Pexie (Rekto-Anal-Repair = RAR), bei der auch die Schleimhaut im Inneren mit einer Naht gestrafft wird.

Immer beliebter wird auch eine sogenannte taylored hemorrhoidectomy, (eine maßgeschneiderte Hämorrhoidenoperation) - eine Kombination von Resektion und HAL/RAR. Die taylored hemorrho-idectomy ermöglicht es, Knoten unterschiedlicher Ausprägung jeweils stadiengerecht operativ zu versorgen.

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