Soziale Netzwerke
FacebookGoogle+YouTube
Suche Hautlexikon Newsletter

Nichts mehr verpassen!
Der hautinfo.at-Newsletter

* Pflichtfelder

Hanf: Das „heimische Superfood“

Hanf hat sich seinen Platz in der Ernährung verdient. Denn wer bei Hanf immer noch an dessen berauschende Wirkung denkt, wird der Pflanze bei Weitem nicht gerecht. Er dient dem Menschen seit Langem als vielseitige Nutzpflanze und wird inzwischen als Medizin und heimisches Superfood gehandelt: Seine wertvollen Inhaltsstoffe tun Körper und Haut gut. Wie Hanf das gelingt, erklären wir dir hier.

Was Hanf zum Superfood macht

Insbesondere in den Samen von Nutzhanf und damit auch in Hanföl stecken hochwertige, mehrfach ungesättigte Fette, darunter essentielle, also lebenswichtige, Omega-6- (auch γ-Linolensäure genannt) und Omega-3-Fettsäure (auch α-Linolensäure genannt), die dein Körper nicht selbst bilden kann. Dabei ist gerade das Verhältnis zwischen den beiden Fettsäuren für deine Gesundheit besonders wichtig: Stimmt die empfohlene Relation von maximal vier zu eins (besser noch eins zu eins) nicht, drohen deinem Körper unter anderem Blutdruck- und damit Herz-Kreislaufprobleme sowie verschiedene entzündliche Prozesse. Doch mit der hierzulande typischen Nahrung gelangt meist ein Überschuss an Omega-6-Fettsäure in deinen Körper, während es ihm an Omega-3-Fettsäure eher mangelt. Hier kann Hanf dir aushelfen: Er gilt als die einzige Pflanze, die dir ein nahezu optimales Säureverhältnis von 3,75 zu 1 bietet.

Die in Hanfsamen und Hanföl enthaltene Omega-6-Fettsäure (auch Gamma-Linolensäure, kurz: GLA genannt) gehört zu den Fettsäuren, die in der Natur nur sehr selten vorkommen – außer in Hanföl, so weiß man bislang, steckt sie nur noch in Nachtkerzen-Öl, Granatapfelsamen-Öl und Spirulina. GLA schreibt man jedoch eine positive Wirkung auf die Symptome von Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte und Akne oder auch von Arthritis zu. Selbst gegen Beschwerden, die das PMS (Prämenstruelles Syndrom) mitbringt, soll GLA helfen.

Doch in Hanf steckt noch so viel mehr Gesundes

Zum Beispiel ein Proteinanteil von bis zu 30 Prozent. Damit gilt er als sehr guter Eiweißlieferant und wird unter Vegetariern und Veganern als Fleischalternative gehandelt. Von Vorteil ist insbesondere, dass das Hanfeiweiß deinem Körpereiweiß sehr ähnelt, so dass du es leicht verdauen kannst und es dich für lange Zeit sättigt. Im Hanfeiweiß stecken zudem sämtliche acht essentiellen Aminosäuren, die dein Körper nicht selbst herstellen kann, aber dringend braucht, um seine Zellen gesund zu halten und Muskeln aufzubauen.

Weil in Hanföl auch Chlorophyll steckt, ist es grünlich. Chlorophyll entgiftet deinen Körper und beugt zusammen mit den ebenfalls im Hanföl enthaltenen Antioxidantien Vitamin E und Beta-Carotin der Bildung von Krebszellen vor.

Nicht zuletzt finden sich in Hanfsamen und Hanföl Mineralien wie Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor, Eisen, Kupfer, Mangan, Natrium und Zink. Besonders erwähnenswert ist auch der Anteil von Vitamin B in Hanfsamen und Hanföl, das du sowohl zum Muskelaufbau als auch zur Regulierung des Stresshormonhaushalts, der Schilddrüsenfunktion sowie für deine Augen- und Hautgesundheit brauchst: Er ist größer als in Fleisch oder Kuhmilch.

Hanf bringt synergetische Wirkstoffkombi

Dass Hanf so gut wirkt wie er wirkt, liegt auch daran, dass Mutter Natur die wertvollen Wirkstoffe darin so zusammengestellt und „verpackt“ hat, dass dein Körper sie besonders leicht verwerten kann. Diesen Effekt nennt man auch „Entourage-Effekt“ oder Synergie-Effekt: Er beschreibt die höhere biologische Wirksamkeit von natürlichen Pflanzenstoffgemischen im Vergleich zu reinen Substanzen. Beim Hanf sind es insbesondere die Cannabinoide und Terpene, also sekundäre Pflanzenstoffe, die für den Geruch und Geschmack einer Pflanze verantwortlich sind, die einander in ihrer Wirksamkeit aktiv verstärken.

