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Erste Schritte bei Haarausfall

Wenn sich zunehmend mehr Haare als üblich in der Bürste finden und sich die Befürchtung bei dir breit macht, an Haarausfall zu leiden, beginnt oftmals eine „Haardyssee“. Jetzt gilt es, sich keine zusätzlichen Haare zu raufen, sondern im ersten Schritt zu hinterfragen, ob es sich wirklich um Haarausfall handelt.

In der Literatur findet sich häufig die Zahl 100, d.h. von Haarausfall spricht man, wenn mehr als 100 Haare täglich verloren gehen. Dennoch hat jeder sein eigenes Gefühl in Bezug auf seine Haare und merkt, unabhängig von dieser Zahl, ob etwas nicht stimmen kann. Wenn die Befürchtung bleibt, dann besteht der erste Schritt darin die Wurzel des Übels zu finden. Und gerade dieser Schritt ist nicht so einfach, weil es leider sehr viele Ursachen für Haarausfall geben kann. Haarausfall an sich ist, bis auf die Krankheit Alopecia areata (=kreisrunder Haarausfall), keine Krankheit, sondern die Begleiterscheinung einer Ursache. Daneben unterscheidet man den androgenetischen sowie diffusen Haarausfall.

Die möglichen Ursachen können unter anderem sein:

  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Hormonelle Veränderungen (hervorgerufen z.B. durch hormonelle Änderungen wie Absetzen der Pille, Geburt)
  • Stress
  • Nährstoffmangel und hier besonders Eisenmangel
  • Kopfhauterkrankungen wie bei Neurodermitis oder Psoriasis

Um die Ursache seriös abzuklären, ist in erster Linie dein Hautarzt der richtige Ansprechpartner, der sich diesem Thema widmet. Die Abklärung vieler der oben genannten Ursachen erfolgt bereits in der Erstdiagnose.

Zudem kann eine weitere Klärung über eine Blutuntersuchung erfolgen, bei der die Hormone, aber auch die Nährstoffe untersucht werden. Diese veranlassen neben dem Hautarzt bei Bedarf auch Hausärzte. Im Hinblick auf die Erkennung eines Nährstoffmangels empfiehlt sich die Untersuchung folgender Werte: Eisen (Ferritin), Magnesium, Calcium, Kupfer, Vitamin D3, Zink, Biotin, Vitamin C und Selen. Die Analyse einiger dieser Nährstoffe bieten nur wenige Labors an mit denen nicht jeder Arzt zusammenarbeitet. Die Krankenkasse übernimmt nur einen geringen Teil der Labor-Kosten.

Du kannst dich auf den Arztbesuch vorbereiten, indem du vorab für dich versuchst folgende Fragen zu klären:

 

  • Wann genau habe ich Haarausfall bzw. vermehrten Haarverlust bei mir festgestellt?
  • Was habe ich zu diesem Zeitpunkt bzw. davor in meinem Leben oder in meinen Essgewohnheiten geändert?
  • Gibt oder gab es in meiner Familie Haarausfall / Haarprobleme?
  • Bin ich vermehrt einer Stresssituation ausgesetzt?

Die Beantwortung dieser Fragen kann bereits einen ersten Hinweis auf die Ursache geben.

Während dieser Zeit kannst du deine Haare zusätzlich schonen, in dem du zum einen auf (straffe) Zopffrisuren verzichtest, um durch den Zug nicht noch mehr Haare zu verlieren. Und zum anderen sind unsere Haarfollikel nach dem Waschen besonders angreifbar. Deshalb solltest du deine Haare nach dem Waschen nicht im nassen Zustand kämmen, sondern vortrocknen. Auch damit vermeidest du, dass du dir unnötig Haare mit dem Kamm ausreißt. Allerdings solltest du auf keinen Fall auf das Frisieren an sich verzichten, da das Haar auch trainiert sein will. Weiters solltest du nur Haarpflegemittel verwenden, welche auf die besonderen Bedürfnisse von Haarausfall spezialisiert sind.

Hautinfo.at Tipp

Karin Hafner hautinfo

Lies nicht zu viel in Foren bzw. im Internet über Haarausfall. Das Internet liefert uns oft eine sinnvolle Hilfestellung, aber es kursieren viele Haargeschichten darin, die nichts mit deinem Haarproblem zu tun haben müssen und dir nur Angst machen. Wir empfehlen dir, die Zeit lieber in den Besuch eines Experten zu investieren, der gezielt auf dich und deine Ursache eingeht. Karin Hafner, hautinfo.at Gründerin

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