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Diagnose durch Eliminationsdiät

Bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie kann eine Eliminationsdiät Aufschluss über mögliche Allergene geben!

Zuallererst sollte man wissen, gegen welche Lebensmittel man allergisch reagiert um diese dann in weiterer Folge vermeiden zu können. Man beginnt meist mit verschiedenen Diäten. Dabei empfiehlt sich ein abgestuftes Vorgehen, denn wenn man ein bestimmtes Nahrungsmittelallergen bereits vermutet, kann man sich die zeitaufwendige Untersuchung für dieses Allergen sparen.

Nahrungsmittel, welche selten verzehrt werden, wie beispielsweise Meeresfrüchte, die eine allergische Reaktion auslösen, werden spätestens bei der dritten Allergieattacke erkannt und danach vermieden. Nicht so einfach lassen sich Allergien gegen alltägliche Lebensmittel feststellen. Hier sollte eine langwierige, aber ergebnisorientierte Eliminationsdiät durchgeführt werden. Dabei muss der Patient über sieben Tage eine allergenarme Wasser-Reis-Kartoffeldiät einhalten. Ist er danach nicht beschwerdefrei, ist eine Nahrungsmittelallergie unwahrscheinlich. Tritt Beschwerdefreiheit ein, so werden nun einzelne Nahrungsmittel schrittweise hinzugefügt, bis zum Auftreten von Beschwerden. Damit wird das entsprechende Nahrungsmittel identifiziert. Man beginnt mit der Zugabe von Milch, dann Ei und Schritt für Schritt alle gewohnheitsmäßig genossenen Speisen. Um eventuelle Mangelerscheinungen rechtzeitig zu erkennen, sollte ein solcher Test immer unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

Folgende Lebensmittel sind ganz selten Allergie-auslösend und daher auch für die Basisdiät geeignet:

 

  • geschälter Reis
  • Lamm und Pute
  • Karfiol, Brokkoli, Gurke
  • Banane
  • raffiniertes Pflanzenöl
  • milchfreie Margarine
  • Mineralwasser, schwarzer Tee

Bei Verdacht auf Nahrungsmittel-Allergien solltest du ein Ernährungstagebuch führen. Hier solltest du so genau wie möglich eintragen, wann du was gegessen hast und wann welche Symptome aufgetreten sind. Vergiss dabei nicht die Zwischenmahlzeiten wie Obst, kleine Naschereien und auch sämtliche Gewürze sind zu notieren.

Orale Hyposensibilisierungsbehandlung

Bei einzelnen Nahrungsmittelallergien wie zum Beispiel Milch oder Ei gibt es die Möglichkeit, eine Art Gewöhnungskur, die sogenannte "orale Hyposensibilisierungs-Behandlung" durchführen zu lassen. Das Ziel ist eine langsam ansteigende Dosierung des Allergens, um nach einiger Zeit eine normale Menge Milch oder Ei zu vertragen. Diese Maßnahme wird jedoch kontrovers diskutiert. Denn bei guter Verträglichkeit muss das Nahrungsmittel im Anschluss an eine mindestens 3-jährige Behandlungsdauer täglich konsumiert werden, sonst verliert sich die Wirkung. Außerdem dürfen während der gesamten Zeit der Hyposensibilisierung keinerlei antiallergische Medikamente eingenommen werden.

Ab zum Facharzt!

Bereits beim ersten Verdacht einer Lebensmittelallergie sollte ein Arzt aufgesucht werden. Oftmals kann ein Arzt anhand der Symptome, welche der Betroffene schildert, bereits einige Allergien ausschließen beziehungsweise mögliche Allergie-Auslöser eingrenzen. Manchmal kann auch ein Antikörpernachweis aus einer Blutuntersuchung Aufschluss geben.

Tipps bei einer Nahrungsmittelallergie

  • Vermeide Allergie-auslösende Nahrungsmittel!
  • Neue Gerichte sollten nur sehr vorsichtig probiert werden. Bei industriell verarbeiteten Lebensmitteln müssen die Inhaltsstoffe besonders geprüft werden. Oft ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen, ob in dem Produkt auch nur jene Nahrungsmittel enthalten sind, die du oder dein Kind vertragen. Eine absolute Sicherheit gibt es nie, selbst wenn dein Allergen wie zum Beispiel Nüsse nicht aufgelistet ist, heißt das leider nicht, dass nicht Spuren davon in dem jeweiligen Produkt zu finden sind.
  • Tipp für den Urlaub: vorab Information einholen, welche Küche im Hotel zu erwarten ist. Es gibt mittlerweile viele Hotels, in denen den Erfordernissen der Nahrungsmittel-Allergiker kompetent Rechnung getragen wird, meist ist dies aber vor der Anreise mitzuteilen.
  • Auch wenn du aufgrund deiner Lebensmittelallergie bei der Nahrungsaufnahme mit größter Sorgfalt vorgehst, kannst du jederzeit Allergene in versteckter Form aufnehmen. Daher solltest du trotz Karenzkost jederzeit ein Notfall-Set mit dir führen, welches neben einem schnell wirkenden Antihistaminikum ein Cortison-Präparat und ein Adrenalin-Präparat enthält.
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