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Besenreiser – die lästigen blauen Äderchen

Kleine, sichtbare Äderchen an den Beinen, die sogenannten Besenreiser, treffen viele Betroffene schon in jungen Jahren. Die winzigen Krampfäderchen schimmern leicht bläulich durch die Haut und sind vor allem ein kosmetisches Problem. Wir erläutern, woher die Volkskrankheit kommt und vor allem, wie die Besenreiser wieder weggehen können.

Besenreiter werden von winzigen Verästelungen unserer Arterien und Venen in der Haut erzeugt. Diese sogenannten Kapillaren sind mit Blut gefüllt und liegen so dicht unter der Hautoberfläche, dass man sie durchscheinen sehen kann. Die Verästelungen ähneln Reisigbündeln, daher der Name Besenreiser. Mit einem Durchmesser von bis zu 1 mm sind Besenreiser damit so etwas wie eine Miniaturausgabe von Krampfadern. Die größeren Krampfadern liegen allerdings unter der Haut und nicht in der Haut. Im Gegensatz zu Krampfadern sind Besenreiser in der Regel nicht gesundheits-schädlich. In selten Fällen können sie aber auf ein Venenleiden hindeuten.

Wo treten Besenreiser auf?

Besenreiser treffen am häufigsten Frauen, aber auch Männer und oftmals ganz junge Menschen leiden darunter. Besenreiser kommen besonders oft am seitlichen Unter- und Oberschenkel sowie im Innenkniebereich vor. Es kann aber auch die Fußknöchel oder jede andere Stelle am Bein treffen. Besenreiser können in den unterschiedlichsten Facetten auftreten. Sie können bläulich oder rötlich bis violett aussehen und dabei strichförmig, sternförmig, punktförmig oder fächerförmig auftreten. Sie können sich aber auch als blauer Fleck tarnen – wenn sie großflächig auftreten, sieht es aus wie nach einer Stoßverletzung. Erweitere Gefäße im Gesicht speziell im Bereich der Nase oder auf den Wangen können vom Aussehen her Besenreisern ähneln, das hat aber nichts mit Besenreiser zu tun, es handelt sich dabei um eine sogenannte Couperose.

12 Tipps gegen Besenreiser

  1. Trinke viel Wasser – das hält das Blut dünnflüssig und ist generell gesund!
  2. Mit Wechselduschen (abwechselnd warm und kalt) regst du deinen Blutkreislauf an und da-mit die Durchblutung!
  3. Mache mehr Sport – besonders Treppensteigen, Radfahren, Schwimmen, Spazieren oder Walking sind gut.
  4. Mache regelmäßig Venengymnastik – einfache Übungen wie pumpende Bewegungen kannst du überall machen!
  5. Kühle deine Beine so oft wie möglich!
  6. Kontrolliere dein Gewicht und achte auf eine gute Verdauung!
  7. Wenn du zur Venenschwäche neigst: Trage Kompressionsstrümpfe!
  8. Vermeide langes Sitzen und Stehen sowie das übermässige Tragen von hohen Schuhen!
  9. Reduziere zu oftmaliges Epilieren und Waxing, beides kann Besenreiser begünstigen!
  10. Greif eher zu weiter und bequemer Kleidung, zu enge Socken oder Unterwäsche können die Venen abdrücken.
  11. Vermeide Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol und extreme Hitzebelastungen!
  12. Mach eine Venenmessung, eventuell Sonographie der Venen, beim Arzt!
Besenreiser krampfadern lindern mit kompressionsstrümpfen
Kompressionsstrümpfe helfen bei Besenreisern

Die 7 Hauptauslöser und Ursachen von Besenreisern

Die fein verzweigten Besenreiser werden von den meisten als kleines Ärgernis und eher kosmetisches Problem gesehen. Aber Achtung: es kann auch eine tieferliegende Venenschwäche dahinter liegen. Solltest du unter schweren Beinen leiden oder Schmerzen haben, sollte unbedingt ein Facharzt aufgesucht werden.

Bindegewebsschwäche

Besonders Frauen sind oft von Bindegewebsschwäche betroffen, die dazu führt, dass die Venenwände mit der Zeit ausleiern. Das Blut wird weniger effektiv weiterbefördert und versackt. Betrifft der dadurch entstehende Rückstau die kleinsten Hautvenen, werden sie als Besenreiser unter der Haut sichtbar.

Genetische Veranlagung

Leidet ein Elternteil oder sogar beide Eltern unter Krampfadern, erhöht sich für die nächste Generation die Wahrscheinlichkeit, auch Krampfadern oder Besenreiser zu bekommen.

Hormone

Jede zweite Frau unter 40 leidet an Besenreitern oder Krampfadern. Der Einfluss der Hormone ist dabei nicht zu unterschätzen. Östrogen und auch ein Mangel an Progesteron kann zu einer Venenerweiterung der kleinen Beinvenen und damit zu Besenreisern führen. Daher bekommen viele Frauen die Venenschwäche auch während der Schwangerschaft oder durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille.