Hanf tut deiner Gesundheit allgemein gut

Laut Studien besitzt CBD eine entzündungshemmende, schmerzstillende, krampflösende und schlaffördernde Wirkung. Weitere Studien weisen zudem darauf hin, dass bestimmte Formen von Epilepsie und Multipler Sklerose beim Einsatz von CBD weniger häufig und weniger intensiv auftreten. Auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und Parkinson kann CBD helfen. Neben CBD enthält die Hanfpflanze auch 21 verschiedene Flavonoide. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die für ihre antiallergische, antioxidative und entzündungshemmende Wirkung bekannt sind.

Hanf macht dich von innen und außen gesund und schön

Hanfsamen, die zu den Nüssen zählen, kannst du über deine Nahrung aufnehmen, zum Beispiel roh, gekocht oder geröstet. Hanföl dagegen kannst du sowohl pur oder zu einem Salatdressing verarbeitet essen (zum Braten ist es ungeeignet) oder du verwöhnst deinen Körper von außen damit. Innerlich verabreicht verhilft Hanföl vor allem Menschen mit Hautekzemen zu einem gesünderen Blutbild. Aber auch auf die Haut aufgetragen bringt Hanföl Linderung bei trockener, spröder Haut und Juckreiz, denn die Fettsäuren im Öl verhindern, dass die Haut noch mehr Feuchtigkeit verliert und infolgedessen austrocknet, reißt und sich entzündet.

Hanf ist auch ein Fatburner

Studien haben gezeigt, dass das im Hanf enthaltene CBD den Appetit zügelt. Cannabidiol, wie es in Hanf steckt, soll jedoch nicht nur anorektisch wirken, sondern auch den Stoffwechsel fördern und die Fettverbrennung unterstützen. Der Grund für den Fatburner-Effekt seien laut einer koreanischen Studie die Mitochondrien, die sich am Fettabbau in deinem Körper maßgeblich beteiligen. CBD soll ihre Zahl erhöhen und damit den üblichen Fatburner-Effekt steigern. Außerdem wirkt CBD der Erneuerung von Fettzellen entgegen. Beides sind Gründe dafür, dass du weniger Fett aufbaust und bei entsprechendem Lifestyle sogar abnimmst.

Das solltest du über Hanf noch wissen

Nutzhanf vs. Drogenhanf

Es handelt sich bei Cannabis um eine einjährige Pflanze, die hauptsächlich in den Sommermonaten blüht. Dabei kann zwischen dem heimischen Nutzhanf und „Indischem Hanf“ (Cannabis Indica), auch „Drogenhanf“ genannt, unterschieden werden.

Nutzhanf: Lange, reißfeste und flexible Fasern, ein THC-Gehalt von unter 0,3 Prozent und ein hoher Anteil an ätherischen Ölen und nicht berauschenden Cannabinoiden wie CBD sind charakteristisch für Nutzhanf. CBD-reicher Hanf darf EU-weit industriell angebaut werden. Er unterliegt nicht dem Sucht- oder Arzneimittelgesetz, da er keinerlei berauschende Wirkung aufweist.

Der heimische Nutzhanf ist Lieferant von Hanffasern und Hanfsamen, aus denen wiederum Hanföl gewonnen wird. Während aus den Hanffasern – traditionell und neuerdings wieder verstärkt – Seile, Textilien (Kleidung und Wohntextilien), Bau- und Dämmstoffe, Tierfutter, Brennstoffpellets, Papier und mehr gemacht wird, gelten Hanfsamen und Hanföl inzwischen als Kosmetikum und Superfood. Immerhin wurde die Hanfpflanze von der HMPPA (Herbal Medicinal Products Platform Austria) zur „Österreichischen Pflanze des Jahres 2018“ gekrönt. Und das zu Recht.

„Indischer Hanf“: zeichnet sich dagegen durch große weibliche Blütenstände mit einem hohen THC-Gehalt aus, das für seine berauschende Wirkung verantwortlich ist.

Damit kennst du neben der gefährlichen, weil berauschenden, auch die positive, gesundheitsfördernde Seite der Hanfpflanze. Wir raten dir abschließend, beim Kauf von Hanfprodukten auf die Qualität derselben zu achten, deren Hersteller sich an die gesetzlichen Vorschriften zu Anbau und Verarbeitung von Hanf halten und das bestenfalls mit Zertifikaten belegen können. So bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite und riskierst keine unerwünschten Nebenwirkungen. Hanf drauf!

25 Bewertung

5,68
Durchschnitt von 25 Bewertungen

  • 6 Sterne
    18
  • 5 Sterne
    6
  • 4 Sterne
    1
  • 3 Sterne
    0
  • 2 Sterne
    0
  • 1 Stern
    0
Anzeige - Allergosan Superbanner
Anzeige

Die hautinfo.at-Experten

hautinfo.at Experten
Nach oben scrollen