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Plötzlich Dehnungsstreifen? Das solltest du jetzt tun!

Was sind Dehnungsstreifen? Welche Ursachen gibt es für das "gerissene" Hautbild? Was kannst du bei Dehnungsstreifen tun? Wie helfen Medizin, Kosmetik und Hausmittel dir bei gestreifter Haut? Kannst du hässliche Dehnungsstreifen vermeiden? Diese und andere Fragen beantworten wir in unserem Ratgeber. Dazu bekommst du praktische Tipps und Tricks gegen Dehnungsstreifen, die du sofort anwenden kannst.

Wenn deine Haut an Oberarmen, Brust, Bauch, Hüften oder Po von einem auf den anderen Tag Streifen zeigt,

  • die sich bläulich bis rötlich abzeichnen,
  • die du deutlich fühlen kannst
  • und die leicht jucken,

dann sind das sogenannte Dehnungstreifen.

Wie entstehen Dehnungsstreifen?

Der Name Dehnungsstreifen sagt schon viel zu deren Ursache: Sie entstehen in Folge einer Überdehnung, bei der die unterste Schicht deiner Haut reißt. Durch die Risse scheinen plötzlich Blutgefäße durch, was den Rissen ihre typisch bläulich-rötliche Farbe gibt. Die unterste Hautschicht wird auch Unterhaut genannt und besteht aus lockerem Bindegewebe und Fettgewebe. Das Bindegewebe verbindet die oberen Hautschichten über Scheidewände aus Kollagenfasern mit darunter liegenden Gewebestrukturen, zum Beispiel Knochenhaut und Faszien. Es ermöglicht das Verschieben deiner Haut und wird deshalb auch als Verschiebeschicht bezeichnet.

Wissen musst du, dass die Risse in deiner Unterhaut sich nicht ungeschehen machen lassen. Sie sind demnach irreparabel. Wer dir was anderes erzählt, der nimmt den Mund eindeutig zu voll. Aber keine Panik: Während sich die Dehnungsstreifen anfangs sehr deutlich von der umgebenden Haut abzeichnen, verblassen sie nach und nach, bis sie nur noch als helle Narben sichtbar sind.

Das tröstet dich nicht? Verständlich. Doch mit Dehnungsstreifen bist du nicht allein. Im Gegenteil: Sie sind sehr weit verbreitet! Bei vielen Heranwachsenden zeigen sich Dehnungsstreifen ab dem zehnten Lebensjahr insbesondere an Bauch, Beinen und Po. Bei Mädchen treten sie häufiger auf als bei Jungen, das liegt unter anderem an der typisch weiblichen Hormonlage.

Was sind die Ursachen von Dehnungsstreifen?

Rasches und/oder übermäßiges Wachstum

Es gibt in einem Leben viele Phasen des Wachstums und damit leider auch viele Gelegenheiten für den Auftritt von Dehnungsstreifen. Dein Körper wächst in der Kindheit über viele Jahre stetig. Mit dem Einsetzen der Pubertät legt er beim Wachsen sogar noch einen Zahn zu: Ein Grund, warum Mädchen dann oft Dehnungsstreifen an den Brüsten bekommen oder Jungen am Rücken.

Schwangerschaft Dehnungsstreifen vorbeugen
Eine Schwangerschaft fördert Dehnungsstreifen

Schwangerschaft

Auch eine Schwangerschaft ist eine Zeit, in der sich der Körper der Mutter rasant verändert, um dem heranwachsenden Kind Platz zu schaffen. Selten macht das mütterliche Gewebe das unbeschadet mit: In der Schwangerschaft sind Dehnungsstreifen an Bauch und Brüsten sogar so häufig, dass sie als "physiologisch" gelten. Das heißt, sie sind "natürlich", "gesund" im Sinne von "nicht krankhaft" und entsprechen "normalen Lebensvorgängen". Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft sind normal, man klassifiziert sie eigens als "Schwangerschaftsstreifen" (Striae gravidarum). Dennoch bekommt nicht jede Schwangere Dehnungsstreifen: Es hat sich gezeigt, dass die straffere Haut jüngerer Frauen in der Schwangerschaft eher mal reißt, als die schon schlaffere Haut älterer Frauen.