Übergewicht

Wer übergewichtig ist und wenig bis gar kein Sport betreibt riskiert, dass sein Blut langsamer fließt. Das wiederum begünstigt die Entstehung von Besenreisern. Aber Achtung: drastische Gewichtsreduzierungen können ebenfalls das Bindegewebe verändern und damit die oberflächlichen Venen erweitern.

Hitzeeinwirkungen

Seien es nun exzessive Sonnenbäder, zu lange Saunagänge oder das regelmäßige heiße Vollbad: all das kann dazu führen, dass die Venen sich zusätzlich erweitern.

Genussmittel Tabak und Alkohol

Tabak schädigt nicht nur die Lunge, sondern vor allem auch die Blutgefäßwände. Alkohol macht sie dagegen schlaffer. Beides verschlechtert die Gefäßsituation, fördert den Blutstau und verschärft das Venenleiden.

Langes Stehen

Wenn du mit einem potentiellen Venenleiden zu lange stehst oder sitzt, kann das Blut nicht gut nach oben abfließen. Das unterstützt nicht nur die Bildung von Krampfadern, sondern auch von Besenreisern.

Effiziente Behandlung von Besenreisern

Im Gegensatz zu richtigen Krampfadern müssen Besenreiter nicht entfernt werden. Wenn es dich aus kosmetischer Sicht aber doch stört, dann gibt es erprobte Methoden, mit denen ein Venenspe-zialist die Besenreiter beseitigen kann.

Laserbehandlung Besenreiser Krampfadern
Venenspezialisten können Besenreiser beseitigen

Verödung (Sklerosierung)

Das ist vielleicht die bekannteste Methode, bei der eine alkoholhaltige Lösung in die winzige Vene gegeben wird. Dieser Reiz sorgt dafür, dass die Venenwände der Besenreiser verkleben und nicht mehr durchblutet werden. Sie werden vom Körper langsam abgebaut und verblassen nach einigen Wochen. Manchmal kann sich die Haut an der betreffenden Stelle bräunlich verfärben. Eine einzige ambulante Behandlung reicht meist nicht aus. Ein Kompressionsstrumpf nach der Verödung sorgt dafür, dass die Venen zusammengedrückt werden.

Verödung mit Mikroschaum

Bei diesem minimalinvasiven Verfahren wird eine spezielle Verödungsflüssigkeit in die erkrankte Vene gespritzt. Die Flüssigkeit wird dabei im Vorfeld zu einem feinen Schaum verarbeitet und über feine Kanülen in das Gefäß eingebracht. Durch die besondere Struktur des injizierten Schaums lässt sich die Wirkung im Vergleich zur Flüssigverödung steigern. Der Schaum haftet direkt an den Gefäßwänden und beschleunigt den Verödungsvorgang. Der Vorgang sollte einige Mal wiederholt und in der Nachsorge sollte auf das Tragen eines Kompressionsstrumpfes geachtet werden. Nach etwa drei Monate sollte die Verödung abgeschlossen und die behandelten Gefäße vollständig abgebaut sein. Der Vorteil: feine Äderchen beginnen bereits nach wenigen Wochen zu verblassen.

3D-Hightech-Verödung

Das sogenannte farbcodierte 3D-Ultraschallverfahren ist eine besonders effektive Methode. Die betroffenen Äderchen kommen meist auf verschiedenen Ebenen im Gewebe vor, das heisst sie werden meist von verschiedenen Blutgefäßen versorgt. Durch die dreidimensionale Bildgebung, die sich durch diese Methode ergibt, kann der Befund und die anschließende Behandlung besonders präzise durchgeführt werden. Bei dieser Methode werden z.B. Schaumverödungen mit Lasertherapien kombiniert. So lassen sich nicht nur Besenreiser auf verschiedenen Ebenen beseitigen, sondern auch tiefer liegende Krampfadern können auf diese Weise effektiv behandelt werden. Mit einer Kaltlichtlupe können die zu behandelnden Venen punktgenau ausfindig gemacht werden und die Injektion mit der Verödungslösung optimal gesetzt werden.

