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Impetigo contagiosa

Borkenflechte

Zuerst kommt ein juckender, teils auch schmerzender roter Ausschlag um Mund und Nase mit wassergefüllten Bläschen, die rasch aufplatzen. Dann verkrustet das Ganze gelblich. Die Krusten fallen nach und nach ab. Narben bleiben keine. So zeigt sich die Hautinfektion Borkenflechte, die am häufigsten bei Kleinkindern auftritt. Wir erklären dir hier, was die Borkenflechte verursacht, wie du ihr vorbeugst und wie sie sich behandeln lässt.

Die Borkenflechte ist ein Hautausschlag, der schuppt und nässt. Er startet meist im Gesicht mit roten Flecken. Schnell erscheinen mit einer klaren Flüssigkeit gefüllte Bläschen, jedes davon umgeben von einem schmalen Entzündungshof.

Die Borkenflechte ist unter vielen anderen Bezeichnungen geläufig: Grindblasen, Grindflechte, Eitergrind, Eiterflechte, Schmierflechte, Schleppe, Schleppschiss oder Schleppeiter.

Zwei Formen der Borkenflechte werden unterschieden:

Die kleinblasige (Verursacher: Streptokokken) hat kaum sichtbare Bläschen, denn diese platzen wegen ihrer dünnen Wände recht schnell. Diese Form der Borkenflechte nässt stark. Trocknet die Flüssigkeit, bilden sich auf der geröteten Haut die für die Hautinfektion typischen Krusten in Honiggelb.

Die großblasige (Verursacher: Staphylokokken) zeigt sich dagegen mit vielen Bläschen. Auch diese sind anfangs mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt. Im Verlauf der Hautinfektion verfärbt sich die Flüssigkeit über weißlich-grau zu rahmig-eitrig, zuletzt ist sie trüb. Platzen die größeren Blasen, bleiben feucht glänzende Flächen. Krusten bilden sich kaum.

Ist die Borkenflechte ansteckend?

Im lateinischen Namen Impetigo contagiosa steckt mit dem Wort „contagiosa“, auf Deutsch: „ansteckend“, bereits der Hinweis auf die Ansteckungsgefahr, die die Borkenflechte birgt. Solange die Bläschen nicht komplett getrocknet sind, besteht sie.

Was sind die Ursachen einer Borkenflechte?

Die Borkenflechte ist das Ergebnis einer Infektion. Verursacher sind Bakterien wie Staphylokokken (häufig) und/oder Streptokokken (selten). Diese dringen beispielsweise über kleine Hautverletzungen, zum Beispiel bei einer wunden, rissigen Nase infolge einer Erkältung, bei einem Ausschlag oder bei einem Insektenstich in die Haut ein, wenn zuvor mit den Bakterien besetzte Haut oder Gegenstände berührt (sogenannte Schmierinfektion) wurden.

Wer infiziert sich mit Borkenflechte?

Jeder kann sich damit infizieren. Da dies über eine Schmierinfektion geschieht, sind es vor allem kleine Kinder, die daran erkranken. Die Borkenflechte gilt sogar als die bei Kleinkindern am häufigsten auftretende Hautinfektion.

Wie verläuft die Borkenflechte?

Bereits wenige, im Höchstfall zehn Tage nachdem man sich angesteckt hat, zeigt sich der Ausschlag, der sich nach und über Hände, Arme und/oder Beine hin ausbreitet. Er kann sowohl jucken als auch schmerzen. Der Ausschlag bleibt typischerweise oberflächlich, tiefere Hautschichten oder gar ein Nagelbett sind selten davon betroffen. Die Borkenflechte verschwindet in der Regel von selbst, allerdings können bis dahin mehrere Wochen vergehen. Wissen muss man, dass die Borkenflechte immer wieder auftreten kann: Wer sie einmal übersteht, ist leider nicht immun gegen die Verursacherbakterien. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr und der besonders für kleine Kinder unerträglich juckenden und/oder schmerzenden Hautbereiche ist es ratsam, frühzeitig einen Arzt auszusuchen, insbesondere, wenn es im Umfeld der Betroffenen Fälle von Borkenflechte gibt.

Borkenflechte und Neurodermitis – was muss man wissen?

Wer an einer Hauterkrankung wie Neurodermitis leidet, hat eine – zumindest in Teilbereichen seiner Haut – nicht intakte Hautbarriere. Das heißt, die körpereigene Abwehr ist dort geschwächt. Gibt es zudem noch wunde Stellen, zum Beispiel, weil man sich wegen des für Neurodermitis typischen Juckreizes gekratzt hat, können die die Borkenflechte verursachenden Bakterien leicht in die Haut eindringen. Die Neurodermitis bremst den Heilungsverlauf der Borkenflechte zudem meist.

Wie wird die Borkenflechte erkannt und behandelt?

Um die per Sichtprüfung gestellte Diagnose Borkenflechte zu untermauern ist ein Abstrich der Haut, aus dem Mund oder Rachen möglich. Eine Behandlung mit Antibiotika, in Form von Salben oder Tabletten (bei großflächigem Ausschlag und Ausschlag an vielen Stellen) hat sich bewährt. Das konnte eine Metastudie belegen. Allerdings kann es bei der Gabe von Antibiotika-Tabletten Nebenwirkungen geben, zum Beispiel Magen-Darm-Beschwerden.

Gibt es einen Fall von Borkenflechte in der Familie, hilft es, sehr auf die Hygiene zu achten, um sich nicht anzustecken. Das heißt:

  • Hände häufig und gründlich waschen!
  • Handtücher nicht mit mehreren Personen teilen!
  • Schmutzwäsche bei mindestens 60 Grad Celsius waschen!

Vor allem kleine Kinder kratzen gegen den Juckreiz der Borkenflechte an. Um das Kratzen und damit neue Hautschäden sowie Ansteckung zu verhindern, kann man den Kindern leichte Baumwollhandschuhe anziehen und/oder ihre Fingernägel kürzen.

Welche Hausmittel wirken gegen Borkenflechte?

Sind die betroffenen Hautareale noch recht klein, werden mitunter desinfizierende Lösungen empfohlen. Viele Hausmittel die gegen Borkenflechte helfen sollen, wirken vor allem desinfizierend und entzündungshemmend:

  • weißer Essig mit Wasser verdünnt (Tinktur oder Wickel)
  • Teebaumöl (Tinktur oder Wickel)
  • Grapefruitkernextrakt (Tinktur oder Einnahme)
  • Knoblauch (Tinktur oder Einnahme)
  • Manuka-Honig (Wickel oder Einnahme)
  • Goldsiegelwurz (Tee zur Einnahme oder Creme)
  • Aloe Vera (Hautgel oder Saft zur Einnahme)
  • Zink (zinkreiche Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel)

Auch Wärme soll bei Borkenflechte guttun, zum Beispiel in Form eines auf die kranke Haut aufgelegten, warm-feuchten Waschlappens, eines warmen Bades oder einer warmen Dusche sowie warmer Fönluft.

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