Bindegewebsschwäche und Übergewicht

Das Wachstum deines Körpers geschieht nach dem genetischen Plan, den dir deine Eltern mit auf den Weg gegeben haben. Diesen Vorgang kannst du kaum beeinflussen. Ebenso wenig wie eine gegebenenfalls vorhandene Neigung zu schwachem Bindegewebe, das sich unter Belastung eher überdehnt als ein stärkeres. Doch dein Körper wächst nicht nur in die Höhe, sondern bei ungesunder Lebensweise mit viel Stress, falscher Ernährung und wenig Bewegung auch in die Breite. Und so ist Übergewicht oft mit Dehnungsstreifen verbunden. Sie treten mitunter aber auch auf, wenn du dein Gewicht schnell reduzierst.

Andererseits gilt dein regelmäßiger Sport nicht als Garantie dafür, dass du keine Dehnungsstreifen bekommst. So kann auch intensiver Sport dein Gewebe überlasten. Frauen mit größeren Brüsten beispielsweise sollten diese beim Sport besonders gut stützen, so dass die Bewegung nicht zu Dehnungsstreifen führt. Auch wer gezieltes Bodybuilding betreibt, wobei außergewöhnlich viel Muskulatur auf- und Fett abgebaut wird, muss mit Dehnungsstreifen rechnen.

Du siehst, es bleibt sich gleich, ob die Überdehnung des Bindegewebes von einem Wachstum an Fett (Übergewicht) oder Muskeln (Bodybuilding) herrührt: Dehnungsstreifen können in beiden Fällen entstehen.

Medikamente wie zB Kortison

Ungewöhnliche Gewebeveränderungen – und damit verbunden: Dehnungsstreifen – können zudem auch unter Einwirkung bestimmter Medikamente auftreten. Zum Beispiel ist Kortison dafür bekannt, dass bei einer andauernden Therapie auch stärkere körperliche Veränderungen auftreten können.

Wann solltest du deine Dehnungsstreifen einem Arzt zeigen?

Auch wenn der Großteil der Dehnungsstreifen harmlos ist: Es kommt vor, dass deine Dehnungsstreifen dir ordentlich zu schaffen machen. Sie jucken beispielsweise unerträglich oder schmerzen gar. Spätestens dann solltest du einen Arzt aufsuchen und ihn um Hilfe bitten. Das kann ein Dermatologe sein oder auch der Gynäkologe, der dich im Falle einer Schwangerschaft engmaschig betreut.

Wie lassen sich Dehnungsstreifen behandeln?

Was bringen Öle und Cremes gegen Dehnungsstreifen?

Die für die Dehnungsstreifen verantwortlichen Hautrisse passieren tief in der Unterhaut. Dorthin können kosmetische Mittel kaum vordringen, da die Haut einen ausgeklügelten Mechanismus besitzt, um unser Körperinneres zu schützen – Stichwort: Hautbarriere. Sie ist der Grund dafür, dass handelsübliche Kosmetika, die du aufträgst und einmassierst, trotz anderslautender Werbeversprechen ihrer Hersteller, gerissene Haut nicht ungeschehen machen können. Wissen solltest du aber, dass Kosmetiker und Hautärzte Methoden haben, um hauteigene Reparaturvorgänge zu unterstützen und um Wirkstoffe tiefer in die Haut einzuschleusen.

Was bringt ein Fruchtsäurepeeling bei Dehnungsstreifen?

