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So klappt’s mit der Babyhaut-Pflege

Babyöl, Puder, Feuchttücher, Cremes – es gibt unzählige Produkte für die tägliche Babypflege. Schlagwörter wie Parabene, Duftstoffe, Tenside schwirren herum und verunsichern junge Eltern. Was braucht Babys Haut wirklich und worauf musst du achten? Die wichtigsten Fakten im Überblick.

Im Gegensatz zu der Haut eines Erwachsenen ist die Babyhaut dünner, zarter und durchlässiger. Das heißt auch, dass sie empfindlicher ist als die Haut von Erwachsenen und dass sowohl Pflege- als auch Schadstoffe leichter aufgenommen werden können. Aus diesem Grund musst du die Pflegeprodukte für dein Baby sorgfältig auswählen. Die Zahl der angebotenen Körperpflegeartikel für Babys ist unüberschaubar. Wie kannst du da das richtige Produkt finden, damit du der zarten Babyhaut ja keinen Schaden zufügst? Am besten beraten bist du, wenn du auf die Inhaltsstoffe achtest. Künstliche Duftstoffe, Weichmacher und zuviele Konservierungsmittel solltest du vermeiden – allzu oft reagiert die Babyhaut empfindlich.

Kritische Inhaltsstoffe

Ein Blick auf die Inhaltsstoffe einer Säuglingspflege hilft dir bei der Kaufentscheidung. Enthalten Pflegeprodukte folgende Substanzen, solltest du besser die Hände davon lassen:

PEGs(Polyethylenglykol) oder PEG-Derivate: Dies sind Emulgatoren oder waschaktive Tenside, die die Haut für Schadstoffe durchlässiger machen können.

Zutaten mit dem Wortteil „eth“ (z. B. Sodium Laureth Sulfate): Dieser Zusatz bezeichnet immer Konservierungsmittel. Sie wirken ähnlich ähnlich wie die PEGs und schaden zusätzlich noch der Umwelt.

Parabene: Parabene können Allergien auslösen, eventuell sogar eine östrogene Wirkung haben und damit den Hormonhaushalt beeinflussen.

Mineralöle und Silikone: Sie findet man unter Bezeichnungen wie Cera Microcristallina, Mineral Oil, Paraffin, Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Vaseline etc. Sie bilden einen undurchlässigen Film und behindern so die Hautatmung.

Künstliche Duftstoffe können Hautreizungen und Allergien auslösen und haben obendrein keine Funktion in der Babypflege.

Am besten beraten bist du mit Baby-Hautpflegeprodukten, die nur natürliche Inhaltsstoffe, wie Weizenkeim-, Mandel- oder Jojobaöl enthalten. Wertvolle natürliche Inhaltsstoffe sind auch Hautschutzvitamine wie A, D, und E – sie schützen die zarte Babyhaut ganz natürlich vor äußeren Einflüssen. Auch der Hinweis: „Frei von Konservierungsmitteln und künstlichen Duftstoffen“ lässt auf ein vertrauenswürdiges Pflegeprodukt schließen. Ganz auf Nummer sicher gehen kannst du, wenn du deine Babypflegeprodukte in der Apotheke einkaufst. Dort erhältst du die entsprechende kompetente Beratung, abgestimmt auf die Hautbedürfnisse deines Babys.

Ab in die Badewanne

Fast alle Babys lieben das Bad im warmen Wasser. Die Temperatur des Badewassers sollte etwa 37 bis 38 °C betragen, die Badedauer nicht länger als 10 bis 15 min, denn der kleine Körper kühlt noch sehr schnell aus. Ein ph-neutraler Badezusatz ohne Konservierungsstoffe, ein sanftes Badeöl oder reines Wasser genügen normalerweise, um die zarte Haut zu reinigen und zu pflegen. Besonderer Aufmerksamkeit bedürfen dabei der Po und die Falten an Hals, Ärmchen und Beinchen. Hier musst du besonders sorgfältig reinigen. Das geht am besten mit warmem Wasser und einem Einmalwaschlappen oder mit einem Ölpflegetuch, das sanft die Schmutzteilchen entfernt und einen angenehmen Pflegefilm auf der Haut hinterlässt. Somit wird dem Wundsein entgegengewirkt. Nach dem Baden wickelst du deinen Zwerg in ein vorgewärmtes Badetuch und trocknest es sorgfältig ab, die winzigen Zehen nicht vergessen, damit die Feuchtigkeit in den Zehenzwischenräumen keine wunden Stellen verursacht. 


Beste Pflege für den Windel-Po

Den empfindlichen Baby-Po versorgst du am besten mit einer speziellen zinkhaltigen Pflegecreme, um einer Windeldermatitis vorzubeugen. Windeldermatitis ist der Fachausdruck für rote, entzündete Hautstellen im Windelbereich. Die Entzündung wird durch Stuhl und Urin ausgelöst, die mit der Haut in Kontakt kommen. Besonders bei Durchfall kann eine Windeldermatitis leicht entstehen. Auch Nahrungsmittel, die die Mutter zu sich nimmt (z. B. Südfrüchte), können bei Stillkindern dazu führen. Wird der wunde Popo bei der Behandlung mit einer zinkhaltigen Creme nicht rasch besser, kann auch ein Pilz die Ursache für die Entzündung sein. Dann wird dir der Kinderarzt eine Mischung aus Zink- und antimykotischer Salbe (Salbe gegen Pilzinfektionen) verschreiben.