Lasertherapie

Der Einsatz von Laser wird bei der Besenreiser-Behandlung immer beliebter. Gerade sehr feine Äderchen können durch die punktuelle Hitze des Laserstrahls besser als durch die Verödung getroffen werden. Ärzte bevorzugen daher eine Laserbehandlung, wenn es sich um oberflächliche, rötliche oder bläuliche, kosmetisch störende feine Krampfadern handelt. Bei etwas größeren und tiefer liegenden Gefäßen mit grünlich-bläulicher Färbung wird eine Verödung empfohlen. Der Körper braucht für den Abbau der Besenreiser einige Wochen, weshalb auch hier nicht mit einer unmittelbaren Verbesserung des Erscheinungsbildes gerechnet werden darf. Für eine erfolgreiche Entfernung der Besenreiser werden auch in der Lasertherapie mehrere Sitzungen notwendig sein. Diese Behandlung ist nahezu schmerzlos, da während der Behandlung permanent gekühlt wird. Als Folge werden Rötungen auf der Haut zu erkennen sein, aber die klingen bereits nach einigen Tagen wieder ab. Auch hier sollten unbedingt Kompressionsstrümpfe im Nachgang getragen werden. Oftmals werden Verödungs- und Lasertherapien kombiniert, dein Venenspezialist wird dir sagen können, was bei dir am besten hilft.

IPL (Blitzlampe)

Vielleicht kennst du die IPL-Methode von deiner Kosmetikerin, denn damit werden auch lästige Haare an Beinen oder Oberlippe entfernt. Die sogenannte Intense Pulse Light Methode (IPL) gibt kleine Lichtblitze ab und erzeugt damit kurzfristig sehr hohe Hitze. Dadurch verklebt das Blut in den darunterliegenden Gefäßen und es kommt zu einem Absterben der Gefäße. Für ein nachhaltiges Ergebnis brauchst du auch hier wieder einige Sitzungen.

Die Kosten für diese Behandlungsmethoden hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie der Größe der zu behandelnden Körperfläche, der Behandlungszeit und der Anzahl der benötigten Sitzungen. Sprich deinen Arzt vor Behandlungsbeginn auf die ungefähren Kosten an.

Hausmittel gegen Besenreiser

Da Besenreiser keine gesundheitsschädlichen Folgen haben, scheuen viele den Weg zum Laserspe-zialisten. Es gibt aber auch eine Reihe von Hausmitteln, die gegen die lästigen kleinen blauen Netze an den Beinen helfen sollen.

Massage-Öl mit Zitrone und Knoblauch

Die Wirkstoffe dieser Mischung haben entzündungshemmende, gefäßerweiternde und antioxidative Eigenschaften und fördern somit den Lymphfluss sowie die Durchblutung der Beine, was einem Blut- und Flüssigkeitsstau sowie einer Verstopfung der Blutgefäße entgegenwirkt. Dafür werden 2 Knoblauchzehen gepresst und mit dem Saft einer Zitrone sowie einer halben Tasse Olivenöl vermischt. In einem verschlossenen Glas für 48 Stunden an einem dunklen und kühlen Ort ziehen lassen. Dann durch ein Sieb gießen und die Tinktur 2 – 3 x Woche auf die betroffenen Stellen auftragen. Diese leichten Massagen haben keinen sofortigen Effekt, sondern sollten über mehrere Wochen durchgeführt werden.

Zitrone Knoblauch Massageöl hilt bei Besenreisern
Hausmittel Massage-Öl mit Zitrone und Knoblauch hilft gegen Besenreiser

Keimende Kartoffeln und unreife Tomaten

Obwohl beide Lebensmittel in diesem Zustand nicht zum Verzehr geeignet sind, kann das Alkaloid Solanin, das sie produzieren, um ihren Reifeprozess voranzutreiben, dir auf der Haut helfen. Dafür schneidest du die unreife Tomate oder eine keimende Kartoffel in Scheiben und lege sie wie eine Maske auf die betroffenen Stellen. Jetzt zwei bis drei Minuten einwirken lassen und nachdem du das Gemüse entfernt hast, die Haut gut mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion eincremen. Nach zwei Wochen regelmäßiger Anwendung solltest du schon eine Besserung bei den Besenreisern merken.

Apfelessig

Apfelessig hat eine starke durchblutungsfördernde Eigenschaft und hilft auch bei Besenreitern. Dafür dreimal täglich einen Wattebausch mit Apfelessig tränken und auf die Besenreiser tupfen. Nach vier Wochen solltest du eine deutliche Verbesserung sehen.

Rosskastanie

Die Rosskastanie enthält Aescin, das überschüssige Flüssigkeiten im Gewebe (Wassereinlagerungen) reduziert sowie stärkend auf Gefäße und Venen wirkt. Ihre Wirkung kann die bläulich-roten Adern etwas mildern und unterstützt gesunde Venen. Gerne werden Rosskastaniensalben auch gegen schwere und müde Beine eingesetzt. Um die Salbe selber herzustellen brauchst du 125 ml Lavendelöl, das du mit einem Esslöffel Rosskastanienschalen bei mittlerer Temperatur kurz erwärmst. Die Mixtur muss dann für einige Stunden abkühlen und durchziehen. Die Mixtur wird am besten mehrmals pro Woche, in kreisenden Bewegungen einmassiert. Achte darauf, dass die am Ende gut einzieht.

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