Bei einem chemischen Peeling wird die oberste Hautschicht, die aus abgestorbenen Hautzellen besteht und eine Art Hornschicht bildet, abgeschält (gepeelt). So zwingt man die Haut dazu, sich schneller zu erneuern. Für den Schäleffekt sorgt der Wirkstoff Fruchtsäure, die in unterschiedlicher Konzentration passend zu deiner Haut und deinen Dehnungsstreifen aufgetragen wird. Du solltest diesen Job aber bitte nur einem ausgebildeten Experten überlassen, denn das Risiko für schmerzhafte und irreparable Hautschäden ist bei einer Behandlung mit Fruchtsäure immens groß. Wissen musst du, dass ein Fruchtsäurepeeling kaum schmerzt, aber durchaus leicht brennen kann – in etwa so ähnlich wie ein Tropfen Zitronensaft, der auf eine winzige Wunde an deinem Finger trifft. Mitunter ist schon nach einer Behandlung eine sichtbare Verbesserung deines Hautbildes erreicht, wobei eine Wiederholung des Fruchtsäurepeelings größere Erfolge verspricht.

Was bringt eine Ultraschalltherapie bei Dehnungsstreifen?

Zur besonders sanften Behandlung von Dehnungsstreifen hat sich auch der Ultraschall bewährt: Das entsprechende Handstück des Ultraschallgeräts, das die Schallwellen aussendet, führt der Dermatologe über deine überdehnte Haut. Dabei gerät das Gewebe dort in Schwingung, so dass neue Zwischenräume entstehen. Das wiederum regt die Durchblutung und somit die Versorgung der Hautschichten an. Dank dessen bildet die Haut frisches Kollagen mit dem Effekt, dass die Dehnungsstreifen unauffälliger werden.

Was bringt ein Microneedling bei Dehnungsstreifen?

Beim Microneedling rollt der Hautarzt einen sogenannten Dermaroller über deine gerissene Hautpartie. Dieser ist mit unzähligen feinen Nadeln bestückt, die dich stechen. Dabei entstehen lauter klitzekleine Verletzungen, auf die deine Haut sofort reagiert: Sie bildet Kollagen, um das Bindegewebe zu stärken und die Haut zu straffen – mit dem Nebeneffekt, dass die die Dehnungsstreifen weniger auffallen. Und das insbesondere dann, wenn du dich mehrfach mit einem Microneedling behandeln lässt. Experten empfehlen zwischen zwei und fünf Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen.

Was bringt eine Laserbestrahlung bei Dehnungsstreifen?

Ähnlich wie das Microneedling verursacht auch ein Laser winzige Verletzungen auf deiner gerissenen Haut, auf die diese wie eben beschrieben reagiert: Frisch gebildetes Kollagen sorgt für ein Plus an Elastizität, so dass die Dehnungsstreifen weniger auffallen. Allerdings wird der Effekt erst nach einer geraumen Weile sichtbar: Gib deiner Haut also Zeit zur tiefgründigen Regeneration!

Wie kannst du Dehnungsstreifen vorbeugen?

Haut ist nicht gleich Haut: Während du aus den oben beschriebenen Gründen einmal auftretende Dehnungsstreifen nicht einfach wegcremen oder wegölen kannst, hast du durchaus die Chance, das Hautbild positiv zu beeinflussen:

Wer seine Haut regelmäßig pflegt und gesund erhält, der schafft nämlich beste Voraussetzungen dafür, dass diese mit Belastungen wie Dehnung und Überdehnung infolge Wachstums recht gut klarkommt. Wobei es keine Garantie gibt, dass Vorbeugemaßnahmen gegen genetisch oder umständehalber entstehende Dehnungsstreifen wirken. Aber: Einen Versuch ist es wert – insbesondere dann, wenn das außergewöhnliche Körperwachstum wie bei einer Schwangerschaft oder einer Kortisontherapie recht vorhersehbar ist.

Dazu ist es wichtig, dass du Hautgesundheit ganzheitlich verstehst – als das Ergebnis äußerer und innerer Hautpflege nach einem hauttypgerechten Plan. Zur Hautpflege von innen gehören ausreichend Flüssigkeit und hautgesunde Nährstoffe. Zur äußerlichen Hautpflege zählen neben der Hautpflege mit Kosmetika, auch Anwendungen wie Massagen (Zupfmassagen, Bürstenmassagen), Wechselduschen und eine grundsätzlich ausreichende Bewegung.