Neurodermitis bei Kindern richtige Hautpflege ohne Cortison
Richtige Babyhautpflege

Hautpflege bei Milchschorf

Etwa 10 % aller Säuglinge entwickeln ab dem dritten Lebensmonat am Kopf den sogenannten Milchschorf. Milchschorf ist eine entzündliche Erkrankung der Kopfhaut, bei der sich stark juckende, schuppige Platten von abgestorbenen Hautstellen am Kopf bilden. Diese erinnern an angebrannte Milch, davon leitet sich auch der Name Milchschorf ab. Bei Milchschorf handelt es sich um eine Vorstufe von Neurodermitis, wobei keine richtige Neurodermitis ausbrechen muss. Die Erkrankung sollten von einem Arzt behandelt werden – spezielle Cremes und Salben nehmen den Juckreiz und verhindern so, dass dein Baby sich wundkratzt. Um die Hautschuppen zu lösen, behandelst du die Kopfhaut am besten mit lauwarmen Ölpackungen, die du längere Zeit am Köpfchen einwirken lässt. Ein Baumwollhäubchen verstärkt durch Wärme die Wirkung. Die Schuppen kannst du dann mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm vorsichtig zu lösen versuchen. Auf keinen Fall darfst du sie abkratzen, das kann zu kleinen Verletzungen der Kopfhaut und somit zu Infektionen führen.

Kopfgneis: Harmlos und unbedenklich

Mit dem Milchschorf leicht zu verwechseln ist der Kopfgneis. Kopfgneis ist eine vorübergehende, ungefährliche Hautveränderung, die vor allem bei Säuglingen (und auch Kleinkindern) im behaarten Kopfbereich auftritt. Kopfgneis ist eine Art Hautentzündung, die in Verbindung mit einer gesteigerten Aktivität der Talgdrüsen steht. Kopfgneis tritt häufig bei Säuglingen sehr bald nach der Geburt auf und äußert sich durch eine gelb-bräunliche Schuppenkruste auf der Kopfhaut. Der Auslöser ist unbekannt. Kopfgneis juckt nicht, stört dein Baby daher nicht und verschwindet irgendwann von selbst wieder – das kann allerdings durchaus längere Zeit dauern. Wegen seiner bräunlich-gelblichen fetten Schuppen ist der Kopfgneis zwar ästhetisch störend, aber nicht gefährlich. Eigene Pflegesprays aus der Apotheke und reine Pflanzenöle helfen dir dabei, die Schuppen zu lösen. Auch hier kann es hilfreich sein, die Pflegeprodukte unter einem Baumwollhäubchen einwirken zu lassen.

Weitere Infos zu Milchschorf vs. Kopfgneis

Neurodermitis beim Baby

Neurodermitis ist eine entzündliche Hauterkrankung, die nicht heilbar ist und in Schüben verläuft. Die Erkrankung kann bereits im Säuglingsalter (ab dem 4. Lebensmonat) als Milchschorf auftreten. Später können Kinder dann auch Neurodermitis-Herde an Armen, Beinen und am Körperstamm entwickeln. Neurodermitis erkennt man an stark juckenden, nässenden oder stark schuppenden Hautstellen. Kinder, die an Neurodermitis leiden, müssen 2-mal täglich von Kopf bis Fuß mit entsprechenden Hautpflegeprodukten eingecremt werden. Auf Weichspüler und Duftstoffe bei der Wäsche solltest du gänzlich verzichten. Stark rückfettende Cremen machen die trockene Haut geschmeidig und helfen gegen den Juckreiz.

Bei akuten Schüben solltest du unbedingt den Kinderdermatologen aufsuchen und eine cortisonhaltige Creme gegen das Jucken auftragen. Tipp: Eine sanfte zusätzliche Unterstützung bieten altbewährte Hausmittel gegen Neurodermitis. Ein Umschlag mit abgekühltem Schwarztee lindert durch die enthaltenen Gerbstoffe den Juckreiz und reguliert den Wasserhaushalt der Haut.

Rezept für den Umschlag und weitere wertvolle Tipps

Must-have Sonnenschutz

Ganz wichtig und unerlässlich ist ein ausreichender Sonnenschutz für dein Baby. Säuglinge bis zu einem Jahr darfst du nie der Sonne aussetzen, sie genießen sonnige Tage am besten im Schatten – ihre Haut verfügt noch nicht über einen entsprechend ausgeprägten Eigenschutz. Wenn du mit deinem Baby für kurze Zeit in die Sonne gehst, sollte es am besten eine entsprechende UV-Schutzkleidung und einen Sonnenhut tragen. Und natürlich ganz wichtig: Creme dein Baby mit einer Sonnencreme mit möglichst hohem UV-Schutzfaktor ein und zwar mindestens eine halbe Stunde bevor ihr nach draußen geht. So lange dauert es nämlich, bis sich der volle Lichtschutzeffekt ganz entfalten kann.

Unverzichtbar: Kälteschutz

Wenn im Winter die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen, ist dein Baby im Kinderwagen warm eingepackt. Damit die zarte Gesichtshaut keinen Schaden nimmt, musst du sie vor der Kälte schützen. Am besten gelingt das mit einer reichhaltigen Pflegecreme (Kälteschutzcreme). Sie enthält viel Fett und kein oder nur wenig Wasser, da bei herkömmlichen Cremen der hohe Wasseranteil auf der Haut gefrieren kann. In der Pflegecreme bilden Wirkstoffe wie Bienen- und Wollwachs eine natürliche Schutzbarriere ohne die Hautatmung des Babys zu beeinträchtigen. Auch bei der Kälteschutzcreme solltest du deinem Baby zuliebe auf Produkte ohne synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe setzen. Wichtig: Wenn du nach dem Spaziergang an der frischen Luft wieder nach Hause kommst, die Creme mit einem Feuchttuch unbedingt wieder entfernen. In der warmen Heizungsluft würde die stark fetthaltige Creme sonst die Poren verstopfen.

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