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Was ist Acne inversa?

Bei der Acne inversa handelt es sich um eine chronische und schubweise auftretende Hauterkrankung mit entzündlichen Knoten und Abszessen der Talgdrüsen und des Haarbalgs. Die genaue Ursache für die Entstehung der Acne inversa ist nicht geklärt, aber man geht von mehreren Risikofaktoren aus, die diese Erkrankung entstehen lassen können.

Die Acne inversa, auch als Hidradenitis suppurativa (HS) bezeichnet, resultiert aus einer Fehlreaktion des Immunsystems und zählt damit zu einer chronisch entzündlichen Erkrankung. Charakteristisch für die Erkrankung sind oft schmerzhafte Entzündungen, die überwiegend in den Achselhöhlen und in der Leistengegend auftreten. Kennzeichnend für die Erkrankung sind entzündete Hautbereiche mit Wunden, eitrigen Kanälen, Knoten oder Abszesse. Die Betroffenen leiden unter den unästhetischen Vernarbungen sowie dem unangenehmen Geruch, der von den nässenden Hautbereichen ausgeht.

„Acne inversa ist nicht ansteckend“, betont Dr. Karin Jahn-Bassler gleich zu Beginn. „Es wird jedoch beobachtet, dass manchmal mehrere Familienmitglieder von dieser Hauterkrankung betroffen sind.“

Risikofaktoren für die Acne inversa

Die genaue Ursache für die Entstehung der Acne inversa ist bis heute nicht genau geklärt. „Man geht von bestimmten Risikofaktoren aus, welche eine Acne inversa begünstigen können. Acne inversa wird  nicht, wie oftmals fälschlich angenommen, durch schlechte Hygiene ausgelöst.

  • Genetische Faktoren: Forschungsergebnisse belegen, dass Akne Inversa in vielen Familien gehäuft auftritt. Bei rund einem Drittel der Erkrankten besteht damit ein familiärer Zusammenhang.
  • Nikotingenuss: Der Anteil an Rauchern ist bei Betroffenen höher als bei Menschen ohne Acne inversa. Daher wird angenommen, dass es einen Zusammenhang zwischen Nikotingenuss und Acne inversa gibt. „Mittlerweile zählt Rauchen als stärkster Risikofaktor der Hidradenitis suppurativa. Beim Rauchen werden die Entzündungsmediatoren im Körper (die Vermehrung von Staphylococcus aureus begünstigt) angekurbelt und dadurch neue Schübe begünstigt. Auch Passivrauchen kann die Symptome verstärken!
  • Übergewicht: Je stärker das Übergewicht, desto stärker können die Symptome der Krankheit ausfallen. Daher ist eine ausgewogene Ernährung sowie viel Bewegung an der frischen Luft durchaus hilfreich, den Risikofaktor Übergewicht zu minimieren.
  • Zu enge Kleidung führt zu starkem Schwitzen und Reizung der Haut, wodurch sich verstopfte Talgdrüsen auch leichter entzünden können.
  • Auch die Verwendung von Deos gegen Körpergeruch und Rasieren können Symptome einer Acne inversa verstärken und sollten weitgehend vermieden werden.
  • Stress: Wie bei vielen anderen Krankheiten auch kann bei Acne inversa eine permanent hohe Stressbelastung zu neuen Schüben führen. Stress belastet das Immunsystem und kann so die Symptome verstärken. Durch die Vermeidung von negativem Stress und dem Erlernen einer Entspannungstechnik wie zum Beispiel Autogenes Training, Qi Gong oder Yoga kann die Lebensqualität verbessert werden.

Schubweiser Verlauf

Nach dem Abheilen können die Entzündungen erneut auftreten. Für gewöhnlich treten die Hautveränderungen in der Nähe bestimmter Schweißdrüsen und an Körperstellen auf, an denen die Haut aneinander reibt. Es bilden sich Geschwüre und Fisteln. Bei starken Entzündungen kommt es auch zu Fieber und einer Anschwellung der Lymphknoten. Die entzündeten Hautveränderungen verursachen teilweise heftige Schmerzen, wobei diese durch die Einnahme von Schmerzmitteln erträglicher werden. Acne inversa ist für Betroffene sehr belastend und schränkt die Lebensqualität erheblich ein.

Verschiedene Formen der Acne inversa

Hautärzte unterscheiden je nach Ausprägung der Anzeichen und Symptome typischerweise zwischen drei Schweregraden. Diese Einteilung erfolgt nach einer klinischen Analyse des Schweregrads, dem sogenannten Hurley-Grad:

Leichte Formen

Bei Patienten mit einer leichten Form der Erkrankung treten häufig Anzeichen wie kleine Knoten, Mitesser oder wenige Zysten jedoch ohne Narbenbildung auf. Schmerzhafte Knoten und Abszesse bilden sich in den Achselhöhlen, in der Leistengegend, unter den Brüsten sowie im Gesäßbereich oder an den Schenkelinnenseiten. Diese Beulen entwickeln sich aus den anfangs festen, erbsengroßen Knötchen. Häufig werden die Symptome als gewöhnliche Furunkel oder als Akne fehldiagnostiziert.

Mittelschwere Formen

Von einer mittelschweren Form spricht man, wenn die Knoten immer wieder an derselben Stelle auftreten und beim Abheilen häufig Narben zurückbleiben.

Schwere Formen

Bei der schwersten Form der Erkrankung kommt es zu entzündeten Knoten und Abszesen und mehreren miteinander verbundenen Kanälen unter der Haut, sogenannte Fistelgänge. Auch Mitesser und Zysten, die gelegentlich Flüssigkeit in Verbindung mit einem unangenehmen Geruch absondern, sind bei einer schweren Form von Acne inversa nicht selten.

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