Die besten Hausmittel bei Dehnungsstreifen von A bis Z

Folgende Hausmitteln haben sich bei Dehnungsstreifen bewährt haben: Ob hautaufhellend, hautstraffend oder gegen den Hautjuckreiz, für sehr viele Haut-Beschwerden gibt es ein altbewährtes Hausmittel.

Ackerschachtelhalm: Eine Kompresse, die in einen Sud aus Ackerschachtelhalm getaucht wurde, soll sich bei Dehnungsstreifen positiv auswirken. Für den Sud kochst du vier Teelöffel Ackerschachtelhalm, am besten in Bio-Qualität, in einem Liter Wasser auf, lässt das Ganze anschließend fünf Minuten köcheln und seihst es dann ab. Den abgekühlten Sud kannst du 15 Minuten auf deiner Haut wirken lassen. Wichtig: Nicht für Schwangere geeignet!

Aloe Vera: Aloe Vera Gel soll Dehnungsstreifen unauffälliger machen können, wenn du es einmal täglich aufträgst. Massiere das Gel gut ein und lass es eine Viertelstunde auf deinen Dehnungsstreifen wirken, bevor du die Gelreste abwäschst. Das Aloe Vera Gel nimmt deiner überdehnten Haut auch den unangenehmen Juckreiz.

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Aloe Vera Gel macht Dehnungsstreifen unauffälliger und hilft gegen Juckreiz

Eiweiß: In Eiweiß stecken reichlich Aminosäuren, die deiner Haut generell guttun und auch auf Dehnungsstreifen einen wirkungsvollen Effekt haben sollen.

Frauenmantelkraut: Für eine Kompresse mit Frauenmantelkraut übergießt du eine Handvoll des Krauts mit einem Liter kochendem Wasser. Lass das Ganze zehn Minuten ziehen und abkühlen. Dann kannst du damit eine Kompresse befeuchten und auf die Haut auflegen.

Gurkensaft: Gurkensaft wird nachgesagt, dass er die Kollagenbildung in der Haut fördere. Du kannst frische Bio-Gurkenscheiben direkt auf deine Haut legen oder die Haut mit dem Saft benetzen, den du aus einer frischen Gurke presst.

Kakaobutter: Kakaobutter soll heilen und die Haut verjüngen können. Massiere deine Haut am besten zwei Mal täglich damit ein.

Kartoffelsaft: Kartoffelsaft soll deine Haut aufhellen können. Schneide einfach eine Biokartoffel auf und reibe deine Dehnungsstreifen mit der Schnittfläche ein. Lass den Kartoffelsaft dann etwa 20 Minuten einziehen, bevor du ihn wieder abwäschst.

Olivenöl: Hautwarmes Olivenöl, mit dem du deine Dehnungsstreifen massierst, soll helfen, diese unauffälliger zu machen.

Orangensaft: Mit dem Saft von der Orange und anderen Zitrusfrüchten bewirkst du einen Effekt wie das Fruchtsäurepeeling, das wir dir weiter oben vorgestellt haben. Nutze unbedingt eine ungespritzte Bio-Orange zum Einreiben deiner Haut.

Rizinusöl: In Rizinusöl steckt viel Vitamin E, das heilende Wirkung auf Haut mit Dehnungsstreifen haben soll. Du kannst das Öl direkt auf die Dehnungsstreifen auftragen und einmassieren. Dann verstärkt ein warmer Umschlag, den du für mindestens 30 Minuten wirken lässt, den Effekt des Öls auf deine Dehnungsstreifen.

Zucker: Aus Zucker, Mandel- oder Olivenöl und Zitronensaft kannst du ein Peeling zusammenmixen. Wenn du das gut in deine Hautpartie mit den Dehnungsstreifen massierst und es für etwa zehn Minuten einwirken lässt, bewirkst du den gewünschten Peel-Effekt.

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